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Sie sollten beginnen mehr an sich zu denken!

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Goodman
*** Consulter ***


Anmeldungsdatum: 16.01.2002
Beiträge: 5416

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 13:53    Titel: Sie sollten beginnen mehr an sich zu denken! Antworten mit Zitat

Waren Sie schon einmal in Berlin? Waren Sie auch schon einmal im neuen Berlin? Das Berlin, welches jetzt Konturen angenommen hat? Regierungsviertel, Unter den Linden, Gendarmenmarkt, Ostbahnhof, Brandenburger Tor, Reichstag, Siegessäule – überwältigend! Imponierend!

Wenn Sie aber daran denken, dass tagtäglich die deutsche Staatsverschuldung um 144 Millionen Euro wächst, dann ist das eine Zahl die man gar nicht richtig fassen kann, doch die Bundesregierung inszeniert sich lieber selbst, denn wenn eines Bestand haben wird, so sind es die Pensionsansprüche der Mitglieder des Bundeskabinetts: Deutschland, wo geht es mit dir hin?! Deutschland, was ist aus die geworden?

Früher gab es noch so etwas wie Gerechtigkeit – und heute? Der Steuersatz der VW AG beträgt in den letzten Geschäftsjahren im Schnitt 32%. Der größte deutsche Auto-Konzern mit über 322.000 Mitarbeitern und 85 Milliarden Euro Umsatz und etwa 4 Milliarden Euro Gewinn zahlte gerade mal so viel Steuern wie 6.800 Freiberufler und Mittelständler zusammen! Kann das richtig sein? Bei DaimlerChrysler und Siemens sieht es auch nicht viel anders aus. Großindustrie, Landwirte, Beamte und Politiker bleiben ungeschoren. Alle anderen dürfen die Zeche zahlen!

Warum spricht das niemand aus? Warum erfährt man darüber nichts? Warum schenkt einem keiner reinen Wein ein?! Noch leben wir in einer Demokratie! Oder ist die Demokratie in Wahrheit doch nur ein Deckmäntelchen???

Ab und zu durchzuckt mich so ein seltsames Gefühl, wenn ich abends im Fernsehen die Nachrichten sehe; wenn Minister vor dem Bundeskanzleramt vorfahren und mit hochwichtigem Gesicht im Tempel der Macht verschwinden: Alles Wichtigtuerei! Einen richtigen Kurswechsel kriegen die doch sowieso nicht hin! Dafür mangelt es ihnen allesamt an Format! Und wenn der Bundeskanzler später das Ergebnis der Sitzung zusammenfasst, ist bei mir wieder jedes Mal dieses Störgefühl: Dieses merkwürdige Lächeln in seinen Augen. Nimmt er das, was er tut, überhaupt ernst? Hat der überhaupt verstanden, dass er mit dem Amtseid, den er geleistet hat, auch Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft trägt?!

- Er, der vor seiner Wahl 1998 tönte, er werde als Kanzler die Arbeitslosigkeit in Deutschland halbieren. Er, der dann am 10. November 1998 bei seiner Regierungserklärung noch wörtlich versprach: "Wir wollen uns jederzeit - nicht erst in vier Jahren - daran messen lassen, in welchem Maße wir zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit beitragen."

- Er, der 1998 ohne falsche Bescheidenheit vollmundig posaunte: "Die Aktienkurse steigen, weil ich Bundeskanzler werde!"

Können wir uns wirklich leisten, wegzuschauen oder wegzuhören, wenn uns ein Spitzenpolitiker etwas sehr Wichtiges fest verspricht?! Können wir darauf das Wohl und Weh unserer Altersvorsorge und unserer Familien setzen? Müssen wir nicht anfangen uns zur Wehr zu setzen?

Von den 603 Mitgliedern des Deutschen Bundestages (MdBs) sind jetzt schon 54 Prozent öffentlich Bedienstete, seien es Beamte, Angestellte im öffentlichen Dienst, Gewerkschaftsfunktionäre oder Parteifunktionäre. Die meisten dieser Menschen haben nie ihr Geld selbst am freien Markt verdienen müssen: Sie sind es oftmals seit Jahrzehnten gewohnt, dass der Staat oder öffentliche Institutionen sie komplett versorgen!

Aus dieser von mir skizzierten Ausgangslage zeichnen sich 3 Grundübel ab:

Grundübel I

Diejenigen, die in Deutschland de facto die Macht im Staat innehaben beziehungsweise sie kontrollieren - also die Bundesregierung und das Parlament -, verfügen in der großen Mehrheit über keine wirtschaftlichen Grundkenntnisse. Notwendige wirtschaftliche Zusammenhänge - etwa zwischen Konjunktur und Staatsverschuldung - sind ihnen im wesentlichen fremd. Eine Gewinnerzielungsabsicht gar ist den meisten von ihnen verdächtig, es sei denn, sie sind selber der Nutznießer - dazu später mehr...

Im Klartext: Dank einer Ausbildung als Lehrer, Soziologe, Beamter oder Funktionär ist es für diese Entscheidungsträger völlig selbstverständlich, dass das Geld für ihre Bezüge und Pensionen zu 100% aus dem großen Steuertopf stammt. Und der füllt sich auf geheimnisvolle Weise ständig neu. Er scheint gar unerschöpflich zu sein! Diese falsche Annahme weckt stets neue Begehrlichkeiten, denn für diese Herrschaften war und ist Geld einfach immer da. Es muss nur so umverteilt werden, dass die großen Wählerschichten zufrieden und ruhig gestellt sind.

Denn es gilt von alters her und auch unser geliebter Caligula schreibt es immer wieder: "Brot und Spiele" braucht das Volk! Damit es mit sich selbst beschäftigt ist, damit es Ruhe gibt und nicht aufmuckt! Wer trotzdem aufmuckt, der wird mit einem Wink ans zuständige Finanzamt oder - im Falle einer anderen politischen Partei - mit einer schnell losgestoßenen Spendenaffäre zur Räson gebracht oder fällt am Fallschirm vom Himmel (?)

In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass es ist doch ganz eigenartig ist, dass ein Spendenskandal der einen Partei schnell den der anderen Partei nach sich zieht. So als ob die Fälle den entsprechenden Stellen längst bekannt sind und erst bei passender Gelegenheit aus der Schublade gezogen werden und los geht's! Was ist das für ein Demokratie-Verständnis, frage ich Sie?!

Wer am besten organisiert ist, kriegt das meiste Geld bzw. die meisten Steuergelder, denn es macht sich nicht gut, wenn abends in der Tagesschau Streikende gezeigt werden. Ganz besonders, wenn sie vor dem Reichstag auftauchen: Das lässt Politiker, die sich gerne als volksnahe und souveräne Macher darstellen, auf einmal so hilflos erscheinen. Das, bitte, ist nicht erwünscht! Deshalb kriegen diejenigen, die am lautesten krakeelen könnten, das meiste Geld:

1. Beamte: Mit durchschnittlich 62.200 € frei verfügbarem Nettoeinkommen je Haushalt liegen Beamte mittlerweile hinter den Selbstständigen an zweiter Stelle in der deutschen Einkommenspyramide. Und zwar weit(!) vor Angestellten, Arbeitern, Rentnern...

2. Sonstige Staatsdiener: Die Angestellten des öffentlichen Dienstes bekommen rückwirkend zum 1. Januar 2003 +2,4 % mehr Lohn und Gehalt. Und das bei einem geschätzten Wirtschaftswachstum von allerhöchstens 0,5%. Jetzt in 2004 gibt es zu allem Überfluss für die Leistungsträger des öffentlichen Dienstes zwei Mal einen weiteren Zuschlag, damit Lieschen Müller diesen überaus großzügigen Zuschlag nicht sofort bemerkt, wird der finanzielle Segen an den öffentlichen Dienst in bester Salami-Taktik in drei Tranchen überwiesen. So fallen die insgesamt rund 4,5% nicht mehr ins Auge...

3. Bergleute: 47.000 Bergleute werden vom Staat pro Kopf mit 63.000 Euro bezuschusst. Das ist etwa doppelt so viel, wie ein Bergmann verdient. Billiger und gerechter für alle(!) wäre es, alle diese Menschen in Rente zu schicken!

4. Bauern: Mit 44,26 Milliarden Euro erhalten Bauern die höchsten Subventionszahlungen in ganz Europa. Und dabei wird Jahr für Jahr ein Großteil ihrer Erzeugnisse vernichtet, um die künstlich hohen Preise zu rechtfertigen: Fleisch, Butter, Obst und Getreide in riesigen Mengen werden jedes, aber auch jedes Jahr auf Kosten der Allgemeinheit vernichtet, damit wir weiterhin die überhöhten Preise zahlen müssen.

5. Monopole: Die hohen Pensionsverpflichtungen und Beamtengehälter bei der Bahn und anderen Ex-Staatsunternehmen führen zu einer völligen Erstarrung dieser Monopole, die nun allenfalls durchschnittliche Qualität zu gnadenlos überteuerten Tarifen liefern. Und trotzdem horrende Summen in gewaltigen Repräsentationsobjekten verpulvern.

Diese Liste der Begünstigten ließe sich ein gutes Stück fortsetzen. Seien Sie aber versichert, dass Sie und andere Leistungsträger Deutschlands da drauf nicht zu finden sind. Denn Sie müssen ja die Zeche zahlen, und zwar nicht zu knapp. Damit zeigt sich, dass es in Deutschland, mittlerweile 58 Jahre nach dem letzten Krieg, eine 2-Klassen-Gesellschaft gibt: Die einen müssen buckeln: 50, 60, 70, 80 Stunden und mehr pro Woche. Und zahlen, zahlen, zahlen. Während die anderen ihre Vollkasko-Mentalität ausleben dürfen: 40- oder gar 38,5-Stunden-Woche. 100% sichere Arbeitsplätze, 1 A garantierte Pensionsansprüche und natürlich weit überdurchschnittliche Netto-Einkommen!

Das heißt, Sie und Ihre Kinder müssen mit dem Risiko der Arbeitslosigkeit leben. Und Sie müssen einen weit überdurchschnittlichen Steuer- und Abgaben-Beitrag leisten, um den ganzen Umverteilungszirkus zu finanzieren. Und wenn dem Staat die mittlerweile über 50% an Volkseinkommen immer noch nicht reichen sollten, die er selber schluckt und umverteilt an für ihn wichtige Wählerschichten, dann nimmt er eben weitere Schulden auf. Da gibt's kein Versehen!

Doch seit Mitte der 90er Jahre macht der Staat vor allem Schulden, um die Zinsen für seine alten Schulden zu bezahlen. Das heißt, das Schuldenmachen hat mittlerweile sogar seinen konjunkturstützenden Effekt verloren. Und nie wurden bislang die Schulden getilgt. Immer wurde nur umgeschuldet. Und immer wurden neue Schulden aufgenommen! Und das immer schneller: Seit 1968 ist das Brutto-Inlandsprodukt auf das Siebenfache gestiegen. Die Gesamtverschuldung aber fast um das 20fache auf jetzt über 1.329 Milliarden Euro. Das Schuldenmachen hat eine ganz gefährliche Eigendynamik gewonnen!

Jede, aber auch jede Sekunde steigt jetzt die Verschuldung um 2.374,00 Euro an. Das sind pro Minute 142.440,00 Euro. (Gegenwert eines Mercedes S600 oder BMW 760). Nach einer Stunde sind es bereits 8,546 Millionen Euro /Gegenwert von einem Dutzend guter Einfamilienhäuser oder mein bescheidenes Anwesen am Starnberger See, ähem, kleiner Gag). Pro Tag sind das 205.113.000,60 Euro, also über 205 Millionen Euro. Und so geht es weiter: Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr, und zwar mit exponentiell steigender Tendenz!

Rechnen Sie nur mal: Rund 1.329 Milliarden Euro betragen gegenwärtig die Staatsschulden. Bei 34 Millionen Steuerzahlern in Deutschland macht das 39.088,00 Euro pro Kopf. Aber nicht alle Steuerzahler haben denselben Steuersatz. Da sind auch viele drunter, die als Teilzeitkräfte wesentlich weniger Steuern zahlen müssen. Sie zahlen wahrscheinlich bereits den Spitzensteuersatz - und deshalb tragen Sie auf Ihren Schultern etwa 100.000 Euro Staatsverschuldung. Und die müssen Sie irgendwann dem Staat zahlen, damit er seine Schulden bei in- und ausländischen Gläubigern zurückzahlen kann und das, obwohl Sie ja bereits sehr viel Geld an Einkommensteuer zahlen.

Als leitender Angestellter oder als Freiberufler zahlen Sie innerhalb von 30 Jahren gut 2,2 Millionen Euro an Einkommensteuer und Soli-Zuschlag. Das sind mit Zins und Zinseszins sogar 6 Millionen Euro. Wenn Sie dann noch Mehrwertsteuer und Kapitalertragssteuer und Zahlungen in die Renten- und Krankenversicherung zuzählen und von 45 Berufsjahren ausgehen, kommen Sie auf weit über 10 Millionen Euro an Steuern und Abgaben, die Sie im Laufe Ihres Berufslebens zahlen dürfen!!!

Das Einzige, was die Zusammenbrüche zweier deutscher Staaten, nämlich 1918 des Kaiserreichs und 1948 des Deutschen Reiches, unangetastet überlebte, das sind die Gehälter und Pensionen der jeweiligen Beamten-Generationen gewesen. Alle anderen mussten Abstriche machen bzw. verloren in vielen Fällen sogar alles...

Grundübel II

Der Eigennutz der Spitzenpolitiker. Sie alle heben die Hand zum Amtseid. Doch weiterhin gilt dieses Bonmot aus den guten alten Bonner Zeiten: "Wer den Weitblick von Politikern bezweifelt, der unterschätzt ihre Altersbezüge!“ Im Klartext: Von denen ist keiner so blöd, aus gesamtwirtschaftlichen Gründen oder der Fairness halber den Ast abzusägen, auf dem er sitzt. Es gilt: Eigennutz geht vor Gemeinwohl!

Die Vergütung der Politiker und selbst der Parlamentarier zeigt: Die alle sind etwas Besonderes, so erhält ein einfacher Abgeordneter (MdB) bereits nach zwei Legislaturperioden eine Altersvorsorge von 1.682 Euro pro Monat. Erhebliche Steigerungen und darüber hinaus möglich: So wird Sparkommissar Hans Eichel bereits in ein paar Jahren eine Pension von monatlich 11.635 Euro erhalten. Dafür müsste ein Normalsterblicher sage und schreibe gut 450 Jahre lang arbeiten. Damit er auf dieselbe fürstliche Pension wie unser Finanzminister kommt!

Jeder(!) Bundestagsabgeordnete erhält darüber hinaus eine völlig steuerfreie Kostenpauschale von gegenwärtig 42.036,00 Euro im Jahr. Und zwar zusätzlich zu seiner Grundentschädigung in Höhe von monatlich 7.009,00 Euro. Im Gegensatz dazu muss jeder normalsterbliche Steuerzahler etwaige Betriebsausgaben und Werbungskosten oberhalb der niedrigen Werbungskosten-Pauschale grundsätzlich mit Einzelnachweisen belegen.Eigenartigerweise werden also 34 Millionen Normalbürger zu etwas gezwungen, was sich die Parlamentarier selbst keinesfalls zumuten möchten! Wenn sodann einige Menschen auf die Idee kommen, Geld und Einkommen ins sichere Ausland zu bringen, wie hier an Beispielen auf den Foren so oft verdeutlicht, ist das nicht reiner Selbsterhaltungstrieb?

Noch eine besonders großzügige Gabe der normalen Steuerzahler an die Parlamentarier ist das Übergangsgeld, das für jedes Mitgliedsjahr eine volle monatliche Abgeordneten-Entschädigung in Höhe von momentan 7.009,00 Euro beträgt. Das können nach ein paar Legislaturperioden immerhin bis zu 26.162,00 Euro sein, Ein "Normalbürger" erhält dem gegenüber maximal 60% seines letzten Netto-Einkommens als Arbeitslosengeld für höchstens 12 Monate! Der "Normalbürger" wird jährlich mit etwa 260 Millionen Euro über steuerbegünstigte(!) Mitgliedsbeiträge und Spenden für Parteien zur Kasse gebeten.

Wenn Sie da noch die Finanzierung von Fraktionen und parteinahen Stiftungen über Steuermittel einbeziehen, kommen Sie sogar auf 850 Millionen Euro staatliche Begünstigung der Parteien. Und das Jahr für Jahr, finanziert durch Sie als Steuerzahler.

Während der Preisindex für die private Lebenshaltung seit 1970 um 164% gestiegen ist, ist die staatliche Parteienfinanzierung in demselben Zeitraum sogar um sage und schreibe 854% explodiert! Eine weitere Explosion kündigt sich bei den Mehrkosten für den Regierungssitz an: Die Neu- und Umbauten und der doppelte Dienstsitz in Bonn und Berlin kosten uns Jahr für Jahr mindestens 500 Millionen Euro zusätzlich. Auf Sicht von 10 Jahren sind das Mehrkosten von gut 5 Milliarden Euro fürs Repräsentieren!

Jetzt könnte ja von politischer Seite argumentiert werden, dass im großen
Staatshaushalt nicht auf jedes Detail geschaut werden könne. Und die zeitliche Belastung der Regierungsspitze ja schon ganz enorm sei: Wo weltpolitisch gehobelt werde, dürften ja auch national mal ein paar Späne fallen. Dann ist es aber wiederum erstaunlich, mit welcher Verbissenheit um zusätzliche Sozialabgaben bei Geringverdienern, insbesondere Teilzeitkräften im Parlament gerungen wird: 10 oder 20%-Punkte bei 400-Euro-Verdiensten mehr oder weniger? Und mit welcher Vehemenz zugleich die Politiker-Gehälter - z. B. 177.584 Euro für manchen gelangweilten Bundesminister - niedrig geredet werden.

Gerne werden dabei die sonstigen zusätzlichen Annehmlichkeiten unter den Tisch gekehrt - wie Dienstvilla, Dienstwagen, persönliches Dienstpersonal, gehobene Reisetransportmöglichkeiten, Freikarten erster Klasse zu Kulturveranstaltungen von Weltrang, die staatliche Übernahme aller repräsentativen Kosten, Reptilienfonds für Auslagen und Geldzuwendungen, hohe Pensionen auf Lebenszeit, weitgehende Immunität und die Freistellung von Haftungsverbindlichkeiten.

Denn was in der freien Wirtschaft kaum denkbar ist, ist in der Bundesregierung seit Jahrzehnten die Norm: Wer als Bundeskanzler oder Finanzminister das wirtschaftliche Gleichgewicht außer Acht lässt, hat mit keinerlei persönlichen finanziellen Einbußen zu rechnen: Haftung ausgeschlossen!

Und welcher Finanzminister hat schon mal persönliche Konsequenzen gezogen - ausgenommen Superminister Schiller Anfang der 70er Jahre? Man muss sich nur lange genug oben halten, um selber als Abgeordneter oder als Kabinettsmitglied Kasse zu machen. Und für die künftigen Schulgeschichtsbücher keine allzu tollpatschige Figur machen, dann ist man als Politiker gemacht!

Grundübel III

Es ist das Erstarren, die allgemeine Lähmung in Deutschland. Schuld daran hat die Beamten. und Politikerkaste und ihr unersättlicher Eigennutz: Sie brauchen dauernd Geld, das sie von den normalen Arbeitnehmern absaugen. Und sie brauchen davon immer mehr: Ein durchschnittlich pensionierter Beamter bekommt über 3.600 Euro mehr im Monat als ein normalsterblicher Rentner. Das sind schon jetzt 53% mehr. Die gegenwärtig [b]14 Milliarden Euro Pensionslasten werden bis 2020 auf 60 Milliarden Euro explodieren.[/b] Und damit wächst auch die Finanzierungslücke: Bis 2045 fehlen 368 Milliarden Euro Pensionsgelder allein für die Pensionäre der Bahn, Post und Telekom
Das einzige, an das sich niemand, aber auch niemand heranwagen darf, ohne dass gleich das christliche Abendland gefährdet ist, das ist die Frage der Besamtenversorgung. Deshalb wird jeder Politiker lieber die Steuern erhöhen und weitere Schulden aufnehmen.

2 Beispiele dazu, wie der Staat heimlich zuschlägt, ohne dass es Ihnen gleich bewusst wird:

1. Beim Autokauf ist es noch lange nicht mit der Mehrwertsteuer auf den Kaufpreis getan. Beispielsweise bei einem gar nicht mal luxuriösen Mercedes E270 CDI für 45.000 Euro zahlen Sie allein in den ersten fünf Jahren der Anschaffung 19.000,00 Euro an Steuern: KFZ-Steuer, Versicherungssteuer, Mineralölsteuer, Ökosteuer, Mehrwertsteuer auf den Kraftstoff, die Wartung, das Zubehör, und und und.

2. Beim Hausbau langt der Staat noch viel stärker zu: von 500.000 Euro für Haus und Grundstück kriegt der Fiskus mehr als die Hälfte über die Mehrwertsteuer, Grunderwerbssteuer, die Einkommenssteuer, die Gewerbesteuer und den Soli-Zuschlag, die er bei den Handwerkern und Bauunternehmen vereinnahmt.

Skrupellos greift der Fiskus bei der Einkommenssteuer zu: Lag der Steuersatz auf Einkommen um 1900 noch bei 10%, so beträgt er jetzt schon bis zu 65%: Einkommenssteuer, Soli-Zuschlag und Gewerbesteuer. 70% der gesamten Steuerliteratur weltweit erscheint in Deutschland. Auf über 20.000 Seiten nehmen 58 Steuern, 2.600 Paragraphen und 11.900 Urteile von Finanzgerichten jeden deutschen Erwerbstätigen oder Eigenheimbesitzer in die Mangel. Diesem ausgefeilten Einnahmesystem darf niemand entfliehen. Denn die Steuereinnahmen sollen weiterhin mit über 51 Millionen Euro pro Tag sprudeln! Deshalb gibt es sogar eine Wegzugsbesteuerung, wenn einer auf den Gedanken kommen sollte, ins Ausland auszuweichen, wie hier im Gomopa Forum sooft beschrieben.

Trotzdem geht unsere Staatsverschuldung mittlerweile auf 1,4 Billionen Euro zu, denn von dieser Bundesregierung (und ich glaube auch von keiner anderen) sollten Sie sich jedenfalls neue Entlastungen nicht mehr erhoffen. Jedes neue Schlagloch auf den Straßen in Ihrer Umgebung erinnert Sie daran: All die Steuereinnahmen kommen nicht Ihnen zugute! Nein, Sie dürfen auch die neuen Stoßdämpfer, Reifen und Radaufhängungen selber bezahlen. Und außerdem auch noch regelmäßig die neuen schweren Dienstwagen unserer sogenannten Volksvertreter.

Na dann – hoffentlich weiß die Karawane wo Sie hinzuziehen hat...

In dem Sinne...
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Schwabenpower
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 24.12.2002
Beiträge: 1449
Wohnort: im wilden Süden

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 15:08    Titel: Prima Antworten mit Zitat

dem ist nichts mehr hinzuzufügen! und doch wäre noch soviel zu sagen!
Aber, lieber Klaus, Du hast Dir viel Mühe gemacht und einige Gedankengänge gebracht, was schief läuft. Das furchtbare ist nur: es läuft noch viel mehr schief (und vor allem viel vielschichtiger) als Du hier auch nur ansatzweise beschreiben konntest!
Trotzdem: gelungener, intensiver beitrag!
_________________
Auf Regen folgt Sonne!
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mhmoeller
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 20.12.2003
Beiträge: 1263
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 15:15    Titel: Nachtrag Antworten mit Zitat

... dem zuvor gesagten kann ich nur folgenden Nachtrag bieten:
http://www.autoren-netz.de/proben/moeller.pdf
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Bernd M. Leimer
Newbie


Anmeldungsdatum: 14.01.2003
Beiträge: 46
Wohnort: ad libitum

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Da erschreckt dann auch diese Meldung keinen mehr.
(Nur für Beraterverträge geht das Geld nicht aus)

Zitat:
Die Rentenversicherer schlagen Alarm: In der Alterskasse droht in diesem Jahr ein Loch von 800 Millionen Euro! Ab September können die Renten nur noch ausgezahlt werden, wenn der Bund einspringt.
Die Finanzkrise der Rentenversicherung wird immer dramatischer!

Dann ein Satz, der fast 21 Millionen Rentner aufs Höchste beunruhigt: „Ab September 2004 reichen die Mittel auch nicht mehr zur vollständigen Zahlung der Renten aus.“

Grund: Zu Jahresbeginn hatte die Bundesregierung das Finanzpolster der Rentenkasse („Schwankungsreserve“) drastisch gekürzt, um den Beitragssatz (19,5 %) stabil zu halten. Doch wegen der hohen Arbeitslosigkeit brechen die Einnahmen weg. Folge: Spätestens im Herbst fehlt das Geld für die Rentenüberweisung.

Der BfA-Chef weist darauf hin, dass die Renten dann nur noch ausgezahlt werden können, wenn der Bund seine Zuschüsse an die Rentenkasse vorziehe und Ende November ein „zinsloses Darlehen“ zur Verfügung stelle. Im Klartext: Die Renten müssen dann erstmals auf Pump gezahlt werden!


Das Problem - wem kannst Du trauen?

Zitat:
Kein Rentenloch im Herbst
Das Bundessozialministerium und die Rentenversicherungsträger haben Spekulationen über ein drohendes Defizit von 800 Millionen Euro in der Rentenkasse zurückgewiesen
Berlin - Das Bundes Sozialministerium hat einen Bericht der „Bild“-Zeitung zurückgewiesen, wonach spätestens Ende November ein Finanzloch von rund 800 Millionen Euro in der gesetzlichen Rentenversicherung drohe. „Es gibt kein neues Rentenloch“, erklärte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin. Die Zeitung stütze sich ganz offenkundig auf veraltete Zahlen vom vergangenen Herbst. Im Gegenteil hätten sich die Einnahmen der Rentenversicherung aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung „überaus erfreulich verbessert“.

Die „Bild“-Zeitung hatte unter Berufung auf ein internes Schreiben des Präsidenten der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), Herbert Rische, von dem Finanzloch berichtet. Danach sei„ein zinsloses Darlehen des Bundes erforderlich.“. Es wäre das erste Mal, dass die gesetzliche Rentenversicherung die so genannte Bundesgarantie in Anspruch nehmen müsste, um ihre Zahlungsfähigkeit zu sichern. Grund für den Zahlungsengpass sei die Absenkung des Finanzpolsters in der Rentenkasse, der so genannten Schwankungsreserve, zu Jahresbeginn. Dies führe im Jahresverlauf zu Zahlungsschwierigkeiten.

BfA: Lücke in der Rentenkasse tendiert gegen Null

Der Sprecher der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), Rainer Helbing, widersprach der Darstellung und stützte die Aussage des Ministeriums. Dem Bericht seien alte Schätzungen vom November zu Grunde gelegt. Neueste Zahlen belegten, dass im Jahresverlauf kein Liquiditätsengpass eintreten werde, sagte Helbig. Die Lücke in der Rentenkasse tendiere „gegen Null“. Auch der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR), Franz Ruland, erklärte, die Zahlungsfähigkeit der Rentenversicherung sei gesichert


Zitat:
Selbstmorddrohung wegen Rentenkürzung

Viele Rentner werden ab 1. April hingegen erstmal wegen höherer Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge deutlich weniger Geld bekommen. Der Musterrentner mit 1000 Euro gesetzlicher und 500 Euro Betriebsrente wird zum 1. April von Rot-Grün gerupft. Er bekommt einer Rechnung der „Financial Times Deutschland“ zufolge dann über 50 Euro weniger. Das ist das erste Mal in der Geschichte der Rentenversicherung, dass die Renten gekürzt werden, denn darauf laufen die Reformen von Rot-Grün hinaus.

Ab 1. April müssen Rentern mehr für die Pflegeversicherung zahlen. Betriebs- und freiwillig versicherte Rentner müssen dazu noch höhere Krankenkassenbeiträge berappen. Wenn die Krankenkasse den Beitrag erhöht, schlägt das ebenfalls voll auf die Abzüge der Rentner durch.

Der Sozialverband VdK spricht bereits davon, dass der soziale Friede durch diese Belastungen gefährdet sei. Er will deshalb geplante Musterklagen der Krankenkassen gegen die von Rot-Grün geplante drastische Erhöhung der Sozialbeiträge bei Betriebsrenten unterstützen. Der VdK wolle sich an den angekündigten Musterverfahren beteiligen, um gemeinsam mit den Kassen die vorgesehene Verdoppelung des Krankenversicherungsbeitrages zu verhindern, so Verbandspräsident Walter Hirrlinger.

Die Verzweiflung mancher Rentner über zusätzliche finanzielle Belastungen ist nach Angaben des Sozialverbands Deutschland (SoVD) so groß, dass die Organisation bereits „mehrfach Selbstmorddrohungen und sogar die Ankündigung eines Selbstmordattentats“ erhielt. Tausende verzweifelte Rentner wendeten sich an den Verband, weil sie sich ihre Gesundheitsversorgung nicht mehr leisten könnten, betonte Bauer. Denn zur Eigenbeteiligung kämen noch die Ausgrenzung rezeptfreier Medikamente sowie die Kürzungen bei Betriebs- und Sozialrenten hinzu. Der SoVD werde deshalb Ende Februar mit einer Großkundgebung und bundesweiten Aktionen gegen den Sozialabbau bei
Kranken und Rentnern demonstrieren.
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1951
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 13.10.2003
Beiträge: 379

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Nun meckert mal nicht rum:

Die Ökosteuer wird schon alles richten. War ja geplant um die Rentenkasse zu füttern!!!

--------------------------------

Wer mich kennt, weiss dass diese Aussage bitterste Ironie ist!!

In Hamburg erlebe ich im Moment nur nichtssagendes Politikergeschwafel.

Alle wollen mehr investieren, Fragen nach der Finanzierbarkeit werden mit dem Hinweis"wir machen uns darum Gedanken nach der Wahl" gekontert.

Dumme, grinsende, von der Wirklichkeit völlig entfernte Gestalten sind auf Stimmenfang!

Als mein Sohn in einer Veranstaltung anmerkte, dass einige Studienkollegen D verlassen werden, gab es einen kurzen Kommentar.

Ein fröhliches"Gute Fahrt" war der Beitrag aus dieser Politikergilde.

Nee Leute, das deutsche Volk verblödet mit der Zeit.

Küblböck, Dschungelabenteuer - das ist der Lebensinhalt gerade der Heranwachsenden!

Ein deprimierter

1951
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tifinaa
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 19.11.2003
Beiträge: 1176

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ein guter und informativer Text , @ Maurischat.

Es steht nun die Frage im Raum : Wie ändern? Wann ändern?
Wer ändert?
Mit einem dummen Wahlvolk wird es nichts, solange dieses Volk
den Wahlversprechungen glaubt und zur Urne rennt.
Ich möchte es dabei belassen,nicht weil ich nichts dazu zu sagen hätte.

Die Zeit ist noch nicht reif für einen Wandel, es geht den Menschen
noch zu gut.

MfG Ronald

PS: ich habe über`s Wochenende gerade das Buch: " Klartext. Für Deutschland" von J.W.Möllemann gelesen.
Da steht was zu tun wäre und auch warum er aufschlagen musste.
Postum meine Hochachtung.
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Gerhard Gösebrecht
Specialist


Anmeldungsdatum: 25.02.2002
Beiträge: 167
Wohnort: Südseite der Nordküste, nun etwas östlicher

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 19:22    Titel: Irgendetwas muss passieren Antworten mit Zitat

Das Problem ist, dass die Politiker- und Beamtenkaste ein ganzes Volk ein halbes Jahr wie Sklaven umsonst schuften lässt. Da wir Deutschen aber leider innenpolitisch sehr lange brauchen, bis alle mal wieder auf die Straße gehen, ist vermehrt nachfolgendes zu beobachten:

1. wer es sich (noch) leisten kann, hat schon längst ein Zweitdomizil fern der Heimat aufgebaut, oder plant es zumindest.
2. wer dafür nicht den Mut aufbringt, oder es sich finanziell nicht leisten kann, wird innerliche emigrieren, d.h. er lebt seinen Trott weiter, ohne überhaupt noch nach vorne zu sehen oder Zukunftspläne zu machen.
Dieses geht letztendlich soweit, dass eines Tages der Entschluß gefasst wird, das ganze Spielchen nicht mehr mitzumachen und selbst auf Kosten von Vater Staat zu leben, um sich so zumindest einen Teil der abgezockten Gelder zurückzuholen.
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loooser
User gebannt


Anmeldungsdatum: 07.10.2003
Beiträge: 2774

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sage jetzt einmal etwas ganz provokantes: Wir leben, der Kühlschrank ist voll und wir können unsere Kinder ernähren. Wer sie nicht füttern kann, dem stopft der Staat die hungrigen Mäuler, auch die der Kuckuckskinder.

Was verlangt ihr von der politischen Landschaft, die so und nicht anders jahrzehntelang von der Volksmehrheit getragen wurde? Doch wohl nicht mehr, als die meisten von uns selbst einbringen - jede Menge Egosimus.

Hört doch bitte einmal auf mit der Meckerei. Ich unterstelle niemendem Scheinheiligkeit, aber nehmen wir nicht alle lieber, als wir geben? Ich beziehe mich hier ausdrücklich in meine Kritik ein.

Nur in einem Staat der absoluten Egoisten konnten auch die Egoisten die Oberhohheit gewinnen. So einfach ist das. Und jetzt erschrecken wir vor den Geistern, die wir selbst riefen oder zumindestens zuliessen. Sie loswerden ist zu spät, wir werden irgendwann mit ihnen gemeinsam verrecken.

Bis dahin lasst uns noch ein bisschen Geld verdienen.
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Anmeldungsdatum: 17.11.2003
Beiträge: 2016

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 20:15    Titel: Komplott der 68er? Antworten mit Zitat

Ich denke, ich kenne den Plan der Entscheidungsträger in der Politik.
Sie erinnern sich der sogenannten 68er Revolution, auf die viele der damaligen Mitläufer noch heute stolz sind !?! Und von denen viele der damals agierenden Wortführer/Meinungsbilder heute in allen möglichen Einrichtungen sitzen, besonders in politischen Positionen! Eine der Hauptparolen damals, wie hieß sie denn noch? Ach ja:
MACHT KAPUTT; WAS EUCH KAPUTT MACHT!
Damals gab es noch Probleme bei der Durchsetzung. Und die Baader/Meinhof-Bande, die sich bereits locker organisierte, hatte wohl noch irgendwas nicht richtig verstanden. Das "Kaputtmachen" konnte man ja nicht irgendwelchen Dahergelaufenen überlassen, nein, das mußte schon richtig organisiert werden. Was folgte? Nächste Parole, klar:
MARSCH DURCH DIE INSTITUTIONEN!
Diese Leute sind heute da! und sie machen kaputt, nicht das allerdings was sie kaputt machte (die leben vielleicht schon nicht mehr, bzw. wer weiß schon, was in deren Gehirnen abläuft), sie machen das über jahrtausende gewachsenene Ordnungs- und Ethiksystem der Menschen kaputt, ein sich über jahrhunderte (mehr oder weniger erfolgreich) entwickelndes Rechts- und Wertesystem. Sie zerstören die persönlichen Grundeinstellungen der heute Lebenden und sie zerstören die Zukunft unserer Kinder. Sie zerstören das Kapital/Einkommen der Bürger und den Lebenssinn der Menschen.
Was hier stattfindet, ist auf weite Sicht hin die Zerstörung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU, durch eine Behörden-Verwaltungs-,Funktionärs-Diktatur.
Gibt es da nicht, in den Grundgesetzen verankert, ein Notwehrrecht der Bürger gegen diejenigen? Es gab damals noch eine andere Parole: Anarchie ist machbar, Herr Nachbar.

Liebe Leute, das nächste Mal, wenn Ihr eine solche solide Beschreibung der Situation Deutschland gibt, warnt mich doch bitte per PN, dann kann ich wenigstens den Kotzkübel bereitstellen.

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Schwabenpower
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Anmeldungsdatum: 24.12.2002
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BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 20:21    Titel: @bedey Antworten mit Zitat

Deine (Selbst)Kritik ist nicht unberechtigt, trifft bei einigen jedoch hart vorbei: Bin seit 20 Jahren berufstätig, noch nie ein Tag arbeitslos gewesen, noch nie Sozialhilfe erhalten, noch nie eine stattliche Leistung in
Anspruch genommen (außer Kindergeld), zahle treu und brav (viel zu hohe) Steuern. Engagiere mich (blöd wie ich bin) auch noch ehrenamtlich in Vereinen und Verbänden. Bilde seit Jahren in meinem Kleinbetrieb junge Menschen mit viel Engagement aus.

Da frage ich mich manchmal schon, ob das alles so dann seine Richtigkeit hat, was um mich rum passiert.
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Heinrich Dreier
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Anmeldungsdatum: 28.09.2003
Beiträge: 2926

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

@
Klaus
Wie meisten´s mal wieder den nagfel auf den Kopf getroffen.

@
Bernd M.Leimer
Mit 23 jahren ( ist schon 27 Jahre her) war mir sicher, das ich mich nicht auf den Staat verlasse, und eine rente bekommen werde. Also erschreckt mich auch das alles nicht mehr.

@
1951
Es reicht mir, über die TV Landschaft zu lesen, um zu wissen, das meine Entscheidung, den Fernseher nicht mehr anzuscalten , richtig ist.

@
Ändern sollte schon sofort beginnen.
Wenn Du mir das Buch vom Möllemann mal leihen könntes, währe ich Dir sehr verbunden, und ich schicke es auch wieder zurück, ganz sicher.


@
Bedey
Gemeinsam verrecken ist keine Lösung, also rann und Kohle gemacht, damit man was unternehmen kann, denn ohne Mos nix los.
Grüße
Heinrich
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loooser
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Anmeldungsdatum: 07.10.2003
Beiträge: 2774

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich zweifele doch Ihre soziale Kompetenz nicht an.... darum geht es nicht. Es geht ums Zulassen (bisher), es geht um schlaue Sprüche und fehlende Taten. Wenn es um Selbstkritik geht, meine ich meine eigene Sprachlosigkeit über Jahre hinweg und ich frage mich schon seit langem, wie etwas zu ändern ist. Auf demoktratische Weise ändert sich nix, auch wenn wenn Sie und ich viel zu viel Steuern bezahlen .... ich leider schon ein paar Jährchen länger als Sie.
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Anmeldungsdatum: 24.12.2002
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BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 20:34    Titel: Tja Antworten mit Zitat

lieber Bedey, wenn auf dem demokratischen Wege nichts geht...???
dann vielleicht auf dem Terroristenweg? Viele Gedanken der 70er-Jahre-Terroristen sind heute vielelicht aktueller denn je. Waren die bloß Ihrer Zeit 30 Jahre voraus? Ups....
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Anmeldungsdatum: 17.11.2003
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BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 20:38    Titel: ............... Antworten mit Zitat

@ Bedey
schrieb:Ich sage jetzt einmal etwas ganz provokantes: Wir leben, der Kühlschrank ist voll und wir können unsere Kinder ernähren. Wer sie nicht füttern kann, dem stopft der Staat die hungrigen Mäuler, auch die der Kuckuckskinder.

Lieber Herr Bedey, Bei Ihnen ist das so, bei Ihren Bekannten ist das so und bei Ihren Nachbarn vielleicht auch. Nehmen Sie es mir bitte ab. Es gibt die "neue, deutsche Armut"., die Sie offensichtlich und viele andere nicht kennen, weil es Ihnen selbst und Ihrem Umkreis gut geht und deshalb das Wahrnehmen der Not anderer eingeschränkt ist. Das ist kein Vorwurf, das ist eine Tatsache.
Man sieht nur diejenigen, die noch ausreichend haben, die große Masse, die, im wahrsten Sinne des Wortes , jeden Tag, womöglich noch mit Familie, irgendwie überleben müssen, die sieht man nicht.
Man sieht die Rentner, denen es gut geht, in den Caféhäusern und Restaurants sitzen, die große Masse der Rentner, die mit ihrer Rente eigentlich gar nicht überleben könnten, sieht man nicht.
Man sieht die Kinder topmodisch gekleidet auf dem aktuellsten Stand, aber die Kinder, die von ihren Eltern nichts bekommen, noch nicht mal das nötige Essen weil nichts da ist, übersieht man. Man nimmt sie erst wieder zur Kenntnis, wenn aus Ihnen Kriminelle geworden sind.
Was die hungrigen Mäuler angeht, die der Staat stopft, so ist das nur zum teil richtig. Die wenigen, die absolut nichts mehr haben und die sich beim Staat melden, oder die wenigen, die frech genug sind, Sozialschmarotzer also, vom Staat etwas einzufordern, was Ihnen eigentlich nicht zustünde, die bekommen was.

Es geht uns noch zu gut? Ich bin höflich, weil von meinen Eltern noch traditionell erzogen. Aber jetzt muß ich wirklich auf die Toilette.
Soviel noch zur Lage der Nation.

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Anmeldungsdatum: 07.10.2003
Beiträge: 2774

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ja Mensch, wenn ich das wüsste. Ich habe als Bereitschaftspolizist `69 in Frankfurt am Römer mit dem Schlagstock für Ordung sorgen dürfen. Ich stand auf der falschen Seite, es wurde auch für meine Sache demonstriert. Heute denke ich nicht wesentlich anders, nur die Zeit rennt davon.
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Anmeldungsdatum: 07.10.2003
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BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

@ Browser... ich hoffe nicht, Sie gehen jetzt nicht wegen mir kotzen. Unterstellen Sie mir nicht, kein Mitgefühl zu haben. Ich weis, was Armut ist und mir ist bekannt, dass mehr als 1,5 Mio Kinder unter der Armutsgrenze leben und hunderttausende Rentner, die nicht genug zum menschenwürdigen Leben haben. Nur, die sind hier nicht im Forum !!!
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Anmeldungsdatum: 07.10.2003
Beiträge: 2774

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 20:46    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
ich hoffe nicht, Sie gehen jetzt nicht wegen mir kotzen


das zweite nicht bitte streichen, soll richtig heissen: ich hoffe nicht, Sie gehen jetzt wegen mir kotzen
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Anmeldungsdatum: 17.11.2003
Beiträge: 2016

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 20:46    Titel: ............... Antworten mit Zitat

WOW!!

Ich sehe, das Thema berührt; fragt sich nur, wie lange

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Anmeldungsdatum: 07.10.2003
Beiträge: 2774

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

Mich berührt es auch, wenn ich hier nicht schreibe Sie Provokant Sie
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Anmeldungsdatum: 17.11.2003
Beiträge: 2016

BeitragVerfasst am: 4.Feb 2004 20:51    Titel: ............... Antworten mit Zitat

Lieber Bedey
Natürlich nicht! Es gibt in diesem Forum viele Teilnehmer, deren Meinung mir wichtig ist. Sie gehören ohne jeden Zweifel dazu. Wenn ich eine etwas andere Meinung habe, so greife ich niemanden damit persönlich an und es sollte auch von niemandem persönlich genommen werden.

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