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GM&P Mod. Team Insider

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 653
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Verfasst am: 25.Apr 2006 19:35 Titel: Steuergelder für Bundesliga-Clubs |
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Fußball ist ein Milliardengeschäft und die Steuerzahler müssen für die zum Teil hochverschuldeten Vereine immer öfter in die Bresche springen.
Geldverschwendung, Subventionsmissbrauch, Steuerbetrug – mit seinen Reportagen über die Schattenseiten der Wirtschaftswelt bringt Günter Ederer Fernsehzuschauer regelmäßig in Wallung. Knapp sechs Wochen vor WM-Anpfiff schaut der Journalist hinter die Kulissen des Fußball-Geschäfts. „Rollt der Ball, rollt der Rubel“ – mit der Dokumentation in der ARD blickt Ederer an diesem Mittwoch (26. April, 23.15 Uhr) in das Millionen-Grab Bundesliga.
Berlin kürzt Stadionmiete
Ederers Fazit: Die rund 600 Millionen Euro Schulden der 36 deutschen Profivereine müssen häufig mit Steuergeldern ausgeglichen werden. So hat der Berliner Senat dem Hauptstadt-Club Hertha BSC die Miete für das Olympia-Stadion gekürzt, um die Profiliga in der Stadt zu halten. Dabei muss der Steuerzahler laut Ederer für die Differenz aufkommen. Überhaupt seien Stadien die Manövriermasse, mit der Städte und Länder die Vereine indirekt subventionieren.
Kurz vor dem Konkurs habe Dortmund das Westfalenstadion gekauft, das inzwischen „Signal Iduna Stadion“ heißt, und verpachte es für eine symbolische Summe an die Borussia. Rheinland-Pfalz bürgt laut Ederer für die Arena in Kaiserslautern, nachdem ein Vorstand den Verein „mit krimineller Energie zu Grunde gerichtet“ habe.
Staat stellt Hundertschaften der Polizei
Als weiteres Beispiel öffentlicher Stütze nennt Ederer die kostenlose Bereitstellung von Hundertschaften der Polizei bei Bundesliga-Spielen. Auch dieser massive Schutz privater Veranstaltungen zahle der Steuerzahler. Beim Fußball, so Ederer, nehme das Publikum offenbar die Gemengelage aus Großmut für fragwürdige Machenschaften, Großzügigkeit für Millioneneinkommen und folgenlose politische Verirrungen mit großer Toleranz hin.
Quelle: (hei/dpa/ARD) |
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