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GoMo&Pa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2182
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Verfasst am: 27.Feb 2007 17:42 Titel: Newsletter vom 28.02.2007 - Begnadigung des Christian Klar!? |
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Christian Klar war einer der führenden RAF Terroristen und ist ein vielfacher Mörder! Nun kann der 54-Jährige nach 26 Jahren Haft Anfang 2009 mit Gnade von dem Staat rechnen, den er so vehement bekämpfte. Grundvoraussetzung für die Begnadigung ist allerdings, dass keinerlei Gefahr mehr von dem Gefangenen ausgeht – und genau dort streiten sich jetzt die Geister!
Wie erst bekannt wurde hat Christian Klar im Januar in einem Grußwort für die „Junge Welt“, anlässlich der Rosa Luxemburg Konferenz in Berlin, die "Niederlage der Pläne des Kapitalismus" als wünschenswert bezeichnet und das war nicht ganz so clever! Solch eine Aussage stößt „sauer“ in den politischen Chefetagen auf. Viele prominente Politiker lehnen nach dieser Kritik Klars den Gnadenakt ab!
Angesichts dieser irritierenden Formulierungen soll nun geprüft werden, ob eine Gefährlichkeit Klars fortbesteht. Vorlaute Politiker empfahlen Bundespräsident Horst Köhler, den Antrag auf Begnadigung abzulehnen und dieser wird u.a. die Frage zu beantworten haben: Was daran gefährlich ist, wenn ein Ex-Terrorist von seinem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gebrauch macht?
Bleiben Sie stark!
GoMoPa Net |
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Sekaria Newbie
Anmeldungsdatum: 17.09.2004 Beiträge: 34 Wohnort: Karlsruhe
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Verfasst am: 28.Feb 2007 9:09 Titel: Re: Newsletter vom 28.02.2007 - Begnadigung des Christian Kl |
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| GoMo&Pa hat folgendes geschrieben:: |
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| Christian Klar war einer .... |
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Es geht hier nicht um das Grundrecht auf freie Meinungsäusserung, es geht um die Frage, inwiefern Herr Klar seine Geisteshaltung verändert und etwas aus dem Scheitern der RAF hinzu gelernt hat. Der Wortwahl nach hat er nichts hinzu gelernt, sich nicht verändert, auch wenn seine ehemaligen "Genossen" sich längst gegen die Ausübung von Gewalt gewandt haben und die RAF als Fehler bezeichneten. Sich gegen soziale Ungerechtigkeit zu engagieren, Völkerrechtsverletzungen anzuprangern ist sicherlich richtig und notwendig, aber Herr Klar scheint noch nicht einmal begriffen zu haben, dass sich die Zeiten ändern und dass der gewaltfreie Weg effektiver ist, um gesellschaftlich etwas zu verändern. Er hat auch nicht begriffen, dass die Zeiten totalitärer Ansprüche vorbei sind.
Ich bin daher gegen seine Begnadigung! |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1177
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Verfasst am: 28.Feb 2007 9:39 Titel: |
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@Sekaria,
man sollte schon wissen worüber man schreibt!!
Wo steht etwas von Gewalt, die er ausüben möchte?
Hier, extra nur für Sie der Text:
| Zitat: |
Liebe Freunde, das Thema der diesjährigen Rosa-Luxemburg-Konferenz »Das geht anders« bedeutet – so verstehe ich es – vor allem die Würdigung der Inspiration, die seit einiger Zeit von verschiedenen Ländern Lateinamerikas ausgeht. Dort wird nach zwei Jahrzehnten sozial vernichtender Rezepte der internationalen Besitzerklasse endlich den Rechten der Massen wieder Geltung gegeben und darüber hinaus an einer Perspektive gearbeitet.
Aber wie sieht das in Europa aus? Von hier aus rollt weiter dieses imperiale Bündnis, das sich ermächtigt, jedes Land der Erde, das sich seiner Zurichtung für die aktuelle Neuverteilung der Profite widersetzt, aus dem Himmel herab zu züchtigen und seine ganze gesellschaftliche Daseinsform in einen Trümmerhaufen zu verwandeln. Die propagandistische Vorarbeit leisten dabei Regierungen und große professionelle PR-Agenturen, die Ideologien verbreiten, mit denen alles verherrlicht wird, was den Menschen darauf reduziert, benutzt zu werden.
Trotzdem gilt hier ebenso: »Das geht anders«. Wo sollte sonst die Kraft zu kämpfen herkommen? Die spezielle Sache dürfte sein, daß die in Europa ökonomisch gerade abstürzenden großen Gesellschaftsbereiche den chauvinistischen »Rettern« entrissen werden. Sonst wird es nicht möglich sein, die Niederlage der Pläne des Kapitals zu vollenden und die Tür für eine andere Zukunft aufzumachen.
Es muß immer wieder betont werden: Schließlich ist die Welt geschichtlich reif dafür, daß die zukünftigen Neugeborenen in ein Leben treten können, das die volle Förderung aller ihrer menschlichen Potentiale bereithalten kann und die Gespenster der Entfremdung von des Menschen gesellschaftlicher Bestimmung vertrieben sind. |
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Spiritus Rector * Consulter *

Anmeldungsdatum: 12.12.2003 Beiträge: 1126 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 28.Feb 2007 9:39 Titel: |
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| Zitat: |
| Es geht hier nicht um das Grundrecht auf freie Meinungsäusserung, es geht um die Frage, inwiefern Herr Klar seine Geisteshaltung verändert und etwas aus dem Scheitern der RAF hinzu gelernt hat. |
Ob Christian Klar seine Geisteshaltung verändert hat oder nicht, das scheint mir nicht so sehr von Bedeutung. Festzustellen ist jedenfalls: Er sagt das was er denkt. Ob das uns gefällt, oder auch nicht, das ist meiner Meinung nach völlig uninteressant. Niemand streitet ab das Christian Klar ein Mörder ist!
Was mich persönlich an dieser Debatte stört ist, das Messen mit zweierlei Maas und da hat Deutschland in der Vergangenheit mindestens gleichwertige Beispiele welche es zu höchsten Würden brachten, denn wo bitte liegt der Unterschied zwischen einem Terroristen und einem ehemaligen Nazi?
Wo bitte ist der genaue Unterschied, zwischen Christian Klar auf der einen Seite und Hans Filbinger und Kurt Georg Kiesinger auf der anderen? SR _________________ Wenn der Staat pleite macht, geht natürlich
nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.
(Carl Fürstenberg, dt. Bankier, 1850-1933)
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Brendle Insider
Anmeldungsdatum: 27.11.2002 Beiträge: 576
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Verfasst am: 28.Feb 2007 10:55 Titel: |
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Hallo Spiritus Rector
hier machen Sie ebenfalls einen Fehler.
Sie schreiben von: ehemaligen Nazis.
ehemalige Nationalsozialisten sind nicht einfach "ehemalige Verbrecher".
Diese Unterstellung würde bedeuten, dass alle Deutschen Mörder sind. Denn es ist unbestritten, dass einige wenige Deutsche bis in unsere Tage gemordet haben (und morden werden). Nach Ihrer Logig sind also alle Deutschen "Nazi" und Mörder.
Herr Kiesinger und Herr Filbinger mögen in Ihren Augen ehemalige Größen der Nationalsozialisten gewesen sein. Doch Mord ist ihnen nicht nachzuweisen.
Klar dagegen ist ein mehrfacher Mörder der zu seinen Taten steht und sie für gut befindet. Ebenso seine Mitgesinnungsgenossin. Doch über diese Mörderin haben wir hier schon diskutiert.
Kurz: für mich sind diese beiden Mörder ohne Gewissensbisse. Sie sollen im Knast bleiben.
Dazu sollte ein ehemaliger Möchtegernmörder der es bis zum Aussenminister geschafft hat ebenfalls eingesperrt werden.
Grüße
Brendle |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1177
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Verfasst am: 28.Feb 2007 11:15 Titel: |
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| Zitat: |
"Mörder unseres Bruders"
Auch zwei Schwestern des im Frühjahr 1945 hingerichteten Deserteurs Walter Gröger übten heftige Kritik. "Wir sehen Filbinger als Mörder unseres Bruders an", sagten Eva-Maria Mäschke (68 ) und Ursula Galke (74) der "Sächsischen Zeitung". Filbinger war als Ankläger im Januar 1945 an dem Todesurteil beteiligt und nahm auch an der Hinrichtung Grögers teil. |
| Zitat: |
| In einem ersten Verfahren war dieser zu einer Zuchthausstrafe verurteilt worden, Generaladmiral Schniewind als Gerichtsherr wies allerdings die Anklagevertreter an, die Todesstrafe zu verlangen. Das Gericht verurteilte Gröger auf Antrag Filbingers zum Tode. |
| Zitat: |
| Unter der Aufsicht von Filbinger wurde der 22-jährige Gröger am 16. März 1945 von dem Exekutionskommando erschossen. Eine Benachrichtigung der Eltern hielt Filbinger nicht für nötig. |
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tomas_hh Specialist
Anmeldungsdatum: 08.10.2005 Beiträge: 188 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 28.Feb 2007 12:17 Titel: Re: Newsletter vom 28.02.2007 - Begnadigung des Christian Kl |
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| GoMo&Pa hat folgendes geschrieben:: |
| wenn ein Ex-Terrorist von seinem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gebrauch macht. |
Ob er wirklich Ex-Terrorist ist oder nur aufgrund der Inhaftierung im Moment seiner möglicherweise immer noch vorhandenen terroristischen Neigung nicht nachgehen kann, sollte sinnvollerweise vor einer Entlassung geklärt werden.
Bis heute ist ihm wohl kein Wort des Bedauerns oder gar das Eingeständnis eines Fehlers über die Lippen gegangen. Die Verbreitung vage formulierter Statements führt ebenfalls nicht dazu, Vertrauen in ein künftig friedfertiges Verhalten zu wecken.
Es ist ähnlich, wie mit Sexualstraftätern. Die Entlassung uneinsichtiger und wohl auch unheilbar kranker Gewalttäter führt fast immer zu neuen Opfern unbeteiligter.
Das zu verhindern sollte uns mehr Wert sein, als das Experiment, ob ein mehrfacher Mörder, der sowieso nichts mehr zu verlieren hat, sich künftig an die Regeln menschlichen zusammenlebens hält. |
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Spiritus Rector * Consulter *

Anmeldungsdatum: 12.12.2003 Beiträge: 1126 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 28.Feb 2007 12:19 Titel: |
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Hallo Brendle!
| Zitat: |
| hier machen Sie ebenfalls einen Fehler. |
Sagt Wer - und wo habe ich meinen ersten Fehler gemacht?
| Zitat: |
Sie schreiben von: ehemaligen Nazis.
ehemalige Nationalsozialisten sind nicht einfach "ehemalige Verbrecher".
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Wo habe ich etwas von ehemaligen Verbrechern geschrieben?
| Zitat: |
| Diese Unterstellung würde bedeuten, dass alle Deutschen Mörder sind. |
Habe ich nicht geschrieben, würde es aber auch nicht bedeuten. Quatsch!
| Zitat: |
| Denn es ist unbestritten, dass einige wenige Deutsche bis in unsere Tage gemordet haben (und morden werden). |
Wenn es unbestritten ist, wozu erwähnen Sie es denn?
| Zitat: |
| Nach Ihrer Logig sind also alle Deutschen "Nazi" und Mörder. |
Meine Logik ist offensichtlich eine andere als Ihre und dafür bin ich dankbar! Sie interpretieren hier irgendetwas hinein das Sie vielleicht meinen zu lesen - das aber so nicht von mir geschrieben wurde!
| Zitat: |
| Herr Kiesinger und Herr Filbinger mögen in Ihren Augen ehemalige Größen der Nationalsozialisten gewesen sein. Doch Mord ist ihnen nicht nachzuweisen. |
Nö, habe ich aber auch nicht geschrieben!
| Zitat: |
| Klar dagegen ist ein mehrfacher Mörder der zu seinen Taten steht und sie für gut befindet. |
Woher wissen Sie das, dass Christian Klar seine Taten noch für gut befindet? Woher leiten Sie das ab?
| Zitat: |
| Dazu sollte ein ehemaliger Möchtegernmörder der es bis zum Aussenminister geschafft hat ebenfalls eingesperrt werden. |
Möchtegernmörder? Entschuldigung - aber Sie haben anscheinend den Schuss nicht gehört! So schreiben ewig Gestrige, mein lieber Brendle. Das bedarf von meiner Seite keines Kommentars mehr - nur ein müdes Kopf schütteln ...
Damit Sie nicht dumm sterben:
| Zitat: |
Marinestabsrichter Filbinger
.... bei einem Fall wurde Filbinger erst am Tage der Hauptverhandlung als Ersatzmann Anklagevertreter gegen den Matrosen Walter Gröger wegen Fahnenflucht. In einem ersten Verfahren war dieser zu einer Zuchthausstrafe verurteilt worden, Generaladmiral Schniewind als Gerichtsherr wies allerdings die Anklagevertreter an, die Todesstrafe zu verlangen. Das Gericht verurteilte Gröger auf Antrag Filbingers zum Tode. Einen Begnadigungsantrag lehnte Admiral Dönitz ab und verfügte die Vollstreckung, die Filbinger für den 16. März 1945 ansetzte und als "Leitender Offizier" des Exekutionskommandos beaufsichtigte ...
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Filbinger |
| Zitat: |
Kiesinger
Im Februar 1933 wurde er Mitglied der NSDAP. ... um dem Dienst an der Waffe zu entgehen, eine Stellung im Reichsaußenministerium unter Ribbentrop anzunehmen. Dort stieg er bis zum stellvertretenden Leiter der "Rundfunkpolitischen Abteilung" auf, die für die Überwachung und Beeinflussung des ausländischen Rundfunks zuständig war. Unter anderem war er für die Verbindung zum Reichspropagandaministerium von Joseph Goebbels zuständig, mit dem seine Abteilung Kompetenzstreitigkeiten hatte. Kiesinger blieb bis 1945 Mitglied der NSDAP. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kiesinger |
Schönen Tag noch! SR _________________ Wenn der Staat pleite macht, geht natürlich
nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.
(Carl Fürstenberg, dt. Bankier, 1850-1933)
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katerundmaus Insider
Anmeldungsdatum: 05.04.2006 Beiträge: 755 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 28.Feb 2007 12:56 Titel: |
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wenn Herr Klar keine Begnadigung bekommt, hat er noch vier Jahre - dann muss er entlassen werden
kennen wir die grundsätzliche Einstellung von Herrn Klar - in der Presse hören wir von seinem Aufruf - das darf bei uns jeder, nur Herr Klar nicht?
und wenn er seine 30 Jährchen dann abgesessen hat, dann darf er alles sagen?
Fragen Sie doch mal in der Bevölkerung nach, wer die RAF kennt und die damit verbundenen Namen - und wer sie nicht kennt, inwieweit er sich informiert
in diesem Zusammenhang bitte ich doch darum, Sexualstraftäter hier mit in einen Topf zu werfen - das ist eine ganz andere Klientel
die RAF ist längst vergessen
und wenn Herr Klar heute oder morgen entlassen wird und sich dann einer anderen Vereinigung anschliesst? Wieviele sind bei diesen Vereinigungen, die dann gerade auch aus diesem Grund wohl hinter Gittern gehören? Was bei uns nicht geht, solange keine Straftat vorliegt. |
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Spiritus Rector * Consulter *

Anmeldungsdatum: 12.12.2003 Beiträge: 1126 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 28.Feb 2007 15:02 Titel: |
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RAF Umstrittene Äusserungen des Ex-Terroristen - Klar verspielt Hafterleichterung
Dem ehemaligen RAF-Mitglied Christian Klar werden wegen seiner umstrittenen Äußerungen vorerst Haftlockerungen verwehrt. Der für Erleichterungen des Strafvollzugs zuständige baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll erklärte heute: „Die irritierenden Aussagen des Gefangenen stellen zum Teil das Ergebnis des bereits vorher fertiggestellten Lockerungsgutachtens in Frage.“
Es gebe deshalb derzeit keine ausreichende Grundlage, um über Hafterleichterungen des seit fast einem Vierteljahrhundert eingesperrten Klar zu entscheiden. Ein neues Gutachten werde bald in Auftrag gegeben, „um Klarheit über die Frage einer fortwährenden Gefährlichkeit des Gefangenen Klar zu bekommen“. Das Gutachten dürfte sich auch auf die Bewertung des Gnadengesuchs Klars auswirken, das derzeit von Bundespräsident Horst Köhler geprüft wird. Köhler selbst lehnte in einem Interview mit der „Zeit“ einen Kommentar zum Stand des Verfahrens ab.
Ohne einen Gnadenakt könnte Klar frühestens 2009 freikommen.
Quelle: teilweise www.abendblatt.de/daten/2007/02/28/697753.html _________________ Wenn der Staat pleite macht, geht natürlich
nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.
(Carl Fürstenberg, dt. Bankier, 1850-1933)
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Sekaria Newbie
Anmeldungsdatum: 17.09.2004 Beiträge: 34 Wohnort: Karlsruhe
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Verfasst am: 1.März 2007 1:08 Titel: |
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| tifinaa hat folgendes geschrieben:: |
@Sekaria,
man sollte schon wissen worüber man schreibt!!
Wo steht etwas von Gewalt, die er ausüben möchte?
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Der mann sagt nicht explizit, dass er Gewalt ausüben will, seine Terminologie ist jedoch die der RAF der 70er-Jahre. Er hat sich nicht weiter entwickelt. Durch die Kürzung des Moderators ist möglicherweise nicht ganz heraus gekommen, was ich hier kritisiere ( Der Moderator hat Ihr komplett eingestelltes Zitat gekürzt - Ihr Text wurde nicht berührt, / Mod. ). Es ist die Darstellung eines solchen "Grußwortes" als beliebige freie Meinungsäusserung bzw. die Frage danach.
Christian Klar ist für mich ein verblendeter Psychopath, der Freude daran gehabt hat, Menschen zu töten - und vor allem keine Reue, kein Mitleid mit diesen Opfern hat und dies politisch legitimieren will. In dem Zusammenhang sehe ich die Äusserung, dieses "Grusswort".
Anders ein Mensch, der sich über etwas aufregt, Ungerechtigkeit etwa oder von Regierungen begangene Verbrechen. Dieser Zorn ist an der Sache orientiert - und oft genug nur verständlich. Jemand, der sich etwa etwas deftiger oder radikaler äussert ist deswegen noch lang kein Terrorist oder Psychopath. Der Umkehrschluss gilt nicht. |
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Sekaria Newbie
Anmeldungsdatum: 17.09.2004 Beiträge: 34 Wohnort: Karlsruhe
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Verfasst am: 1.März 2007 1:23 Titel: |
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| Spiritus Rector hat folgendes geschrieben:: |
Was mich persönlich an dieser Debatte stört ist, das Messen mit zweierlei Maas und da hat Deutschland in der Vergangenheit mindestens gleichwertige Beispiele welche es zu höchsten Würden brachten, denn wo bitte liegt der Unterschied zwischen einem Terroristen und einem ehemaligen Nazi?
Wo bitte ist der genaue Unterschied, zwischen Christian Klar auf der einen Seite und Hans Filbinger und Kurt Georg Kiesinger auf der anderen? SR |
Das hat Dieter Hildebrand einmal auf den Punkt gebracht: Quod licet Nazi non licet Sozi. Es wird mit zweierlei Mass gemessen - leider. Allerdings war Kiesinger nicht so extremistisch, jedenfalls in seinen Äusserungen. Im Gegensatz zu Filbinger eher ein Mitläufer, ein rhetorisch begabter Opportunist. Filbinger war ganz klar Täter, der aus den rechtskonservativen Kreisen geschützt wurde.
Es ist interessant, dass das Thema RAF genau zu dem Zeitpunkt wieder auftaucht, als der Film "Das wilde Leben" in die Kinos kommt. Was war denn die Radikalisierung der Linken in der APO anderes als eine Reaktion auf die Versuche rechtskonservativer Kreise, die "Unannehmlichkeiten" der Vergangenheit unter den Teppich zu kehren und eine ihnen politisch genehme Spiessergesellschaft zu etablieren? Das ging gründlich schief. Trotzdem rechtfertigt das nicht die politischen Morde der RAF! Und Klar stösst genau in das gleiche Horn wie damals. |
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Sekaria Newbie
Anmeldungsdatum: 17.09.2004 Beiträge: 34 Wohnort: Karlsruhe
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Verfasst am: 1.März 2007 1:26 Titel: |
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| Brendle hat folgendes geschrieben:: |
Herr Kiesinger und Herr Filbinger mögen in Ihren Augen ehemalige Größen der Nationalsozialisten gewesen sein. Doch Mord ist ihnen nicht nachzuweisen.
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Kiesinger propagierte den Mord und Filbinger hat als Marinerichter Todesurteile im Sinne der Nazis gefällt. Also bitte!!! |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1177
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Verfasst am: 1.März 2007 8:53 Titel: |
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Wer ist wohl gefährlicher?
Ein einzelner alter Mann oder die hier, die mit bundesdeutschen gerichtlichen Segen zu Hunderten auftreten dürfen.
Sie müssen sogar - die Polizei hatte den Aufmarsch ja verboten.
| Zitat: |
Am kommenden Samstag wollen in Halbe, südlich von Berlin, alte und neue Faschisten wieder einmal ihrer »Helden« gedenken. Magnet der rechten Pilgerei ist der nahe Halbe gelegene Waldfriedhof, auf dem etwa 20000 Soldaten Nazideutschlands begraben liegen, die kurz vor der Befreiung im Jahr 1945 bei den Schlachten gegen die Rote Armee umgekommen waren. In den Halber Wäldern starben zudem rund 20000 Rotarmisten sowie Zwangsarbeiterinen und Zwangsarbeiter, Wehrmachtsdeserteure und Zivilisten.
Die Gerichte hatten zu Wochenbeginn die Weichen für den rechten Aufmarsch gestellt: Das zuständige Verwaltungsgericht erklärte ein vom Polizeipräsidum Frankfurt/Oder verhängtes Verbot für rechtswidrig. Im Vorjahr beteiligten sich etwa 700 Rechtsextreme an der Aktion anläßlich des von den deutschen Faschisten in »Heldengedenktag« umbenannten »Volkstrauertages«. |
Sollte der alte Mann jetzt Rechtsextremist werden? Sollte er wohl - dann hat er die richtige Gesinnung und alle Unterstützung der bundesdeutschen Gerichtsbarkeit. |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 1.März 2007 13:13 Titel: |
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Interessant, wie hier die Diskussion über die Freilassung eines geistesverwirrten Serienmörders vom linken Flügel des sozialistischen Spektrums zu einer Diskussion über dessen rechten Flügel mutiert.
Mir sind sie beide abgrundtief zuwider - sowohl die nationalen wie auch die internationalen Sozialisten.
Ihre millionenfache Blutspur zieht sich durch die Geschichte.
Doch zurück zum Thema:
Man muß schon eine ausgeprägt schizophrene Veranlagung haben, wenn man einerseits das "System der Schweine" (so haben Christian Klar und seine Genossen unser Gesellschaftssystem bezeichnet) weiter bekämpfen will, andererseits von dessen Repräsentanten eine Gnade erwartet.
Noch "klar" im Kopf?
Aber vielleicht kann man dem Verwirrten ja eine Brücke bauen, denn eine Gefahr dürfte von ihm wohl nicht mehr ausgehen - wahrscheinlich eher deshalb, weil er nicht mehr kann, eher weniger, weil er nicht mehr wollte.
So sieht das jedenfalls Claus Christian Malzahn in SPON:
Raus mit der Wahrheit - dann raus aus dem Knast
Von Claus Christian Malzahn
Christian Klar hat sich mit seinem düsteren Grußwort um Kopf und Kragen geredet. Die Politik überschlägt sich vor Entsetzen.
Doch die alten Reflexe helfen nicht weiter - am wenigsten den Angehörigen der Terror-Opfer, die Aufklärung fordern.
Das Grußwort des inhaftierten Mörders Christian Klar an die so genannte Rosa-Luxemburg-Konferenz stammt direkt aus den düsteren siebziger Jahren - Life on Mars lässt grüßen.
Es erinnert an jene schwarze Prosa, mit der die Akteure der Roten Armee Fraktion damals ihre Morde rechtfertigten. Der Ghetto-Sound der RAF sollte den kriminellen Trieb der Terror-Truppe politisch veredeln und die Mordlust kaschieren.
Klar spricht diesen kalten Dialekt noch heute, vielleicht kennt er keine andere Sprache: "Von hier aus rollt weiter dieses imperiale Bündnis, das sich ermächtigt, jedes Land der Erde, das sich seiner Zurichtung für die aktuelle Neuverteilung der Profite widersetzt, aus dem Himmel herab zu züchtigen und seine ganze gesellschaftliche Daseinsform in einen Trümmerhaufen zu verwandeln."
Das ist aber kein Bekennerschreiben oder ein Drohbrief, der Satz ist ein politisches Statement. Was Klar hier schwülstig formuliert, ist eben jenes reaktionäre, antiamerikanische Dummdeutsch, das längst nicht nur auf ominösen Konferenzen von linken Sektierern Beifall findet.
Klar träumt in seiner Zelle davon, "die Niederlage der Pläne des Kapitals zu vollenden und die Tür für eine andere Zukunft aufzumachen".
Solange er nur davon träumt und nicht wieder zur Waffe greift, ist das nicht verboten.
Klars "Grußwort" ist vor allem eine Schlagwortsammlung aus dem linksextremen Poesiealbum. In die Kollektion linker Klassiker wird das Pamphlet wohl kaum aufgenommen werden.
Die vulgärmarxistischen Phrasen belegen vor allem eins: dass Klar in der Zelle nicht klüger geworden ist.
Konnte man das erwarten? Bitte nicht so schnell Nein sagen.
Manchen Ex-Terroristen ist hinter Gittern durchaus ein Licht aufgegangen. Das Gefängnis verhindert Selbstkritik nicht per se, wie manche Befürworter einer Freilassung von Christian Klar argumentieren - die Geschichte der Roten Brigaden Italiens zeigt das beispielsweise.
Die Chancen auf eine Begnadigung durch Bundespräsident Köhler hat der ehemalige Frontmann des deutschen Linksterrorismus mit seiner Wortmeldung fast auf Null gesenkt. Die Politik überschlägt sich nun geradezu mit ihrer Verurteilung dieses bereits verurteilten Mörders. Guido Westerwelle scheint Kapitalismuskritik fast generell unter Strafe stellen zu wollen, und in der CSU möchte man Klars Knastzeit sogar verlängern.
Die alten Reflexe funktionieren noch immer gut - auf beiden Seiten.
Über die Opfer der RAF und die zu lebenslänglicher Trauer verurteilten Angehörigen wird mal wieder kaum gesprochen.
Ihre Forderung nach Aufklärung der Straftaten sollte im Mittelpunkt der Debatte stehen, nicht das dämliche Traktat eines Mannes, der sich selbst zu einer Lebenslüge verurteilt hat.
Hallo Ex-RAF - hier ist der Deal: Sagt uns endlich, wer geschossen hat, dann reden wir über Gnade. Denn wir wissen noch immer nicht, wer Hanns Martin Schleyer auf dem Gewissen hat.
Wir haben keine Ahnung, wer den Spitzenbeamten von Braunmühl ermordete. Und nur Indizien, welche Personen hinter dem Attentat auf Detlev Karsten Rohwedder stecken.
Wenn die einstigen RAF-Terroristen sich schon nicht entschuldigen wollen -was wäre das auch wert - sollten sie wenigstens erklären, wie es war und wer es war.
Sie könnten zum Beispiel damit anfangen, die Stammheim-Lüge zu beerdigen. Die Mär vom Staatsmord von Baader und Co. in Stammheim glaubt ja nicht mal mehr der schwarze Block in Kreuzberg.
Auch über die gedeihliche Zusammenarbeit zwischen RAF und Stasi wüsste man gerne Genaueres.
Christian Klar aber schweigt zu den blutigen Details der RAF-Geschichte, stattdessen verkündet er die quasi religiöse Botschaft, dass die kommunistische Gesellschaftsanalyse von vorgestern auch noch die gültige Kritik von morgen sein soll.
Notabene: Dies ist ein freies Land. Auch Christian Klar kann glauben, was er will. Aber er soll auch endlich sagen, was er weiß - oder die Bedingungen erklären, unter denen er zur historischen Wahrheitsfindung beitragen könnte.
Wenn er stattdessen auf seinem Sündenstolz und politischen Mythen beharren will - bitteschön. Vielleicht kann er die Bundesrepublik Deutschland hinter Gittern eh besser ertragen als draußen.
Denn in Freiheit könnte das Denken seine Richtung wechseln, weil man da Lechts und Rinks ziemlich häufig velwechsern kann, wie schon Ernst Jandl wusste.
Die Geschichte der Roten Armee Fraktion: Werch ein Illtum. |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1177
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Verfasst am: 2.März 2007 8:58 Titel: |
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| Zitat: |
Der Intendant des Berliner Ensembles, Claus Peymann, traut sich was. In der medial eskalierten Debatte um eine mögliche Freilassung des früheren RAF-Mitglieds Christian Klar gibt es nicht wenige, die der rechten Kampagne standhalten und sich für dessen Begnadigung aussprechen – »trotz« der antikapitalistischen Grußbotschaft an die Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin.
Der Berliner Theatermacher indes ist der erste Intellektuelle, der sich inhaltlich voll hinter Klars kurze Erklärung stellt. »Das sind auch meine Ansichten«, erklärte Peymann in der Mittwochausgabe der tageszeitung. »Das, was Klar sagt, ist doch eigentlich die Meinung von fünf Milliarden Menschen auf der Welt.«
Er spreche das aus, was der weitaus größte Teil der Weltbevölkerung außerhalb Westeuropas und der USA denke.
»Es kann ja nicht sein, daß dieses kapitalistische System von Korruption und Verantwortungslosigkeit der Weisheit letzter Schluß ist. Wer einen halbwegs klaren Kopf hat, weiß doch, daß es nur eine Chance für die Zukunft gibt, wenn wir das System ändern«, so der BE-Chef weiter. »Das System ist bis ins Mark faul. Das weiß jeder Klarsichtige – apropos Klar.«
Peymanns Reaktion traf die Reaktion ins Mark. »Ein Aufschrei hätte durch die Republik gehen müssen«, haderte Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) in der Mittwochausgabe der FAZ angesichts der Intendantenklarsicht. »Doch der Aufschrei bleibt aus!« Dabei hätte der CDU-Hardliner doch erst einmal zufrieden sein können. Dem seit 24 Jahren in der JVA Bruchsal inhaftierten Klar waren am Dienstag vom baden-württembergischen Justizminister Ulrich Goll (FDP) die gesetzlich vorgesehenen Hafterleichterungen gestrichen worden.
Offensichtlicher kann »Gesinnungsjustiz« nicht sein.
Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, kritisierte am Donnerstag denn auch, der Stuttgarter Justizminister verletze »Grundzüge der Rechtsstaatlichkeit«. Goll habe Vollzugslockerungen abgelehnt und »das Gutachten des berühmten Kriminologen Helmut Kury zurückgewiesen, weil sich Klar irgendwie antikapitalistisch geäußert habe«.
Hafterleichterungen würden nach dem Grad der Gefährdung der Gesellschaft durch einen Inhaftierten und nach anderen Kriterien gewährt, erklärte der Jurist Gysi, »aber niemals nach der politischen Gesinnung. Ob jemand pro- oder antikapitalistisch ist, spricht weder für noch gegen Hafterleichterungen, ist für die Frage ohne Relevanz.« Daß Herr Goll und andere Politiker meinten, daß Hafterleichterungen prokapitalistische Ansichten und Äußerungen voraussetzen, »ist hanebüchen und grundgesetzwidrig«. |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 2.März 2007 16:48 Titel: |
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Merkwürdig - da gibt ein Serienkiller zu erkennen, daß ihm in 24 Jahren nichts von seiner perversen Sicht der Dinge abhanden gekommen ist und Künstler (sogenannte Intellektuelle natürlich gerne auch) spenden Beifall.
Hauptsache die rechte (oder linke) Gesinnung - dann heiligt der Zweck wohl alle Mittel. Muß man nicht verstehen, daß jemand versucht, ein "bis ins Mark faules System" mit allen Mitteln zu Fall zu bringen, besonders, wenn er die richtige Ideologie für die Zeit danach vertritt? (die zwar bisher immer an der Realität gescheitert ist und deren Erprobung zig-Millionen Opfer hinterlassen hat)
Alles unwichtig - einfach nur zum Kotzen!
Die Geschichte wiederholt sich offenbar, findet jedenfalls Christian Hannover:
Die Mörder und ihr hohes Ross
Christian Klar redet von "Blockwarten", während seine Kampfgenossin Inge Viett, die sich zu genau diesen Blockwarten in die DDR flüchtete und dort von der Stasi versteckt wurde, den Nutzen der "politischer/militärischer Angriff" genannten Terrorwelle der RAF geortet haben will. Der mit einem Mal zartfühlende Mörder zetert über eine "verantwortungslose Vergiftung der Öffentlichkeit", die Frau, die einem französischen Polizisten ein Leben im Rollstuhl spendierte, ist sich nicht zu schäbig zu behaupten, von der "revolutionären Gewalt" wäre eine "moralische, befreiende Ausstrahlung" ausgegangen.
Da stehen sie, die beiden Gewaltverbrecher, der Mörder und die beinahe-Mörderin / Verstümmlerin, die mutwilligen Zerstörer diverser Leben, die sie ihrer herbeigesponnenen Revolution unterordneten. Immer noch versuchen sie sich zu rechtfertigen und wollen sich als Helden darstellen und werben für ihre angeblichen hohen Ziele zum Wohle der Menschheit. Nur einige finstere Gegenkräfte haben sie daran gehindert, als deutsche Heilsbringer in die Geschichte einzugehen.
Ein Verhalten, dass die Elterngeneration dieser Verbrecher auch schon ans Tageslicht legte, als es nach zwölf Jahren endlich vorbei war mit der tausendjährigen Herrlichkeit des Großdeutschen Reiches. Auch damals war man sich zu keinem noch so dummen Rechtfertigungsversuch zu blöd. |
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Sekaria Newbie
Anmeldungsdatum: 17.09.2004 Beiträge: 34 Wohnort: Karlsruhe
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Verfasst am: 3.März 2007 8:58 Titel: |
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| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
Merkwürdig - da gibt ein Serienkiller zu erkennen, daß ihm in 24 Jahren nichts von seiner perversen Sicht der Dinge abhanden gekommen ist und Künstler (sogenannte Intellektuelle natürlich gerne auch) spenden Beifall.
Hauptsache die rechte (oder linke) Gesinnung - dann heiligt der Zweck wohl alle Mittel. Muß man nicht verstehen, daß jemand versucht, ein "bis ins Mark faules System" mit allen Mitteln zu Fall zu bringen, besonders, wenn er die richtige Ideologie für die Zeit danach vertritt? (die zwar bisher immer an der Realität gescheitert ist und deren Erprobung zig-Millionen Opfer hinterlassen hat)
Alles unwichtig - einfach nur zum Kotzen!
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Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen, man hat es hier - und das gilt auch für Brigitte Mohnhaupt - mit Psychopathen zu tun. Die Persönlichkeitsstörung findet sich unter dem Deckmäntelchen des politischen Extremismus.
Solche Fälle hat es in der Geschichte allerdings bereits des öfteren gegeben, wie sich in Erich Fromm's "Anatomie der menschlichen Destruktivität" nachlesen lässt.
Zur Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Psychopath |
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Heinrich Dreier ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.09.2003 Beiträge: 2922
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Verfasst am: 3.März 2007 9:40 Titel: |
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Hallo
Egal was ein Verbrecher gemacht hat, oder was Er sagt, es ist doch nur dass, was Er von seiner Sichtweise her erkennt. Wenn wir also wünschen, das sich ein Verbrecher verändert, sollten wir auch darüber nachdenken, was wir dazu tun können, wie die Gedanken eines Verbrechers sich zu Positiven verändern können.
Sind wir eigendlich so viel besser, wie ein Herr Klar? Haben wir nicht auch schon mal auf verschiedenes geflucht? Sind wir alle so gute gesetzestreue Mitmenschen?
Liebe Grüse
Heinrich |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 3.März 2007 10:20 Titel: |
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| Zitat: |
| Sind wir eigendlich so viel besser, wie ein Herr Klar? Haben wir nicht auch schon mal auf verschiedenes geflucht? Sind wir alle so gute gesetzestreue Mitmenschen? |
Wer wollte das wohl von sich behaupten?
Doch augenscheinlich haben die wenigsten von uns aus ideologischen Gründen andere Menschen brutal abgemurkst und finden das auch noch nach 24 Jahren Zeit zum Nachdenken in Ordnung. |
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