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MACHTNIX Specialist
Anmeldungsdatum: 28.04.2005 Beiträge: 110 Wohnort: Hinter den 7 Bergen
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Verfasst am: 28.Apr 2005 17:13 Titel: Max Strauß |
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Die Kleinen fängt man und die Großen haben gute Rechtsanwälte ...
Da hätten wir zum Beispiel die Geschichte des Max Strauß, die jegliche Vorstellungskraft übertreffen soll. Sie beginnt Anfang der achtziger Jahre, im Dunstkreis des großen Vaters Franz Josef.Max, gerade 22 Jahre alt, ist als Erstgeborener von ihm zu seinem Nachfolger als Chef des Familien-Clans auserkoren. „Der hat den Jungen schon früh in die Zucht genommen. Mit 17 war der Max dabei, wenn der Strauß durch die Welt gondelte, da war der Privatsekretär“, wird ein Freund der Familie zitiert
Max schnupperte zwar die große weite Welt, doch verstrickte er sich schnell in christsozialen Parteiintrigen. Dennoch blieb Vater Strauß zuversichtlich: „Der Junge muss geschliffen werden. Dann wird vielleicht noch ein Diamant aus ihm.
Mentor und Intimus von Strauß-Filius Max wurde ausgerechnet der heute in Deutschland allseits bekannte und per Haftbefehl gesuchte Karlheinz Schreiber.
Bald wurde Max Strauß in Schreibers Villa eingeladen, in der sich regelmäßig Größen aus christsozialer Politik und Wirtschaft einfanden. Bei diesen Anlässen aß man gut und viel und trank noch mehr.
Die Beziehung beruhte auf Gegenseitigkeit: Strauß junior lernte von Schreiber, und letzterer stieg – dank guter Kontakte zur Familie Strauß – vom unbedeutenden Bitumenhändler in Kaufering ins internationale Waffenhändlergeschäft auf. Mit Vater Franz-Josef schon seit Ende der sechziger Jahre gut befreundet, hatte ihn dieser zunächst beim Münchner Luftfahrtkonzern MBB geschäftlich eingeführt. Nicht nur bei MBB, auch bei Airbus, wo Strauß senior als Aufsichtsratsvorsitzender amtierte, platzierte er seinen guten Freund, der sich wiederum mit Geschäftstüchtigkeit und Fürsorge für den ältesten Sohn revanchierte. Die dabei kassierten Provisionen soll Schreiber nicht versteuert und teilweise an den Strauß-Clan weitergereicht haben.
Provisionen aus lukrativen Airbus-Geschäften aus dem Jahre 1985 mit den kanadischen Fluglinien Wardair, Air Canada und Canadian Airlines in Höhe von 56,75 Millionen Mark flossen laut Anklage vom März 2000 an Schreibers „Domizilgesellschaft International Aircraft Ltd. (IAL)“ in Liechtenstein. Das Honorar wurde in verschiedenen Tranchen auf das Konto 235972037 bei der Volks-und Privatbank Vaduz und 18679.4 beim Schweizerischen Bankverein Zürich überwiesen – nach einer Übersicht der Staatsanwaltschaft ab dem 30. September 1988,wenige Tage vor dem Tod von Franz Josef Strauß.
Nach Aussage von Georgio Pelossi, dem früheren Treuhänder Schreibers sowie heutigen Kronzeugen der Staatsanwaltschaft, ist offenkundig nicht der gesamte Betrag bei Schreiber geblieben. Ein Großteil sei unter anderem an den „deutschen Freund“ weitergegeben worden. 1995 sagte Pelossi aus, dass Schreiber ihm mitgeteilt habe, „er müsse den von der Familie Strauß erlittenen Verlust bei den Grundstücksgeschäften in Alberta/Kanada, ca. 2 Millionen Kanadische Dollar, ausgleichen“.
Bei einer Hausdurchsuchung bei Karlheinz Schreiber am 5. Oktober 1995 – acht Monate nach Aufnahme der ersten Ermittlungen – entdeckten Beamte den mittlerweile legendären Kalender Schreibers und die Codes aus Kürzeln, Decknamen und Ziffern. Es handelt sich offenbar um geheime Überweisungen. Immer wieder steht dort: Master, Mx, Max, Maxwell. Die Augsburger Ermittler vermuten, dass hinter den Kürzeln Max Strauß steht, der nach diesen Kalendereintragungen insgesamt 5,2 Millionen Mark (rund 2,66 Millionen Euro) Schwarzgeld erhalten hat.
Die Indizien belasten Strauß junior schwer. Als die Zahlungen im Jahr 1988 beginnen, erhält nach den Augsburger Ermittlungen ein „Master beziehungsweise Maxwell“ Geld, später nur noch „Maxwell“. „Master“ gibt es scheinbar nicht mehr. Viel spricht dafür, dass sich hinter dem Namen kein geringerer als Franz Josef Strauß verbirgt.
Immer wieder gab das enorme Privatvermögen des Strauß-Clans Anlass zu Spekulationen.
Der ehemalige CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep notierte in seinem veröffentlichten Tagebuch nach einem Gespräch mit dem heutigen Bayerischen Wirtschaftsminister Otto Wiesheu: „Erstaunliche Dinge über das Entstehen des FJS-Vermögens!“. Eines steht fest: Allein durch das Einkommen eines langjährigen Spitzenpolitikers wie Strauß – und selbst unter Berücksichtigung des Vermögens seiner Frau Marianne – erscheint die Erwirtschaftung eines dreistelligen Millionenbetrages schwer vorstellbar.
Max Strauß weist bis heute alle Verdächtigungen von sich, wonach sein Vater oder er selbst aus Flugzeuggeschäften Gelder kassiert haben sollen. Nie habe er für Airbus gearbeitet, und erst recht habe er mit Schreibers Decknamenkonten nichts zu tun.
Schreiber ließ seinerseits 2002 aus seinem kanadischen Exil die Öffentlichkeit wissen, „Maxwell“ sei nicht der Strauß-Sohn, sondern der 1992 verstorbene, mit FJS eng verbundene Münchner Rechtsanwalt Franz- Josef Dannecker gewesen. Das Geld auf dem „Maxwell“-Konto habe eine Art Reptilienfonds der CSU dargestellt. Die CSU und ihr Chef Edmund Stoiber wiesen diese Version entrüstet von sich.
„Dear Max“ in Bangkok
Es sind die Fakten, die die Aussagen des gelernten Advokaten Strauß erschüttern. Dokumente weisen auf seine Vermittlerdienste bei der Lieferung von 17 Flugzeugen an die Royal Thai Airforce und die Thai Airways hin. Mit dem Sonderberater des thailändischen Premiers, Pitak Intrawityanunt, pflegte er engen telefonischen und schriftlichen Kontakt. Die Beziehung war offenbar herzlich: Jedenfalls zweimal, am 7. April 1989 und am 9. Oktober 1989, trafen sich „Dear Max“ und „Dear Pitak“ in Bangkok. Am Ende stand der Abschluss eines gigantischen Flugzeugdeals mit den Thais, bei dem an Schreibers Firma „International Aircraft Ltd.“ Provisionen in Höhe von 10,44 Millionen US-Dollar flossen.
Die Augsburger Staatsanwälte gehen laut Anklageschrift davon aus, dass die Summe geteilt wurde: Ein Drittel habe Schreiber selbst erhalten, ein weiteres Max Strauß alias „Master“ und „Maxwell“, den Rest eine „Stewardess“, bei der es sich vermutlich um den Airbus-Manager Stuart I. Iddless handelt.
Vorwurf der Geldwäsche
Im Februar 2000 dehnte die Staatsanwaltschaft Augsburg ihre Ermittlungen gegen Strauß junior neben dem Verdacht der Steuerhinterziehung auf einen weiteren Straftatverdacht aus: Geldwäsche. Strauß soll im Zusammenhang mit dem Verkauf der ostdeutschen Raffinerie Leuna an den französischen Ölkonzern Elf Aquitaine Mitte der neunziger Jahre einen Betrag von damals 400.000 Mark gewaschen haben, der in den Jahren 1994 und 1995 in zwei Tranchen von der Firma „Delta International Establishment“ des Elf-Lobbyisten Dieter Holzer nach Deutschland floss und dann über Münchner Firmen verschoben wurde. Ein Vermerk aus dem Bundesjustizministerium gibt Auskunft über die Verwendung der Gelder: Sie sollten „als Schmiergelder für deutsche Entscheidungsträger beim Verkauf der Leuna-Werke an Elf Aquitaine verwendet werden“. Max Strauß polterte, ihm sei es „wurscht“, wenn irgendjemand gegen ihn ermittle.
Der Vorgang spielte sich im einzelnen wie folgt ab: Ein enger Freund von Max Strauß, der frühere CSU-Stadtrat und politisch im Oktober 1995 über die Münchner „Auktions-Affäre“ gestolperte Curt Niklas, benötigte angeblich ein Darlehen für seine Firma. Strauß junior kontaktierte daraufhin den Unternehmer Josef Pilapel. Da man eine Beschattung durch die Ermittlungsbehörden befürchtete, fanden die Gespräche auf offener Straße statt. Man vereinbarte die Verschleierung der Herkunft des Darlehens. Strauß wollte auf keinen Fall selbst als Kreditgeber in Erscheinung treten. Stattdessen sollten mehrere Firmen einander Kredite in Höhe von damals 400.000 Mark gewähren.
Die Mittel für die Kredite stammten von der Firma „Delta International Establishment“, die laut Eintragung von Schreibers Zahlungskalender vom 29. Juli 1994 an „Maxwell“ Gelder auf dessen Kontonummer beim Schweizerischen Bankverein („Maxwell: Delta Int. EST. SBV LO/234-986-1 D.200 St. Gallen) überwies.126 Strauß- Bruder Franz Georg beteuerte bei bekannt werden der Vorwürfe:„Holzers Firma hat Curt Niklas, der finanzielle Probleme hatte, einen Kredit gegeben. Mein Bruder hat das damals vermittelt ... Das ist alles!“. Die Augsburger Staatsanwälte vermuteten dahinter jedoch ein Scheingeschäft.
Die Firma „Delta International Establishment“ ist europaweit ein Begriff. Hinter ihr steht der Lobbyist und Waffenhändler Dieter Holzer. Und natürlich ist Holzer auch ein guter Freund von Max Strauß. Mindestens bis 1995 hatten die beiden Kontakt, da bis zu diesem Zeitpunkt laut Zeugenaussagen Strauß junior Zugriff auf Firmenkonten Holzers hatte.
Auf Konten dieser Firma haben die Augsburger Ermittler weitere 500.000 Mark (rund 256.000 Euro) entdeckt, die Max Strauß angeblich aus dem Verkauf von Fuchs-Panzern nach Saudi-Arabien im Jahr 1991 erhalten haben soll. Dieser Verkauf vollzog sich gegen die deutschen Exportrichtlinien und war nur mit Hilfe von Schmiergeldern möglich, die nicht zuletzt auch der flüchtige ehemalige Rüstungs-Staatssekretär Holger Pfahls – als ehemaliger Persönlicher Referent aus dem Strauß’schen „Inner Circle“ kommend – kassiert haben soll.
Das Ermittlungsverfahren gegen Strauß – eine „Chronique scandaleuse“
Dass Max Strauß immer noch auf den großen Namen seines Vaters bauen kann und durch seine Schwester Monika Hohlmeier, stellvertretende CSU-Vorsitzende und ehemalige Schulministerin, über gute politische Kontakte verfügt, zeigt sich an den zahlreichen Merkwürdigkeiten und Pannen im Ermittlungsverfahren – eine „Chronique scandaleuse“.
Im Dezember 1995 wird Max Strauß vorweg über eine bevorstehende Hausdurchsuchung informiert. Durchsucht werden sollten Büros und Privaträume des Ex-Staatssekretärs Holger Pfahls, von Thyssen- Managern, von Ex-Staatssekretär Erich Riedl und – nicht zuletzt – Max Strauß. Die Richterin am Amtsgericht Augsburg, Brigitta Schiffelholz, verweigerte jedoch am 13. Dezember 1995 ihre Zustimmung zum Durchsuchungsbeschluss gegen Strauß. Bei den anderen fanden die Durchsuchungen einen Tag später statt.
Unversehens wurde die von Max Strauß benutzte Festplatte seines Notebooks am 15. Dezember 1995 von geheimnisvollen Viren befallen und am 19. Dezember neu formatiert, obwohl der Virus ohne weiteres mit einem simplen Virenschutzprogramm hätte zerstört werden können, ohne die übrigen Daten in Mitleidenschaft zu ziehen. Einen Tag vorher hatte die Staatsanwaltschaft Beschwerde gegen den Beschluss der Amtsrichterin Schiffelholz eingelegt.
Das Notebook wurde erst Wochen später, am 10. Januar 1996, zusammen mit einem so genannten Streamerband (Sicherungsband) sichergestellt, nachdem das Augsburger Landgericht im zweiten Anlauf die Durchsuchung genehmigt hatte.
Bei Max Strauß müssen die Nerven blank gelegen haben. Er tauchte Anfang Februar 1996 durch die Hintertür bei der Ehefrau des ehemaligen Staatssekretärs Erich Riedl auf, um sie vor einer unmittelbar bevorstehenden Hausdurchsuchung im Zusammenhang mit den Ermittlungen über Thyssen-Zahlungen und Konten in der Schweiz zu warnen und Unterlagen zu beseitigen.
Der Augsburger EDV-Experte Bernd Wißner konnte auf dem Streamerband, auf dem die Ermittler die gesicherten Daten der Kanzlei Strauß vermuteten, nichts Verwertbares mehr finden. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft wandte sich der Gutachter deshalb Hilfe suchend an das bayerische Landeskriminalamt.
Das LKA jedoch lehnte die erbetene – Amtshilfe! – am 12. April 1996 mit folgender Begründung ab: „Es ist nicht Aufgabe des Landeskriminalamtes, Hilfsarbeiten für private Sachverständige zu leisten“.130 Der Schreiber-Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags fand jedoch heraus, dass das LKA von dem ausdrücklichen Auftrag der Staatsanwaltschaft wusste.
Der damalige, 1999 tödlich verunglückte, Leiter der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Augsburg, Jörg Hillinger, gab intern die Anweisung: „Wegen der Bedeutung des Falles ist beabsichtigt, einen Sachverständigen zu beauftragen.“ Er ließ weiterhin Gutachter an der geputzten Festplatte arbeiten.
Hillinger teilte der Münchener Generalstaatsanwaltschaft in einem zweiten Vermerk mit, es sei „nicht beabsichtigt, einen Sachverständigen beizuziehen“. Fürchtete er etwa das Eingreifen seiner vorgesetzten Dienststellen? Die Stellungnahme fand in München jedenfalls Gefallen: Der hier geäußerten Auffassung, die Strauß-Festplatte gelöscht zu lassen, „werde nicht entgegengetreten.“
Datenrettungsfirmen wurden kontaktiert. Nachdem der Augsburger Staatsanwaltschaft zunächst mitgeteilt worden war, es koste 150.000 Mark, den Datenspeicher wieder lesbar zu machen, stellte sich die Entschlüsselung andernorts plötzlich als ganz billig heraus: 5.000 Mark.
Schließlich wurde die saarländische Firma Convar Systeme in Pirmasens für die Festplatte eingeschaltet. Convar schrieb in einem Prüfbericht vom 11. Juli 1996: „Auch mit dem höchstmöglichen Aufwand und unter Ausnutzung aller technischen Mittel in unserem Hause (größter Restwerteverstärker) ist es uns nicht gelungen, ein befriedigendes Ergebnis zu erhalten.“
Gleichwohl sei es gelungen, rund ein Viertel der Datenfragmente zu rekonstruieren. Das bedeute zwar nicht, dass die Texte bereits komplett lesbar gewesen wären – aber es sei ein erster Schritt. Ein Sprecher der Firma äußerte sich dazu: „Es wurden 7,901 MB rekonstruiert. Diese Bruchteile stammen vermutlich aus Text-,Word- und eventuell Tabellenkalkulations-Dateien“. Doch das gewonnene Rohmaterial wurde nicht durch den zuständigen EDV-Sachverständigen angefordert.
Die Festplatte wurde per Paketdienst gegen Empfangsquittung am 14. August 1996 von Pirmasens an Wißner in den Freistaat zurückgeschickt. Nach Presseberichten stieß diese Entscheidung auf Unverständnis: „Wir haben uns schon sehr gewundert, warum wir die Platte plötzlich an den Gutachter in Augsburg zurückschicken mussten“, wurde ein Mitarbeiter von Convar zitiert.
Der Berliner Untersuchungsausschuss forderte am 23. März 2000 die Festplatte aus Bayern als Beweismittel an, um die Daten beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) retten zu lassen. So hieß es in dem Antrag: „Die Wiederherstellung von Daten oder die Rettung einer Festplatte ist technisch möglich“, mit speziell entwickelten Programmen gebe es mittlerweile neue Möglichkeiten, „Dokumente zu retten ... Die auf der Festplatte befindlichen Daten können dem Untersuchungsausschuss behilflich sein, den Untersuchungsauftrag zu erfüllen.“
Die bayerischen Behörden verweigerten zunächst die Herausgabe. Bayerns Justizminister Manfred Weiß schrieb am 03. April 2000 nach Berlin, die Festplatte sei „nach wie vor Beweismittel in einem noch laufenden Ermittlungsverfahren“, dem Wunsch des Untersuchungsausschusses auf Herausgabe könne daher nicht stattgegeben werden.
Kurz darauf erfuhr der Untersuchungsausschuss, dass die Staatsanwaltschaft Augsburg nun selbst vom BSI die Festplatte untersuchen lassen wolle. Sie sollte per Boten an das BSI gehen.
Als die Staatsanwälte Anfang April 2000 die Festplatte bei dem Sachverständigen abholen lassen wollten, stellte sich heraus: Die Festplatte – möglicherweise zentrales Beweisstück der Ermittlungen gegen Max Strauß – war aus den Räumlichkeiten der vereidigten Gutachter Wißner oder Hans-Jörg und Angelika Diers verschwunden. Als „kriminelle Amtshilfe“ bezeichnete die damalige bayerische SPD-Chefin Renate Schmidt diesen Vorgang. Am 11. April 2000 teilte Justizminister Weiß nach Berlin mit:„Intensive Suchmaßnahmen haben bislang nicht zur Auffindung geführt ...“
Der Bruder von Max Strauß, Franz Georg, meldete sich zu den mysteriösen Vorgängen um „Europas berühmteste Festplatte“ mit der Bemerkung zu Wort, die Festplatte auf dem Rechner sei „blank wie ein Kinderhintern“ gewesen.
Im Mai 2001 beschäftigte die Festplatte den Schreiber-Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags. Mittlerweile war bekannt geworden, dass neben der Festplatte, deren Spur sich im November 1996 verliert, ein weiteres Beweismittel verschwunden war, nämlich das Sicherungsband der Computeranlage in der Strauß-Kanzlei.
Bei der Zeugenvernehmung wurde einiges deutlich: Pannen, Eifersüchteleien – und dass es vermutlich noch einen anderen Laptop bei Strauß gab, der nicht beschlagnahmt wurde. Der vernommene Sachverständige Wißner räumte ein, den Verlust der Festplatte und des Datenbandes nicht erklären zu können: „Ich habe versemmelt, daran zu denken, dass man das Band zurückgeben muss. Wir wissen nicht, wo es geblieben ist.“ Er stellte die Vermutung auf, dass das Sicherungsband möglicherweise bei der Staatsanwaltschaft Augsburg vertauscht worden sei – diese wies die Spekulation Wißners natürlich umgehend zurück.
Die verschollene Festplatte: Ein Fall für’s Valentin-Musäum ...
Großen Wirbel löste der angebliche Fund der Strauß-Festplatte im Münchner Valentins-Musäum aus. Doch es war nur ein PR-Gag des Künstlers Wolfram P. Kastner. Er hatte gemeldet, in seiner Ausstellung „Da gibt´s fei gar nix zum Lachen“ befände sich die von der Justiz gesuchte Festplatte. Prompt rückte eine Polizei-Streife an und nahm das gute Stück mit. Nach eingehender Untersuchung kam es wieder in die Vitrine des Musäums. Kastner schrieb auf einem Taferl daneben: „Die Kripo rät: Halten Sie gut Ihre Festplatte fest, sonst rutscht sie ihnen vielleicht aus der Hosentasche und verliert alle Daten, und dann schauen’S blöd.“
Der Augsburger Staatsanwalt Winfried Maier – inzwischen nicht mehr als Staatsanwalt mit dem Verfahren betraut, sondern als Richter tätig – sprach vor dem Berliner Untersuchungsausschuss am 24. Februar 2000 von „speziellen Gründen – so sag ich einmal“, die die Ermittlungen gegen Max Strauß so heikel machten. Gefragt, ob Strauß junior „Schutzengel, und zwar nicht nur im Himmel“ habe, antwortete Maier schelmisch grinsend:„ Sie fragen mich da ganz schwierige Sachen.“
Der WABAG-Betrug
Nicht nur im internationalen „Big business“ spielte und spielt Max Strauß eine fragwürdige Rolle, auch daheim in Oberhaching bei München fällt sein Name in Zusammenhang mit undurchsichtigen Geschäften: der WABAG-Affäre – einer der größten Anlagebetrügereien.
Vorwurf: Beihilfe zum Betrug.
Als Anwalt und Berater der Oberhachinger „Wirtschaftsanalyse und Beratung AG“ (WABAG) steht Max Strauß im Verdacht, gewusst zu haben, dass die traumhaften Renditen, die die WABAG ihren Anlegern für den Bau von Recycling-Anlagen und Kraftwerken in den neuen Bundesländern vertraglich versprochen hatte, rechtmäßig nicht zu erlangen waren.
Branchenkenner warnten schon in den neunziger Jahren vor der windigen WABAG und ihrem undurchsichtigen Geflecht von Tochterfirmen. Für seine Tätigkeit wurde Strauß jährlich mit einer sechsstelligen Summe entlohnt. Der Anlagebetrug wird auf rund 150 Millionen Euro beziffert.
Seit Ende 1999 führen die Staatsanwaltschaft München I und eine Spezialdienststelle des Münchner Polizeipräsidiums ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betrugs und der Untreue gegen die Verantwortlichen der WABAG-Gruppe. Sie stehen im Verdacht, entgegen ihrer Verpflichtungen in großem Umfang Gelder selbst abverfügt oder dies zugelassen zu haben, obwohl sie wussten, dass den Zahlungen keine oder keine adäquaten Gegenleistungen gegenüberstanden.
In Prospekten wurde als Provision lediglich ein Prozentsatz von 8,98 % aufgenommen, obwohl diese Kosten tatsächlich zwischen 21 % und 26 % betrugen. Am 19. Januar 2000 durchsuchten die Polizei und 18 Staatsanwälte bundesweit 75 Büros und Wohnungen der Firma sowie ihrer Mitarbeiter. Die Auswertung der beschlagnahmten Unterlagen führte zu einer zweiten groß angelegten Durchsuchungsaktion am 23. Mai 2000 mit sieben Staatsanwälten und 63 Polizeibeamten in 18 Objekten, darunter auch die Wohnung und Anwaltskanzlei von Max Strauß.
WABAG-Chef Erich Dallinger und vier weitere Personen wurden festgenommen. Ein Anwalt, der zahlreiche WABAG-Geschädigte vertritt, will nun in ganz Deutschland Prozesse führen – mit Ausnahme Bayerns:„Sie wissen, dass es hier gewisse politische Querverbindungen gibt ...“.
www.filzgeschichten.de |
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Lillia ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 03.05.2004 Beiträge: 3308 Wohnort: Ortenau-Kreis
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Verfasst am: 1.Mai 2005 0:37 Titel: Und solche Gestalten repräsentieren Deutschlands "Elite |
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@ MACHTNIX
Leider darf ich hier nicht schreiben, was ich von der Strauß-Sippe halte (Vater Franz Josef, Sohn Max, Tochter Monika), sonst mache ich mich strafbar...
Könnten für Max und Monika vielleicht mildernde Umstände geltend gemacht werden? Ich meine, sie können vielleicht nichts dazu, welche Gene ihr Vater da an sie weitergereicht hat...
Ist k. E. vererbbar?
Oder machen die Kinder einfach nur das nach, was der Vater vorexerziert hat?
Ich muß aufhören, mich übekommt sonst wieder der Brechreiz! |
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Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
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Verfasst am: 1.Mai 2005 21:00 Titel: |
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Liebe Lillia
Ihr Brechreiz macht mir so langsam Sorgen.
Das Problem ist bekannt: Überstarker Vater, lebensuntüchtiger Sohn.
Zur Tochter möchte ich mich nicht äußern. Sie hat einfach nicht die Qualitäten Ihres Vaters und ist zu Recht frühzeitig aufgeflogen.
Was den Herrn Strauß Sen. anbelangt, so hatte er bereits zu Lebzeiten und auch jetzt noch meine gnadenlose Hochachtung. Ich habe einige Bundestagsreden von ihm gehört, kann mich auch noch an den häufigen Schlagabtausch mit Wehner erinnern und kann nur sagen: Respekt!
Abgesehen von ihren sonstigen Umtrieben kann man sagen, daß es solche Naturen heute gar nicht mehr zu geben scheint, stattdessen nur schreckliche und erschreckende Langweiler.
Daß er seine politischen Kompetenzen mit seinen ohne jeden Zweifel vorhandenen geschäftlichen Kompetenzen verband, und zwar in einer Art, die etwas anrüchig war, na ja. Sind die heutigen Politiker anders? Nein!
Keinesfalls war sein Verhalten verwerflicher als das Verhalten von Wehner zu Zeiten vor und während des 2. Weltkrieges; verschiedene Artikel hierzu, die an Klarheit und Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassen, besonders sei der "Spiegel" hier erwähnt (aus den 80er Jahren),
lassen keine Fragen mehr offen.
Wehner ist erfolgreich vergessen, auf Strauß reitet man immer noch herum.
Sein Sohn ist zu bedauern, da er ständig im Bewußtsein leben mußte, an seinem Vater gemessen zu werden und ihn trotzdem nie erreichen zu können.
Seine Tochter...., wie gesagt, das beurteile ich nicht, da kümmert sich auch die Staatsanwaltschaft drum.
Im übrigen: wen würde Strauß jun. interessieren, gäbe es Strauß Sen. nicht! Interessieren sollte aber schon, welche Personen Strauß jun. solche Tätigkeiten nicht nur ermöglichten, sondern sogar daran teilnahmen.
Mit den besten Wünschen, Browser |
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WC.Hofmann Pathfinder
Anmeldungsdatum: 09.12.2004 Beiträge: 363 Wohnort: in der Mitte Europas
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Verfasst am: 1.Mai 2005 21:58 Titel: Strauß Family |
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| Browser hat folgendes geschrieben:: |
| ... Ich habe einige Bundestagsreden von ihm gehört, kann mich auch noch an den häufigen Schlagabtausch mit Wehner erinnern und kann nur sagen: Respekt! ... |
Volle Zustimmung, auch von einem SPD-Mitglied!
| Zitat: |
| Im übrigen: wen würde Strauß jun. interessieren, gäbe es Strauß Sen. nicht! Interessieren sollte aber schon, welche Personen Strauß jun. solche Tätigkeiten nicht nur ermöglichten, sondern sogar daran teilnahmen. ... |
Genau das ist der Punkt!
Im übrigen sind die "Filzgeschichten" des BayernSPD Landesverbandes m.E. eine Pflichtlektüre für die an Gedächtnisschwund leidenden Politiker jeder Coleur.
schmunzelnde Grüsse |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 2.Mai 2005 8:26 Titel: |
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| Zitat: |
| .....häufigen Schlagabtausch... |
Ja - dies konnte er, sich mit anderen und an anderen reiben - mehr
aber auch nicht.
In seinen Reden war nie etwas substanzielles - immer nur Niedermachen des politischen Gegners.
Da der Sender Phoenix des öfteren" historische Debatten " sendet, kann man
nachverfolgen welch ein Schaumschläger da am Rednerpult stand.
In politischer Hinsicht eine Null - in wirtschaftlicher , wenn genug Provisionen
das eigene Konto beglückten, eine Eins.
Gruß Ronald
parteilos |
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Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
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Verfasst am: 2.Mai 2005 13:07 Titel: |
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Lieber Ronald
Da widerspreche ich Ihnen in aller Entschiedenheit. Ich kann Ihre Auffassung noch nicht mal unter Berücksichtigung Ihres Lebens nachvollziehen.
Tipp: Beschäftigen Sie sich mal mit neueren Geschichte der Alten Bundesländer und setzen Sie diese in allen Ergebnisssen nochmals in Vergleich zum Bundesland (Freistaat, Entschuldigung) Bayern.
Mit den besten Wünschen, Browser |
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Wolfrum Pathfinder
Anmeldungsdatum: 26.04.2003 Beiträge: 371 Wohnort: Oberkirch
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Verfasst am: 2.Mai 2005 17:09 Titel: |
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Werter Ronald
eine Frage:
Haben Sie FJS einmal persönlich kennengelernt ?
Sind Ihnen die Zusammenhänge ab 1983; FJS - Marox Rosenheim - DDR
bekannt oder geläufig ?
Komischerweise hat der F r e i s t a a t Bayern unter FJS zu seiner Blütezeit angesetzt, das wäre wohl auch ohne FJS genau so geschehen.
Manche Altbundesländer dürften sich glücklich schätzen einen Ministerpräsidenten in Freiheit gewählt zu haben, der Ihnen Wohlstand bescherte.
Man sollte das Bild eines Politikers nicht nur aus der Brille von Publikationen wie Spiegel und TAZ betrachten.
Im übrigen bedauere ich nicht hier zum Ausdruck zu bringen, daß mir ein Politiker wie FJS am A.... lieber war, als diese gesichtlosen, ausdruckslosen Profilneurotiker, welche heute unserer politische Szene beherrschen (mit einigen wenigen Ausnahmen selbstverständlich).
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wolfrum
In dubio pro reo |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 3.Mai 2005 8:36 Titel: |
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Hört doch bitte endlich auf mir ständig eine Linkslastigkeit zu unterstellen.
Geht in die Bibliotheken, setzt euch an die Rechner dort, lasst euch Themen/ Personen auflisten und leiht die Bücher aus!!
Ich bin ständiger Bibliothekskunde - und Ihr ? Ein Meinung bilde ich mir erst dann, wenn ich im Rundumschlag verschiedene Publikationen gelesen habe.
Schönen Tag
Ronald |
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Wolfrum Pathfinder
Anmeldungsdatum: 26.04.2003 Beiträge: 371 Wohnort: Oberkirch
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Verfasst am: 3.Mai 2005 17:02 Titel: |
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Werter Ronald
ich würde mir nie erlauben jemanden unbekannterweise eine Links- oder auch eine Rechtslastigkeit zu unterstellen.
Ist so und so auch immer eine Frage der Betrachtungsweise.
Ihre Aussage:
In seinen Reden war nie etwas substanzielles - immer nur Niedermachen des politischen Gegners.
kann allerdings son nicht stehenbleiben. Gerade bei FJS waren Reden mit Substanz versehen, im Gegensatz zu den heutigen Worthülsen.
In politischer Hinsicht eine Null, wollen Sie diesen satz so stehen lassen ?
Was ist dann heute bei Politkern - - - - - null.
Sie können sich einmal die Frage stellen, ob ein FJS Hartz IV zugelassen hätte.
Wie bereits erwähnt, wer einmal mit Ihm persönlich diskutiert hat, beantwortet diese Frage mit einem ganz klaren und eindeutugen N e i n.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfrum
Homo sum, humani nihil a me alienum puto |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 3.Mai 2005 21:27 Titel: |
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@ Wolfrum,
mit Ihrer Ansicht der politischen Gegebenheiten und der besonderen Sicht
auf vergangene Zeiten und dem Heute bin ich voll auf Ihrer Linie.
Jedes Jahrzehnt hat Menschen hervorgebracht, so auch FJS , die Dinge bewegt, eingefädelt haben.
FJS hatte gute Berater, er hat vieles " auf die Reihe " bekommen, kein Zweifel .
Aber das, was er in die Mikrofone des Bundestages gesäuselt oder auch lautstark - dabei Wichtigtuerisch auf den Füssen wippend ( Grundwissen Psychologie ), dargeboten hat - ich stehe zu meiner obigen Aussage.
Übrigens, Sie haben mir eine Linkslastigkeit in Ihrer Antwort auch nicht unterstellt, fühlen Sie sich da bitte von mir nicht angesprochen, die Empfängeradresse war eine andere,
Gruß Ronald |
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Wolfrum Pathfinder
Anmeldungsdatum: 26.04.2003 Beiträge: 371 Wohnort: Oberkirch
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Verfasst am: 3.Mai 2005 21:45 Titel: |
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@Ronald
Es entzieht sich meiner Kenntnis, wo Sie vor dem Sommer 1989 gelebt haben.
Links oder rechts von der Markierungslinie ?
Wenn in einigen Jahren durch wahrhafte Historiker die Mitte der 80 Jahre ans Tageslicht für die Öffentlichkeit kommen, werden auch Sie - vielleicht -
das Lebenswerk dieses Mannes aus einem Betrachtwinkel hoffentlich sehen.
Im übrigen gilt dies auch für andere Persönlichkeiten unseres Landes, die heute in eine, für mich falsche Ecke gedrängt werden.
Heute leben wir in Deutschland sicherer oder nicht ?
Vergessen viele in unserer kurzlebigen Zeit, was damals herrschte ?
Jeder Vater kann leider auch nichts für den Werdegang seiner Kinder.
Freundlicher Gruß
Wolfrum |
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Rainer Dressler Specialist
Anmeldungsdatum: 31.03.2005 Beiträge: 50 Wohnort: Schwarzwald
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Verfasst am: 3.Mai 2005 21:52 Titel: Re: Strauß Family |
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[quote="WC.Hofmann"]
| Browser hat folgendes geschrieben:: |
| ... Ich habe einige Bundestagsreden von ihm gehört, kann mich auch noch an den häufigen Schlagabtausch mit Wehner erinnern und kann nur sagen: Respekt! ... |
Volle Zustimmung, auch von einem SPD-Mitglied!
Hallo Browser, Herr Hofmann,
ich bin zwar kein SPD-Mitglied mehr und war schon immer (bis zu seinem Tode) ein überzeugter Strauss-Gegner.
Aber eines muss ich Ihm zugestehen:
Selbst wenn er hackedicht vor der Kamera stand und nur durch eine gezielt um ihn herum platzierte Menschenmenge vor dem Umfallen bewahrt werden konnte:
Er hatte ein gewisses Charisma, selbst für mich - zurückblickend.
Ich vermisse diese Typen wie Strauss, Wehner, Geissler und noch ein paar Andere.
Wo sind sie geblieben, die - neben den üblichen mannigfaltigen politischen Wortblasen - noch polarisieren können und nicht langweilen?
So wie es für mich aussieht haben wir momentan - zumindest in den grossen Parteien - nur noch Leute vertreten, die den (vermeintlichen) Mainstream zum christlichen Glauben erheben mit dem Fokus auf die nächste Wahl.
So gesehen hatte sich Strauss noch nie um eine Wahl geschert, weil er sich sicher war, dass er in Bayern wieder gewählt wird, mit überwiegender Mehrheit.
Dass er nicht Aussenminister wurde war m.E. ein Segen für Deutschland.
Einige Dinge hat er auch ganz gut auf die Reihe gebracht, Bayern ist mittlerweile vom deutschen Bauernfreistaat zum High-Tech-Standort mutiert.
Diese Saat hat er gelegt, ohne Zweifel.
Mit den besten grüssen aus dem Schwarzwald.
Rainer |
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Lillia ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 03.05.2004 Beiträge: 3308 Wohnort: Ortenau-Kreis
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Verfasst am: 3.Mai 2005 23:27 Titel: Schön, daß es den SPIEGEL gibt! |
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SPIEGEL-Affäre!
Starfighter!
Alles schon vergessen?
Und was Kanther gekonnt hat, mal eben ein paar Millionen zu "verstecken", das konnte auch FJS.
Nur mit dem kleinen Unterschied, daß in Kanther's Taschen nichts hängengeblieben ist...
Schön, daß die vom SPIEGEL so ein umfangreiches Archiv haben...  |
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Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
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Verfasst am: 3.Mai 2005 23:56 Titel: |
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Inwiefern bringt es uns weiter, über Verstorbene Kritik zu üben und ihnen alles Negative auch Jahre nach Ihrem Tod vorzuwerfen? Wem nutzt es?
Den heutigen Politikern? Wohl nicht und daraus schließe ich, daß wir nahezu alle uns gleichermaßen verhalten hätten, wären wir in der entsprechenden Position. Oder kennt jemand einen gegenwärtigen Politiker ohne Fehl und Tadel in der gehobenen Führungsriege?
Besser finde ich es, das, was sie an Gutem getan haben, in Erinnerung zu behalten.
Um mal mit Heinrich Dreier zu reden: Nur das Gute bringt uns weiter.
Nicht vergessen: Alle diese Politiker wurden dafür mehr oder weniger belangt, wenn sie nicht vorher verstorben sind. Ist das heute noch so?
Kanther beispielsweise. Was hat dieser Mann für sein Land getan und welches internationale Renomée hatte dieser! Aber er hatte einige Millionen versteckt. Ist dies dazu geeignet, seine politisch hervorragende Arbeit zu disqualifizieren und zu vergessen?
Was ist das denn für eine verlogene Moral? Das Gute wird nicht zur Kenntnis genommen und auf das Schlechte wird mit Fingern gezeigt - bis in alle Ewigkeit?
Der Normalbürger ist, den Verhältnissen entsprechend, nicht besser und nicht schlechter als der Politiker. Man könnte jetzt sagen, daß beim Politiker die Auswirkungen aufgrund seiner Position sowohl im Guten als auch im Schlechten gravierender sind. Aber nur scheinbar. Denn als Mitmensch wirkt der Normalbürger auf den Politiker bzw. den späteren Politiker ein, so daß er sich nicht anders verhält, als sich ein Normalbürger verhalten würde; nur sind die Auswirkungen dann größer.
Ist dann aber auch die Schuld größer als die der Mitmenschen, die nicht in die Position eines Politikers gelangt sind, aber einen solchen geprägt haben?
Beenden wir besser diese unnütze Diskussion.
Mit den besten Wünschen, Browser |
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Rainer Dressler Specialist
Anmeldungsdatum: 31.03.2005 Beiträge: 50 Wohnort: Schwarzwald
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Verfasst am: 4.Mai 2005 17:44 Titel: |
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| Browser hat folgendes geschrieben:: |
Nicht vergessen: Alle diese Politiker wurden dafür mehr oder weniger belangt, wenn sie nicht vorher verstorben sind. Ist das heute noch so?
Kanther beispielsweise. Was hat dieser Mann für sein Land getan und welches internationale Renomée hatte dieser! Aber er hatte einige Millionen versteckt. Ist dies dazu geeignet, seine politisch hervorragende Arbeit zu disqualifizieren und zu vergessen?
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Hallo Browser,
Kanther war ein Falke, ein Moralist und Hetzer.
Hätte er genau so gehandelt, wie er seine Moral als Minister in der Öffentlichkeit verbreitet hat, würde kein Hahn mehr nach ihm schreien.
Hat er aber nicht, ganz im Gegenteil, er hat kriminell gehandelt, ganz einfach. Er hat Schwarzgeld versteckt, Steuern hinterzogen und was weiss ich noch was...
Wenn er dafür nicht zur Rechenschaft gezogen wird verstehe ich unser Rechtssystem nicht mehr. Ich, als Steuerzahler, würde mich mein restliches Leben lang verstecken müssen, um den Schergen der Ämter zu entgehen!
So gesehen lache ich immer noch kaputt über diesen Promoter des guten deutschen Steuerzahlers, der über seine eigenen Fallstricke gestolpert ist.
Reue kennt der nicht, er ist sich noch nicht mal einer Schuld bewusst. War ja alles für die Partei!
Da kann ich nur leise lächeln, und es interessiert mich nicht die Bohne, ob er etwas für Deutschland getan hat.
Wenn er etwas für D getan hat, dann war es sein Job und er hat reichlich Kohle dafür kassiert. Man kann im Gegenzug verlangen, dass er dafür gute Arbeit abliefert.
Mit den besten Grüsen aus dem Schwarzwald.
Rainer |
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Roderich Hopp * Ehrenmitglied *

Anmeldungsdatum: 17.05.2004 Beiträge: 947 Wohnort: Dorum-Mulsum
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Verfasst am: 6.Mai 2005 20:45 Titel: Max Strauß |
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Ich dachte es ging hier um den Maxe !
Werter Browser, den Schuh von Strauß zíehen sich Sich bitte selbst an den sie pauschaliseren, und ich werde das in Bezug auf FJS auch nicht zulassen.
Ich habe FSJ in einer für Deutschland un die Welt entscheidenden Stunde 1972 erlebt, wo er geglaubt hat fanatischen Terroristen in der Gestalt eines Jaiders oder eines anderen berühmten Wildschützen entgegen treten zu müssen. An dem Fiasko von Fürstenfeldbruck tragen er und sein Spezi Schreiber durch ihre Fehleinschätzung und ihre Überheblichkeit und Inkompetenz eine große Mitschuld.
Dieser Tag im September1972 hat mein Leben einschneiden verändert, wie bei manchen der 11.Septer 2001.Und wenn Sie an den Gräbern der Piloten die durch Starfighter-Abstürze ums Leben kamen gestanden hätten.und einer der Witwen und deren Kinder in die verweinten Gesichter geschaut hätten, im Hintergrund wissend wer daran schuld ist, würden Sie dann immer noch so von einem vermeintlich bodenständigen Politker sprechen ? Lockheed ist kein SPIEGELei... sondern Fakt, und die Millionen an Schmiergeldern für den Erwerb des Schönwetterfliegers waren der Grundstock für das Straußvermögen. Ein Metzgerssohn ( nichts gegen Metzger und deren Söhne ) der als Politker so nebenbei rund 300 Mio DM Privatvermögen macht ???
NIcht Strauß hat Bayern groß gemacht sondern die Bayern Strauß und sich selbst. Er hat als Landesvater von seinen Untertanen mehr profitiert als umgekehrt.
Mit freundlichen Grüßen
Roderich Hopp |
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Wolfrum Pathfinder
Anmeldungsdatum: 26.04.2003 Beiträge: 371 Wohnort: Oberkirch
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Verfasst am: 6.Mai 2005 21:13 Titel: |
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Herr Hopp
wissen Sie was sie schreiben über FFB 72.
Ohne hier auffällig zu werden, aber die Einsatzleitung inne hatte zwar Schreiber, aber ohne den BIM hätte Schreiber gar nichts entschieden.
Und der hies damals Genscher.
Dankeschön übrigens daß Sie mir als gebürtigem Bayer sagen, wir hätten Strauß groß gemacht.
Beim Starfighter die Schuld alleine FJS in die Schuhe zu schieben, meinen Sie hoffentlich nicht ernsthaft.
Ich dachte die Entscheidung über den Kauf ging sowohl vorher über den Verteidigungssausschuss, ebenso wie dem Finanzausschuss des Deutschen Bundestages, und die waren alle gekauft von FJS ?
Absurd.
Mit freundlichem Gruß
Klaus Wolfrum |
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Roderich Hopp * Ehrenmitglied *

Anmeldungsdatum: 17.05.2004 Beiträge: 947 Wohnort: Dorum-Mulsum
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Verfasst am: 6.Mai 2005 21:39 Titel: |
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Werter User Wolfrum
Glaubens mir, ich weiß schon was ich schreibe, .Ich war 1972 dienstlich in der Angelegenheit involviert und habe FJS hautnah erlebt. Mehr dazu in PN wenn gewünscht. Es ist richtig das Genscher damals Innenminister war, aber Entscheidungsträger für das Debakel in FFB war Schreiber. Uns waren damals aus politischen Gründen die Hände gebunden. Obwohl besser ausgebildet wie die Polizei damals war es uns aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht t gestattet einzugreifen.
Die Notstandsverordnungen waren damals noch nicht in Kraft. Wenn Sie mir nicht glauben, dann warten,s bis zum Jahr 2022 /23 dann sind die Akten öffentlich zugänglich..FFB hat letztendlich zur Gründung der GSG 9 geführt. Mehr dazu aus gewissen Gründen auch über PN.
Zu Ihren weiteren Ausführungen möchte ich anmerken, das FJS damals allein durch seine Empfehlung die von Ihnen genannten Gremien überzeugt hat. Dies war ja wie sie wissen eine seiner Stärken. Er brauchte damals dazu bis auf ein zwei im zutragende Ministerialbeamte niemand zu bestechen.
Er hat, da zu der Zeit fast jeder eine Leiche im Keller der NS- Vergangenheit hatte, auch keinen besonderen Druck ausüben müssen. Fakt ist, das Zahlungen von Lockheed zuvor ausgegangen sind, und der Rest der ca. 55 Mio danach gezahlt wurde, nachdem die Entscheidung für den Starfighter fiel. Ich könnte hier noch die HS 30 Geschichte anfügen,.
Wisssen,s mit FJS ist es wie mit dem Kini, nur ist FJS halt nicht im Starnberger See ertrunken .
Sonst hätte er wahrhaftig eine Chance vom jetzigen Papst aufgrund landsmannschaftlicher Kollegialität heilig gesprochen zu werden.
Mit freundlichen Grüßen
Roderich Hopp |
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Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
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Verfasst am: 6.Mai 2005 22:11 Titel: |
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Hallo Herr Hopp
Ich überlege mir bereits ob ich das Schreiben einstellen soll. Im Gegensatz zu mir, der sich alles anlesen mußte bzw. noch immer anliest, waren Sie, Ihren Beiträgen zufolge, schon überall gewesen und bei allen Ereignissen irgendwie zugegen, auch wenn Sie nicht überall selbst eingreifen konnten, immer im Brennpunkt des Geschehens.
Mit den besten Wünschen, Browser |
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Wolfrum Pathfinder
Anmeldungsdatum: 26.04.2003 Beiträge: 371 Wohnort: Oberkirch
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Verfasst am: 6.Mai 2005 22:32 Titel: |
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Sehr geehrter Herr Hopp
sollten tatsächlich die Akten über FFB jemals geöffnet werden, was ich stark bezweiflle, würde ich mich wundern wenn ich Sie, vorausgesetzt Ihr tatsächlicher Name ist Hopp, unter dem Klarnamen in den Akten finden würde.
Seien Sie versichert andere User in diesem Forum haben und hatten tatsächlichen Einblick.
Ihr Wissen scheint aus gewissen Archiven des Spiegels zu stammen, aber nicht alles was Herr Augstein und seine Mitarbeiter recherchiert haben entspricht auch der reinen Wahrheit.
Glauben Sie allen Ernstes, daß falls aktive Bestechung stattgefunden hätte, oder Nötigung gegen Ausschussmitglieder vorgelegen hätte, (sehen Sie sich mal die Liste über die damaligen Ausschussmitglieder an, alle mit NS Vergangenheit?) eine Brandt Genscher Regierung nicht alles unternommen hätte, dies zu verwerten.
Verzeihen Sie mir, dies sind die alten Kamellen über FJS, durch absolut nichts bewiesen, oft zitiert, entsprechen aber auch nicht durch wiederholte Veröffentlichungen der Wahrheit.
Es entzieht sich meiner Kenntnis, wie alt Sie sind: aber über Lockheed öffnen sich ja nach Ihrer Meinung dann auch früher, nämlich 2009 die Akten.
Vielleicht erleben wir das beide, ich würde mich freuen, wenn Ihnen diese dann zugänglich gemacht werden, und Sie persönlich Ihre Äußerungen nachher überdenken würden.
Wohlgemerkt wir sind beim Thema FJS, nicht bei seinem Filius.
Mit freundlichem Gruß
Klaus Wolfrum |
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