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Neue Wahlen braucht das Land - nomen est omen

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Lutz Spilker
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 24.Mai 2005 15:16    Titel: Neue Wahlen braucht das Land - nomen est omen Antworten mit Zitat

Neue Wahlen braucht das Land
nomen est omen


Diese kleinen drei Worte sollen keinesfalls zur Lateinstunde
läuten, denn mehr die uniforme Schicksalhaftigkeit der hier-
zulande herrschenden Parteien und deren Namen verdeut-
lichen.

Bin ich christlich oder liberal? Bin ich sozial oder sozialistisch.
Bin ich national oder eher regional. Bin ich radikal oder "Was
bin ich" und welches Schweinderl hätten's denn gern?

Es ist weniger die Zugehörigkeit einer Partei als philosophi-
sches oder dogmatisches Fundament, als die charismatische
Figur, welche als Leithammel auserkoren vorne weg schreitet
und die Fahne hochhält, wenn es ums Wählen im Sinne von
entscheiden geht.

Tauscht man die Namen oder/und Figuren der Politbühne
gegen die der jeweiligen Opposition aus, so bliebe das Wah-
lergebnis gleich, wobei nur das Kreuz auf dem Stimmzettel
an einer anderen Stelle gelandet wäre. Lehren uns die Ge-
schichtsbücher doch genau das.

Gemessen an ein paar statistischen Werten, geht es dem
Michel gar nicht so schlecht, wie er behauptet (wenn man
ihn fragt). 36% der Bevölkerung leiden an Übergewicht...

Zu wenig Action oder zu viel "gutes Essen"? Wenn ich (beim
Einkaufen also) den Inhalt der Einkaufswagen beäuge, sehe
ich alles Mögliche darin, nur nix G'scheit's. Schlecht geht's
einigen wenigen, doch die Masse ist satt.

Man fährt ein bis 2 Autos, glotzt in 3 Fernseher, gönnt sich
Ferien und Urlaub in der Karibik und frönt einem Hobby. Die
Kinder sind branding-bewusster als nie zuvor und tragen nur
noch Marke vom Feinsten. Der Trainingsanzug von Cerutti
avanciert zur Freizeitbekleidung am hauseigenen Pool. 25
Millionen angemeldete Handys mit 30 Milliarden(!) SMS-Nach-
richten sprechen es aus. Dekadenz und Völlerei - der Unter-
gang des Abendlandes.

Ob wir also einen Herrn (Zer)Stoiber oder eine Frau (was
macht Ihr Coiffeur hauptberuflich?) Merkel wählen, oder
den "Dressurreiter" Schröder favorisieren, bleibt angesichts
der Farbe ihres Parteibuchs völlig unbelassen. Stünde mor-
gen ein Cäsar oder ein Barbarossa zur Wahl an, entschieden
wir uns für den, mit der "größten Klappe". Parteipolitischer
Inhalt wird für das Gros der Wahlberechtigten nicht verstan-
den und nicht nachvollzogen.

Ein paar populärpolitische Themen wie Arbeitslosigkeit und
Erhöhung des Kindergeldes, dienen lediglich als Eckpfeiler
der festen Basis für Podiumsdiskussionen. Würde man als
politisches Bonbon PREMIERE kostenlos versprechen, wä-
ren zahllose Fußballfans schon bereit, eine neue Partei
namens PFL (Premiere für lau) zu gründen.

Kein Tag ohne Nachrichten und keine Nachrichtensendung
ohne einen weiteren Kindermord. OK. Wählen wir einmal
Madam Merkel und ihre "Christen". Jetzt sagt sich der Kin-
derschänder: Oh,- eine neue Ära ward uns bescheret. Doch
mein kranker Trieb wuchert derweil immer noch und mag
nicht verstummen?! Verzeiht mir große Merkeline, dass
ich nicht Kräftens bin, ihn zu bändigen ob seiner Macht, die
viel größer ist, als die Eurige...

Ändern - wird sich also nur der Wandbehang in einigen ver-
mufften Amtsstuben innerhalb der bunten Republik Deutsch-
lands. Mehr wohl kaum. Es sei...

Es sei denn, man findet noch ein Barthaar der Oberlippenbe-
kleidung eines gewissen A.H. und klont es. Dann gäbe es wie-
der Ruhe auf den Gassen und in den Hallen. Dann könnten
die Kinder auch noch nachts auf der Strasse spielen und man
könnte sein Auto mit offenem Verdeck drei Wochen im Park-
haus abstellen, ohne dass die Schmuckschatulle vom Bei-
fahrersitz entwendet würde.

Aber es gäbe auch wieder die entscheidende Frage: Wollt
ihr Butter oder Kanonen...
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Ronald
Insider


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 781

BeitragVerfasst am: 24.Mai 2005 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Neue Wahlen braucht das Land
nomen est omen


Nein, seit Jahrzehnten werden die Deutschen von einer Politikerkaste regiert,die ihnen nicht viel zutraut und deshalb auch nichts zumutet.

Von der Wiege bis zur Bahre, vom Kinderkriegen bis zur Altersvorsorge wird der Bürger fürsorlich belagert. Das Motto: " Wir wissen was gut für dich ist ".
Deshalb nimmt der Staat, ergo die Politiker, die Steuerpolitik beim Wort und steuert was das Zeug hält.
Er belohnt und bestraft, fördert und befördert - vorrangig seinen eigenen Machterhalt.

Ich bin offenbar nicht in der Lage, mein Leben selbständig zu führen.
Wenn ich zu dick bin, bin ich nicht in Ordnung. Wenn ich keine Kinder habe, bin ich nicht in Ordnung. Wenn ich rauche, bin ich nicht in Ordnung. Wenn ich selbst für mein Alter vorsorgen will, bin ich nicht in Ordnung.Wenn ich sterben will, bin ich nicht in Ordnung. Wenn ich nicht genug konsumiere, bin ich nicht in Ordnung.
Vor allem aber bin ich nicht in Ordnung, wenn ich mein Geld selbst ausgeben will, statt es vom Staat ausgeben zu lassen.

Bei all dem müssen mir Politiker helfen. Die wissen was gut für mich ist. Und deshalb steuert und versteuert er mich, lockt, lenkt, zwingt und zwängt.
Täglich erhalte ich eine Lektion in politisch geförderter Selbst-Entmündigung, täglich werde ich genötigt meinen gesunden Menschenverstand zu unterdrücken.

Die Namen von Politikern und die Namen von Parteien sind völlig belanglos.
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Ronald
Insider


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 781

BeitragVerfasst am: 24.Mai 2005 15:51    Titel: Vorgezogene Bundestagswahlen Antworten mit Zitat

Der Kanzler kündigte Neuwahlen an, am Tag danach schrieb ihn die Börse ab. Die Aktien deutscher Energiekonzerne zogen an, Solarstromfirmen brachen ein. Da wird ein anderes Licht angeknipst.

Nach sieben Jahren Regierung haben SPD und Bündnis 90/Die Grünen einen Grad politischer Verwesung erreicht, der selbst geruchsresistente Hauptstadtjournalisten seit geraumer Zeit auf Distanz zu ihrem Wirtstier gehen läßt. Abgesänge auf »Rot-Grün« waren zu lesen, mit denen der siebenjährige Etikettenschwindel fortgesetzt wurde. Schröders SPD hatte mit dem Budenzauber von »Neuer Mitte« und »Innovation« alle sozialen Hemmschwellen fürs deutsche Großkapital zu beseitigen, eine Aufgabe, vor der die Konservativen bis dahin zurückschreckten.

Schröder und sein Kompagnon Joseph Fischer sind Hasardeure. Ihr Typus war gefragt neben den Ökonomie-Blödeleien von »New Economy« und »Globalisierung«. So wie Schröder nicht nur alle eigenen Wahlversprechen, sondern gleich sämtliche sozialpolitischen Traditionen der SPD über Bord kippte, so führte Fischer seinen olivgrünen Haufen in Krieg und über 50 Militäreinsätze.

»Hartz IV« kam durch eine heimliche Große Koalition mit Angela Merkel zustande. Das könnte jetzt formell werden, das Verarmungsprogramm ist noch nicht abgearbeitet. Danach werden die Karten neu gemischt. Roland Koch will ja noch Kanzler werden.
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Ronald
Insider


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 781

BeitragVerfasst am: 24.Mai 2005 17:21    Titel: Steuergelder für den sinnlosen Ausbau eines Provinzflughafen Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Namen von Politikern und die Namen von Parteien sind völlig belanglos


Geht es nach dem Willen der von Ministerpräsident Roland Koch (CDU) geführten Landesregierung, wird das Land Hessen mehr als 100 Millionen Euro zum Ausbau beisteuern. Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) verspricht sich davon »einen Schub für die wirtschaftliche Entwicklung Nordhessens«

Was von derartigen Vorhersagen zu halten ist, wird mit Blick auf die Äußerungen von Sprechern verschiedener Fluglinien deutlich: Bereits Ende letzten Jahres hatte Air-Berlin-Chef Joachim Hunold im Zusammenhang mit den Ausbauplänen für Kassel-Calden und den Flugplatz Hof/Plauen von »Nonsens-Airports« gesprochen, auf denen keine Airline landen wolle. Auch die Lufthansa sieht bei den Ausbaubefürwortern weniger wirtschaftspolitischen Sachverstand am Werk, als vielmehr die Bereitschaft zu einem einen finanzpolitischen Crashkurs. Doch solche Kritik beeindruckt die Befürworter des Flughafenausbaus ebensowenig wie die Warnung des Generalsekretärs der Vertretung der in Deutschland tätigen Fluglinien (BARIG), Martin Gaebens. Der hatte den Ausbaubefürwortern von Kassel-Calden entgegengehalten, daß die Hoffnung auf ein grenzenloses Wachstum der Billigflieger trüge. Der Markt sei inzwischen zum größten Teil erschlossen, und die Einzugsgebiete der Flughäfen überlappten sich.

Anders formuliert: Paderborn, Hannover, Erfurt, Kassel-Calden – ein solch dicht geknüpftes Netz von Flughäfen führt zwangsläufig zu einem Verdrängungswettbewerb, der nun nach dem Willen der hessischen Landesregierung in eine neue Runde gehen soll:


auf Kosten der Steuerzahler.
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Lutz Spilker
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 24.Mai 2005 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

@ Ronald, @Thread,

eines sollte vielleicht einmal ausgesprochen werden und das
ist das politische Bewusstsein hierzulande. Dieses liegt etwa
um den Gefrierpunkt.

Dümmliche und desorientierte Äußerungen wie “daran kann
man nichts ändern, das macht der Staat“, bringen mich um
mein bisschen Verstand. Wer – um Himmels Willen – ist denn
der Staat, wenn nicht das Volk?

Warum aber, sprechen vom Staat alle so, als sei es etwas Ab-
straktes, was mit uns, dem Bürger, nicht zu tun hätte? Ist es
denn so schwer zu begreifen, dass jeder einzelne Bürger die
Macht hat, etwas zu ändern? Es will so scheinen.

Selbst die Damen und Herren aus dem Osten haben nach mehr
als 40 Jahren Rentnerherrschaft kapiert, dass es so nicht weiter
gehen kann und sind auf die Hinterbeine gestiegen.

Werden wir hier auch eine solche Reaktion erleben? Nein. Wa-
Rum nicht? Weil die dickbäuchige Zufriedenheit uns daran hin-
dern wird.

Es will sich ja bald zum Gesellschaftsspiel entpuppen, wie der
’mündige’ Bürger mit der Macht seiner Stimmabgabe kokettiert.
Für alberne Dreingaben wie Plastikfähnchen nebst Einwegfeuer-
zeugen und einer Bratwurst, wird er ferngesteuert sein Kreuz
an der richtigen stelle machen, so ihm das Rasierwasser seines
Wahlhelfers nicht in der Nase sticht.

Eine Farce, ein Witz in der Tüte und der galoppierende Wahn-
sinn á persona. Keine Komödie könnte besser geschrieben wer-
den, kein Comik mehr Tragik aufweisen, als das, was sich in
Deutschland Politik nennt.

Aber Schuld daran ist bestimmt wieder nur der Staat...
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Ronald
Insider


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 781

BeitragVerfasst am: 24.Mai 2005 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
...das politische Bewusstsein hierzulande. Dieses liegt etwa
um den Gefrierpunkt.


Ich darf korrigierend eingreifen :

- 273,15 °C
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Lutz Spilker
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 24.Mai 2005 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

japp, bei dieser Temparatur fangen sich Rosen an, zu kristallisieren.
Auch ein nettes Geschenk an den Tischen der Wahlhelfer...
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acf24
Newbie


Anmeldungsdatum: 06.12.2004
Beiträge: 38
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 24.Mai 2005 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Yogi,

man kann an dem System tatsächlich nichts ändern. Die Gründe liegen aber tiefer als die oberflächliche Begründung, dass das schon der Staat machen würde. Hinter den Regierungen der meisten Staaten stehen wirtschaftliche Interessen, deutlich zur Zeit in den USA zu besichtigen, wo faktisch ein Rüstungskonzern den Präsidenten stellt.

Ein Flughafen Kassel Calden wird doch nicht gebaut, weil es der Region nützen könnte! Sondern weil der Architekt mit der Frau des Bürgermeisters oder sonst wem verschwägert ist! Warum werden denn öffentliche Gebäude wie Schulen oder Bahnhöfe stets dreimal so teuer wie privat finanzierte Bauwerke? Warum werden Raketen gekauft, die nur bis Frankreich oder Polen fliegen können, wo wir keine Feinde haben? Nicht aus Dummheit, sondern weil da jemand dran verdient!

Die Mafia ist aus Sizilien genauso schwer zu vertreiben wie die Drogenbosse aus Afghanistan, weil jeder mit jedem unter einer Decke steckt. Auch wir wählende Bürger haben nicht die Macht, den derzeitigen Zustand bei uns zu ändern. Wen wollen Sie denn wählen? Mafia oder Camorra?

Gründen Sie doch selbst eine Partei, Sie werden sich wundern, wie gut man allein an der Teilnahme an Wahlen verdienen kann. Noch mehr werden Sie sich allerdings wundern, mit welcher geballten Staatsmacht die etablierten Parteien die Gründung Ihrer Partei verhindern werden!

Und schließlich: sind denn Wähler, die ihre Wahlentscheidung danach richten, wer am besten schauspielern kann, auch mündig zu wählen? Ich traue mich gar nicht, es öffentlich zu sagen, aber wo steht eigentlich, dass Demokratie gottgewollt ist? In so mancher asiatischen Autokratie sind wenigstens die Straßen sauber und Straftäter werden bestraft statt therapiert. Ich fühle mich da sicherer als hier. Und wenn der Staatspräsident von Malaysia/Philippinen/Laos ungeniert in die Staatskasse greift, na und? Das läuft doch hier auch, aber hier ist es teurer! Jahrtausende haben wir „den Zehnten“ an den Fürsten gezahlt, heute sind wir bei über 50% Staatsquote.

Träumen Sie weiter vom mündigen Wähler, träumen kostet wenigstens nichts!

Hoffnungslose Grüße aus Preussen
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P.Wilhelm
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 23.08.2003
Beiträge: 2277
Wohnort: 58730 Fröndenberg

BeitragVerfasst am: 24.Mai 2005 22:41    Titel: Re: Neue Wahlen braucht das Land - nomen est omen Antworten mit Zitat

Liebes Bärchen...

Was sollen uns diese Worte sagen...?

Wo ist Deinerseits (ich darf doch nach wie vor 'Du' sagen, auch wenn ich in gewissen Foren nicht mehr präsent bin...) die entscheidende Fragestellung; von der letzten - rhetorischen - einmal abgesehen...

Die diversen Zwischenbeiträge des Users 'Ronald', die letztlich bis auf minus 273,15 C hinunter reichen bzw. darauf hinweisen, ändern auch nichts an der Situation.

Der User 'afc24' zeigt eigentlich klar auf, wie die Prioritäten im Lande verteilt sind.

Besser machen - gerne...!

Versucht wurde es schon einmal... Ich erinnere an Petra Kelly und Gert Bastian; lang, lang ist es her...

Wir haben z. Zt. nur die Wahl zwischen zwei Übeln: Rot-Grün / Schwarz-Gelb... Beiden Lagern ist gemeinsam, daß es für die augenblickliche gesellschafts- als auch arbeitsmarktpolitische Misere keine Patentrezepte gibt...

Und ja... es ist so: Wir hier ändern das auch nicht! Hier müssen junge Leute ran mit neuen Ideen, die auch in der Lage sind, einmal über den Tellerrand, bzw. in die Nachbarländer, zu schauen und zu lernen...
Wobei ich mit den neuen Ideen nicht 'AKZENTA' meine lol... - Dazu unterscheiden sich die Haushalte in der Größe doch zu sehr...

Freundliche Grüße

Peter Wilhelm

PS: Da Du ja augenscheinlich doch schon wieder sehr aktiv bist hier, würde ich es begrüßen, Dich in der nächsten Zukunft auch wieder mit Klarnamen hier anzutreffen... Macht einfach einen besseren Eindruck...
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hdschulz
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1141

BeitragVerfasst am: 25.Mai 2005 9:54    Titel: Antworten mit Zitat

@yogi
Zitat:
Es ist weniger die Zugehörigkeit einer Partei.....als die charismatische Figur, welche als Leithammel auserkoren vorne weg schreitet..... wenn es ums Wählen im Sinne von entscheiden geht.

Das hat ja nun in NRW eindeutig nicht gestimmt!
Die Leute sind nicht immer so dumm, wie man sie machen will.

Außerdem hilft die populäre Publikumsbeschimpfung absolut nicht weiter - auch wenn sie den Autor erhöhen soll.
Die Beurteilung, ob das, was das Publikum im Einkaufswagen hat, "g'scheit" ist oder nicht, und welche Lebensweise es bevorzugt, sollte ihm doch bitte selbst überlassen bleiben - wir haben bereits genug Oberlehrer.
Womit wir beim Thema wären:

@Ronald hat seinen Sprenger gut verinnerlicht - den Ausweg aus der Misere finden wir nur, wenn jeder wieder sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann, weg von der Bevormundung durch Politiker, die alles für uns regeln wollen, weil wir ja wohl selbst zu blöd dazu sind. Dabei hilft es uns nun wirklich nicht, wenn wir ihnen die Argumente für unsere angebliche Unreife liefern, in dem wir unsere Mitmenschen und damit uns selbst abqualifizieren.
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Lutz Spilker
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 25.Mai 2005 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

@ hdschulz,

latente Provokationen schätze ich in keiner Weise. Wenn Sie
zum Thema etwas beitragen wollen, wird Sie niemand daran
hindern. Und bedenken Sie bitte eines: wer andere zum Leh-
rer erhebt, degradiert sich reziprok zum Schüler. Und diese
haben nur die Aufgabe zu lernen.

@ Peter,

stimmt. Ich werde mal nachsehen, ob ich mich noch unter mei-
nem Realnamen einloggen kann. Aber Yogi hat doch etwas zu-
trauliches

@ Thread,

regionale Probleme spielen bei diesem Thema eher eine unter-
geordnete Rolle. Es geht doch klipp und klar um eines und Ro-
nald hat den Faden doch auch schon mehr als deutlich aufge-
griffen.

Es geht um die Verantwortung, welche der Bürger in die Hände
der Politiker delegiert und sich nicht mehr weiter damit befasst.
Enttäuscht ist er immer erst dann, wenn er der Headline einer
Zeitung die aktuellen Geschehnisse entnehmen kann. Das ist
die Misere.

Und ob es Herrn hdschulz nun gefällt oder nicht, aber woran
messen wir denn unseren Wohlstand, der zweifellos vorhanden
ist, wenn nicht am Inhalt der Einkaufswagen. Vielleicht sollte
man mit offenen Augen durch die Welt gehen und sich dem
allgemeinen Treiben nicht durch Ressentiments oder wert-
schätzende Betrachtungsweisen verschließen. Weitblick nennt
man es wohl. Engstirnigkeit wäre das Gegenteil...

Analog dazu schauen wir doch einmal in den Populärsport, in
diesem Falle zu Fußball. Wie lange ist ein Trainer der Star? So
lange er Ergebnisse liefert. Er. Nicht die Spieler? Eigenartig.
Erst feiert man ein Rudi Völler wie einen König und dann sägt
man ihn ab. Sehr sportlich. Danach kommt ein anderer und
so weiter und so weiter.

Kehren wir wieder zur Politik zurück. Nun müsste es klar sein.
Schuld ist immer der Trainer. Keinesfalls die Spieler, oder...?!

Beste Grüße
Lutz Spilker
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Anmeldungsdatum: 17.11.2003
Beiträge: 2016

BeitragVerfasst am: 25.Mai 2005 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Folgende hoffnungslose Aussage von acf24 ist wichtig:
Zitat:
Träumen Sie weiter vom mündigen Wähler, träumen kostet wenigstens nichts!

Den mündigen Wähler gibt es nicht als Masse, sondern nur vereinzelt. Entsprechend dann auch die Wahlergebnisse. Sollte einmal eine richtige Wahlkonsequenz stattgefunden haben, so ist dies nicht auf die Mündigkeit der Wähler zurückzuführen, sondern darauf, daß trotz Unmündigkeit des mehrheitlichen Wahlvolkes verschiedene Faktoren, nicht zuletzt die Hure Glück, das positive Ergebnis herbeigeführt haben.

Ob Petra Kelly und Bastian Gert irgend etwas besser gemacht hätten oder ob diese tatsächlich im Besitz der Lösung aller Probleme gewesen waren? Betrachte ich mir deren traurigen Abschied, so denke ich, daß sie entweder mit ihrem eigenen Leben nicht zurechtgekommen sind (ich erinnere hierzu an den ausgezeichneten Spiegel-Artikel zur damaligen Zeit), oder an der Unmündigkeit des Volkes verzweifelt sind, oder daß sie feststellen mußten, daß ihre eigenen Vorstellungen auch nicht zum Ziel führen würden. In jedem Fall waren beide ihrer politischen Tätigkeit nicht gewachsen, vielleicht hatten sie auch einfach nur ihre Ansprüche zu hoch geschraubt, so daß Ihnen als einzige sichtbare Möglichkeit nur noch die Flucht aus dieser Welt blieb.
In einem Buch, welches mich nicht wirklich interessierte, blieb mir nur der Schlußsatz in Erinnerung, der in etwa lautete: Man denkt immer, zu einem Freitod gehöre Mut. In Wirklichkeit ist es Feigheit. Denn viel größer als der scheinbare Mut zum Freitod ist der Mut, sich dem scheinbaren Ausweg in den Tod zu entziehen und das Leben neu aufzunehmen und mit aller Kraft sich den Widrigkeiten des Lebens entgegen zu stemmen.
Die vorzeitige Aufgabe dieses Paares spricht eher dafür, daß sie mehr von Idealismus als von Lebenspraxis gezeichnet waren.

Wer sagt denn, das es für die augenblickliche gesellschafts- und arbeitspolitische Misere keine Patentlösung gibt?
Natürlich gibt es diese - es traut sich nur keiner ran!
Rigorose Vereinfachung und Transparenz des Steuersystems bei gleichzeitigem Abbau von mindestens 90% aller Subventionierungen, Abbau der überzogenen Bürokratisierung von oben nach unten und damit verbunden einen kontinuierlichen Stellenabbau in allen Behörden um ca. 40%, Vereinfachung und Beschleunigung von Genehmigungsverfahren, rigorose - aber verantwortungsvolle Förderung der Selbstverantwortlichkeit des Bürgers, nicht zu vergessen die Einrichtung einer Durchgriffshaftung bei Fehlentscheidungen für alle Politiker und Behördenangestellten im Öffentlichen Dienst, etc.
Kommen wir zu internationalen Vergleichen. Keine teueren Ausschüsse, die einige Male jährlich in allen möglichen Ländern unterwegs sind, angeblich um irgendwelche Ermittlungen anzustellen. Aber stattdessen: Warum stellen die größeren Parteien, sofern sie in der Regierungsverantwortung sind, nicht einige ihrer kompetenten Mitglieder ständig für 1 - 2 Jahre in ausländischen Regierungsparteien sowie deren Ausschüssen als Beobachter ab, um die dortigen Regeln und Gepflogenheiten, ganz besonders aber auch deren Ideen kennen zu lernen? Das könnte selbstverständlich auf Gegenseitigkeit beruhen.
Somit wäre auch das 'über den Tellerrand gucken' initiiert.

Jungen Leuten fehlt zunächst mal die Erfahrung. Ob diese also unbedingt besser geeignet sind als ältere und erfahrene Menschen? Aber selbstverständlich sollen junge Menschen nicht daran gehindert werden, bei entsprechenden Leistungen auch höchste Ämter zu erreichen.

Wir müssen uns damit abfinden: Die Fähigkeiten der Menschen sind ungleichmäßig verteilt. Wir machen uns selbst also nicht schlechter oder besser, wenn wir eine Unreife oder eine Disqualifizierung feststellen müssen. Damit muß umgegangen werden. Für die Menschen, denen für bestimmte Bereiche die Reife oder die Qualifizierung fehlt, müssen andere einspringen.

Ich suche gerade nach einer Lösung, die in der Masse unqualifizierte Wählerschaft durch eine in der Masse qualifizierte Wählerschaft zu ersetzen.
Eine Regierung muß mit dem Volk, von welchem sie gewählt wurde, zurecht kommen. Ein Volk nicht unbedingt mit der gewählten Regierung.

Mit den besten Wünschen, Browser
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hdschulz
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1141

BeitragVerfasst am: 25.Mai 2005 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

@ Lutz Spilker
Zitat:
latente Provokationen schätze ich in keiner Weise.

Warum eigentlich nicht? Sie sind doch das Salz in der Diskussionssuppe, und wer sich ein Urteil über "g'scheit" oder "nicht g'scheit" im Zusammenhang mit dem Inhalt der Einkaufswagen seiner Mitmenschen herausnimmt, (ist das etwa keine "wertschätzende Betrachtungsweise"?) braucht sich nicht zu wundern, wenn ihm pädagogische Attitüde unterstellt wird. Im Übrigen haben Sie weitgehend recht - nur werden Sie die Menschen nicht ändern und mit latenter Überheblichkeit (die ich auch nicht so sehr schätze) kommen wir nicht weiter.
Wenn Sie darüber lamentieren, daß der Bürger die Verantwortung in die Hände der Politiker delegiert und sich nicht mehr weiter damit befaßt, so müssen Sie auch sehen, warum das so gekommen ist, nämlich weil die Politiker ihm alles abnehmen, ihn (be)steuern und subventionieren und regulieren und ihn damit in die latente Unmündigkeit lanciert haben, die er möglichst als "Fürsorge" empfinden soll, damit die Politiker wiedergewählt werden. Der Intelligenzquotient der Normalbürgers ist nun mal nicht so hoch angesiedelt, daß er den Trick gleich durchschaut.

Wenn wir aus der Misere kommen wollen, hilft es nicht, über die Dummheit zu klagen, man muß den Trick offenlegen.
Ich habe allerdings leise Zweifel, ob das überhaupt registriert wird, solange die Einkaufswagen noch gefüllt sind.
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Lutz Spilker
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 25.Mai 2005 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich schrieb:
Zitat:

Es ist weniger die Zugehörigkeit einer Partei als philosophi-
sches oder dogmatisches Fundament, als die charismatische
Figur, welche als Leithammel auserkoren vorne weg schreitet
und die Fahne hochhält, wenn es ums Wählen im Sinne von
entscheiden geht.


Ich las:
»Lafontaine tritt mit PDS an.«

Ich lernte:
Eins und eins macht zwei.
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Goodman
*** Consulter ***


Anmeldungsdatum: 16.01.2002
Beiträge: 5416

BeitragVerfasst am: 25.Mai 2005 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Auch Lafontaine muß Gesetze zur Kenntnis nehmen

Listenverbindung von PDS und WASG rechtlich nicht möglich. Offene PDS-Liste als Alternative? Ein Gespräch mit Bodo Ramelow*
*Wahlkampfleiter der PDS und deren Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag

Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat die PDS lediglich 0,9 Prozent der Stimmen bekommen. Ist die Westausdehnung der Partei damit endgültig gescheitert?

Überhaupt nicht. Diese 0,9 Prozent entsprechen 73 000 Stimmen – das wären in Thüringen sieben Prozent. Man sollte dieses Ergebnis also nicht schön-, aber auch nicht kleinreden. Gegenüber der Partei Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative (WASG), die auf Anhieb 2,2 Prozent erreichte, obwohl sie nur über ein Drittel des Wahlkampfetats der PDS verfügte, ist das dennoch nicht allzu gut.

Wie groß der Wahlkampfetat einer anderen Organisation ist, muß ich doch wohl nicht verantworten.

Das Ergebnis der PDS in Thüringen hat die WASG jedenfalls nicht erreicht. Auch sie muß sich an ihren selbstgesteckten Zielen messen lassen: Vor der Wahl hatte sie noch zehn Prozent angekündigt, später fünf Prozent, und Axel Troost vom WASG-Vorstand hat mir noch vor wenigen Wochen gesagt, 3,5 Prozent sei das Minimum. Für die PDS hätte ich mir sicherlich mehr gewünscht – das ist überhaupt keine Frage –, aber 73 000 Stimmen sind eine Größenordnung, mit der wir deutlich machen, daß wir die Fünf-Prozent-Hürde bundesweit aus eigener Kraft überspringen können. Ich will nicht sagen, daß wir glühende Gewinner sind, aber die WASG hat, gemessen an ihren Zielen, auch nicht den großen Erfolg eingefahren. Wenn sich die Gegner des neoliberalen Zeitgeistes bei der in wenigen Wochen anstehenden Neuwahl zum Bundestag gegenseitig die Stimmen wegnehmen und es letztlich nicht schaffen, eine Fraktion zu haben, die der neoliberalen Politik à la Schröder und Merkel klar die rote Karte zeigt, dann sind wir alle die Verlierer.

Heißt das, Sie plädieren für eine Listenverbindung von WASG und PDS?

Nein, das geht nicht. Ich empfehle allen, die das vorschlagen, das deutsche Wahlrecht zu studieren. Dieses sieht die Möglichkeit von Listenverbindungen nicht vor. Nicht, daß ich mir das nicht wünschen würde – zum Beispiel die Geschichte des Olivenbaumbündnisses in Italien gefällt mir gut –, die Frage ist aber nicht, was ich mir wünsche, sondern was möglich ist. Bis zum 18. September, dem möglichen Wahltermin, bleiben uns noch vier Wochen, um über die Gestaltung einer offenen Liste zu sprechen – aber die Betonung liegt auf »eine« offene Liste.

Im Klartext: Sie fordern die WASG auf, zugunsten der PDS zurückzutreten?

Nein, darum geht es nicht. Diese Entscheidung muß die WASG allein treffen. Ich weise nur darauf hin, daß jeder der Beteiligten für sein Handeln die Verantwortung übernehmen muß. Die PDS ist in der Lage, sowohl die für den Einzug in den Bundestag nötigen drei Direktmandate als auch die fünf Prozent zu erreichen. Und die PDS ist bereit, dem neoliberalen Zeitgeist mit offenen Listen entgegenzutreten.

Und welches Ziel haben die Gespräche zwischen PDS- und WASG-Spitze, die am Dienstag abend beginnen sollten?

Genau das von mir beschriebene. Laut deutschem Wahlrecht müssen wir dem jeweiligen Landeswahlleiter eine ordentliche Kandidatenaufstellung nachweisen. Das darf nicht vor der Ausschreibung der Bundestagswahl stattfinden. Die verbleibenden 60 Tage sind eine verdammt knappe Zeit. Da ist es keine Arroganz, wenn wir all denjenigen, die diese Bundestagswahl als Auseinandersetzung mit dem neoliberalen Zeitgeist von Rot-Grün bis Schwarz-Gelb nutzen wollen, das Angebot einer offenen Liste machen.

Ändert die Äußerung Oskar Lafontaines, er wolle sich, falls es eine Einigung zwischen PDS und WASG gibt, als Kandidat zur Verfügung stellen, Ihre Haltung in dieser Frage?

Noch einmal: Man muß zur Kenntnis nehmen, wie die Gesetze sind – das muß auch Oskar Lafontaine. Die Einladung, der neoliberalen Politik auf offenen PDS-Listen ein deutliches, rotes Stoppsignal entgegenzusetzen, gilt auch für Lafontaine. Aber wenn man sich dafür entscheidet, gemeinsam zu kandidieren, dann darf man keine unerfüllbaren Bedingungen stellen. Und nicht erfüllbar sind – zumindest vor der Bundestagswahl – eine Listenverbindung oder die Gründung einer neuen Partei.

Interview: Daniel Behruzi

Quelle: junge Welt, 25.05.2005
http://sozialisten.de/sozialisten/pressespiegel/view_html?zid=27417&bs=1&n=0
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BeitragVerfasst am: 25.Mai 2005 17:16    Titel: Antworten mit Zitat

Sagen wir mal so:
Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird.

---
25. Mai 2005 Der PDS-Vorsitzende Lothar Bisky will noch in dieser Woche klären, ob eine Zusammenarbeit mit dem linken Wahlbündnis WASG bei der sich abzeichnenden vorgezogenen Bundestagswahl im Herbst möglich ist.


Beide Organisationen müßten sich auflösen und eine neue Partei gründen oder aber es müsse von beiden Parteien einen Fusionsbeschluß geben, sagte er. Bisky lasse die rechtlichen Voraussetzungen bis Donnerstag von Juristen prüfen. Die Frage sei, ob das bis zum Wahltermin zu schaffen sei.
---
Quelle: faz.de

Den Reste des Artikels kann man lesen unter: http://www.faz.net/s/Rub192E771724394C43A3088F746A7E2CD0/Doc~E7528723A0FFE4DF4B0AD144CC2EC0391~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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BeitragVerfasst am: 25.Mai 2005 17:25    Titel: Antworten mit Zitat

Frage an Bodo Ramelow, Wahlkampfleiter der PDS und deren Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag:

Zitat:
Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat die PDS lediglich 0,9 Prozent der Stimmen bekommen. Ist die Westausdehnung der Partei damit endgültig gescheitert?

Antwort:
Überhaupt nicht. Diese 0,9 Prozent entsprechen 73 000 Stimmen – das wären in Thüringen sieben Prozent.


Da könnte man noch ergänzen: In Bremen wären das sogar 25 Prozent gewesen.
Ist der Mann noch klar in der Birne?
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Lutz Spilker
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BeitragVerfasst am: 25.Mai 2005 17:29    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Da könnte man noch ergänzen: In Bremen wären das sogar 25 Prozent gewesen.
Ist der Mann noch klar in der Birne?


Er ist bei der PDS. Das ist schon Strafe genug...
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hdschulz
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Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1141

BeitragVerfasst am: 25.Mai 2005 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Er ist bei der PDS. Das ist schon Strafe genug...


Wohl wahr - und eigentlich haben es die Linken ja auch nie so recht mit den Zahlen gehabt ....
Gesinnung ist doch wichtiger!
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BeitragVerfasst am: 25.Mai 2005 19:22    Titel: Antworten mit Zitat

@ Browser

soweit ich mich erinnern kann, hat wohl Gert Bastian die Suizidentscheidung für beide getroffen und Petra Kelly nicht erst gefragt, ob er sie auch erschießen darf. So hat man wohl den Tathergang damals rekonstruiert. Ob die beiden aber am Zustand unserer Gesellschaft viel geändert hätten, lässt sich natürlich nicht mehr sagen. Fast vergessen: bevor sich die Grünen nach 1989 mit dem Bündnis 90 aus dem Osten verbunden haben, näherten sie sich bedenklich der 5% - Hürde, und zwar von oben.

Über die Wege, die aus der Krise führen könnten, gibt es ja genug Literatur. Und mit Slowenien gibt es sogar ein reales Beispiel, wie ein Staat auch ohne Subventionen und hohe Steuersätze auskommen kann. Das entscheidende ist doch aber, dass bei uns der Wille zu Änderungen fehlt. Jeder Angriff auf bestehende Pfründe wird doch von den entsprechenden Lobbygruppen verbissen abgewehrt.

Natürlich gibt es auch für die unqualifizierte Wählerschaft eine Lösung, nämlich das Wahlrecht zu entziehen. Die Erfinder der Demokratie haben nur einen Teil der Athener Bürger wählen lassen, Unfreie, Frauen, selbst Schuldner waren von Wahlen ausgeschlossen. Eine Überprüfung über das Wissen der wichtigsten politischen Zusammenhänge könnte ein Befähigungsnachweis für jeden Wähler sein. Aber wer soll das durchsetzen? Es wird wohl alles so bleiben, wie es ist. Nur dass die Politiker im Wahlkampf verstärkt auch Schauspielunterricht nehmen werden, die USA sind ja da Trendsetter.

Übrigens gibt es keinen Grund, über Lafontaine und seine neue Partei zu lachen. Er schadet zwar zunächst der SPD, was vielleicht so mancher sich hier auch wünschen mag. Was passiert aber, wenn die CDU/CSU keine starke Opposition mehr fürchten muss? Nochmal 16 Jahre Stillstand ist auch nicht so erstrebenswert.

Hoffnungslose Grüße aus dem roten Preussen
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