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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
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Verfasst am: 13.Jun 2007 19:26 Titel: Lafontaine läßt die Katze aus dem Sack |
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Lafontaine bewundert Chavez
von Oliver Luksic
Wessen Geistes Kind Oskar Lafontaine ist lässt sich auch an seiner jüngsten Gratulation an Hugo Chavez sehen.
Nachdem er in Frankreich im Wahlkampf die Kommunisten unterstützt hat gratuliert er nun dem sozialistischen Diktator zu seiner Politik der Zwangseinteignung. In Heiligendamm sprach Lafontaine übrigens nicht nur vom" ökonomischen Terrorismus und der Gewalt des Kapitalismus", er bezeichnete die G8-Teilnehmer auch als "Top-Terroristen der Welt". Er sei gegen Gewalt, aber "Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen", wie er unzweideutig anfügt. Gewaltsame Demonstrationen gegen die G8 Staatschefs sind also doch irgendwo berechtigt, denn diese sind ja die eigentlichen "Top-Terroristen"- damit meint er dann wohl auch Kanzlerin Merkel.
Da er für die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien sei bewundere er Chavez. Übrigens bewundert er wohl auch die Abschaffung freier Medien und die Unterdrückung politischer Opposition- da der "Kapitalismus den Krieg in sich trägt" darf man um den Sozialismus zu verwirklichen eben nicht zimperlich sein.
Wir brauchen auch in den kapitalistischen Systemen wieder eine Demokratisierung der Medien. Es gibt den gewaltigen Irrtum, in den westlichen Industriestaaten seien die Medien demokratisch. Das ist ein gewaltiger Irrtum. Sie sind frei von staatlichem Einfluss, jawohl, überwiegend. Sie sind aber in der Hand der Wirtschaft.
Und eine freie Presse kann nicht in der Hand der Wirtschaft sein.
Lafontaine lässt die Katze aus dem Sack und zeigt, wo der Weg seiner neu gegründeten umlackierten SED zum "demokratischen Sozialismus" hingeht: nach Venezuela. Eine sozialistische Diktatur à la Chavez, die freie Medien abschafft, Oppositionelle niederprügelt und einsperrt sowie Unternehmen verstaatlich scheint Lafontaine´s Endziel zu sein. |
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Topp-Fahnder Specialist
Anmeldungsdatum: 06.03.2006 Beiträge: 88 Wohnort: Ibiza/Balearen
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Verfasst am: 14.Jun 2007 1:45 Titel: |
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Da er für die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien sei bewundere er Chavez. Übrigens bewundert er wohl auch die Abschaffung freier Medien und die Unterdrückung politischer Opposition- da der "Kapitalismus den Krieg in sich trägt" darf man um den Sozialismus zu verwirklichen eben nicht zimperlich sein.
Chavez holt nur zurück, was USA-Unternehmen seiner Volkswirtschaft
gestohlen haben und ausplündern. Sogenannte freie Medien und bezahlte Unterstützer dieses Industriekartells gehören auch bekämpft.
(Auch Putin hat das erkannt nachdem Jelzin das im Suff verschlafen hatte)
Wir brauchen auch in den kapitalistischen Systemen wieder eine Demokratisierung der Medien. Es gibt den gewaltigen Irrtum, in den westlichen Industriestaaten seien die Medien demokratisch. Das ist ein gewaltiger Irrtum. Sie sind frei von staatlichem Einfluss, jawohl, überwiegend. Sie sind aber in der Hand der Wirtschaft.
Und eine freie Presse kann nicht in der Hand der Wirtschaft sein.
Recht hat Lafontaine! |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
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Verfasst am: 17.Jun 2007 15:25 Titel: |
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aus dem blog "Gegenstimme"
Der Lafontaine, die Logik und der Widerspruch in sich!
Gestern auf dem Gründungsparteitag der SED-Nachfolgepartei die “LINKE” sagte Herr Lafontaine folgendes:
Die neue Linke sei sowohl dem Erbe eingesperrter Sozialdemokraten in der DDR als auch verfolgter Kommunisten in der Bundesrepublik verpflichtet.
Ich weiß gar nicht, wie ich das aufdröseln soll, aber letztlich kann man doch nur sagen, daß die LINKE sich somit in der Tradition jener sieht, die gegen das System waren und zwar egal gegen welches.
Die LINKE sieht sich in der Tradition der Bekämpfer der freiheitlichen Demokratie und der Feinde der sozialistischen Diktatur.
Ein Kommunist in der DDR war ein Verbrecher, weil er Sozialdemokraten einsperrte; ein Kommunist in der Bundesrepublik war ein Widerstandskämpfer, weil er gegen die Sozialdemokratie kämpfte.
Diese Menschen sind derart wirr, daß einem angst und bange wird.
Wie so oft bleibt nur zu sagen: Ja, ne, is’ klar… |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
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Verfasst am: 23.Jun 2007 11:38 Titel: |
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Lafontaine ist gefährlicher als die NPD
Autor: Oliver Luksic
Laut NPD-Generalsekretär Marx vertritt Oskar Lafontaine “lupenreine und authentische NPD-Positionen”.
Im Gegensatz zur NPD werden Lafontaine´s Positionen von breiten Teilen der Gesellschaft aber nicht als gefährlich wahrgenommen, obwohl sie inhaltlich in vielen Punkten gleich sind.
Lafontaine erreicht ein viel größeres Publikum als die NPD und macht extremistische Gedanken salonfähig, die auch von der NPD verbreitet werden, was die NPD ja auch als „Verstärkerrolle“ offen begrüßt.
NPD und Lafontaine teilen radikale Israel- und Amerikafeindlichkeit, Sozialpopulismus, die Rede von den Fremdarbeitern und vor allem auch offen demokratiefeindliche Töne: beide sprechen vom Systemwechsel.
Wer wie Lafontaine auch noch offen der Verstaatlichung der Medien à la Venezuela das Wort redet und mit der Linkspartei vom Systemwechsel redet steht weit abseits von der demokratischen Mitte und gefährdet die Demokratie. |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1177
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Verfasst am: 23.Jun 2007 11:57 Titel: |
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Das Glashäusle grüsst:
Von Verleumdung sprach der parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Bundestag, Ulrich Maurer. «Ein Mensch, der Filbinger-Getreue wie Günther Oettinger in den eigenen Reihen beherbergt, soll beim Thema NPD die Klappe halten», sagte Maurer im Gespräch mit Netzeitung.de.
....weil vielmehr die Christdemokraten ein NPD-Problem hätten. «Was soll man von einer Partei wie der CDU halten, die Mitglieder in ihren Reihen hat, die bei NPD-Demonstrationen mit marschieren», sagte Bartsch. «Hier ist eine wirkliche gedankliche Nähe zu Rechtsexremen gegeben.» |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
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Verfasst am: 26.Jun 2007 14:30 Titel: |
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O.k. @tifinaa - hier also auch noch was zum "Glashäusle":
Typisches Ablenkungsmanöver der Neosozialisten und natürlich frei von jeglicher Sachbezogenheit. Klar, die aufgeführten Übereinstimmungen der Argumentationen von NPD und Linken lassen sich nicht widerlegen, also wird man in bester sozialistischer Tradition persönlich und polemisch, statt sich mit den konkreten Vorwürfen auseinanderzusetzen.
Um die Sache noch etwas pointierter anzugehen:
Die NPD ist nicht das Thema - diese Dumpfbacken zeigen ihren wahren Charakter spätestens immer dann, wenn sie es mal in irgendein Parlament schaffen, dann zerlegen sie sich bisher immer selbst - man läßt sie am besten unbeachtet. Eine echte Gefahr stellen sie nicht dar, obwohl bestimmte linke Kreise das gern so darstellen, um sich wichtig zu tun.
Ganz anders die Neosozialisten - hier finden sich die ewiggestrigen Kommunisten, zu bescheuert, um die Gründe des zwangläufigen Scheiterns ihrer Ideologie zu sehen, einträchtig mit den Träumern vom Vorrang des Kollektivs über das Individuum und von der angeblichen Aufgabe des Staates, für "soziale Gerechtigkeit" per Umverteilung der erarbeiteten Werte zu sorgen. Sie werden allerdings wohlwollend von den Medien und dem Publikum begleitet.
Und hier liegt die Gefahr: Sozialismus als Gesellschaftsform bedeutet Unterdrückung und Gewalt - immer.
| Zitat: |
Sozialismus wurde zu keinem Zeitpunkt falsch ausgeführt, gewiss wurde seine inhärente destruktive Energie gelegentlich durch allzu extensiven Größenwahn einiger Führer potenziert, aber Sozialismus kann nicht funktionieren:
Nichtanerkennung von Leistung führt zu Lethargie =>
Lethargie der Leistungsträger führt zum Zusammenbruch des Wirtschaftskreislaufs =>
Umverteilung in einer defekten Volkswirtschaft führt zu Mangel an zu Verteilendem =>
Den Menschen wird mehr genommen, als sie geben können =>
Es muß spätestens jetzt Zwang angewendet werden!
Das ist nur einer der Abläufe, die Sozialismus zwangsläufig in Kraft setzt. Sozialismus ist Diktatur, und Freiheit statt Sozialismus ist deshalb eine richtige Formel! Aber kein Grund zur Aufregung! Es gilt ja schließlich den bösen Neoliberalismus zu bekämpfen.
Wieviele Todesopfer hat der gleich noch mal verursacht? |
Das ehemalige SED-Politbüromitglied Günter Schabowski über die "Wiedergestaltung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland´s (SED)":
| Zitat: |
"Kommunisten sind sozusagen Leute, die nach einer Erleuchtung handeln. Die haben ein Ziel vor Augen, und von diesem Ziel lassen sie sich nicht abbringen....
Es gibt die Gläubigkeit an das sozialistische Endziel,....
Wozu eine Wiederbelebung, natürlich mit anderen Etiketten - sie hat sich ja inzwischen dreimal umbenannt -, aber dass sie immer noch auf eine eigene Existenz besteht, dahinter steckt doch die Verweigerung, jemals dieses sozialistische Endziel aufzugeben und dann durch die Niederungen einer solchen Demokratie zu waten, bis sich früher oder später mal eine Konstellation ergibt, dass man den Versuch auf andere Weise wieder neu starten kann.
Wir erleben ja groteskerweise in diesen Tagen so etwas wie die Wiedergestaltung einer sozialistischen Einheitspartei, dadurch dass sich jemand als Abflussrohr für linke Sozialdemokraten betätigt, ein Mann namens Lafontaine, der sich dann mit den Epigonen der SED zusammentut und wieder eine Vereinigung von Sozialdemokraten und von Kommunisten schafft. ....
Das sind Gläubige, die sich einer demokratischen Mimikry bedienen, weil sie wissen, wenn man sich diese Mimikry aneignet, dass man dann eine Menge erreichen kann, bis dann mal wieder eine revolutionäre Zuspitzung kommt. Ich halte das alles für absurd, wissen Sie. Das gehört alles mit zu diesen absurden Vorstellungen der Weltverbesserung, die ja nun mal zu kommunistischer Ideologie gehört. Aber so ist die Denkweise." |
Aus den blog "Gegenstimme":
| Zitat: |
Es ist soweit
Die SED hat mal wieder einen neuen Namen und will jetzt auch im Westen Fuß fassen. ....
Meinungsforschungsinstitute sagen dieser Vereinigung 24% vorraus. Sollten diese Figuren in irgendeiner Form Macht erlangen, erwarten uns sowieso Enteignung und ein negativer Friedensbegriff.
Was meine ich mit negativem Frieden? Negativer Frieden ist einzig die Abwesenheit von Krieg. ....
Opfer von Staatsterror und sind keine relevanten Opfer.
Natürlich sind sie es nicht, denn wenn sie es wären, müßte man sich kritisch mit der Geschichte des Sozialismus auseinandersetzen.
Daneben posiert die LINKE als Antistaats-, als Bürgerrechtspartei, wie sie es versteht. Auch das macht Sinn, denn Verfassungsfeinde haben ein Problem mit dem Verfassungsschutz.
Die LINKE hat heute, kritiklos von den Medien begleitet, die Systemfrage gestellt. Es ist ihr ernst mit dem Umsturz des Systems.
Es ist albern zu denken, daß die Partei gegen Kontrolle der Bürger wäre, daß sie ihr freiheitlich anmutendes Datenschutzprofil seriös meinen würde. Die Partei ist einzig gegen die Überwachung ihrer Kader.
Sollte die Partei in eine Machtposition kommen, würde sich das Bild unverzüglich ändern. Wie will man den mit den Menschen verfahren, die sich nicht widerstandslos zu Gunsten der Faulen und Dumpfen enteignen lassen wollen. Wie verfährt man mit denen, die ihre Leistung belohnt sehen wollen?
Die Antwort liegt wie so oft in der Geschichte. Man schaue unter dem Stichwort “Kulak”.
In dieser Zeit wird auch deutlich werden, warum die LINKEN schon heute Staatsterrorismus verniedlichen und/oder verschweigen.
Keinen Fußbreit den Sozialisten. |
[/i] |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
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Verfasst am: 23.Jul 2007 19:09 Titel: |
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aus dem blog "Freunde der offenen Gesellschaft":
Rechts wie Oskar
Die deutsche Rechte musste lange warten, ehe ihr endlich wieder ein charismatischer Führer gesendet wurde. Nun ist er da, zwar als Chef der LINKEN, aber was stört die Verpackung, wenn der Inhalt stimmt. Oskar Lafontaine ist die klebrige Mischung aus Schönheitsköniginnen-Rhetorik, Stammtischgeschwafel und ausländerfeindlichen Milchmädchenrechnungen.
Lange ist es her, dass Oskar zuletzt ein kluger Gedanke kam. Es war die Entscheidung, unter Schröder schon nach Wochen aus der Regierungsverantwortung zu flüchten, den SPD-Vorsitz abzugeben und sich ins Private zurückzuziehen. In eine Sphäre also, aus der heraus so wunderbar gegen “Die da oben” geschimpft werden kann, die doch eh machen was sie wollen, und von unseren Steuern leben. Die meisten Deutschen betreiben diese Form der Politikerschelte in ihren eigenen vier Wänden, im Verein oder neuerdings in Internetforen. Nicht so Oskar. Er ist hauptberuflicher “Die-da-oben”-Kritiker und begreift sich als Vorsitzender des “Volkes Stimme”-Vereins. Darum gefiel ihm die Regierungsverantwortung nicht. Und eine zeitlang schien es tatsächlich so, als sei seine Karriere beendet. Welch ein Irrtum. Der aktivste saarländische Stammtisch meldete sich lautstark zurück, und warf sich an die PDS ran.
Jene Partei, der etwas gewährt wurde, was glücklicherweise für normale Diebe und Mörder nicht gilt: Generalamnestie via Namenswechsel. Ob die SED a.D. tatsächlich auf dem Weg dazu war, eine normale Partei auf dem Boden der liberalen Demokratie zu werden, müssen kommende Historikergenerationen klären. Fest steht nämlich, dass Oskar das Runder herumgerissen hat, den Traum der Verstaatlichungen aller und jedem lebt, und dabei einen Freiheitsbegriff predigt, der sogar den ein oder anderen strammen DDR-Verehrer zusammen zucken lässt.
Und auf dem Weg dahin fährt er Rekordzustimmungen ein, indem er schlicht kopiert, was bei Miss-Wahlen wunderbar funktioniert: Nette Phrasen absondern, denen niemand widerspricht. „Allen soll es gut gehen.“, „Keine Ausbeutung.“, „Weltfrieden“. Aber weil ein rinks-lechts kompatibler Demagoge sich nicht nur aufs Bauchgefühl verlassen darf, muss er auch was fürs Gemüt und die Emotionen bieten. Da kommt ihm sein Gespür für die primitivsten Instinkte ebenso zugute, wie die Skrupellosigkeit, diese hemmungslos auszunutzen.
Auf diesem Feld wildert er aber nicht alleine. Nein, Rechtsradikale sind darauf genauso aktiv, wie religiöse Fanatiker oder sonderbare Sekten wie PETA und Scientology. Während die Verrückten von PETA aber damit beschäftigt sind, den täglichen Kochtopf-Holocaust zu kritisieren, anstatt konsequent zu sein, und diese verdorbene Welt beherzt durch einen Schuss in den eigenen schuldbeladenen Schädel zu verlassen; Scientology momentan daran arbeitet, das Image Deutschlands in der Welt aufzuwerten, indem sie aus der überschaubaren Schar an Widerstandskämpfern den einzigen aussuchte, der einigermaßen gut aussieht, um ihn zu einem Filmhelden aufzublasen; und die religiösen Fanatiker mit dem sprengen von Bussen oder der Vermischung von Wissenschaft und Aberglauben beschäftigt sind, bleiben nur noch der Oskar und die Rechtsradikalen übrig. Sie kämpfen um die ausländerfeindlichen, antisemitischen und antikapitalistischen Ressentiments, die sie – nicht zu unrecht – in den Köpfen vieler Deutscher vermuten.
Dabei sind sie zwar Konkurrenten um denselben Markt, aber - man hält ja die deutschen Tugenden hoch - dennoch anständig. Da zollt man sich auch Respekt, wenn Respekt angebracht ist. „Lafontaine vertritt außenpolitisch lupenreine und völlig authentische NPD-Positionen“, lobt es aus der NPD. Dennoch behält sich Udo Voigt vor, die LINKE wegen Ideendiebstahl zu verklagen. „Wir sind eine Marke,“ wütet er, „unsere Wähler sind verunsichert. Hartz IV, Globalisierung, Irak, Afghanistan und Antiamerikanismus, wir hatten zu all dem klare deutsche Positionen ausgearbeitet: Alles schlecht, schlimm, jüdisch und verdorben! Und nun kommt die LINKE daher, und klaut uns unser Parteiprogramm. Wir wagen kaum noch, was über den Unrechtsstaat Israel zu sagen, denn die Kommunisten sind ja immer einen Schritt weiter. Wir kritisieren die Besatzung, die laden Hamasleute ein, wir sind für die Souveränität des Iran, die für die iranische Atombombe, wir betonen die deutsch-arabische Freundschaft, die sehen Schnittmengen zwischen Sozialismus und Scharia.“
Oskar dürften diese Klagen allerdings kalt lassen. Er ist längst über diesen provinziellen Muff deutscher Politik hinausgewachsen, und schließt lieber – obwohl globalisierungskritisch - Freundschaften mit denen, die schon verwirklicht haben, wovon er träumt. Etwa Hugo Chavez, sozialistischer Diktator Venezuelas. Freund des Iran, Feind der Meinungsfreiheit. Hätte Oskar nicht irgendwann auf dem Weg von der Saar nach Berlin einen intellektuellen Totalschaden erlitten, und dabei nicht nur sein Vertrauen in die Demokratie verloren, sondern auch die Erinnerung daran, für was – zumindest in der Theorie – der Sozialismus einmal stand, er hätte sein Vorbild Hugo mal freundlich gefragt, ob er eigentlich weiß, dass es sozialistische Ideale sind, gegen Faschismus, Antisemitismus und Unterdrückung vorzugehen, und nicht, all dies zu zementieren. Das hätte Hugo, den Kumpel des Frauensteiniger und Schwulenhänger Ahmadinedschad, vielleicht etwas in Erklärungsnot gebracht. Aber Oskar ist über diese Art moralischen Skrupel, so wie über jede andere, längst hinweg. Die Frage bleibt, wie geht es mit diesem neuen Star am rinks-lechten Demagogenhimmel weiter. Geht der Trend zur RECHTEN? Bleibt er der LINKEN treu? Oder treibt es ihn gar in den Untergrund, um von dort aus die liberale Demokratie gewaltsam zu bekämpfen? Möglich ist alles; bis auf die letzte Option. Denn noch vor allem populistischen Geplärre, zeichnen sich Demagogen durch etwas anderes aus: Feigheit. |
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