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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 2.Mai 2008 17:06 Titel: Rudi-Dutschke-Straße - warum ich das nicht akzeptieren kann. |
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In Berlin wurde die Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße umbenannt. Warum ich das nicht akzeptieren kann.
Gestern wurde die altehrwürdige Berliner Kochstraße in Rudi Dutschke Straße umbenannt. Rudi Dutschke (1940-1979) gilt vielen als erster Repräsentant der 68er-Reformbewegung. Das war er bei näherem Hinsehen aber gar nicht. Er war der Sprecher einer radikalen Strömung innerhalb dieser Reformbewegung. Als Wortführer des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) rief er permanent zu “Revolution” und Gewalt auf.
Längst offen liegende Quellen (Wolfgang Kraushaar, 2003) belegen zum Beispiel diesen Plan, den Dutschke am 25. Juni 1967 mit SDS-Kumpels entwickelte: In West-Berlin sollte ein “Stadtsowjet” als “Gegenparlament” gebildet werden, um “den Senat, sprich die politische Obrigkeit, aus den Angeln zu heben.” Nach der Macht übernahme des “Stadtsowjet” wollte Dutschke politische Gegner deportieren lassen. Dutschke (12. Juni 1967): “Wir erwarten, dass sie (die West mächte) einige Sondermaschinen für den Abtransport der funktionslosen Politiker und Bürokraten nach Bonn zur Verfügung stellen werden. Politische Gefangene haben in einer wahrhaft freien und solidarischen Gesellschaft keinen Sinn.”
Im Oktober 1968 drohte er den Gegnern seiner geplanten Revolution: “Die bewusst gewordenen Massen” würden schon dafür sorgen, “dass Konterrevolutionäre nicht wieder auf legale Weise die Revolution in Frage stellen können.” (Quelle: Spiegel 10/1968).
Der 68er-Philosoph Jürgen Habermas nannte Dutschkes Ideen “Linken Faschismus”. Es spricht sehr vieles dafür, dass Rudi Dutschke rein antidemokratisch und gefährlich totalitär dachte. Dass ihn vor 40 Jahren viele junge Studenten wegen seines Charismas verehrten, ist bedauerlich. Dass wir aber heute, 40 Jahre später, eine Straße nach ihm benennen, kann ich nicht akzeptieren.
(Quelle)
Und hier noch exklusiv für Peter Wilhelm: Ich auch nicht! |
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Peter Wilhelm .

Anmeldungsdatum: 16.10.2007 Beiträge: 304 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 2.Mai 2008 17:37 Titel: Re: Rudi-Dutschke-Straße - warum ich das nicht akzeptieren k |
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Hallo hdschulz,
das ist nett gemeint -
| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
In Berlin wurde die Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße umbenannt. Warum ich das nicht akzeptieren kann.
[.....]
(Quelle)
Und hier noch exklusiv für Peter Wilhelm: Ich auch nicht! |
ist aber nicht nötig...  _________________ Freundliche Grüße
Peter Wilhelm
Weitere Angaben über meine Tätigkeiten finden Sie hier: |
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solalex Specialist
Anmeldungsdatum: 01.04.2005 Beiträge: 67
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Verfasst am: 3.Mai 2008 9:04 Titel: Rudi & Co |
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Hallo,
wann lernen wir endlich einen entspannteren Umgang mit unserer Vergangenheit?
Das ist doch erbärmlich.
solalex |
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GoMo&Pa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2182
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Verfasst am: 3.Mai 2008 10:58 Titel: |
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| Zitat: |
Gegen Ende 2004 regte die tageszeitung anläßlich des 25. Todestages Rudi Dutschkes die Umbenennung der Kochstraße an. Dieser Vorschlag wurde wie folgt begründet: „Die Umbenennung in Dutschke-Straße wäre ein Symbol für die gesellschaftliche Versöhnung der Generationen“, denn an der zukünftigen Dutschke-Straße läge dann das Redaktionsgebäude der Bild. Deren damalige Kampgne gegen Dutschke und die Studentenbewegung hatten den Attentäter laut Eigenaussage zu der Tat verleitet.
Die Bezirksverordnetenversammlung beschloß dann im Sommer 2005 dank einer Mehrheit von PDS und Grünen die Umbenennung. Daraufhin initiiete die CDU ein Bürgerbegehren gegen die Umbenennung, während die taz gleichzeitig eine Unterschriftenaktion für die Dutschkestraße startete. Beim Bürgerentscheid im Januar 2007 stimmten jedoch 57 % für die Dutschkestraße. Daraufhin klagete eine Gruppe Anwohner, repräsentiert durch den Springer-Verlag, gegen die Umbenennung.
Nachdem aber die Gerichte aller Instanzen die Klage abgewiesen hatte war der Weg frei für die Umbenennung. So wurde am 30. April 2008 feierlich die Umbenennung vollzogen. Während der begleitenden Demo sprachen Politiker wie Harald Wolf (Die Linke), Petra Pau (Die Linke), Michael Cramer (Die Grünen) sowie Christian Ströbele (Die Grünen). Seitdem kreuzen sich nun Axel-Springer-Straße und Rudi-Dutschke-Straße, wobei die Dutschkestraße Vorfahrtrecht genießt.
Quelle: Wikipedia |
_________________ „Es ist produktiver, einen Tag lang über sein Geld
nachzudenken, als einen Monat dafür zu arbeiten.“
- Heinz Breselt -
Secret User - wissen mehr ... |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 3.Mai 2008 11:23 Titel: Re: Rudi & Co |
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| solalex hat folgendes geschrieben:: |
wann lernen wir endlich einen entspannteren Umgang mit unserer Vergangenheit?
Das ist doch erbärmlich.
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Würde es für Sie auch zu einem entspannten Umgang mit unserer Vergangenheit gehören und wäre er für Sie auch erbärmlich, wenn ein Antrag der NPD auf Umbenennung von beispielsweise der Joachimsthaler Str. in Rudolf-Hess-Str. abgelehnt würde. Oder sollte die Entspannung doch eher nur linksaußen stattfinden? |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 3.Mai 2008 12:24 Titel: |
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| GoMo&Pa hat folgendes geschrieben:: |
| Zitat: „Die Umbenennung in Dutschke-Straße wäre ein Symbol für die gesellschaftliche Versöhnung der Generationen“ |
Was für ein hirnloser Schwachsinn - mit welchen Angehörigen der Dutschke-Generation soll sich den welche andere Generation "gesellschaftlich" versöhnen?
Soll sich vielleicht die "Junge Union" mit einem Joschka Fischer auf seinem Altenteil oder einem Otto Schily, einem Daniel Cohn-Bendit oder Christian Ströbele - oder vielleicht sogar mit einem Klaus Rainer Röhl oder gar Horst Mahler irgendwie gesellschaftlich versöhnen?
Nein - die Symbolik soll etwas ganz anderes ausdrücken: Die Rückkehr der bankrotten kommunistischen Ideologie an die Schalthebel der Macht in ganz Berlin. |
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solalex Specialist
Anmeldungsdatum: 01.04.2005 Beiträge: 67
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Verfasst am: 3.Mai 2008 12:36 Titel: |
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Hallo HD,
genau ich hätte "dieser" schreiben sollen.
solalex |
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Brendle Insider
Anmeldungsdatum: 27.11.2002 Beiträge: 576
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Verfasst am: 5.Mai 2008 10:25 Titel: |
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Vorschlag zur Versöhnung:
die Prinzregentenstraße in München umbenennen in Bader-Meinhoff-Allee...
Brendle |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 6.Mai 2008 17:25 Titel: |
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| Zitat: |
Vorschlag zur Versöhnung:
die Prinzregentenstraße in München umbenennen in Bader-Meinhoff-Allee... |
...aber nur, wenn aus Proporzgründen die Maximilianstraße in "Straße des Nationalen Sozialismus" umbenannt wird.
| Zitat: |
Hallo HD,
genau ich hätte "dieser" schreiben sollen.
solalex |
....?? |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5918
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Verfasst am: 6.Mai 2008 22:01 Titel: |
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Nicht zum Eingangsthema, nur zur Info:
In Berlin erinnert künftig eine Straße an den Arzt und Sexualforscher Magnus Hirschfeld, der als Pionier der deutschen Schwulenbewegung gilt. Ihm zu Ehren wurde am Dienstag eine Promenade an der Spree, schräg gegenüber vom Bundeskanzleramt, benannt.
(ddp) |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 7.Mai 2008 7:24 Titel: |
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| Gute Idee, eine Straße nach einen herausragenden Wissenschaftler und Humanisten zu benennen - statt nach einen verschrobenen Möchtegern-Revolutionär. |
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Brendle Insider
Anmeldungsdatum: 27.11.2002 Beiträge: 576
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Verfasst am: 7.Mai 2008 11:24 Titel: |
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Magnus Hirschfeld:
hier handelt es sich um einen Wissenschaftler, der was geleistet hat. Auch wenn es bei manchen Menschen evtl. sauer aufstößt.
Er wurde nicht deswegen bekannt, weil er Jude war und dazu noch schwul, sondern weil er Forschungsarbeit geleistet hat.
Also ist die Straßenbenennung absolut zu tolerieren.
Doch was hat Dutschke geleistet?
Steine geworfen? Das konnte Joschka ebenfalls.
Polizisten tätlich angegriffen? Da war Joschka noch besser, der wollte einen sogar verletzen (oder gar töten?)
Nein, Dutschke wurde nur bekannt, weil er besser schreien konnte als andere, weil er extrem links angesiedelt war und weil er einem Attentat zum Opfer viel.
Ist das ein Grund zur Verewigung?
Lieber einen schwulen jüdischen Forscher der was geleistet hat.
Grüße
Brendle |
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preusse Specialist
Anmeldungsdatum: 17.10.2005 Beiträge: 168
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Verfasst am: 10.Mai 2008 23:23 Titel: |
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Hallo hdschulz,
eigentlich bin ich bei den meisten ihrer Beiträge bei ihnen. Aber welche Wutbrille haben sie den bei Dutschke aufgesetzt?
Ob er eine Strasse verdient hat, sei dahingestellt.
Aber was sie zu ihm schreiben ist für ihre Verhältnisse erstaunlich undifferenziert.
Es gibt eine berühmte Talkshow mit Dutschke und Cohn-Bendit gegen den "bürgerlichen Rest". Zum Beispiel Matthias Walden. Sie lief im "Club 2" 1978 in Österreich und war open end.
Es war erst bei Erschöpfung Schluss.
Vor kurzem wurde sie bei 3Sat wiederholt.
Den Dutschke scheinen sie gar nicht zu kennen.
Preusse |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 14.Mai 2008 11:43 Titel: |
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| preusse hat folgendes geschrieben:: |
| Hallo hdschulz,.......was sie zu ihm schreiben ist für ihre Verhältnisse erstaunlich undifferenziert.......Den Dutschke scheinen sie gar nicht zu kennen.... |
Oh doch - den kenne ich sehr wohl und noch aus eigener Anschauung!
Ich habe bis 1969 in Frankfurt studiert und die ganze "68-er Bewegung" mit anfänglicher Sympathie hautnah erlebt. (Frankfurt war neben Berlin das Zentrum) Wir waren in unserem Institut sogar kurz vor der Gründung einer "Basisgruppe Pharmazie" im SDS, bis uns das Verhalten der SDS-Führung bei einer bestimmten Gelegenheit zum Nachdenken und schließlich zur Distanzierung brachte:
Sie hatten ein "sit-in" im Universitätsrektorat veranstaltet und dabei das Büro des Rektors verwüstet und ihm zu guter Letzt auf den Teppich geschissen.
Wir kamen danach zu dem Schluß, dass wir zwar gerne helfen wollten, den "Muff von 1000 Jahren unter den Talaren" zu lüften, aber nicht damit einverstanden waren, ihn durch den Geruch von frischer Sch.... ersetzen zu lassen.
Hinzu kam das Unbehagen bezüglich der häufig bizarren gesellschaftspolitischen Ansichten der zugegebenermaßen charismatischen und rhetorisch begabten "Führer der Bewegung" wie Dutschke oder Cohn-Bendit.
Sie gingen von einer falschen Diagnose der gesellschaftspolitischen Situation aus (die Gesellschaft befindet sich auf dem Weg in eine faschistische oder zumindest faschistoide Diktatur) und wollten die falsche Therapie anwenden (Marxismus).
Das Ganze verpackten sie in eine verquaste, sinnentleerte Soziologensprache, was ihnen allerdings von höchster Stelle (Habermas) vorgekaut wurde. Karl Popper hat einmal die Soziologensprache auf ihr Imponiergehabe hin untersucht. Er zitiert einen Satz von Habermas: „Theorien sind Ordnungsschemata, die wir in einem syntaktisch verbindlichen Rahmen beliebig konstruieren.“ Popper vermutet, damit sei folgendes gemeint: „Theorien sollten grammatisch korrekt formuliert werden; ansonsten kannst du sagen, was du willst.“ Mit Unverständlichkeit lässt sich offensichtlich Eindruck schinden. Banalitäten und Unsinn mit gespreizten Formulierungen und ersetzbaren Fachtermini eindrucksvoll zu verpacken, darin waren Dutschke und Konsorten Meister – wenn man heute ihre Texte liest, greift man sich an den Kopf, warum man nicht schon damals erkannt hat, dass der "Kaiser" in den "neuen Kleidern" nackt daherkommt.
Was heute noch mehr verwundert, ist die Tatsache der völlig unreflektierten blinden Bewunderung für die unmenschlichen Massenmörder Lenin, Mao, Ho oder Che, deren gesellschaftspolitische Vorstellungen man auch in Deutschland (meinetwegen individuell modifiziert) verwirklichen wollte.
„´68“ – das war für viele damals nicht primär ein politisches Bekenntnis, sondern ein Lebensgefühl. Viele hatten einfach keine Lust mehr auf die einengende Spießbürgermoral der Nachkriegszeit, und das war ihr gutes Recht. Die Haare wurden länger, die Musik rockiger, die Sexualmoral freizügiger. Das war kein Kulturkampf, es war eine Wertedebatte, wie sie in einigermaßen freien Gesellschaften von Zeit zu Zeit nun einmal stattfinden.
Dort allerdings, wo ´68er die Weltpolitik zu deuten versuchten, wurde es schnell ziemlich verkorkst. Waren die Gegnerschaft zu US-amerikanischem Militärinterventionismus, der Aufrüstung und der Hofierung „pro-westlicher“ Diktatoren noch längst überfällige, völlig berechtigte Positionen, so war die Lobhudelei auf sozialistische Diktatoren und Massenmörder nur noch peinlich. Verwöhnte Mittelstandskinder, die nur dank des Kapitalismus so frei, unbeschwert und individuell leben konnten wie sie es taten, bejubelten rote Massenschlächter wie Mao und Pol Pot, unter deren Herrschaft sich ihr Lebensstil, ihre Musikrichtungen und ihre Moden nie hätten entwickeln können.
"Rudi-Dutschke-Straße" – nein wirklich nicht. Vielen Dank. |
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preusse Specialist
Anmeldungsdatum: 17.10.2005 Beiträge: 168
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Verfasst am: 17.Mai 2008 20:09 Titel: |
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Hallo hdschulz
das ist alles irgendwie richtig und irgendwie auch anders. Da müßte ich jetzt viele Din A4 Seiten vollhämmern.
Es ist aber auch an meinem Statement vorbei.
Das lautete, ....den Dutschke scheinen sie gar nicht zu kennen. Den aus 78! Sie schreiben ja, kreisen aber intensiv um 68.
Ich habe mal gesucht wo es einen gibt, der die Sendung aufgenommen hat. Bei Interesse können sie ja mal nachfragen. Ich denke, es lohnt sich.
DER Dutschke hat was!
http://www.tvforen.de/read.php?f=1&i=311968&t=311817
Ich habe zumindest seinerzeit bis früh um 3 durchgehalten.
Preusse |
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