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Sorgenkind USA - Dollar, Haushaltsdeffizit, Überschuldung

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money-baer
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Anmeldungsdatum: 28.02.2002
Beiträge: 779
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BeitragVerfasst am: 28.Feb 2003 10:28    Titel: Sorgenkind USA - Dollar, Haushaltsdeffizit, Überschuldung Antworten mit Zitat

Donnerstag, 27. Februar 2003
Kanadischer und australischer Dollar steigen
von unserem Korrespondenten Bill Bonner

Letzte Woche stieg der kanadische Dollar gegenüber dem "großen Bruder" US-Dollar. Zu Beginn dieser Woche zog der australische Dollar kräftig an, auf das höchste Niveau seit Juni 2000.
Wen kümmert das schon?
"Ein kleiner Zinsanstieg oder eine Abwertung des US-Dollar könnten zu katastrophalen Konsequenzen führen", so ein Artikel bei Finance Asia.com.
Der Dollar hat an Wert verloren, seit die US-Zentralbank (Fed) gegründet wurde, um das zu verhindern. Aber der jüngste Abschwung ist der Offenbarung des Fed-Gouverneurs Ben Bernanke zu verdanken: "Wir haben eine Technologie, die man die Druckerpresse nennt ... (was uns erlebt, das weltweite Angebot an Dollar zu erhöhen)."
Ein moderater Abschwung des Dollar könnte kaum bemerkt werden ... aber ein starker Einbruch könnte dazu führen, dass die ausländischen Investoren nach Alternativen suchen würden. Zum Beispiel hat vor kurzem der International Herald Tribune gemeldet, dass russische Geiselnehmer das Lösegeld in Euros und nicht in Dollar forderten.
Für die US-Wirtschaft sind die Investitionen der Ausländer in den USA extrem wichtig. Diese Investoren finanzieren sowohl einen großen Teil des Booms am Hypothekenmarkt als auch einen großen Teil der staatlichen Haushaltsdefizite. Wenn die Ausländer sich aus dem Dollarraum zurückziehen, dann reduziert das die Summe des verfügbaren Kapitals – und das zwingt die Zinsen nach oben.
Finance Asia.com berichtet, dass der durchschnittliche amerikanische Hausbesitzer in der zweiten Hälfte 2002 40 % seines Einkommens für die Bedienung seiner Hypothekenschulden benötigte. Der für das Wohnen notwendige Einkommensanteil steht auf dem höchsten Prozentsatz der US-Geschichte, und das Vermögen der Hausbesitzer steht auf dem niedrigsten Stand.
"Das ist unhaltbar", so der Artikel weiter, "und das wird genauso schlecht oder sogar noch schlimmer enden als die Spekulationsblase am Aktienmarkt."
Aber wie? Bis jetzt haben die neuen Hypotheken die US-Wirtschaft gerettet – denn die Konsumenten haben das zusätzliche Geld in den Konsum gesteckt. Früher oder später wird durch diesen neuen Schuldenberg aber jemand ruiniert werden – entweder derjenige, der den Kredit aufgenommen hat, oder der, der ihn gewährt hat. Vielleicht beide. Entweder wird die Schuldenlast durch eine Inflation erleichtert ... oder die Schuldner werden zusammenbrechen, wenn in einer Deflation die realen Zinssätze steigen. Ich warte ab, was der Fall sein wird.


Donnerstag, 27. Februar 2003
Lösung zur Haushaltskonsolidierung: Glücksspiel und Pornographie
von unserem Korrespondenten Eric Fry in New York

Der arme amerikanische Konsument hat derzeit kaum Zeit, Luft zu holen. Zuerst brechen die Kurse seiner Technologie-Aktien ein, dann verliert er seinen Job, dann fallen die Kurse seiner Technologie-Aktien weiter ... und die ganze Zeit über muss er mit ansehen, wie sein "idiotischer" Nachbar, der Goldaktien gekauft hat, reicher wird! Das ist einfach zu viel, um es ruhig ertragen zu können.
Nicht überraschend ist der Index des Verbrauchervertrauens (Conference Board) im Februar weiter gefallen. Auf 64,0 Punkte (Januar: 78,8 Zähler), ein neues 9-Jahres-Tief. Sowohl die Komponente der Einschätzung der "aktuellen Situation" und die Komponente der "zukünftigen Erwartungen" sind ungefähr gleich gefallen.
Lynn Franco, die Vorsitzende der Research-Abteilung (Conference Board) begründet dies damit: "Die schwierige Situation am Arbeitsmarkt und an den Finanzmärkten, die steigenden Benzinkosten, die zunehmende Bedrohung durch Krieg und Terrorismus haben ihren Preis gefordert". Lynn Franco muss den einfachsten Job in Amerika haben. Einmal im Monat erscheint sie auf der Bildfläche und leiert ihre Botschaft vom schwindenden Konsumentenvertrauen runter.
Nicht nur den US-Konsumenten geht es schlecht – auch die finanzielle Situation vieler US-Bundesstaaten und Kommunen ist katastrophal. Im Forum einer Finanz-Homepage habe ich gelesen, dass eine kleine Stadt von 10.000 Einwohnern sich mit einer zusätzlichen, überraschenden Haushaltslücke von 1 Million Dollar (2004) konfrontiert sieht. Wo soll das Geld herkommen? Bereits jetzt liegt die Grundsteuer in dieser Stadt bei fast 4.000 Dollar für ein Grundstück im Wert von 100.000 Dollar. Der durchschnittliche Hausbesitzer muss für sein Haus alleine für Steuern und Versicherung bereits 350 Dollar bezahlen – und damit hat er noch keinen einzigen Dollar Zinsen auf seine Hypothek bezahlt.
Die Erfahrung dieser "kleinen Stadt" mag extrem sein, aber sie ist nicht einzigartig. Überall in den USA wachsen die fiskalischen Probleme der Bundesstaaten und Kommunen. Und harte Zeiten erfordern harte Maßnahmen:
"Die lokalen Regierungen ermutigen alles, was Steuern und Arbeitsplätze bringt, von Kasinos bis Pornographie", so CBS Marketwatch. Der Gouverneur von Maryland will durch die Installation von 10.000 Glücksspiel-Automaten ("einarmige Banditen") 500 Millionen Dollar pro Jahr an Steuern einnehmen. 17 US-Bundesstaaten haben das Glücksspiel legalisiert. Andere Bundesstaaten setzen auf die wachsende Porno-Industrie. CBS Marketwatch schreibt dazu: "Viele US-Bundesstaaten profitieren von der stillschweigenden Tolerierung von Strip-Clubs und sonstigen Lokalitäten. Offiziell stehen dazu nur wenige Regierungsvertreter (zumindest außerhalb von Nevada), aber schließlich lässt sich damit Geld machen ..."
Tatsache! Pornographie ist eine Branche, die schnell wächst und rezessionssicher ist. Die Lösung für die nationalen Budgetprobleme ist also offensichtlich, oder? Man sollte alle McDonald's Filialen in "Erwachsenenunterhaltungs-Kiosks" umwandeln. Dann kann man sich zurücklehnen und zusehen, wie die Staatskassen übersprudeln.

Quelle: Investor`s Daily
____________________

letzteres finde ich einen witzigen Vorschlag, würde vorallem die
kinderfeindliche Ernährung eindämmen.
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letti
Specialist


Anmeldungsdatum: 17.02.2003
Beiträge: 169
Wohnort: Sachsen, bei Leipzig

BeitragVerfasst am: 28.Feb 2003 15:45    Titel: ... Geschäftsidee ... Antworten mit Zitat

... ;-D ... man sucht sich einen Fachkundigen Partner aus Hamburg oder Berlin und zieht ganz offiziell eine Franchisekette hoch ...

.. gibt sicher nicht nur in USA Interessenten dafür...

mfg.
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