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Hänsel und Gretel Pathfinder
Anmeldungsdatum: 08.02.2002 Beiträge: 416 Wohnort: Diese Erde
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Verfasst am: 28.Feb 2002 16:14 Titel: |
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Diese kleinen drei Worte sollen keinesfalls zur Lateinstunde läuten, denn mehr die uniforme Schicksalhaftigkeit der hierzulande herrschenden Parteien und deren Namen verdeutlichen.
Bin ich christlich oder liberal? Bin ich sozial oder sozialistisch. Bin ich national oder eher regional. Bin ich radikal oder "Was bin ich" und welches Schweinderl hätten's denn gern?
Es ist weniger die Zugehörigkeit einer Partei als philosophisches oder dogmatisches Fundament, als die charismatische Figur, welche als Leithammel auserkoren vorne weg schreitet und die Fahne hochhält, wenn es um's Wählen im Sinne von entscheiden geht.
Tauscht man die Namen oder/und Figuren der Politbühne gegen die der jeweiligen Opposition aus, so bliebe das Wahlergebnis gleich, wobei nur das Kreuz auf dem Stimmzettel an einer anderen Stelle gelandet wäre. Lehren uns die Geschichtsbücher doch genau das.
Gemessen an ein paar statistischen Werten, geht es dem Michel gar nicht so schlecht, wie er behauptet (wenn man ihn fragt). 36% der Bevölkerung leiden an Übergewicht... zu wenig Action oder zu viel "gutes Essen"? Wenn ich (beim Einkaufen mit Gretel) den Inhalt der Einkaufswagen beäuge, sehe ich alles Mögliche darin, nur nix G'scheit's. Schlecht geht's einigen wenigen, doch die Masse ist satt.
Man fährt ein bis 2 Autos, glotzt in 3 Fernseher, gönnt sich Ferien und Urlaub in der Karibik und frönt einem Hobby. Die Kinder sind branding-bewusster als nie zuvor und tragen nur noch Marke vom Feinsten. Der Trainingsanzug von Cerutti avan- ciert zur Freizeitbekleidung am hauseigenen Pool. 40 Millionen angemeldete Handys mit 30 Milliarden(!) SMS-Nachrichten sprechen es aus. Dekadenz und Völlerei - der Untergang des Abendlandes.
Ob wir also einen Herrn (Zer)Stoiber oder eine Frau (was macht Ihr Coiffeur hauptberuflich?) Merkel wählen, oder den "Dressur- Reiter" Schröder favorisieren, bleibt angesichts der Farbe ihres Parteibuchs völlig unbelassen. Stünde morgen ein Cäsar oder ein Barbarossa zur Wahl an, entschieden wir uns für den, mit der "größten Klappe". Parteipolitischer Inhalt wird für das Gros der Wahlberechtigten nicht verstanden und nicht nachvollzogen.
Ein paar populärpolitische Themen wie Arbeitslosigkeit und Erhöhung des Kindergeldes, dienen lediglich als Eckpfeiler der festen Basis für Podiumsdiskussionen. Würde man als politisches Bonbon PREMIERE kostenlos versprechen, wären zahllose Fußballfans schon bereit, eine neue Partei namens PFL (Premiere für lau) zu gründen.
Kein Tag ohne Nachrichten und keine Nachrichtensendung ohne einen weiteren Kindermord. OK. Wählen wir einmal Mister Stoiber und seine "Christen". Jetzt sagt sich der Kinderschänder: Oh,- eine neue Aera ward uns bescheret. Doch mein kranker Trieb wuchert derweil immer noch und mag nicht verstummen?! Verzeiht mir großer (Zer)Stoiber, dass ich nicht kräftens bin ihn zu bändigen ob seiner Macht, die viel größer ist, als die Eurige...
Ändern - wird sich also nur der Wandbehang in einigen vermufften Amtsstuben innerhalb der bunten Republik Deutschlands. Mehr wohl kaum. Es sei...
Es sei denn man findet noch ein Barthaar der Oberlippenbekleidung eines gewissen A.H. und klont es. Dann gäbe es wieder Ruhe auf den Gassen und in den Hallen. Dann könnten die Kinder auch noch nachts auf der Strasse spielen und man könnte sein Auto mit offenem Verdeck drei Wochen im Parkhaus abstellen, ohne dass die Schmuckschatulle vom Beifahrersitz entwendet würde.
Aber es gäbe auch wieder die entscheidende Frage: Wollt Ihr Butter oder Kanonen...
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