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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1176
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Verfasst am: 5.Jan 2007 12:03 Titel: Merkel bei Bush |
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Kürzer als der gestrige Gipfel lässt sich diplomatisches Protokoll nicht mehr arrangieren.
Merkel kam am späten Nachmittag, Gespräch mit Bush, kurze Pressekonferenz, Abendessen mit George und First Lady Laura und gleich wieder zurück nach Berlin.
Merkel war das Symbol des Besuches wichtig - Abstimmung, Schulterschluss mit Amerika, sollte signalisiert werden.
Und Bush, dem so viele Freunde nicht geblieben sind, weiß das zu schätzen. Große Ergebnisse, hatte das Kanzleramt schon vor der Abreise abgewiegelt, dürfe man dieses Mal nicht erwarten.
Und wir, die Steuerzahler, dürfen bezahlen, für diese grobe Verschwendung, an die Flugbereitschaft.
Na, schätzen Sie mal wieviel Zehntausende Euro. |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1176
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Verfasst am: 5.Jan 2007 16:00 Titel: |
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Ja, Frau Merkel ist der Schulterschluss mit Amerika wichtig.
Und da spricht man natürlich nicht über die:
US-Schikane gegen deutschen Staatsbürger
| Zitat: |
Ein deutscher Staatsbürger syrischer Abstammung ist ohne Begründung zwei Tage lang in einem US-Gefängnis festgehalten worden. Das bestätigte eine Sprecherin der US-Behörde U. S. Customs and Border Protection dem Berliner Tagesspiegel (Freitagsausgabe). Der 62jährige, der auf dem Weg zu seiner in Kalifornien lebenden Tochter war, sei von den US-Behörden insgesamt vier Tage lang in Las Vegas festgehalten worden. Dem Mann seien die Gründe dafür nicht genannt worden. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes wurde bisher noch kein Deutscher ohne Begründung so lange in den USA festgehalten. Wie die Zeitung berichtet, wurden dem Mann außerdem zwei Tage lang Herzmedikamente verweigert.
ddp |
Nun könnte das Auswärtige Amt offiziell eine Protestnote senden und Rechenschaft fordern - somit für den Bürger dieses Landes tätig werden.
KÖNNTE !! |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1176
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Verfasst am: 6.Jan 2007 7:40 Titel: |
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Im Gegensatz zu Frau Merkel hinterlassen andere keine glitschige
Schleimspur:
| Zitat: |
Chirac verurteilt Krieg in Irak
Der französische Staatspräsident Jacques Chirac hat den Irak-Krieg mit scharfen Worten verurteilt und Vorwürfe gegen die USA erhoben.
»Dieser Krieg hat zu Umbrüchen geführt, deren Effekte noch nicht abzuschätzen sind«, sagte Chirac am Freitag in einer Ansprache an die Botschafter seines Landes.
Dies habe Paris vorhergesagt.
Er warf US-Präsident George W. Bush vor, dem Terrorismus zu einem neuen Verbreitungsfeld verholfen zu haben. Nicht nur sei die Einheit des Iraks gefährdet, sagte Chirac: Jedes Land der Region sei inzwischen besorgt um seine Sicherheit und Unabhängigkeit. Chiracs zweite Amtszeit endet in diesem Frühjahr.
(AP) |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1058
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Verfasst am: 6.Jan 2007 9:08 Titel: |
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| tifinaa hat folgendes geschrieben:: |
| Ja, Frau Merkel ist der Schulterschluss mit Amerika wichtig. |
Das findet auch S. Baron richtig und wichtig:
Schlag ins Gesicht
Es war der erste Vorbote des Chaos – und der Niederlage: Nach dem Fall von Bagdad und dem Sturz des Diktators Saddam Hussein im April 2003 nutzten die Iraker ihre neue Freiheit erst einmal – zum Plündern. Die amerikanischen Befreier ließen es geschehen. „So was kann passieren“, kommentierte der damalige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, „freie Menschen tun solche Sachen.“
Von da an ging’s bergab. Der (vorläufige) Tiefpunkt wurde gut dreieinhalb Jahre und 3000 gefallene US-Soldaten später mit der Hinrichtung Saddams erreicht. Seitdem muss auch dem letzten Befürworter des Irak-Krieges klar sein: Erstens, der Krieg war ein Fehler. Zweitens, er wird mit der Niederlage der USA enden. Die scheußlichen Umstände der Hinrichtung des Scheusals Saddam zeigen: Amerikas Soldaten haben umsonst gekämpft, sind umsonst gefallen und verstümmelt worden. Der Irak war den Einsatz nicht wert.
Die Beleidigung des todgeweihten Diktators war auch eine Beleidigung der toten GIs, ihrer Angehörigen und der gesamten amerikanischen Nation. Die anschließende „Entschuldigung“ der Regierung in Bagdad, die Hinrichtung sei „außer Kontrolle geraten“, ein weiterer Schlag ins Gesicht. Kaum etwas hätte die Sinn- und Erfolglosigkeit des langen, teuren und blutigen Kampfes für einen demokratischen Irak besser dokumentieren können.
Dieser Kampf hatte – wenn überhaupt – nur eine Rechtfertigung: das „Ozonloch der Globalisierung“, wie Thomas Barnett, Professor am US Naval War College und Berater des Pentagons, den Nahen und Mittleren Osten nennt, zu verkleinern. In diesem Ozonloch gedeiht der Terror, der Globalisierung und mit ihr Wohlstand und Frieden rund um den Globus bedroht.
Die Rechtfertigung für den Kampf musste denn auch in dem Moment entfallen, in dem sich herausstellte, dass er das Ozonloch nicht verkleinern, sondern noch vergrößern würde. Dass er weder Wohlstand noch Demokratie noch Frieden in der Region fördern, sondern diese eher weiter destabilisieren und den Terror weltweit eher bewässern statt austrocknen würde. Heute, in voller Kenntnis der völlig unzulänglichen amerikanischen Vorbereitungen auf das Unterfangen, müssen wir annehmen, was sich damals allenfalls befürchten ließ: Dies war schon vor dem Krieg der Fall. Ganz sicher ist die Rechtfertigung jedoch inzwischen entfallen. Die US-Invasion im Irak war bestenfalls gut gemeint, aber geriet leider zum Gegenteil von Gut.
Mehr noch: Das Ergebnis ist eine Katastrophe, die in ihren geostrategischen Konsequenzen noch schlimmer ausfällt als die Niederlage in Vietnam. Der Krieg im Irak hat die Idee der Globalisierung und der Demokratie diskreditiert, die „Achse des Bösen“ gestärkt, den Terror ermutigt, die USA ökonomisch geschwächt sowie isolationistische und protektionistische Tendenzen dort neu aufleben lassen.
Vor diesem Hintergrund erlangt die aktuelle Initiative von Bundeskanzlerin und EU-Ratspräsidentin Angela Merkel für eine vertiefte „Transatlantische Wirtschaftspartnerschaft“ erst ihre volle Bedeutung. Sie muss als Versuch begriffen werden, den Schaden der Niederlage im Irak nicht nur für Amerika, sondern für die gesamte (westliche) Welt zu begrenzen und auf Sicht wieder wettzumachen.
Aus der Niederlage könnte am Ende vielleicht doch noch ein Sieg werden. In Vietnam hatten zunächst auch die Kommunisten triumphiert. Unter dem Anpassungsdruck der Globalisierung wurde das Land seitdem immer weniger kommunistisch, in diesem Monat tritt es in die WTO ein. Das „Ozonloch der Globalisierung“ im Nahen und Mittleren Osten muss jetzt mit ökonomischen Mitteln verkleinert werden. |
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