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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 20.März 2005 7:43 Titel: Polizei vereitelt Millionen Bankraub im Internet! |
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ftd.de; 18.03.2005
Sumitomo: Polizei vereitelt Millionen-Bankraub per Internet
Ein auf High-Tech spezialisierter Verbrecherring hat vergangenes Jahr versucht, umgerechnet rund 317 Mio. Euro von der Londoner Niederlassung des japanischen Bankkonzerns Sumitomo zu stehlen. Bei dem versuchten Diebstahl handelte es sich um die kühnste derartige Aktion in der Londoner City seit Jahren.
Die Polizei ermittelt bereits seit vergangenem Oktober. Damals gelang es den Verbrechern, sich Zugang zu den Computersystemen Sumitomos zu verschaffen, sie wurden jedoch noch rechtzeitig ertappt, bevor sie Barmittel elektronisch auf zehn Bankkonten in aller Welt verschieben konnten. Der Fall unterstreicht die wachsende Bedrohung, die organisierte Banden krimineller Computerhacker für Unternehmen und Kunden darstellen. Unklar ist, wie genau der Bande der Zugriff auf Sumitomos System gelungen ist. Nach dem Vorfall warnte die Polizei jedoch die Finanzinstitute in der Londoner City, sich gegen Verbrecher zu wappnen, die mit Geräten arbeiten, die jede Eingabe auf einem Computer erfassen können. Diese so genannten Keylogger können zum Diebstahl von Passwörtern genutzt werden, die Zugriff auf wichtige Computersysteme gewähren.
Unbekannt ist auch, ob sich die Verbrecher physisch Zugang zu der Bank verschaffen und die Keylogging-Hardware installieren konnten, oder ob sie sich von außen ins Computersystem der Bank gehackt und heimlich Keylogging-Software installiert haben.
Erste Festnahmen in Israel
Die Ermittlungen der Polizei erstrecken sich bis Israel, eines der Länder, in die die Bande das Geld zu überweisen versuchte. Am Mittwoch verhaftete die israelische Polizei einen Mann, dessen Geschäftskonto Ziel eines Teils der Überweisungen sein sollte. Die israelische Polizei teilte mit, es sei der Versuch unternommen worden, 20 Mio. € "durch ausgeklügelte Täuschung" auf das Konto zu überweisen. Gegen den Mann wurde Anklage wegen Geldwäsche und Täuschung erhoben.
Philip Martin, Justiziar von Sumitomo Mitsui Banking Corporation Europe, bestätigte, dass Ermittlungen in Gange seien, wollte sich aber nicht weiter äußern. Sumitomo teilte außerdem mit, keinen finanziellen Verlust in Folge des Betrugsversuchs erlitten zu haben.
Bereits seit einiger Zeit warnen Sicherheitsexperten vor den Risiken, die von Keyloggern und anderen Geräten ausgehen, die unbemerkt Informationen von Computern abrufen können.
Datendiebstahl in großem Stil
In einem der ersten bekannten Keylogging-Fälle bekannte sich ein Mann aus New York schuldig, Software auf öffentlich genutzten Computern in 13 Kopierläden der Kinkos-Kette installiert zu haben. Damit gelang es ihm im Jahr 2003, persönliche Informationen von mehr als 450 Personen zu stehlen.
Alan MacDonagh vom Beratungsunternehmen Hibis Europe sagte: "Die Zunahme an Keyloggern stellt eine reelle Bedrohung für Unternehmen dar. Und dies könnte der erste Beweis dafür sein, dass das organisierte Verbrechen derartige Ausrüstung nutzt, um eine Bank zu attackieren."
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