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OeNB: Schweizer Franken überholt den japanischen Yen

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volare
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Anmeldungsdatum: 07.11.2003
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BeitragVerfasst am: 2.Apr 2004 3:52    Titel: OeNB: Schweizer Franken überholt den japanischen Yen Antworten mit Zitat

Zitat:
OeNB: Schweizer Franken überholt den japanischen Yen bei den Fremdwährungskrediten
24.02.2004

Die Oesterreichische Nationalbank veröffentlichte am 23. Februar 2004 die Auswertung zur Geschäftsentwicklung der in Österreich tätigen Kreditinstitute im Jahr 2003.

Der vorliegende Bericht basiert auf Daten der Monatsausweismeldung Dezember 2003. In dieser Meldung werden die Geschäftsstrukturdaten der in Österreich tätigen Kreditinstitute auf unkonsolidierter Basis erfasst.

Monatsausweis gem. § 74 Abs. 1 BWG sowie der MAUS-Verordnung der FMA

Gesamtbilanzsumme der Kreditinstitute überschritt erstmals zum Jahresultimo 2003 die 600 Mrd EUR-Grenze
Rückgang der Fremdwährungskredite (-0,9%), deutlicher Anstieg der Eurokredite (+2,2%)
Anteil der Schweizer Franken-Kredite an den Fremdwährungs-krediten 81,5%, jener der japanischen Yen-Kredite nur mehr 12,1%
Deutliches Spareinlagenwachstum: +4,50 Mrd EUR bzw. +3,5%
Bilanzsummenwachstum: +5,5%

Im Gegensatz zum Jahr 2002, in dem sich die Bilanzsummenentwicklung erstmals seit mehr als 20 Jahren für ein Gesamtjahr rückläufig präsentierte - und zwar um 14,39 Mrd EUR oder 2,4% - konnte 2003 wieder ein Wachstum in der Höhe von 31,76 Mrd EUR bzw. 5,5% beobachtet werden.

Per Ende 2003 wiesen die in Österreich tätigen Kreditinstitute eine Bilanzsumme von 605,11 Mrd EUR auf, davon entfielen 268,99 Mrd EUR auf die fünf größten Kreditinstitute (BA-CA, Erste Bank, BAWAG, RZB und Kontrollbank). Der Marktanteil dieser fünf Einzelinstitute an der Gesamtbilanzsumme sank jedoch im Vergleich zum Dezember 2002 um 1,6 Prozentpunkte auf 44,5%.

Deutlicher Anstieg der Eurokredite: +2,2%

Die Kredite stiegen im Jahr 2003 um 1,6%. Ende des Jahres 2003 konnte somit ein Kreditvolumen von 239,48 Mrd EUR ausgewiesen werden.

Das Kreditwachstum wurde 2003 von den Krediten in Euro getragen: +4,23 Mrd EUR. In relativen Zahlen betrachtet stiegen die Ausleihungen in Euro um 2,2% gegenüber 0,4% (+0,77 Mrd EUR) im Jahr 2002. Die Nachfrage nach Fremdwährungskrediten ließ im Jahr 2003 deutlich nach. Waren 2002 die Fremdwährungskredite noch hauptverantwortlich für den Anstieg, so konnte 2003 ein Rückgang im Ausmaß von 0,9% festgestellt werden.

Diese Entwicklung bewirkte, dass der Anteil der Fremdwährungskredite an allen vergebenen Krediten innerhalb eines Jahres um 0,4 Prozentpunkte auf 18,4% sank.

Regional betrachtet lag der Anteil der Fremdwährungskredite am gesamten Kreditvolumen in Vorarlberg 1) mit rund 45% am höchsten, gefolgt von Tirol mit rund 35%. In den restlichen Bundesländern schwankte der Fremdwährungsanteil innerhalb der Bandbreite 13,8% (Oberösterreich) bis 19,3% (Kärnten).

Nach Größenklassen gegliedert, befanden sich zum Jahresultimo 2003 rund 72% aller Euro-Kredite im Bereich bis 10.000 Euro 2), ein Eurokredit belief sich auf durchschnittlich 32.000 Euro. Die meisten Fremdwährungskredite (32,4%) befanden sich hingegen im Segment zwischen 50.000 und 100.000 EUR; im Durchschnitt lautete ein Fremdwährungskredit auf rund 136.000 Euro.

Kredite in Schweizer Franken statt in japanischen Yen

Ausleihungen wurden im Jahr 2003 vornehmlich in Schweizer Franken aufgenommen. Obwohl der Kurs des Schweizer Franken im Vergleich zum Euro um rund -7% gesunken ist, erhöhte sich 2003 der Anteil der CHF-Kredite am gesamten Kreditvolumen in Fremdwährung um beachtliche 43,1% auf 81,5% (Anteil Dez. 2002: 56,8%), wogegen sich der Anteil der JPY-Kredite um markante 67,9% reduzierte (der Kurs im Vergleich zum Euro sank um rund 8%). Somit belief sich der Anteil der JPY-Kredite an den Fremdwährungskrediten nur mehr auf 12,1% nach 37,7% zum Jahresultimo des Vorjahres.

Mehr als die Hälfte aller Kredite wurden nach wie vor von Unternehmen in Anspruch genommen. Anders als im Jahr 2002 war hier nur ein geringer Rückgang in der Höhe von 0,25 Mrd EUR bzw. 0,2% festzustellen (2002: -2,50 Mrd EUR bzw. -1,9%). Der Fremdwährungsanteil lag bei 17,9% (2002: 19,2%). Die privaten Haushalte, die rund 29% am Kreditvolumen innehatten, nahmen 2003 hingegen um 2,23 Mrd EUR (+3,3%) mehr Kredite auf. 2002 hatte der Anstieg 4,31 Mrd EUR (+6,9%) betragen. Der Fremdwährungsanteil innerhalb der Kredite an private Haushalte belief sich auf 26,6% nach 25,0% im Dezember 2002. Die in den letzten Jahren stagnierenden Forderungen an den Staat (rund 28 Mrd EUR) erhöhten sich im Jahr 2003 auf 29,95 Mrd EUR. Der Fremdwährungsanteil lag traditionell niedrig und reduzierte sich weiter auf 4,1% (2002: 5%).

Einlagenwachstum: +4,8%, Spareinlagenwachstum: +3,5%

Nach einem geringen Einlagenaufkommen der inländischen Nichtbanken im Jahr 2002 (+2,21 Mrd EUR bzw. +1,2%) erhöhte sich das Plus 2003 auf 9,20 Mrd EUR oder 4,8%. Im Dezember 2003 erreichten die Einlagen von inländischen Nichtbanken einen Stand von 200,97 Mrd EUR.

Das Wachstum der Sichteinlagen verdoppelte sich von 3,23 Mrd EUR (+8,3%) im Jahr 2002 auf 7,51 Mrd EUR (+17,8%). Der Stand der Sichteinlagen vergrößerte sich gegenüber Dezember 2002 somit auf 49,58 Mrd EUR. Die Spareinlagen erhöhten sich (inklusive Zinsgutschriften von 2,42 Mrd EUR) im Jahr 2003 um 4,50 Mrd EUR bzw. 3,5%. Ohne Zinsgutschriften wäre ein Wachstum von 2,08 Mrd EUR zu verzeichnen gewesen. 2002 hatte sich das Spareinlagenwachstum auf 2,26 Mrd EUR oder +1,8% (hievon kapitalisierte Spareinlagenzinsen: 2,76 Mrd EUR) belaufen. Obwohl der Zuwachs der Spareinlagen 2003 wesentlich stärker war als 2002, wurden aufgrund des niedrigen Zinsniveaus weniger Spareinlagenzinsen gutgeschrieben. In ähnlichen Bandbreiten wie in der Vergleichsperiode des Jahres 2002 entwickelten sich hingegen die Termineinlagen. Diese wiesen ein deutliches Minus von 2,81 Mrd EUR bzw. 12,8% (2002: -3,28 Mrd EUR bzw. -13,0%) aus.

Die halbjährliche Statistik über die Anzahl und Höhe der Einlagenkonten zeigte folgendes Bild: Von den 23,65 Mio Stück Spareinlagen lauteten knapp 96% auf Beträge kleiner 20.000 EUR 3). Weiters existierten 1100 Sparbücher mit Beträgen zwischen 1 Mio EUR und 3 Mio EUR sowie 210 Sparbücher mit Beträgen größer 3 Mio EUR.

Zunahme des Auslandsgeschäfts aktiv- als auch passivseitig: +12,2% bzw. +8,4%

Das Geschäft mit dem Ausland entwickelte sich im Jahr 2003 im Gegensatz zum Jahr 2002 sowohl aktiv- als auch passivseitig expansiv: Die Auslandsforderungen nahmen um 19,01 Mrd EUR oder 12,2% zu, die Auslandsverbindlichkeiten um 14,04 Mrd EUR oder 8,4%. Bei den Auslandsforderungen stieg vor allem das Geschäftsvolumen mit ausländischen Kreditinstituten sehr deutlich an: +12,15 Mrd EUR oder +16,2%. Auf der Passivseite erhöhten sich als einzige relevante Position die ausländischen verbrieften Verbindlichkeiten (+10,18 Mrd EUR bzw. +16,9%). Im Jahr 2002 mussten im selben Beobachtungszeitraum noch Rückgänge der Auslandsforderungen bzw. -verbindlichkeiten in der Höhe von 1,12 Mrd EUR bzw. 7,97 Mrd EUR verzeichnet werden.

Starker Anstieg der Eigenmittel gegenüber dem Vorjahr

Die Eigenmittel beliefen sich Ende Dezember 2003 auf 44,36 Mrd EUR - ein kräftiger Anstieg von 2,80 Mrd EUR (6,7%) seit Jahresbeginn. Im Vergleich dazu sanken die Eigenmittel im selben Beobachtungszeitraum des Jahres 2002 um 0,42 Mrd EUR bzw. 1,0%.

Die unkonsolidierte Eigenmittelausstattung in Prozent der Bemessungsgrundlage wuchs seit Jahresbeginn um 0,6 Prozentpunkte und erreichte einen Wert von 14,7%.

Fußnoten:

1) Bundesländervergleiche sind insofern nur bedingt aussagekräftig, als überregional tätige Kreditinstitute jeweils dem Standort der Hauptanstalt (wie z.B. die BA-CA - dem Bundesland Wien) zugerechnet werden.
2) Inklusive Überziehungen bei Girokonten
3) Dies ist jene Grenze, bis zu der gemäß § 93 BWG pro Einleger eine Sicherungspflicht besteht.


Quelle: http://www.fondsprofessionell.de/redsys/newsText.php?endDate=2004-03-04&per=2w&kat=&sid=537733

Ein Vergleich dazu:

Pro Kopf Staatsverschuldung in Ö: 16.000,-- €
Gewerbliche Verschuldung pro K.: 14.500,-- €
Private Verschuldung pro Kopf: 26.500,-- €

Privat u. Wirtschaftsvermögen p. K.: 54.500,-- €

(Stand 1999)
Quelle: http://www.spoe.at/bilder/Budgetkritik082002.pdf
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