| |

|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2319
|
Verfasst am: 4.März 2007 10:38 Titel: Rettet das Internet |
|
|
Noch nie war es so einfach, seine Gedanken, Basteleien und persönlichen Sammlungen zu veröffentlichen: auf der eigenen Homepage!
Und noch nie war es so einfach, von selbsternannten Internet-Sheriffs per Suchmaschine aufgespürt und abgemahnt oder verklagt zu werden.
Die Gefahr für jeden Einzelnen:
Jeder der sich im Internet bewegt, sei es in Foren, bei Ebay, Kazaa oder mit der eigenen Homepage, kann eine Abmahnung mit horrenden Gebühren und Schadenersatzforderungen bekommen. Jeder!
Schaut in unsere Beispiele und wacht auf! Statt ein Recht zu schaffen, das die speziellen Eigenheiten des Internets berücksichtigt, und darüber hinaus den besonderen, privaten Charakter von kleinen Homepages schützt, hat der Gesetzgeber (unter dem Druck der Konzerne und Lobbies) das Urheberrecht sogar noch weiter verschärft und dadurch eine beispiellose Rechtsunsicherheit geschaffen.
Darüber hinaus (und das wissen die wenigsten) unterliegt jeder, der etwas im Internet veröffentlicht, automatisch wettbewerbsrechtlichen Bestimmungen, wie sie eigentlich für konkurrierende, kommerzielle Unternehmen geschaffen wurden. Die ganze Tragweite dieser Tatsache wird einem bewußt, wenn man sich mit den, dem Wettbewerbsrecht entstammenden Abmahnungen befasst. Hier unterstützt die deutsche Rechtsprechung ein Abmahnungs(un)wesen, das zu Missbrauch und "Raubrittertum" geradezu einlädt!
Die Gefahr für das Internet
Die zunehmende Kommerzialisierung und Monopolisierung des Internets
wird seine Angebotsvielfalt, den freien Informations- und Datenaustausch über kurz oder lang beenden:
* Private Homepages und nichtkommerzielle Projekte ziehen sich wegen des Abmahnungs-Risikos entweder völlig zurück, oder werden zumindest so unattraktiv (keine Links, keine Bilder, nur persönliche Texte), dass sie ohnehin niemand mehr aufsucht. Übrig bleiben werden kommerzielle Angebote und die großen, monopolistischen Organisationen.
* Freeware und Open Source werden durch verschärfte Patentrechte unmöglich gemacht werden. Die Patente (und letztlich Programmierrechte) liegen dann in der Hand weniger Monopolisten: Das Ende von Linux und Freeware-Downloads!
* Filesharing wird schon jetzt zum kriminellen Delikt erklärt. Der freie Bürger (normalerweise hättet Ihr das Recht zum privaten Kopieren und Tauschen) wird zum Spielball der Interessen der großen Konzerne, die Gesetze kurzerhand geändert, Millionen Bürger quasi kriminalisiert!
* Suchmaschinen/Kataloge, einst wertvolle Orientierungshilfe im Internet, sind längst kommerzialisert und präsentieren manipulierte und teilweise zensierte Ergebnisse.
* Technische Überwachung, Cookies, Dateiheader, trojanische Pferde (in nahezu jeder Kaufsoftware enthalten!) und schließlich TCPA, der Chip in Eurem (zukünftigen) Computer, werden in Kürze alle Fantasien vom "Großen Bruder" als Kinderkram erscheinen lassen.
* Zensur breitet sich heimlich aber unheimlich aus. Keyword-Zensur, Überwachung, Unterlassungsklagen und einstweilige Verfügungen, oder auch zunehmend Gesetze, die zwar nicht Zensur heißen, aber Zensur sind! Selbst die sogenannte freie Meinungsäußerung ist längst kein generelles Grundrecht mehr, sondern muß, sofern jemand dagegen Klage erhebt, in jedem Einzelfall vor Gericht erstritten werden. Unter zum Teil absurden Prozessrisiken (Streitwerte in Millionenhöhe, unüberschaubare rechtliche Situation).
Fazit:
Das klassische Internet, wie wir es noch kennen lernen durften, als gewachsene, demokratische und kulturelle Institution, steht, sofern es keinen massiven Widerstand von Surfern und Webmastern gibt, vor dem aus!
Die Zukunft des Netzes wird zweigeteilt sein: Der größere Teil der Bevölkerung wird in einem begrenzten, streng zensierten Angebot rein kommerzieller Inhalte von wenigen Monopolisten herumhüpfen und eifrig konsumieren was ihm da geboten wird. Der kleinere Teil wird sich in den Untergrund zurückziehen und innerhalb illegaler, verschlüsselter Peer to Peer Systeme seine unkontrollierten Daten und Informationen austauschen. Gelegentlich wird es Razzien geben, aber die strenge Dezentralisierung der Underground-Netze macht ein Ausheben unmöglich. Big Brother läßt grüßen!
Rettet das Internet! |
|
| Nach oben |
|

|
vander Specialist
Anmeldungsdatum: 18.08.2004 Beiträge: 169 Wohnort: Deutschland
|
Verfasst am: 4.März 2007 16:33 Titel: |
|
|
Hallo,
da bin ich mal gespannt, ob das breite total verschlafene Volk dazu endlich mal etwas sagt. Bislang lassen wir uns ja alle so richtig schön an der Nase herumführen und gängeln was das Zeug hält. Die Gegenseite hat freien Spielraum und kann, so hat man inzwischen den erschreckenden Eindruck, machen was denen gerade so einfällt. Und das "DENEN," natürlich sehr viel einfällt, kann man oben wunderbar Nachlesen.
Grüsse
vander |
|
| Nach oben |
|
|
Interessent Specialist
Anmeldungsdatum: 13.03.2004 Beiträge: 63
|
Verfasst am: 5.März 2007 10:04 Titel: |
|
|
Die Entwicklung ist folgerichtig:
Korrumpierte Politiker setzen die Interessen des (Monopol)Kapitals in Gesetze um und nutzen die Exekutive zur Durchsetzung gegen die Masse der Bevölkerung. Die darf dann alle vier Jahre als Wähler entscheiden, welche Partei sie in der nächsten Legislaturperiode im Parlament ver- und zertreten soll.
So funktioniert das gegenwärtige Gesellschaftssystem.
Allerdings ist das Ende dafür schon vorprogrammiert. Nein, hier ist keine Umwälzung des Systems gemeint, sondern die Vernichtung der Existenzgrundlagen (Natur, Lebensraum) selbst.
Wahrscheinlich gibt es derzeit nur eine Überlebenschance: Der Profit für das (Monopol)Kapital muss durch die Investition in den Erhalt der natürlichen Lebensbedingungen größer werden, als durch Investition in deren Zerstörung.
Um das zu erreichen, könnte der weltweite freie Meinungsaustausch ein wesentlicher Beitrag sein, den aber das System wiederum gerade selbst abbaut. Es vernichtet sich. |
|
| Nach oben |
|
|
chris.w Newbie
Anmeldungsdatum: 16.03.2006 Beiträge: 24 Wohnort: Bonn
|
Verfasst am: 5.März 2007 14:50 Titel: Das schlimmste an der ganzen Entwicklung... |
|
|
...ist die Tatsache, dass sich fast niemand darum kümmert. Solange Klingeltöne im Wochenabonnement runtergeladen werden können, die Leute sich mit ihren selbst gedrehten privaten Pornofilmen im Internet sehen können ist die Welt in Ordnung.
TCPA/Palladium fand 2002/2003 erstmals Erwähnung im Internet. Alle von mir darüber informierten Mitmenschen lachten nur und sagten mir wörtlich ins Gesicht: "Du Spinner laber doch nicht so ein Blech, das bekommen DIE nie durch." Heute ist ein großer Teil der erhältlichen Hardware bereits entsprechend ausgerüstet. Die TCPA-Chipsätze können bei Bedarf mit dem Einspielen eines "Updates" aktiviert werden. Bei RFID sieht es ähnlich aus. Man erzählt den Leuten was von Diebstahlschutz und Warenwirtschaftssystem und schon ist alles gelaufen.Sprüche wie "ist ja zu unserer Sicherheit" oder "ich habe ja schließlich nichts zu verbergen" kann ich mittlerweile nicht mehr hören. Leider ist die Allgemeinbildung von ca 90% der deutschen Bevölkerung auf dem Stand eines Analphabeten angelangt, wenn man versucht diesen Leuten die Hintergründe zu erklären, setzen sie nach zwei Sätzen den "Homer Simpson-Blick" auf und sagen nur noch jajajajaja.
Es wird so kommen wie es schon mehrmals in der (deutschen) Geschichte kam: da haben wir garnichts von gewusst / wir haben nur die Gesetze befolgt / wir waren schließlich Befehlsempfänger...
So, jetzt muss ich aber wirklich aufhören gleich kommt die Wiederholung von BigBrother auf RTLII  |
|
| Nach oben |
|
|
cashinfo Pathfinder
Anmeldungsdatum: 11.03.2005 Beiträge: 338 Wohnort: Europa - mitten drin
|
Verfasst am: 6.März 2007 13:42 Titel: ... |
|
|
Panikmache .... Filesharing -- ganz klar gehört das Verbreiten von Raubkopien, was nunmal den Großteil von Filesharing ausmacht, zu einer kriminellen Handlung ... den Rest kann wirklich keiner nachvollziehen. Abmahnungen, CopyRight Verletzungen ---- so viele Richter kann kein Staat beschäftigen , um diese Fragen im Detailt zu klären. Zudem, wer zahlt heute schon Abmahnungen ?
Server im Ausland -- dann wird der Klagehintergrund sehr interessant , nutzen kann da jeder und keiner kann es verbieten .... Anonym durch Internet ? Soll ich mal eine Liste anonymer Proxys einstellen .... Keiner muss das Internet retten und Freeware wird es immer geben.... Kein Gesetzt der Welt kann das verbieten --- zudem ist ja Freeware auch schon geschützt , diverse Urheberrechte geben Freeware RECHT ....
TCPA - wo ist das Problem --- Hersteller die sich so schützen wollen, die werden es nutzen. Kunden die dies nicht wünschen, die kaufen keine Software von solchen Herstellern ... Heute heißt dieses Ding Dongle und ist mitunter anfällige Hardware. Nicht vergessen, der Kunde bestimmt den Markt ! Vielleicht kaufen dann mehr Kunden ihre Software wieder mit Euro , vielleicht wird Software dann wieder billiger .... und eines kommt doch auch ganz bestimmt, der Chip muss abgefragt werden -- Softwaretechnisch --- eine Frage der Zeit wann ein kleines Tool diesen Chip unwirksam macht -- alles kann genackt werden --- auch der Infofluss von und zu diesem Chip .....
Also, immer schön locker bleiben,
Grüsse |
|
| Nach oben |
|
|
chris.w Newbie
Anmeldungsdatum: 16.03.2006 Beiträge: 24 Wohnort: Bonn
|
Verfasst am: 6.März 2007 14:42 Titel: Immer schön locker bleiben... |
|
|
...habe ich schon des öfteren gehört. Meistens mit ähnlich unqualifizierten Argumenten geschmückt. TCPA ist Hardwarebasiert. Hintergrund ist eine Abfrage direkt beim Start des PC ob sämtliche Hardware die sonst noch im Gerät verbaut ist TCPA-Konform ist. Wenn das nicht so ist, werden spätere M$ Betriebssysteme direkt den Start verweigern. ALLE Hersteller werden diese TCPA-Chipsätze verbauen. Da ist nichts mehr mit "der Kunde entscheidet". Der Kunde merkt das nämlich erst wenn die Dinger aktiviert werden (siehe WGA bei Windows XP).
Zum Thema anonym durch´s Internet mit Proxydiensten: nur wer wirklich überhaupt keinen blassen Dunst von der Materie hat kann so einen Firlefanz von sich geben. Jede Verbindung die hergestellt wird ist irgendwie zurück zu verfolgen. Wenn jemand der Meinung ist, er könne anonym durch´s Netz streifen kann man nur mitleidig lächeln...
Trotzdem bleibe ich locker  |
|
| Nach oben |
|
|
cashinfo Pathfinder
Anmeldungsdatum: 11.03.2005 Beiträge: 338 Wohnort: Europa - mitten drin
|
Verfasst am: 6.März 2007 15:09 Titel: .... |
|
|
also , was ist dabei, wenn ein Hersteller seine Produkte bezahlt haben will ... ich finde das voll in Ordnung. Mir ist nicht bekannt das MS Freeware ist , trotzdem wird es der Raubkopierergemeinde doch recht einfach gemacht ....
Wir reden bei Raubkopie über einen Straftatbestand !!! Kaum auszudenken was MS bei Bezahlung aller Versionen für eine finanzielle Macht wäre, wenn Raubkopien nicht lauffähig wären ... oder, wie viele User dann doch auf Linux oder Derivate umsteigen würden und diese dann auch eine Lizenzpolitik anfangen würden .... Wir sollten genau wissen worüber wir reden ! Geld regiert die Welt.
Seit Jahrzehnten werden eindeutige Codes auf Prozessoren verweiget --- jede Netzwerkkarte hat eine eindeutige Nummer ... schon mal darüber nachgedacht ! Wie schön einfach wäre die Welt der Entwickler, wenn wir endlich pro Prozessor eine eindeutige IP auslesen könnten --- dann wären Raubkopien Geschichte --- und einige von uns würden sehr viel mehr Geld verdienen ...
Klar ist ein Proxy nur die halbe Wahrheit --- aber beim richtigen Proxy wird es schon unglaublich schwer, den richtigen Absender zu finden ....
was mich im Übrigen sehr stört, Spam wäre bei etwas mehr Klarheit und eindeutigen Absenderkennungen viel besser zu bekämpfen --- und Spam ist nur ein kleiner Teil der Ärgernisse in der täglichen Arbeit ....
Trotzdem ein dickes 'Daumen hoch" für Dein qualifiziertes Fachwissen ....
Grüsse |
|
| Nach oben |
|
|
chris.w Newbie
Anmeldungsdatum: 16.03.2006 Beiträge: 24 Wohnort: Bonn
|
Verfasst am: 6.März 2007 16:45 Titel: ja was denn jetzt ? |
|
|
Erst Proxylisten aufzählen wollen, dann am besten alles komplett überwachen.
Wer hat behauptet Raubkopien seien in Ordnung. Finde ich genauso mies. Maßnahmen dagegen ? Ja klar, wenn sie meine persönlichen Rechte nicht angreifen /einengen / mit Füßen treten. Wenn ich aber als Besitzer (rechtmäßiger EIGENTÜMER ist ja M$) einer legal erworbenen Win XP Software bei jeder Hardwareänderung die über ein gewisses Maß heraus geht mein System neu aktivieren muß, hört der Spaß auf. Ich bin nämlich der Auffassung das MS keinerlei Rechte hat zu erfahren welche Hardware in meinem System läuft. Die habe ich selbst zusammen gebaut ( Idee= geistiges Eigentum).
Noch etwas zu Mac-Adressen: die sind ja nun wirklich mit einfachsten Mitteln ( Freeware ) zu verändern.
Die Aussage bzgl. der Prozessornummern stimmt so auch nicht wirklich. Seit dem Pentium III ist das ganz normal. Man konnte es damals im Bios deaktivieren. Meines Wissens ist aber eine eindeutige Prozessoridentifizierung alleine schon für TCPA unerlässlich.
Zum Thema "Geistiges EIGENTUM" nur soviel: Wenn alle auch für dieses Eigentum die Verantwortung tragen würden wäre ja alles schon viel erträglicher. Aber die allseits bekannten Haftungsausschlüsse ala "keine Verantwortung für Schäden die durch die Nutzung dieser Software entstehen" rückt gerade die Diskussion über geistiges Eigentum in eine etwas scheinheilig erscheinende Ecke.
Auf jeden Fall macht es Spaß mit Ihnen zu diskutieren.
Freue mich auf Ihre nächste Antwort... |
|
| Nach oben |
|
|
|
|
|
|
|
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
Powered by phpBB © phpBB Group
|
|
|
|