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Schröder chancenlos

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hdschulz
Insider


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 12.Sep 2005 15:52    Titel: Schröder chancenlos Antworten mit Zitat

Merkwürdig, der neueste Auftrieb der SPD in der Wählergunst wird vor allem dem Umstand zugeschrieben, daß Schröder gegenüber Merkel eine bessere Figur macht.
Den Wählern ist offenbar weitgehend unklar, daß Schröder praktisch keine Chance hat, wieder Kanzler zu werden: Niemand geht davon aus, daß die SPD stärkste Partei werden könnte. Also:
Entweder schafft es Schwarz-gelb oder es gibt eine große Koalition unter Führung von Angela Merkel. In beiden Fällen ist für Schröder kein Platz.
Also setzen wohl viele auf ein sicheres Auslaufmodell, ohne sich darüber Gedanken zu machen.
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mhmoeller
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 20.12.2003
Beiträge: 1263
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 12.Sep 2005 15:57    Titel: Antworten mit Zitat

tja - und dann gibt es natürlich noch die option der minderheitsregierung, die durch jemanden anders toleriert wird - und damit wäre angie dann opp.-führerin - wenn es macht geht, steht die moral hinten an
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mhmoeller
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 20.12.2003
Beiträge: 1263
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 12.Sep 2005 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Grünen-Chef beschäftigte Putzfrauen ohne Sozialversicherung

Berlin/Potsdam (dpa/bb) - Nach Informationen der «Bild»-Zeitung (Montag) hat der Vorsitzende der brandenburgischen Bündnisgrünen, Joachim Gessinger, jahrelang Putzfrauen ohne Sozialversicherung beschäftigt. Sie hätten für ihn schwarz und einen Niedriglohn gearbeitet, schreibt das Blatt. Parteisprecher Tobias Arbinger bestätigte auf dpa-Anfrage, dass für Gessinger in der Vergangenheit nicht sozialversicherte Haushaltshilfen tätig waren. Er kündigte für einen späteren Zeitpunkt eine ausführlichere Stellungnahme an.


Ja, ja - wir brauchen die Ökosteuer zur Senkung der Sozialabgaben!!!
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hdschulz
Insider


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 12.Sep 2005 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

o.k. - aber auch in diesem Fall hat Schröder ausgespielt.
Dann kommen die Gabriels, Wowereits, Schreiners und Nahles.
Viel Spaß dabei!
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Amanita Phalloides
Specialist


Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beiträge: 123
Wohnort: Spanien

BeitragVerfasst am: 12.Sep 2005 16:09    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Tipp: Rot - Grüne Minderheitsregierung!

Zuletzt bearbeitet von Amanita Phalloides am 20.Sep 2005 6:33, insgesamt 1-mal bearbeitet
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hdschulz
Insider


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 12.Sep 2005 16:43    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht dauert die Schamfrist bis zur Bildung der rot-rot-grünen Volksfront ja gar nicht so lange.
Auch die Bild-Zeitung spekuliert schon in diese Richtung.
Schröder wird ab dem 18.September nicht mehr dabei sein, auch in einer großen Koalition. Programmmatisch sind die 3 Parteien sowieso nicht weit auseinander, das wird man nach der Wahl richtig breittreten. Einig beim Thema Neidsteuern wollen alle 3 Parteien Steuererhöhungen für "Besserverdienenende" und die Bürgerversicherung/DDR-Zwangseinheitskasse für alle: mit mehr Umverteilung als Allheilmittel wird es sicher wieder aufwärts gehen in Deutschland...
Dann noch ein paar Änderungen an Hartz IV, die alle 3 Parteien ja auch wollen, inhaltlich gibt es wenig Differenzen.
Nachdem durch die Mischung aus Anti-Irak Nostalgie (nach dem Motto: Wir für den Frieden, die anderen für den Krieg) und der gezielten Fehlinformationskampagne gegen die Steuerpläne der Union von der eigenen katastrophalen Bilanz geschickt abgelenkt wurde, wird es jetzt erwartungsgemäß ein ganz knappes Rennen. Da Rot-Grün mit Sicherheit keine eigene Mehrheit bekommt, haben die Bürger schwarz-gelb, die große Koalition oder das Linksbündnis zur Auswahl. Die Wähler sollten sich vor Augen halten, dass Rot-Rot-Grün ab dem 19.September nicht mehr auszuschließen ist wenn es keine Mehrheit für schwarz-gelb gibt.
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Ronald
Insider


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 781

BeitragVerfasst am: 14.Sep 2005 13:16    Titel: Mal ausprobieren Antworten mit Zitat

Beim aktuellen PHOENIX-Kandidatencheck "Wer ist Ihr Kandidat?" geht es anlässlich der Bundestagswahl am 18. September 2005 um die Frage, wie stark der User mit den Kanzlerkandidaten von Union und SPD übereinstimmt.

Der User kann zunächst nicht erkennen, welche Aussage von welchem Kandidaten stammt und wählt per Mausklick das Statement, mit dem er am ehesten übereinstimmt. Nach der Auswahl erfährt er, welcher der Kandidaten das ausgewählte Statement abgegeben hat.

In der Auswertung erfährt der User, mit welchem Kandidaten er übereinstimmt.

http://www.phoenix.de/wer_ist_ihr_kandidat/38089.htm#
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acf24
Newbie


Anmeldungsdatum: 06.12.2004
Beiträge: 38
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 14.Sep 2005 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Frage, die im ganzen Wahlkampf nie gestellt wird, ist doch: was kann Schröder eigentlich erreichen, das er jetzt nicht schon hat? Er hat doch die Mehrheit im Parlament, nur regieren kann er nicht gegen den Bundesrat.
Wenn also rot.grün die Wahlen gewönne, wäre diese Koalition nur da, wo sie jetzt auch schon ist!
Die Neuwahlen können also nur eine schwarz-gelbe oder schwarz-rote Koalition zum Ergebnis haben, alles andere geht nicht, weil dann wieder fast jedes Gesetz vom Bundesrat blockiert werden kann.
Da aber die Wahlen letztlich von der Masse der Analphabeten entschieden wird (so hat sich Helmut Markwort kürzlich in einer Talkshow geäußert!), würde mich eine erneute rot-grüne Mehrheit jetzt auch nicht mehr wundern!
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P.Wilhelm
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 23.08.2003
Beiträge: 2277
Wohnort: 58730 Fröndenberg

BeitragVerfasst am: 14.Sep 2005 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

User acf24...

acf24 hat folgendes geschrieben::
Eine Frage, die im ganzen Wahlkampf nie gestellt wird, ist doch: was kann Schröder eigentlich erreichen, das er jetzt nicht schon hat? Er hat doch die Mehrheit im Parlament, nur regieren kann er nicht gegen den Bundesrat.
Wenn also rot.grün die Wahlen gewönne, wäre diese Koalition nur da, wo sie jetzt auch schon ist!
Die Neuwahlen können also nur eine schwarz-gelbe oder schwarz-rote Koalition zum Ergebnis haben, alles andere geht nicht, weil dann wieder fast jedes Gesetz vom Bundesrat blockiert werden kann.
Da aber die Wahlen letztlich von der Masse der Analphabeten entschieden wird (so hat sich Helmut Markwort kürzlich in einer Talkshow geäußert!), würde mich eine erneute rot-grüne Mehrheit jetzt auch nicht mehr wundern!

Auch wenn Sie sich lediglich auf eine Aussage eines Herrn Markwort beziehten, so empfinde ich die Aussage doch arg daneben...

In diesem Sinne...

PW
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acf24
Newbie


Anmeldungsdatum: 06.12.2004
Beiträge: 38
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 14.Sep 2005 21:41    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Herr Wilhelm,

Tatsache ist doch, dass die Mehrheit der Wähler nach Aussehen und Sympathie wählt und nicht aus Kenntnis des Wahlprogramms der Parteien! Wie ist es sonst zu erklären, dass eine Partei, die sich als unfähig erwiesen hat, dieses Land zu regieren, nun doch die nächsten Wahlen zu gewinnen scheint?

Im Übrigen ist Helmut Markwort Herausgeber des Focus, also keiner von den Dummen im Lande.

Grüße aus Preußen!
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Ronald
Insider


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 781

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2005 8:49    Titel: Antworten mit Zitat

@ acf24,

machen sie doch einfach mal diesen Test des Fernsehsenders Phoenix, link weiter oben.

Sie werden sich wundern, hier stehen Wahlaussagen und sie müssen entscheiden welche ihnen genehm ist.

Ich für meine Person lag mit 77% richtig und so wähle ich auch.

Gruß Ronald
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hdschulz
Insider


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 956

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2005 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ronald hat folgendes geschrieben::

Sie werden sich wundern, hier stehen Wahlaussagen und sie müssen entscheiden welche ihnen genehm ist.



Daß man sich bei dem Phoenix-Kandidatencheck gelegentlich wundern kann, hat wohl damit zu tun, daß 1. die zur Wahl stehenden Aussagen oft gar keine Alternativen darstellen (z.B. zu Hartz IV: die Aussage: Wir müssen die Menschen aus der Sozialhilfe befreien gegen die Feststellung, daß Hartz IV-Empfänger unter bestimmten Umständen mehr Geld erhalten als Beschäftigte) und 2. gibt es ja nun auch bei den der beiden großen Volksparteien durchaus eine relativ große Schnittmenge an Übereinstimmung - die CSU ist sowieso eine SPD light mit volkloristischem Einschlag.
Also - mich wundert da gar nichts.
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acf24
Newbie


Anmeldungsdatum: 06.12.2004
Beiträge: 38
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2005 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

So ein Wahl-o-mat ist ja eine kluge Angelegenheit, das gibt es auch vom ZDF, vom Focus und wer weiß noch von wem. Im ZDF hat wohl kürzlich ein Politiker von den Grünen erkennen müssen, dass er die FDP wählen sollte, wenn er sich nach diesem Wahl-o-mat richten würde.

Das Kernproblem ist doch aber, dass die Mehrheit der Wähler nicht nach harten Kriterien wählt, sondern nach Sympathie. Die meisten Leute wissen nicht über die Wahlprogramme bescheid. So kommt es, dass Politiker gewählt werden, die von Wirtschaft keine Ahnung haben und in deren 68er Köpfen der Unternehmer noch der Klassenfeind ist.

Es gibt Millionen Wähler in unserem Land, die von staatlichen Zuwendungen leben, sich also nicht aktiv am Erwirtschaften des Sozialproduktes beteiligen, sondern im Gegenteil es aufzehren. Und es gibt Politiker, die diesen Leuten zurufen: „wählt mich, dann werde ich euch noch weitere Wohltaten zuteil werden lassen“. (Gysi, Lafo)

Diese Millionen Nichtarbeiter entscheiden also darüber mit, dass uns Unternehmern das Leben noch schwerer gemacht wird, denn irgend jemand muss das Geld ja ranschaffen. Im Parlament sitzen hauptsächlich Lehrer und sonstige Beamte, also Leute, die im Leben noch nicht gearbeitet haben. Wenn so jemand mal eben den Termin der Abgabe der monatlichen Sozialabgaben in den Unternehmen um 10 Tage vorzieht, weiß er wahrscheinlich gar nicht, was er da anrichtet, aber allen Unternehmen, die Arbeiter beschäftigen, stehen die Haare zu Berge! http://www.gomopa.net/Finanzforum/Kommentare-und-Meinungen/Wut-und-Widerstand-ein-mittelst-Unternehmen-wehrt-sich.html

Fazit: Ein Ende des Elends ist nicht in Sicht, egal, welche Partei gewinnt!
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Ronald
Insider


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 781

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2005 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Es gibt Millionen Wähler in unserem Land, die von staatlichen Zuwendungen leben, sich also nicht aktiv am Erwirtschaften des Sozialproduktes beteiligen, sondern im Gegenteil es aufzehren.


Dies kann ich so nicht stehen lassen. !!

Natürlich gibt es Menschen ( ich möchte mal den Begriff Hilfsarbeiter verwenden) die keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben.
Andererseits kenne ich einige, die, trotz hoher Qualifikation - Studium, Diplom, auch keine Anstellung finden.
Auch ein guter Freund von mir ist ohne EIGENES Verschulden mit seiner 24-jährigen Firma den "Bach runter" gegangen und hat heute keine legale Möglichkeit mehr Geld in die Brieftasche zu generieren.

Glauben sie wirklich daß diese Menschen zur Wahl gehen? Oder Gysi wählen?
Diese Menschen gehen überhaupt nicht, weil sie wissen was Politik und Gesetzgebung ihnen angetan haben und sie in D, egal welche Regierung, nie wieder einen Fuß auf festen Boden bekommen.

Was das Fußvolk ( Begriff Hilfsarbeiter ) betrifft - denen kann man alles verkaufen.
Ein Kugelschreiber, im Großhandel für 0,11 € , beglückt als Werbegeschenk am Infostand so manchen Kreuzchenmacher.
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Ronald
Insider


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 781

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2005 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

Diesen Text hab ich in den unergründlichen Weiten des virtuellen
gefunden , er sagt eigentlich vieles:
Zitat:
Wahlkampf ist ein Spektakel, das vorgibt, einen Inhalt zu haben. Dass er ihn nicht hatte, merkt man spätestens, wenn das Spektakel vorbei ist und das alte Stück einfach weiter gespielt wird. Beim Spektakel geht es nur um die Besetzung der ewig gleichen Rollen. Wie im Theater oder Kabarett gibt es auch in der Politik gute und schlechte Darsteller. Dass man sie hier und da mal auswechselt, gehört zum Wesen des Theaters wie der Demokratie. Die Parteien spielen dabei die Rolle von konkurrierenden Besetzungsbüros. Sie schlagen den Wählern den Kandidaten vor, von dem sich vor allem die, die ihn gewählt haben, meist schon kurz nach der Wahl dann enttäuscht wieder abwenden, nur weil er nicht hält, was er versprochen hat. Dass ein Kandidat nach der Wahl anders spricht als vor der Wahl, haben zwar alle vorher gewusst. Das hindert sie aber nicht, ihm das nachher vorzuwerfen. Der Mut zur Lüge gehört zum erfolgreichen Wahlkampf, weil in der Angst vor der Wahrheit ein großes Wählerpotenzial steckt.

Wie im Theater kommt es auch in der Politik immer mal wieder zu ausgesprochenen Fehlbesetzungen. Und der ganze Wahlkampf dient nicht selten nur dazu, die eine Fehlbesetzung durch die andere zu ersetzen.

Im Gegensatz zum Normalbürger freut man sich als Kabarettist über fast jede Fehlbesetzung. Sechzehn Jahre Kohl waren eine sichere Bank für deutsche Kabarettsatire. Schröder und Fischer konnten ihn nie wirklich ersetzen, und Scharping wurde viel zu früh aus dem politischen Verkehr gezogen, um im Kabarett bleibende Spuren zu hinterlassen. Vom kabarettistischen Standpunkt aus wäre Stoiber eine Idealbesetzung im Kanzleramt gewesen. So aber muss er sich - wie wir uns - damit abfinden, dass er voraussichtlich nur in die bayerische Kabarettgeschichte eingehen wird.

Welche Hoffnungen setzt unsereins nun in das politische Personal, das uns nach dem 18. September regieren wird? Die Aussichten sind für Kabarettisten nicht so schlecht wie für den Rest der Bevölkerung. Wenn der Wahlkampf nicht täuscht, kommt da viel Komisches auf uns zu, auch wenn oder gerade weil die große Mehrheit wenig zu lachen haben wird. Von Angela Merkel wissen wir bereits, dass es sich diesmal um eine Schicksalswahl handelt. Wir werden unser Schicksal also genau im Auge behalten müssen.

Die Noch-Kandidatin und Höchstwahrscheinlich-Kanzlerin ließ sich bei ihren zahlreichen Wahlkampfauftritten auf dem flachen Lande widerspruchslos als ehrlichste Politikerin Deutschlands ankündigen. Sie hat sozusagen andere für sich lügen lassen. Und das geht in Ordnung. Zu einem ehrlichen Wahlkampf gehört nunmal lügen und lügen lassen. Wer das bestreitet, lügt bestimmt nicht zum ersten Mal.

Bei ihren noch zahlreicheren Wahlkampfauftritten im Fernsehen versuchte Angela Merkel immer wieder mit ehrlichem Augenaufschlag zu punkten, wenn sie sich im Dickicht von Steuer-, Renten- und Gesundheitspolitik ein wenig verirrt hatte. Wurde sie zum Beispiel gefragt, wie sie die Lage auf dem Arbeitsmarkt grundlegend verändern wolle, sagten ihre Augen zwar: "Ich weiß es doch auch nicht." Aber was ihr Mund sprach, hörte sich anders an. Nicht halb so ehrlich. Wie sollte es auch? Welcher Wähler möchte die eigene Ratlosigkeit bei der Kanzlerkandidatin seiner Wahl wiederfinden? Und wir wissen schließlich alle, so ehrlich, wie die Merkel guckt, kann sie nach so einer steilen Karriere gar nicht mehr sein. Ehrlichkeit von einem Politiker ausgerechnet im Wahlkampf zu verlangen, das heißt vom Schnaps erwarten, dass er einen nicht besoffen macht.

Dass Schröder noch unehrlicher ist als sie, das glaube ich der Merkel aufs Wort. Der belügt nicht nur seine Wähler, sondern auch sich selbst, wenn er bis zur letzten Minute behauptet, die Wahl nochmal gewinnen zu können. Trotzdem wirkt er beim offensichtlichen Lügen doch meist sympathischer, auf jeden Fall souveräner als die Merkel beim nicht ganz so offensichtlichen Ehrlichsein.

Dass manche Beobachter sie beim großen Fernsehduell im Nachhinein sogar zur Siegerin erklärt haben, haben sie damit begründet, dass die Merkel weit weniger schlecht als erwartet abgeschnitten habe, weil Schröder nicht ganz so gut abgeschnitten hat, wie alle erwartet hatten. Ihr Sieg bestand also darin, dass sie nicht ganz so hoch verloren hat, wie zu erwarten war. Solche Siege haben wir in der DDR jahrzehntelang errungen und am Schluss eben doch verloren. Um einen alten DDR-Witz zu variieren - Frau Merkel belegte beim Fernsehduell einen hervorragenden zweiten Platz, während Schröder nur Vorletzter wurde.


Peter Ensikat ist Schriftsteller und Kabarettist und irgendwie hat er ......
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poldibaer
Insider


Anmeldungsdatum: 12.05.2005
Beiträge: 856
Wohnort: irgendwo in Franken

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2005 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

Deshalb bleibt Schröder:

Wir sind ein einem x-beliebigen Fußballstadion, 70.000 Zuschauer.
In der Halbzeit gibt es ein Gewinnspiel - 1 Auto zu gewinnen.

Moderator fragt: Wie viel ist 3x3
Kanditat antwortet: 8
Moderator: Leider falsch, das Auto können Sie nicht gewinnen
70.000 rufen - noch mal
Moderator sagt also gut: wie viel ist 3x3
Kanditat: 10
70.000 rufen - noch mal
Moderator: Also noch mal - wie viel
Kanditat: 3x3 ist neun
70.000 rufen - NOCH MAL

Leider werden Millionen Wähler NOCH MAL bei Schröder rufen.

der poldibaer
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Ronald
Insider


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 781

BeitragVerfasst am: 16.Sep 2005 7:19    Titel: Antworten mit Zitat

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annova
Specialist


Anmeldungsdatum: 10.02.2005
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 16.Sep 2005 8:25    Titel: Wahlausgang Antworten mit Zitat

Wie geht die Bundestagswahl aus?

Wie intelligent ist das Volk?

Wie dumm ist das Volk?

Das Volk bekommt das, was es verdient!



annova
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Ronald
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 781

BeitragVerfasst am: 16.Sep 2005 20:36    Titel: CDU verschickte vier Millionen Wahl-Mails Antworten mit Zitat

Etwa 300.000 bis 400.000 Deutsche bekommen in diesen Tagen eine E-Mail von dem Gewinnspiel-Anbieter «Play and Win». Dieser wirbt dafür, bei der Bundestagswahl am Sonntag CDU zu wählen. Doch das stimmt nicht ganz: Bei genauerem Lesen handelt es sich schlicht um Wahlwerbung der Union.

Die CDU versucht auf diese Weise möglichst viele Wähler per Mail zu erreichen. Dabei bedient sie sich eines Anbieters, der ungewöhnlich viele Mail-Adressen zur Verfügung stellt. Die AIDA Media Limited liefert der Union nach eigenen Angaben ein Adresskontingent von etwa vier Millionen Stück.

Auch die SPD wollte die Mailadressen schon haben. Trotz mündlicher Vertragszusage habe die Partei aber kurz vor Vertragsunterzeichnung einen Rückzieher gemacht. Nach Informationen der Netzeitung hielten die Sozialdemokraten das Angebot nicht nur für zu teuer sondern auch für unseriös.
http://www.netzeitung.de/internet/358197.html
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P.Wilhelm
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Anmeldungsdatum: 23.08.2003
Beiträge: 2277
Wohnort: 58730 Fröndenberg

BeitragVerfasst am: 16.Sep 2005 21:04    Titel: Die CDU versucht halt alles... Antworten mit Zitat

Kopfschüttelnde Grüße ob solcher Machenschaften...

PW
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