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money-baer Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2002 Beiträge: 779 Wohnort: /Mfr.
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Verfasst am: 4.März 2003 15:31 Titel: Risiken steigen??? |
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Commerzbank-Volkswirte: Konjunkturrisiken nehmen zu
04.03.2003
Die Weltwirtschaft befindet sich in einer kritischen Phase, schreiben die Volkswirte der Commerzbank in ihrer jüngsten Analyse. Mit der Dauer der Hausse am Rohölmarkt und der Baisse am Aktienmarkt steigt das Risiko einer nachhaltigen Beeinträchtigung der Konjunktur. Nicht fundamentale Faktoren, sondern die Furcht vor einem Krieg im Irak dominieren derzeit die Entwicklung an den Finanz- und Rohstoffmärkten. Dabei wird häufig übersehen, dass ein Krieg die Weltwirtschaft nicht zwangsläufig in eine Rezession stürzen muss. Dies wäre wohl nur dann zu erwarten, wenn es zu einer nachhaltigen Einschränkung der Ölversorgung käme.
Spielraum für Zinssenkung der EZB
Angesichts der sich verschlechternden Konjunkturaussichten steigt der Druck auf die Europäische Zentralbank, die Zinsen weiter zu senken. Spielraum hierfür ist vorhanden. Denn die schwache Inlandsnachfrage und die Aufwertung des Euro dämpfen zunehmend den Anstieg der Verbraucherpreise. Selbst im Dienstleistungsbereich ist eine Verlangsamung des Preisauftriebs festzustellen. Beim Lohnanstieg, dem für die mittelfristige Preisentwicklung entscheidenden Parameter, zeichnet sich ebenfalls eine Abschwächung ab. Die Volkswirte erwarten eine "große" Zinssenkung um 50 Basispunkte auf 2,25%. Für einen kräftigen Schritt spricht, dass es derzeit vor allem darauf ankommt, die Stimmung zu verbessern und die Finanzmärkte zu stabilisieren.
USA: Keine Wende in der Geldpolitik
Die amerikanische Notenbank dagegen hat ihren geldpolitischen Spielraum weitgehend ausgeschöpft. Die Niedrigzinsphase wird aber wohl länger andauern als bislang angenommen. Eine Straffung der Geldpolitik kommt erst in Betracht, wenn ein selbst tragender Aufschwung in Gang gekommen ist. Ein wichtiger Indikator ist dabei die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Es ist zu erwarten, dass die Arbeitslosigkeit erst im Herbst ihren Hochpunkt erreichen wird. Mit einer ersten Zinserhöhung ist deshalb wohl nicht vor Anfang 2004 zu rechnen. Auf Sicht von zwölf Monaten gehen die Volkswirte unverändert von einer Erhöhung der Leitzinsen um 100 Basispunkte aus.
Renditen auf Krisenniveau
Ohne eine Lösung des Irak-Konfliktes wird sich die Lage an den Finanzmärkten kurzfristig kaum ändern. Die Flucht in sichere Staatsanleihen wird die Renditen weiter sehr niedrig halten. Mittelfristig wird das derzeitige "Krisenniveau" aber keinen Bestand haben. Ein Ende des Irak-Konfliktes vorausgesetzt, werden die Zinsen zur Jahresmitte deutlich über dem aktuellen Niveau liegen. Mit der Belebung der Konjunktur im zweiten Halbjahr ist ein zweiter Zinsschub zu erwarten. Dabei weisen die US-Renditen ein stärkeres Aufwärtspotenzial auf, als die Kapitalmarktzinsen im Euroraum.
Nur kurzfristige Erholung des Dollar nach Beendigung der Irak-Krise
Auch an den Devisenmärkten ist der Irak-Konflikt ein wichtiger Faktor. Nach Beendigung des Konfliktes ist zwar mit einer Erholung der US-Währung zu rechnen. Diese dürfte aber nur kurze Zeit andauern. Ein aus Sicht der Finanzmärkte enttäuschender Aufschwung in den Vereinigten Staaten und vor allem die zu erwartende Neuauflage der Diskussion um das Zwillingsdefizit in Leistungsbilanz und Staatshaushalt lassen auf Jahressicht wieder eine Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar erwarten.
Quelle: FONDS professionell
www.commerzbank.de
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Diese Zwillingsdefizit schwächt natürlich den Dollar und erschwert somit die
Euro-starken Exportländer ihren Wettbewerb. Speziell den D nach der politischen Glanzleistung unserer Regierung und dem Spruch in USA "do´nt buy German-Produkts"!!! |
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