GoMoPa
 
 
 
 
GoMoPa    SuchenSuchen RegistrierenRegistrieren ProfilProfil LoginLogin
FAQFAQ MitgliederlisteMitgliederliste Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen



Organisierte Kriminalität in Deutschland

Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten GOMOPA® : Startseite ->  Foren-Übersicht -> Kommentare & Meinungen
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen 
Autor Nachricht
Moderator GM&P
.


Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 25.Aug 2007 11:48    Titel: Organisierte Kriminalität in Deutschland Antworten mit Zitat

Auch wenn sie durch das der Mafia zugeschriebene Massaker von Duisburg italienische Banden ins Blickfeld geraten sind: An der Spitze der Organisierten Kriminalität stehen andere Nationalitäten.

Italienische Banden nehmen bei der Organisierten Kriminalität (OK) in Deutschland erst die fünfte Stelle ein. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten "Bundeslagebild Organisierte Kriminalität 2006" des Bundeskriminalamts (BKA) in Wiesbaden hervor. Weitere herausragende Fakten: Der Schäden durch OK haben sich ebenso wie die Gewinne der Banden praktisch verdoppelt.

Die Zahl der Ermittlungsverfahren dagegen sank um 4,3 Prozent. Mit 1,36 Milliarden Euro gibt das BKA die Schäden durch OK an, 97,7 Prozent mehr als 2005. Die Gewinne explodierten regelrecht, der Anstieg betrug 113,8 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Allerdings sind zwei große Fälle von Wirtschaftskriminalität allein für einen großen Teil dieser Summen verantwortlich.

Deutsche Banden hätten mit 1,4 Milliarden Euro vor allem durch Wirtschaftsdelikte wie im Vorjahr die höchsten Gewinne erwirtschaftet. Die Polizeibehörden in Deutschland ermittelten im Jahr 2006 den Angaben des BKA zufolge gegen 622 Gruppierungen mit 10.244 Tatverdächtigen. Die meisten Verfahren gab es in Nordrhein-Westfalen (86), knapp vor Bayern (85) und Berlin (75).

Deutsche Staatsangehörige stellten mit 42,3 Prozent den größten Teil der Verdächtigen, allerdings hätten 16,8 Prozent der deutschen Verdächtigen ihren Geburtsort im Ausland, hauptsächlich in Russland, Kasachstan, Polen und der Türkei. Durchschnittlich umfasst eine der OK zugeordnete Gruppe 16 Mitglieder.
Es gibt nach den Angaben des BKA aber auch Großbanden. Neun Gruppierungen würden mehr als 100 Tatverdächtige zugeordnet, 31 Gruppierungen mehr als 50. Deutsche Kriminelle seien in 208 Banden bestimmend. Ihre Hauptgebiete seien der Schmuggel von Kokain und Cannabis, Wirtschaftskriminalität und Eigentumsdelikte.
In 18 Verfahren seien Verbindungen zu Rockergruppen festgestellt worden. In diesen Fällen seien Frauenhandel, Zuhälterei, Prostitution, Erpressung und Waffenhandel weitere Deliktschwerpunkte.

Den zweiten Platz in der Organisierten Kriminalität nehmen der Zusammenstellung zufolge 73 von Türken dominierte Banden ein. Ihre Gebiet sei vor allem der Heroinschmuggel und -handel, erklärte das BKA. 30 polnisch bestimmte Gruppen seien vor allem bei der Verschiebung gestohlener Autos in die Nachfolgestaaten der Sowjetunion und im Zigarettenschmuggel aktiv. Ebenfalls 30 russisch dominierte Gruppen seien auf allem möglichen Feldern aktiv.

Von den 26 italienisch bestimmten OK-Gruppierungen auf Platz 5 der Randfolge wiesen je fünf Bezüge zur Cosa Nostra (Sizilien) und zur ’Ndrangheta (Kalabrien) auf, drei zur Camorra (Neapel) und zwei zur kleineren sizilianischen Organisation Stidda. Hauptgebiete der italienischen Banden seien Kokainschmuggel und Autoverschiebungen.

Auf dem sechsten Platz folgen 25 Banden aus Serbien und Montenegro mit Schwerpunkten im Handel mit Kokain und Heroin. Nach Deliktgruppen lag 2006 der Rauschgifthandel und -schmuggel mit 35,2 Prozent auf Platz eins der Organisierten Kriminalität, gefolgt von Eigentumsdelikten (17 Prozent), vor allem Kfz-Diebstählen. Die dritte Stelle nahm mit 15,1 Prozent die Wirtschaftskriminalität ein.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, wertete den Rückgang der Zahl der Ermittlungsverfahren im Bereich der Organisierten Kriminalität als Auswirkung des Abbaus von zehntausenden Stellen bei der Polizei in den vergangenen Jahren. Die brutalen Morde von Duisburg seien ein deutliches Signal, dass die OK-Gangster Deutschland als Bühne für ihre Verbrechen keineswegs verlassen hätten, meinte Freiberg in Berlin.
Quelle: AP
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden www.finanzkatalog24.net www.finanzblog24.net Werben mit GoMoPa® Beschwerde erheben

Moderator GM&P
.


Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 23.Mai 2008 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Neun Monate nach der Mafia-Bluttat in Duisburg ist italienischen Ermittlern mit der Verhaftung eines führenden Clan-Bosses erneut ein Schlag gegen die kalabrische 'Ndrangheta' gelungen.

In das Netz der Fahnder ging der 68-jährige Clan-Chef Giuseppe Nirta, der auf Italiens Liste der 100 meistgesuchten gefährlichen Verbrecher gestanden hatte. Eine alte 'Ndrangheta'-Fehde zwischen dem Nirta-Strangio-Clan und der Pelle-Vottari-Seite war Hintergrund der Bluttat in Duisburg, bei der Mitte August 2007 sechs Italiener im Alter von 16 bis 38 Jahren erschossen worden waren.

    Nach der Bluttat in Duisburg
Der am Freitag verhaftete Clan-Boss Nirta ist der Schwiegervater von Maria Strangio. Sie soll an Weihnachten 2006 in San Luca von der verfeindeten Pelle-Vottari-Sippe getötet worden sein.

Rache dafür soll das Motiv des Nirta-Strangio-Clans für die Bluttat vor dem italienischen Restaurant "Da Bruno" in Duisburg gewesen sein. Dem Clan-Boss Nirta wird unter anderem ein anderer Mord im Zusammenhang mit der Fehde zwischen den verfeindeten Mafia-Familien vorgeworfen.

Gleichentags hat die neue italienische Regierung verschärfte Massnahmen zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens versprochen. Der neue Justizminister Angelino Alfano bekannte sich zur Stärkung der Anti-Mafia-Behörde, die gegen die organisierte Kriminalität kämpft, und eine Reihe von Massnahmen, dank denen die Beschlagnahme von Besitztümern der Mafia erleichtert werden soll.

Die Polizeichefs sollen mehr Kompetenz im Kampf gegen die finanziellen Interessen der Mafia erhalten. Auch die Jagd nach Strohmännern der Mafiosi soll verschärft werden. Zwischen 2006 und 2007 seien 41 Millionen Euro beschlagnahmt worden, die im Besitz der Mafia stehen.
Quelle+Foto: sda
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden www.finanzkatalog24.net www.finanzblog24.net Werben mit GoMoPa® Beschwerde erheben
Moderator GM&P
.


Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 13.Jul 2008 7:18    Titel: Antworten mit Zitat

Der "Spiegel" befasst sich mit dem Ergebnis von Ermittlungen der Abteilung Organisierte Kriminalität im Zollfahndungsamt München und schreibt dazu:

KORRUPTION
Kontrolleure außer Kontrolle

Der Dienstag vergangener Woche versprach ein schöner Tag zu werden für die Hauptzollsekretärin Christina A., 39. Morgens um acht schaute sie kurz im Zollamt an der Münchner Messe vorbei, wo sie pünktlich zum Dienstbeginn ihre Stempelkarte in die Stechuhr steckte. Doch statt den Arbeitsplatz aufzusuchen, setzte sie sich in ihren silberfarbenen Mercedes SLK - und fuhr zum Golfen nach Trudering.

Mit dabei war wie immer ihr Dalmatiner Diamond. Bevor die Zöllnerin sich auf der Golfanlage so richtig hatte einschwingen können, näherten sich jedoch ein paar unauffällige Herren - ohne Ball und Schläger. Die Männer kamen gleich zur Sache und präsentierten der überraschten Staatsdienerin einen Haftbefehl. Tatvorwurf: Bestechlichkeit und Urkundenfälschung.

Die flotte Zöllnerin sitzt jetzt in Untersuchungshaft und mit ihr drei weitere Zollkollegen, dazu vier Mitarbeiter einer Servicefirma sowie deren Chef. Die Beamten sollen seit rund zehn Jahren fleißig Ausfuhrpapiere abgestempelt haben, ohne sich jemals die Ware anzusehen.

Und schlimmer noch: In zahlreichen Fällen haben die Güter das Land wohl nie verlassen - während sich die vermeintlichen Exporteure die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent vom Staat erstatten ließen. Der Skandal ist in seiner Tragweite wohl einmalig in Deutschland und möglicherweise nur die Spitze eines Eisberges.

Rund 1500 Euro soll allein die Zöllnerin jeden Monat für ihre illegalen Dienstleistungen kassiert und damit ihr Gehalt nahezu verdoppelt haben. Ein anonymer Brief hatte die Fahnder vor rund einem Jahr auf die Spur der Beamtin gebracht. Insgesamt wird gegen 24 Beschuldigte ermittelt.

Mehr als 400 Fahnder von Zoll und Polizei hatten vergangene Woche das Zollamt Garching-Hochbrück durchsucht, dessen Außenstelle Messe sowie 86 Speditionen, Büros und Wohnungen im Raum München. Die beschlagnahmten Unterlagen füllen mehr als 300 Kartons.

Im Fokus der Ermittler stehen neben korrupten Beamten auch Angestellte und Inhaber der Agentur Franz P., die für rund 50 Spediteure im Münchner Raum den Papierkram mit dem Zoll abwickelt.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler hatte sich im Lauf der Zeit zwischen Kaufleuten und Zollbeamten ein so inniges Verhältnis entwickelt, dass Dokumente ohne jede Prüfung abgestempelt wurden - selbst wenn das kleine Zollamt an der Messe im Münchner Osten gar nicht zuständig war.

Im Gegenzug, so der Verdacht, habe die Agentur Zollbeamte zum Frühstück eingeladen, Bier für Partys spendiert und auch schon mal Bares für besondere Dienstleistungen springen lassen. Die Agentur habe sich gerühmt, auch in schwierigen Fällen die notwendigen Stempel unbürokratisch und schnell besorgen zu können.

Genau da liegt nach Ansicht von Insidern das Problem. Denn die schnelle und reibungslose Abfertigung im Güterverkehr ist sogar im Bundesfinanzministerium, dem der Zoll untersteht, grundsätzlich erwünscht. Je mehr Vorgänge ein Zollamt bearbeitet, desto mehr Personal steht ihm zu, und damit steigt auch die Besoldungsgruppe des Chefs. Dieses System aber, befürchtet Frank Buckenhofer von der Gewerkschaft der Polizei, gehe zu Lasten der Kontrollen.

Zwar richten sich die örtlichen Zuständigkeiten der Zollämter zumindest für den Export nach dem Firmensitz. Doch der aktuelle Fall zeigt, dass es in Wahrheit gar nicht auffällt, wenn andere Ämter stempeln. Eine Kontrolle der Kontrolleure findet so gut wie nicht statt.

Da wundert es kaum, dass es von Binnenzollämtern - wie Insider einräumen - seit Jahren schon keine Anzeigen mehr etwa wegen des Verdachts von Subventionsbetrug, Einfuhrschmuggel oder Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz gibt. Entweder finden kaum noch Kontrollen statt, folgert Polizei-Gewerkschafter Buckenhofer, oder der Fall Garching ist kein Einzelfall.

Obwohl die Korruptionsgefahr offensichtlich ist, gibt es im Zoll - anders als bei den meisten Polizeibehörden - bislang keine Dienststellen für interne Ermittlungen. Erst kürzlich wurde damit begonnen, bei den Zollämtern eine Innenrevision einzurichten.

Im Fall Garching war es der Abteilung Organisierte Kriminalität im Zollfahndungsamt München zu verdanken, dass die Korruptionsvorwürfe so gewissenhaft ermittelt wurden. Dabei kam auch heraus, dass die verhaftete Hobby-Golferin sich einst mit einem gefälschten Realschulzeugnis beim Zoll beworben hatte - Papier ist eben geduldig.
Quelle: A.Ulrich
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden www.finanzkatalog24.net www.finanzblog24.net Werben mit GoMoPa® Beschwerde erheben
Beiträge vom vorherigen Thema anzeigen:   

Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten     Foren-Übersicht -> Kommentare & Meinungen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Ähnliche Beiträge
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Hilfe bei Finanzierung einer Pension ... mia-bella Kapitalbeschaffung 2 12.Jul 2008 22:17 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Secret Service in Deutschland verhaft... GM&P Info Kommentare & Meinungen 19 30.Jun 2008 18:06 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Heinrich Kieber findet miese Nachahme... Martin Schmidt Kommentare & Meinungen 26 14.Jun 2008 13:01 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Ausbaubeiträge für die Sanierung von ... GM&P Info Kommentare & Meinungen 0 19.Mai 2008 8:50 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Ein Tag in Deutschland hdschulz Wirtschaft 0 25.Apr 2008 16:34 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Deutschland wird dank der Allianz zur... Luet Satire & Blödeleien 0 4.Apr 2008 20:07 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Euromillion in Deutschland. i.wagner Wer kennt, was meint Ihr dazu? 0 30.März 2008 13:02 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Heercapital Deutschland GmbH GM&P Info VORSICHT! 0 14.Feb 2008 5:20 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Genügt der Hinweis Zweigniederlassung... Joschi2006 UK Limited 4 2.Feb 2008 19:22 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Limited (Ltd.) in Deutschland – Zwang... Verbraucheranwalt UK Limited 0 31.Jan 2008 8:39 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Limited in Deutschland: Haftung des D... Peter Wilhelm UK Limited 4 24.Jan 2008 16:40 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Schengen-Beitritt: Einkaufstouren ins... Moderator GM&P Kommentare & Meinungen 0 20.Dez 2007 18:43 Letzten Beitrag anzeigen
Dieses Thema ist gesperrt, Sie können keine Beiträge editieren oder beantworten. Pfändungssicheres Konto in Deutschland Baumanager Allgemeines 1 11.Dez 2007 9:37 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Der Makler - 90.000 schwarze Schafe i... Moderator GM&P Immobilien 4 6.Dez 2007 15:02 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge 2007 erreicht Deutschland ausgegliche... NOMOCON Wirtschaft 0 29.Nov 2007 18:43 Letzten Beitrag anzeigen


Powered by phpBB © phpBB Group
 
 

Copyright 2000-2008 - GoMoPa® - Goldman Morgenstern & Partners Consulting LLC
Impressum | Presse | Investor Relations | Kooperation | Forenwerbung | Downloads | Newsletterwerbung | Sitemap | Partnerprogramm | Bannergenerator | Polizei-STA-Behoerden | Premiumaccounts | Werbung | Finanzlinks | Beschwerde

Katalog für Finanzen | Suche für Finanzen | Blog für Finanzen