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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1058
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Verfasst am: 24.Apr 2008 8:20 Titel: Nur die Globalisierung macht uns wirklich satt |
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Nur die Globalisierung macht uns wirklich satt
Hunger, Energiekrise, Klimakatastrophe. Gerät die Welt aus den Fugen? Und warum? Dass die Krisen global sind, macht die Suche nach den Schuldigen verführerisch einfach: Wer denn, wenn nicht die Globalisierer und Entfessler der Marktkräfte, sollte die Welt ins Schlamassel geführt haben? Doch das stimmt nicht.
So bedrohlich die Lage erscheint, so gefährlich wäre die Folgerung, dass die Globalisierung schuld an der Hungerkrise ist. Sie träfe jene, die am ehesten vermeiden können, dass aus Knappheit an Nahrung und Energie echter Mangel wird - und aus Krisen große Kriege werden.
Es ist ja richtig, dass die Globalisierung eine Ursache der Probleme ist; aber nicht, weil sie Menschen arm gemacht hätte, sondern im Gegenteil, weil sich in der Globalisierung Millionen Menschen aus der Armut befreien konnten.
Mit ihrem Wohlstand steigt auch die Nachfrage nach Nahrung und Energie.
Die Preise steigen, weil das Angebot nicht mithält. Bei Nahrungsmitteln gibt es dafür viele Gründe. Einer ist, dass die Preise seit Mitte der 70er-Jahre stetig und stark gefallen sind. Flächen wurden vernachlässigt, Investitionen in Infrastruktur und Forschung gekappt. Steigende Preise haben daher auch ihr Gutes. Sie werden es attraktiver machen, Flächen zu bebauen.
Derzeit verschieben sich Knappheiten und damit das Preisverhältnis wichtiger Güter zueinander. Dies verändert immer auch Lebensgewohnheiten. Der Verfall der Agrarpreise hat die Landflucht gefördert, billige Energie die Verstädterung. Steigende Agrarpreise können nun eine Renaissance des Landlebens einläuten. In Deutschland, wo dies vielerorts bereits zu bestaunen ist, aber auch weltweit.
Ein anderes Problemfeld ist die Konkurrenz zwischen Nahrungsmitteln und Biokraftstoffen, also der Ziele Ernährung und Klimaschutz. Das Getreide für eine Tankfüllung eines Geländewagens genügt laut Weltbank, um einen Menschen ein Jahr zu ernähren. Dennoch ist die Alternative "volle Teller oder volle Tanks" zynisch. Das Ziel heißt, Hunger und Armut zu bekämpfen. Es ist nur zu erreichen, wenn Nahrung und Energie ausreichend bereitstehen. Dies ist möglich.
Es müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein.
Erstens: Offenheit, ja Begeisterung für Technik. Der Bedarf an Nahrung wird stärker steigen als die nutzbare Fläche. Wer Hunger besiegen will, muss die Produktivität steigern. Wir brauchen eine neue grüne Revolution.
Eine entscheidende Rolle kommt dabei der Gentechnik zu. Auch der Energiebedarf lässt sich nur mithilfe hoher Investitionen in Forschung decken. Technikfeindlichkeit ist Menschenfeindlichkeit.
Zweitens: Verzicht auf den Rückfall in Abschottung der Märkte. Einfuhrzölle, Exportschranken und Subventionen sind schädlich. Die Nahrungskrise bedroht nicht jene Länder, die an der Globalisierung teilnehmen. Sie bedroht jene, die sich abschotten - oder von ideologischen, verbrecherischen oder unfähigen Regimes regiert werden.
Drittens: Klimaschutz darf nicht (länger) zum absoluten Ziel überhöht werden. Die doppelte Knappheit von Nahrung und Energie beendet eine Illusion. Siehe da, der Klimaschutz hat einen hohen Preis. Denn er steht in Konkurrenz zu anderen, hehren Zielen.
Das Klima-Musterland Deutschland hat hier Grund zur Selbstkritik. Seine Agrarpolitik folgt Lobbyinteressen, die Energie- und Klimapolitik Illusionen. Stets im Dienst des guten Gewissens, doch immer auf Kosten Schwächerer in aller Welt. Wer aber das Klima schützen will, der muss ihren Hunger stillen, nach Nahrung und Energie. Vor der Wahl, zu essen oder das Klima zu schützen, ist die Priorität doch klar.
Wer hungert, begegnet Forderungen nach Klimaschutz so wie Dreigroschenschurke Macheath der Forderung nach Bravheit:
"Ihr Herrn, die ihr uns lehrt, wie man brav leben / und Sünd und Missetat vermeiden kann / Zuerst müsst ihr uns schon zu fressen geben / Dann könnt ihr reden: damit fängt es an. / Ihr, die ihr euren Wanst und unsere Bravheit liebt / Das Eine wisset ein für allemal: / Wie ihr es immer dreht und immer schiebt: / Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral."
(aus Welt-online) |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6845
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Verfasst am: 24.Apr 2008 16:09 Titel: |
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| Zitat: |
| ...Die Nahrungskrise bedroht nicht jene Länder, die an der Globalisierung teilnehmen. Sie bedroht jene, die sich abschotten - oder von ideologischen, verbrecherischen oder unfähigen Regimes regiert werden. .. |
Die globale Nahrungsmittelkrise erfasst nun auch die USA. Nach einem Ansturm von Restaurantbesitzern haben die zwei grössten Grosshandelsketten damit begonnen, ihr Reisangebot zu rationieren.
Wie die "Los Angeles Times" berichtete, können Kunden in den Warenhäusern von Sam's Club, einer Tochter des weltweit grössten Einzelhandel-Konzerns Wal-Mart, nur noch maximal vier Neun-Kilo-Säcke Basmati-, Jasmin- und Langkornreis pro Einkauf erwerben.
Auch in mehreren Warenhäusern der Kette Costco gibt es mittlerweile Kaufbeschränkungen für grosse Mengen, nachdem wiederholt die Regale binnen kürzester Zeit leer gewesen waren. Betroffen ist in diesem Fall vor allem die US-Westküste.
Hintergrund der ungewöhnlichen Nachfrage ist die durch Reisknappheit auf den internationalen Märkten ausgelöste Preisexplosion, die sich auch in den USA zunehmend bemerkbar macht. So ist in vielen Geschäften Reis doppelt so teuer wie noch vor wenigen Monaten.
Die rasant steigenden Lebensmittelpreise haben von Asien über Afrika bis in die Karibik bereits zu gewaltsamen Protesten geführt.
(sda) |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1058
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Verfasst am: 24.Apr 2008 17:11 Titel: |
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| Moderator GM&P hat folgendes geschrieben:: |
| Zitat: |
| ...Die Nahrungskrise bedroht nicht jene Länder, die an der Globalisierung teilnehmen. Sie bedroht jene, die sich abschotten - oder von ideologischen, verbrecherischen oder unfähigen Regimes regiert werden. .. |
Die globale Nahrungsmittelkrise erfasst nun auch die USA.... |
...Eine Frage der Definition! Ist es eine "Nahrungsmittelkrise", wenn man
| Zitat: |
| ...nur noch maximal vier Neun-Kilo-Säcke Basmati-, Jasmin- und Langkornreis pro Einkauf erwerben.... |
..[darf], oder ist diese Bezeichnung doch eher für die Zustände in Nordkorea, Haiti oder Simbabwe passend? |
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1058
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Verfasst am: 24.Apr 2008 17:41 Titel: |
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Ergänzung:
...wer schleppt schon mehr als je 36 Kilo Basmati-, Jasmin- und Langkornreis pro Einkauf (also zusammen immerhin 108 kg) nach Hause?
Ist es eine Nahrungsmittelkrise nationalen Ausmaßes, wenn man für mehr als 108 kg zweimal kommen muß? |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6845
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Verfasst am: 24.Apr 2008 18:08 Titel: |
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Aktuelle PM 18:15 Uhr (unbearbeitet):
| Zitat: |
Nach den von großen Exporteuren verfügten Ausfuhrstopps horten immer mehr Kunden das Nahrungsmittel. Reis notiert erstmals über 1000 Dollar.
Die weltweite Nahrungsmittelkrise hat eine neue Dimension erreicht. Nachdem sich der Preis allein in diesem Jahr nahezu verdreifacht hatte, sehen sich US-Handelsketten zu Rationierungen von Reis gezwungen. Die Tochtergesellschaft des weltweit größten Lebensmittelhändlers, Wal-Mart, Sam's Club, begründete den Schritt damit, dass Kunden das Nahrungsmittel zu horten begonnen hätten. Pro Besuch dürfen nun maximal vier Säcke Reis zu neun Kilogramm erstanden werden.
Zuvor hatte schon der Konkurrent Costco ähnliche Maßnahmen gesetzt. Die Rationierungen haben die Reis-Notierungen an den Börsen weiter nach oben getrieben. An der Warenbörse in Chicago wurde ein neuer Rekord erzielt, am Markt des weltgrößten Ausfuhrlandes Thailand stieg der Preis je Tonne Reis am Donnerstag erstmals auf mehr als 1000 Dollar.
Bangkok/Chicago - Die von weltweit steigenden Lebensmittelpreisen verursachte Ernährungskrise hat einen neuen Höhepunkt erreicht: In Thailand kostete eine Tonne Reis am Donnerstag erstmals mehr als 1000 Dollar. Damit hat sich der Preis für das lebenswichtige Grundnahrungsmittel im größten Reisexportland seit Jahresbeginn fast verdreifacht. Auch an der weltgrößten Warentermin-Börse in Chicago kletterte der Reispreis auf ein Rekordhoch.
Verschärft wird die Krise durch die Verhängung von Exportbeschränkungen wichtiger Anbauländer. So stoppten u.a. Indien und Vietnam in den vergangenen Wochen ihre Reisausfuhren, um das Angebot im eigenen Land besser bedienen zu können und die Preisexplosion für einheimische Kunden zu stoppen. Auch Brasilien folgte nun mit dieser Maßnahme.
Der thailändische Verband der Reisexporteure rechnet daher mit einem weiteren Preisanstieg. In Bangkok könnte sich der Reis nach Einschätzung von Händlern in diesem Jahr noch auf über 1300 Dollar pro Tonne verteuern. Zu Jahresbeginn lag der Preis noch bei 380 Dollar. Die Regierung in Thailand hat wiederholt erklärt, ihre Reisexporte nicht beschränken zu wollen, was ihr Beifall von der Welthandelsorganisation eingebracht hat. Für die Verbraucher in Thailand dürfte sich die Lage dadurch aber zunächst kaum verbessern.
Wegen der Krise erlaubt die Wal-Mart-Tochter Sam's Club ihren Kunden seit Mittwoch nur noch den Kauf von vier Reissäcken à neun Kilo pro Besuch. Der Konkurrent Costco Wholesale berichtete ebenfalls von einer auffallend großen Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln wie Reis oder Mehl. "Wohin man auch blickt: Überall tauchen Berichte über Lebensmittelengpässe und Hamsterkäufe auf", sagte der US-Reis-Broker Neauman Coleman. An dem Chicago Board of Trade hat der Zentner Reis erstmals bei mehr als 25 Dollar notiert.
Die rasant steigenden Lebensmittelpreise haben von Asien über Afrika bis in die Karibik zu gewaltsamen Protesten geführt. In Haiti stürzte die Regierung im Zuge der Unruhen. Ein Ende der Krise ist nicht in Sicht, weil sich an den Gründen für die Preisexplosion vorerst nicht viel ändern dürfte. Dazu zählen die wachsende Weltbevölkerung, der Anstieg der Lebensqualität in Schwellenländern wie China, der Trend in Industrieländern zu Bio-Sprit und Ernteausfälle in wichtigen Exportländern wie Australien im Zuge immer stärkerer Wetterschwankungen. Hinzu kommen Spekulationsgeschäfte. (Reuters, as, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.4.2008) |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6845
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Verfasst am: 24.Apr 2008 18:16 Titel: |
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PM (unbearbeitet):
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Sushi-Ketten liegt teurer Reis schwer im Magen
Die Preise für Reis sind auf Rekordniveau. Große Produzenten wie China drosseln die Exporte, die Angst vor Engpässen grassiert. In Österreich geraten Sushi-Restaurants ins Schwitzen.
Wien - Jiaqian Shan seufzt schwer. "Es ist furchtbar." Seit April zahle er für Reis um 35 Prozent mehr, obwohl er verlässliche Lieferanten habe. Und er brauche viel Reis, täglich rund 200 Kilo. Der frühere Sänger der Peking-Oper führt in Wien sechs Sushi-Restaurants der Marke Mr. Lee. Derartige Kostenschübe habe er noch nie erlebt, sagt er. "Und sind die Nahrungsmittelpreise erst einmal oben, gehen sie nur langsam wieder runter."
Auch Mitbewerber Akakiko stößt der teure Reis empfindlich auf. "Wir werten die gestiegenen Kosten jetzt statistisch aus und schauen, wie wir das Problem lösen", meint Reinhard Weißböck, Geschäftsführer der Sushi-Kette. Auch Akakiko habe Derartiges bisher noch nie gesehen. "Wir haben Handlungsbedarf."
Auslöser der Krise ist ein Mix aus mageren Ernten, steigender Nachfrage in Asien und Afrika aufgrund anderer Ernährungsgewohnheiten und die wachsende Nutzung der Ackerflächen für Biosprit. Doch der Reis ist Grundnahrungsmittel für die Hälfte der Weltbevölkerung. Die Philippinen etwa, der weltgrößte Reisimporteur, können aktuell nur zwei Drittel des Reisbedarfs decken, das zu um 40 Prozent höheren Preisen als im März.
Ein österreichischer Haushalt gibt im Schnitt nach wie vor nur gut zwölf Prozent des Einkommens für Lebensmittel aus. Doch die Sensibilität der Konsumenten ist auch hier hoch. In der Gastronomie etwa wagten viele Betriebe nicht, ihre Preise anzuheben, glaubt Thomas Wolf, Verbandschef in der Wirtschaftskammer.
Eine neue Studie des Instituts für Höhere Studien vom April nimmt die Kosten- und Preisentwicklung in der österreichischen Gastronomie unter die Lupe. Ihre Bilanz: Zwischen 2005 und 2008 stieg der Aufwand für Getränke und Lebensmittel um mehr als 17 Prozent. Sie machten 42 Prozent der Gesamtkosten aus. Im Gegenzug hätten die Wirte den Kunden im gleichen Zeitraum allein um 7,3 Prozent mehr verrechnet. Die Mehrkosten eins zu eins an die Kunden weiterzugeben könnten sich viele nicht erlauben, klagt Wolf. Das schlage auf den Gewinn der Branche durch."
"Verlange ich mehr, dann bleiben mir die Kunden weg. Die Konkurrenz ist einfach zu groß", sagt Sushi-Spezialist Shan. Er arbeite nun, um Kosten zu sparen, an einer vollautomatischen Sushi-Maschine. Neben dem Reis würden nämlich auch die Köche immer teurer, so der gebürtige Hongkonger. Unter einem Monatsgehalt von 3000 Euro brutto sei kaum einer mehr in Wien zu bekommen, die Einwanderungspolitik sei zu restriktiv.
Was den Appetit der Österreicher auf Asiatisches betrifft, ist Shan dennoch zufrieden. "Sushi ist heute so beliebt wie das Wiener Schnitzel." |
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Peter Wilhelm .

Anmeldungsdatum: 16.10.2007 Beiträge: 454 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 24.Apr 2008 20:23 Titel: Re: Nur die Globalisierung macht uns wirklich satt |
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Hallo hdschulz
| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
Nur die Globalisierung macht uns wirklich satt
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Es ist ja richtig, dass die Globalisierung eine Ursache der Probleme ist; aber nicht, weil sie Menschen arm gemacht hätte, sondern im Gegenteil, weil sich in der Globalisierung Millionen Menschen aus der Armut befreien konnten.
[.....] |
Ihren Beitrag las ich bereits heute früh am Morgen.
Leider hatte ich nicht die Zeit adäquat zu antworten (Abgabetermine SV-Meldungen usw.).
Aber ich muß mich ernsthaft fragen, ob Sie wirklich den Quatsch glauben, den Sie hier - wie so oft - unkommentiert einstellen...
Wenn ich auf der anderen Seite davon ausgehe, daß eine Text-Einstellung irgendwo auch Ihre eigene Meinung widerspiegelt, dann frage ich mich wirklich nach Ihrem Realitätssinn...
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Der oben farblich markierte Absatz mag stimmen, wenn ich die Weltbevölkerung insgesamt sehe.
Da ich aber immer noch Deutscher bin und in Deutschland lebe, betrachte ich zunächst die Gegebenheiten hier in diesem Lande.
Und danach ist o.a. Aussage eine Farce - eine Worthülse!
Sie ist ein Schlag in das Gesicht all jener Menschen in Deutschland,
- die zu einem immer größer werdenden Anteil Zweitjobs annehmen müssen
- die immer mehr in unbefristete Zeitarbeitsverträge rutschen
- die damit konfrontiert werden, daß aufgrund des in Deutschland real stattfindenden Lohndumpings und bei gleichzeitig steigenden Preisen in zweistelliger Höhe nicht mehr wissen, wie sie das 'Fressen' für den nächsten Tag sicherstellen sollen
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Sind Sie so weltfremd - oder tun Sie nur so...?
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Die Zahlen sind bekannt und offenkundig.
Und dieselben werden auch aufbereitet dargestellt.
Ich verzichte heute auf den - und auch auf andere - Link(s)! _________________ Freundliche Grüße
Peter Wilhelm
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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1058
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Verfasst am: 25.Apr 2008 10:40 Titel: |
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Hallo Peter Wilhelm,
| Zitat: |
| Leider hatte ich nicht die Zeit adäquat zu antworten |
... und ich hatte mich schon gefragt, ob Sie das "rote Tuch" Globalisierung nicht bemerkt hätten
Ernsthaft. Zunächst mal eine technische Anmerkung: Ich werde auch zukünftig Beiträge fremder Autoren unkommentiert hier einstellen, wenn ich sie für interessant halte - ob Ihnen das nun passt oder nicht. Und ob ich dazu einen individuellen Kommentar beifügen möchte, das müssen Sie schon mir überlassen.
Machen Sie sich doch bitte auch in diesem konkreten Fall keine Gedanken um meinen "Realitätssinn" und das, was ich evtl. glaube, sondern bleiben Sie beim Thema. Das fällt Ihnen offensichtlich - wie so oft - (um Ihre eigene Wortwahl zu gebrauchen) nicht ganz leicht:
Nachdem Sie das, was Sie eingangs noch als "Quatsch" bezeichnet haben, nun doch generell als stimmig anerkennen müssen, weichen Sie schnell vom Thema ab, um Ihre deutschen Scheuklappen aufzusetzen:
Es bleibt Ihnen ja unbenommen, vorrangig "die Gegebenheiten hier in diesem Lande" zu betrachten, nur war das nicht Thema des von Ihnen als "Quatsch" bezeichneten Beitrags, sondern die Frage nach den Ursachen der aktuellen Hungerkrise.
Wenn Sie dabei konzedieren, dass die Globalisierung tatsächlich Millionen Menschen in den Entwicklungsländern aus der Armut befreit hat, sind Sie schon einen Schritt weiter als Ihr Stichwortgeber Jahnke, der sich wahrscheinlich eher die Zunge abbeißen würde, als diese Realität anzuerkennen.
Was mich betrifft, können Sie sich gerne auch die Links zu dessen Büchern und Kommentaren sparen - ich weiß inzwischen, dass er ein erstaunliches Talent besitzt, eine Fülle von Daten und Grafiken so zu interpretieren, dass an allem Übel dieser Welt schlußendlich die Globalisierung und der Neoliberalismus schuld sind.
Besonders aufschlußreich und letzten Endes erheiternd waren für mich seine Ausführungen im Zusammenhang mit der Umwelt- und Klimawandelproblematik, demjenigen Thema aus seinen Rundumschlägen, zu dem ich mir am ehesten ein einigermaßen fundiertes Urteil erlauben kann.
Gar nicht mehr lustig fand ich in diesem Zusammenhang seine Handlungsempfehlungen: Die beschränken sich auf zusätzliche Regulierungen in Form von Schutzzöllen, Importbeschränkungen und Steuererhöhungen - die Planwirtschaft läßt schön grüßen. Und nachdem er für alles Übel ja die einzige Ursache gefunden hat, wird dies wohl auch für ihn die einzig wirksame Therapie sein.
Vielen Dank! |
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Peter Wilhelm .

Anmeldungsdatum: 16.10.2007 Beiträge: 454 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 25.Apr 2008 14:59 Titel: |
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hdschulz,
Sie sind ja ein richtiger Schelm...  _________________ Freundliche Grüße
Peter Wilhelm
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6845
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Verfasst am: 1.Mai 2008 19:56 Titel: |
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| Nur die Globalisierung macht uns wirklich satt |
Landwirtschaftsminister Horst Seehofer sieht auch Deutschland von der weltweiten Hungerkrise betroffen.
Horst Seehofer erwartet offensichtlich keine schnelle Lösung des Ernährungsproblems. Ganz im Gegenteil: Er ist sich sicher, dass die weltweite Hungerkrise auch Auswirkungen auf Deutschland haben wird. "Bei der Zunahme der Weltbevölkerung um drei Milliarden Menschen werden auch wir Deutsche in einen scharfen Wettbewerb um Nahrungsmittel kommen," sagte der CSU-Politiker.
In der "Passauer Neuen Presse" verwies Seehofer auf die schon jetzt weltweit steigenden Lebensmittelpreise. "In wenigen Jahren wird es einen Kampf um Nahrungsmittel geben. Das können sich viele heute noch gar nicht vorstellen", wird er zitiert. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6845
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Verfasst am: 4.Jul 2008 18:57 Titel: |
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Die Produktion von Biosprit hat einem vertraulichen Bericht der Weltbank zufolge die Lebensmittelpreise deutlich stärker in die Höhe getrieben als bisher angenommen.
Die Herstellung von Treibstoff aus Pflanzen habe Nahrungsmittel weltweit um bis zu 75 Prozent verteuert, heißt es in dem am Freitag in der britischen Zeitung "Guardian" veröffentlichten Dokument.
Es basiere auf einer detaillierten Analyse des international anerkannten Volkswirts Don Mitchell und stehe im drastischen Widerspruch zu den Einschätzungen der USA, so das Blatt. Diese sähen die Lebensmittelteuerung durch Biosprit bei weniger als drei Prozent.
Hochrangige Entwicklungspolitiker gehen dem "Guardian" zufolge davon aus, dass die Weltbank-Analyse vom April aus Rücksicht auf US-Präsident George W. Bush bisher nicht veröffentlicht worden sei. "Sie hätte die Weltbank in die politische Schusslinie des Weißen Hauses gebracht", habe ein Entwicklungspolitiker gesagt.
Bush hatte die jüngst rasant gestiegenen Lebensmittelpreise auf eine wachsende Nachfrage in Indien und China zurückgeführt. Dem Bericht zufolge hat aber vielmehr die Nachfrage nach Biosprit in den USA und Europa die größten Auswirkungen auf die Lebensmittelversorgung und -preise.
Mit dem Wechsel von fossilen Brennstoffen zu Biosprit soll der Ausstoß klimaschädigender Gase verringert werden. Zudem wollen sich die Industrieländer unabhängiger von dem immer teurer werdenden Erdöl machen.
Quelle: diepresse |
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