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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 5917
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Verfasst am: 21.Okt 2007 8:33 Titel: Strafanzeigen gegen Bahn-Chef Mehdorn |
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Vor lauter Ärger über den Bahn-Streik schreiten frustrierte Fahrgäste zu extremen Mitteln: Bundesweit sind wegen der Zugausfälle Strafanzeigen gegen Bahnchef Hartmut Mehdorn und weitere Konzernverantwortliche gestellt worden.
Nun also beschäftigt der monatelange Streit zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL auch die Staatsanwaltschaft. Die Strafanzeigen werden in Berlin bei der dortigen Staatsanwaltschaft gesammelt und bearbeitet, weil die Bahn dort ihren Hauptsitz hat.
Oberstaatsanwalt Karlheinz Dalheimer sagte: "Uns liegen rund zwölf Strafanzeigen von Antragstellern aus dem gesamten Bundesgebiet gegen Hartmut Mehdorn und andere Mitglieder des Bahnvorstands vor. Dabei geht es auch um den Vorwurf der Nötigung und Schadensersatzforderungen."
So seien einige Angestellte durch den Bahnstreik zu spät zur Arbeit gekommen und die Arbeitgeber hätten ihnen die Fehlstunden vom Lohn abgezogen. "Wir prüfen bei jeder Anzeige den Sachverhalt", sagte Dahlheimer. Die Bahn wollte keine Stellungnahme abgeben.
Quelle: itz/AP/AFP |
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Peter Wilhelm .

Anmeldungsdatum: 16.10.2007 Beiträge: 303 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 16.Nov 2007 22:36 Titel: Und weiter geht's im größten Bahnstreik... |
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Hallo zusammen,
hier ein Absatz aus diesem Artikel:
| Zitat: |
| Zu der gerichtlichen Auseinandersetzung von Bahn und GDL um die Zulässigkeit der Streiks sagte der CDU-Politiker Rupert Scholz, er sehe gute Chancen für ein Verbot durch das Bundesverfassungsgericht. Bei einem Unternehmen der öffentlichen Daseinsvorsorge wie der Bahn müsse im Tarifstreit der Aspekt der Verhältnismäßigkeit besonders berücksichtigt werden, sagte er "Focus Online". |
Joo, genau so stielt man das ein...!
Nach den Nachrichten der letzten Tage zu urteilen, wollte sich die Regierung aus dem Geschehen heraushalten, einmischen, heraushalten, einmischen - usw. usf. ...
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Tja, es hätte niemand erwartet, daß diese relativ kleine Gewerkschaft mit einer relativ kleinen Anzahl streikender Lokführer solche Auswirkungen erzielt...
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Die Bahn stellt sich stur; die Gewerkschaft stellt sich stur!
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Wenn ich nun davon ausgehe, daß die Verantwortung der Lokführer - mit u. U. Hunderten von Passagieren an Bord - nicht geringer ist als die von z. B. Flugkapitänen, dann sehe ich das Verlangen nach einer deutlich besseren Bezahlung als angemessen an!
Verärgerte Stimmen aus der Kundschaft sind dann zwar verständlich, sind jedoch in erster Linie dem Wegfall der eigenen Bequemlichkeit geschuldet...
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Die GdL nimmt mit ihrem Streik lediglich ihre verbrieften Rechte als Gewerkschaft wahr.
Die Bahn will sich nicht bewegen aus Angst, einen Präzedenzfall zu schaffen...
Die GdL sollte sich meiner Meinung nach ebenfalls nicht bewegen, sondern diesen Streik zu Ende führen.
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Was befürchtet die Bahn?
Höhere Personalkosten des fahrenden Personals?
Dieses ließe sich z. B. kompensieren durch niedrigere Personalkosten im Bereich des Vorstandes oder überhaupt durch niedrigeren Aufwand für leistungslose Einkommen...
Fazit: Wer Verantwortung fordert, soll dafür leistungsgerecht bezahlen!
Die Arbeitskraft ist in der Regel das einzige Pfund, welches einem Arbeitnehmer zur Verfügung steht...
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Und dann die permanenten und hohlen Sprüche wg. des Schadens innerhalb der Volkswirtschaft. Ja bitte... dann soll die Bahn sich doch als Riesenkonzern als Erste Gedanken darüber machen, wie dieser Schaden abgewendet werden kann...
In's Horn tuten und die Verantwortung abwälzen, ist allemal leichter als Verantwortung zu zeigen...
Ich könnte nur noch kotzen...
Gruß |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 19.Nov 2007 13:56 Titel: |
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Statler aus dem Antibuerokratieteam sieht das etwas anders:
Wieso unterstützt man die GDL?
Es gibt ja gerade auf der linken Seite des politischen Spektrums jede Menge Leute, die mit der GDL und ihren exorbitanten Lohnforderungen sympathisieren. Da frage ich mich dann allerdings doch, welche Verteilungsvorstellungen dahinter stecken. Glauben die, daß eine Lohnerhöhung für die Lokführer, die nach dem Willen der GDL irgendwo zwischen 15 und 30 Prozent liegen sollte, tatsächlich einfach nur die Gewinne der Deutsche Bahn AG reduziert, und das war es dann?
Selbst wenn das so wäre, wäre es so einfach ja nicht: Die Bahn ist immer noch im Besitz des Staates; eine Lohnerhöhung, die zulasten ihrer zukünftigen Gewinne geht, mindert also ganz selbstverständlich den Wert eines Unternehmens, das dem Steuerzahler gehört. Wenn damit der zu erwartende Privatisierungserlös sinkt, wenn weniger Geld in die Kassen des Bundes fließt, dann trifft das nicht einen von den sinistren Großkapitalisten, die denkfaule Instinktsozialisten üblicherweise als Drahtzieher hinter allem Unangenehmen vermuten, sondern den Steuerzahler.
Aber so einfach ist es ja nun auch nicht. Sicher wird ein Teil der Mehrkosten bei der Bahn hängen bleiben und ihren Gewinn mindern. Aber so groß wird dieser Teil nicht sein, immerhin ist die Bahn auf den meisten Strecken noch Monopolist und selbst dort, wo sie es nicht mehr ist, ist der Wettbewerbsdruck nicht sehr hoch. Die Bahn wird also den größeren Teil der zusätzlichen Kosten auf die Fahrpreise überwälzen. Hier geht es nicht um David gegen Goliath, um Schell gegen Mehdorn, liebe Instinktsozialisten. Hier geht es um GDL versus Normalbahnfahrer, also darum, daß beispielsweise ein nicht besonders gut verdienender Berufspendler demnächst seinen Obulus zu höheren Gehältern der Lokführer leisten wird.
Na gut, das kann man immer noch unterstützen, wenn man tatsächlich mit den Lokführern sympathisiert, aus welchen Gründen auch immer. Aber die Klassenkampfprosa sollte man sich sparen. Hier erpresst eine Kleinstgewerkschaft mit einem im Vergleich zu ihrer Mitgliederzahl deutlich überproportionalen Drohpotential eine Umverteilung zu ihren Gunsten, die nicht von Herrn Mehdorn, auch nicht von Herrn Tiefensee, sondern von Erna Müller am Fahrkartenschalter finanziert wird. Kurzfristig jedenfalls. Langfristig werden hier vor allem Anreize geschaffen, den technischen Fortschritt zu beschleunigen und Züge vollautomatisch oder aus einer Leitstelle ferngesteuert fahren zu lassen. |
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Peter Wilhelm .

Anmeldungsdatum: 16.10.2007 Beiträge: 303 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 19.Nov 2007 15:07 Titel: |
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hdschulz,
wenn Sie selbst auch nur etwas zitiert haben, was jemand anderes schrieb, sei die Frage erlaubt, ob Sie den von Ihnen ziterten Text auch richtig gelesen haben...?
Ich erlaube mir, den Text an einigen Stellen a) farblich zu markieren und b) weiter unten zu kommentieren.
| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
Statler aus dem Antibuerokratieteam sieht das etwas anders:
Wieso unterstützt man die GDL?
Es gibt ja gerade auf der linken Seite des politischen Spektrums jede Menge Leute, die mit der GDL und ihren exorbitanten Lohnforderungen sympathisieren. Da frage ich mich dann allerdings doch, welche Verteilungsvorstellungen dahinter stecken. Glauben die, daß eine Lohnerhöhung für die Lokführer, die nach dem Willen der GDL irgendwo zwischen 15 und 30 Prozent liegen sollte, tatsächlich einfach nur die Gewinne der Deutsche Bahn AG reduziert, und das war es dann?
Selbst wenn das so wäre, wäre es so einfach ja nicht: Die Bahn ist immer noch im Besitz des Staates; eine Lohnerhöhung, die zulasten ihrer zukünftigen Gewinne geht, mindert also ganz selbstverständlich den Wert eines Unternehmens, das dem Steuerzahler gehört. Wenn damit der zu erwartende Privatisierungserlös sinkt, wenn weniger Geld in die Kassen des Bundes fließt, dann trifft das nicht einen von den sinistren Großkapitalisten, die denkfaule Instinktsozialisten üblicherweise als Drahtzieher hinter allem Unangenehmen vermuten, sondern den Steuerzahler.
Aber so einfach ist es ja nun auch nicht. Sicher wird ein Teil der Mehrkosten bei der Bahn hängen bleiben und ihren Gewinn mindern. Aber so groß wird dieser Teil nicht sein, immerhin ist die Bahn auf den meisten Strecken noch Monopolist und selbst dort, wo sie es nicht mehr ist, ist der Wettbewerbsdruck nicht sehr hoch. Die Bahn wird also den größeren Teil der zusätzlichen Kosten auf die Fahrpreise überwälzen. Hier geht es nicht um David gegen Goliath, um Schell gegen Mehdorn, liebe Instinktsozialisten. Hier geht es um GDL versus Normalbahnfahrer, also darum, daß beispielsweise ein nicht besonders gut verdienender Berufspendler demnächst seinen Obulus zu höheren Gehältern der Lokführer leisten wird.
Na gut, das kann man immer noch unterstützen, wenn man tatsächlich mit den Lokführern sympathisiert, aus welchen Gründen auch immer. Aber die Klassenkampfprosa sollte man sich sparen. Hier erpresst eine Kleinstgewerkschaft mit einem im Vergleich zu ihrer Mitgliederzahl deutlich überproportionalen Drohpotential eine Umverteilung zu ihren Gunsten, die nicht von Herrn Mehdorn, auch nicht von Herrn Tiefensee, sondern von Erna Müller am Fahrkartenschalter finanziert wird. Kurzfristig jedenfalls. Langfristig werden hier vor allem Anreize geschaffen, den technischen Fortschritt zu beschleunigen und Züge vollautomatisch oder aus einer Leitstelle ferngesteuert fahren zu lassen. |
Zu einigen der farblich markierten Stellen ist anzumerken, daß sich hier eindeutig eines Vokabulars bedient wird, daß mit einer sachlichen Diskussion nichts mehr zu tun hat.
Im Gegenteil, es wurden sämtliche Phrasen hervorgezaubert, derer man sich üblicherweise bedient, um Andersdenkende von vornherein in eine bestimmte Ecke stellen zu können.
Das ist schlicht schlechter Stil und ein Populismus, wie er auch - und gerade - von Politikern gerne gebracht wird.
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Was die Finanzierung angeht, ist es so, daß in jedem Unternehmen - sobald die Kosten steigen - versucht wird die Preise über den Markt wieder hereinzuholen.
'Erna Müller' ist also in jedem Fall betroffen.
Insoweit ist die ganze Argumentation unsinnig und dient ausschließlich der Polarisierung.
Ebenso falsch ist der Verweis auf eine Automatisierung im Zugverkehr.
Wenn das in allen Fällen ohne Einsatz des Menschen möglich wäre, wäre dies längst umgesetzt - ohne auf den GdL-Streik warten zu müssen.
Es ist unrealistisch zu glauben, daß solcherlei Einsparpotentiale nicht genutzt würden, wenn sie denn Vorteile versprächen und kostengünstiger umsetzbar wären!
Die Bahn - wie jedes andere Unternehmen auch - ist nicht Mitglied des Samariterbundes!
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Realitäten sehen und dabei soziale Verantwortung wahren...
Das sind zwei Dinge, die sich nicht unbedingt ausschließen!
Populismus jedoch, wie beim von Ihnen zitierten Text abgelassen, ist nicht zielführend und zeigt lediglich das Unvermögen des Schreibers auf...
Gruß |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 19.Nov 2007 17:12 Titel: |
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@go-hoppel
Ja - ich denke schon, dass ich den Text richtig gelesen habe.
Bei dessen Interpretation kommen wir allerdings zu unterschiedlichen Ergebnissen.
Wenn Sie glauben, "schlechten Stil" unterstellen zu müssen, läßt sich sicher darüber streiten. Stilfragen sind jedoch weitestgehend Geschmacksache - müßig, darüber zu reden.
Soweit Sie in zwei Punkten konkret werden, kann ich Ihnen allerdings nicht folgen:
Sie bemerken zu Recht, dass Kostensteigerungen in aller Regel über Preissteigerungen weitergereicht werden und "Erna Müller" in jedem Fall betroffen ist. Genau so sieht das aber auch der inkriminierte Autor: "Die Bahn wird also den größeren Teil der zusätzlichen Kosten auf die Fahrpreise überwälzen."
Wieso für Sie diese Argumentation (die Sie offensichtlich teilen) dann unsinnig ist und ausschließlich der Polarisierung dienen soll, will sich mir nicht erschließen.
Bezüglich des Verweises auf die Automatisierung im Zugverkehr sollten Sie den Text lieber genau lesen, bevor Sie ihn als falsch bezichtigen:
Hier geht es nämlich keineswegs um das, was heute schon machbar ist, und von dem Sie behaupten, dass es "längst umgesetzt" sei, wenn es "in allen Fällen ohne Einsatz des Menschen möglich" wäre.
Im Gegenteil - hier wird zu Bedenken gegeben, dass das, was heute eben noch nicht möglich ist, unter erhöhtem Kostendruck zukünftig um so schneller realisiert wird. Wörtlich: "Langfristig werden hier vor allem Anreize geschaffen, den technischen Fortschritt zu beschleunigen und Züge vollautomatisch oder aus einer Leitstelle ferngesteuert fahren zu lassen."
Eigentlich banal - wieso Sie hier und in dem vorherigen Punkt Populismus unterstellen wollen, bleibt mir schleierhaft.
Und noch was:
| Zitat: |
Realitäten sehen und dabei soziale Verantwortung wahren...
Das sind zwei Dinge, die sich nicht unbedingt ausschließen! |
Schön - das sollten Sie wirklich nicht. Tun sie das denn, wenn eine Lohnerhöhungsforderung von 30% abgelehnt wird? |
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Peter Wilhelm .

Anmeldungsdatum: 16.10.2007 Beiträge: 303 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 19.Nov 2007 20:57 Titel: |
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hdschulz,
gegenteilige Meinungen sollten erlaubt sein...
| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
@go-hoppel
Ja - ich denke schon, dass ich den Text richtig gelesen habe.
Bei dessen Interpretation kommen wir allerdings zu unterschiedlichen Ergebnissen.
Wenn Sie glauben, "schlechten Stil" unterstellen zu müssen, läßt sich sicher darüber streiten. Stilfragen sind jedoch weitestgehend Geschmacksache - müßig, darüber zu reden. |
ok, einverstanden!
| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
Soweit Sie in zwei Punkten konkret werden, kann ich Ihnen allerdings nicht folgen:
Sie bemerken zu Recht, dass Kostensteigerungen in aller Regel über Preissteigerungen weitergereicht werden und "Erna Müller" in jedem Fall betroffen ist. Genau so sieht das aber auch der inkriminierte Autor: "Die Bahn wird also den größeren Teil der zusätzlichen Kosten auf die Fahrpreise überwälzen."
Wieso für Sie diese Argumentation (die Sie offensichtlich teilen) dann unsinnig ist und ausschließlich der Polarisierung dienen soll, will sich mir nicht erschließen. |
Ersetzen wir 'unsinnig' durch 'überflüssig'.
Überflüssig deshalb, weil bei jeder Tarifrunde irgendjemand die Zeche letztlich bezahlen muß.
Ich vertrete allerdings weiter die Meinung, daß - im Zusammenhang des Textes des von Ihnen zitierten Autors - eine Polarisierung das Ziel ist nach dem Motto:
"Schaut Euch diese Kleinstgewerkschaft an, die mit..." - usw. usf. ...
Jede Gewerkschaft, die um bessere Arbeits- und Lohnbedingungen kämpft, wäre danach - konsequent zu Ende gedacht! - in die Ecke eines Erpressers zu stellen... Dabei kommt es nicht auf Größe und Drohpotential an.
| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
Bezüglich des Verweises auf die Automatisierung im Zugverkehr sollten Sie den Text lieber genau lesen, bevor Sie ihn als falsch bezichtigen:
Hier geht es nämlich keineswegs um das, was heute schon machbar ist, und von dem Sie behaupten, dass es "längst umgesetzt" sei, wenn es "in allen Fällen ohne Einsatz des Menschen möglich" wäre.
Im Gegenteil - hier wird zu Bedenken gegeben, dass das, was heute eben noch nicht möglich ist, unter erhöhtem Kostendruck zukünftig um so schneller realisiert wird. Wörtlich: "Langfristig werden hier vor allem Anreize geschaffen, den technischen Fortschritt zu beschleunigen und Züge vollautomatisch oder aus einer Leitstelle ferngesteuert fahren zu lassen."
Eigentlich banal - wieso Sie hier und in dem vorherigen Punkt Populismus unterstellen wollen, bleibt mir schleierhaft. |
Ok in dem Punkt, weil ich in der Tat das Wort 'beschleunigen' nicht realisiert habe. Asche auf mein Haupt...
Aber vielleicht viel wichtiger:
Ich entdecke dort ebenfalls ein 'Drohpotential' .
Nicht, weil der Autor der von Ihnen zitierten Zeilen dieses so formulierte, sondern weil es in der täglichen Wirtschaftspraxis so ist.
Beispiele dafür gibt es genug, in denen den Mitarbeitern faule Kompromisse abgezwungen werden mit der subtilen Androhung, ansonsten zu verlagen...
| hdschulz hat folgendes geschrieben:: |
Und noch was:
| go-hoppel hat folgendes geschrieben:: |
Realitäten sehen und dabei soziale Verantwortung wahren...
Das sind zwei Dinge, die sich nicht unbedingt ausschließen! |
Schön - das sollten Sie wirklich nicht. Tun sie das denn, wenn eine Lohnerhöhungsforderung von 30% abgelehnt wird? |
Kommt auf den Blickwinkel an...
Gruß |
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hdschulz Insider
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 956
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Verfasst am: 20.Nov 2007 19:10 Titel: |
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| go-hoppel hat folgendes geschrieben:: |
gegenteilige Meinungen sollten erlaubt sein...  |
Natürlich
| Zitat: |
Ich vertrete allerdings weiter die Meinung, daß - im Zusammenhang des Textes des von Ihnen zitierten Autors - eine Polarisierung das Ziel ist nach dem Motto:
"Schaut Euch diese Kleinstgewerkschaft an, die mit..." - usw. usf. ... |
Auf dieses Problem wollte der Autor sogar expressis verbis aufmerksam machen - was daran "Polarisierung" sein soll, erschließt sich mir allerdings nach wie vor nicht.
Nennen Sie es meinetwegen Polemik, damit könnte ich mich eher anfreunden.
Dass hier tatsächlich ein Problem mit dem Streikrecht von Spezialisten in lebenswichtigen Funktionen existiert, werden Sie sicher nicht anzweifeln wollen.
Stellen Sie sich nur einmal vor, die Wasserwerker drehen uns streikweise den Hahn ab - oder die Kraftwerker den Strom, weil sie auch gerne 30% mehr wollen.
Es gibt in diesem Zusammenhang zwei bekannte historische Beispiele:
Streik der Bergleute in GB und der Fluglotsen in USA. Thatcher und Reagan haben damals kräftig per Gesetz dazwischen geschlagen, so kräftig, dass sich die Gewerkschaften in beiden Ländern bis heute davon nicht recht erholt haben. Nicht umsonst sind die anderen Gewerkschaften mehrheitlich gegen das Vorgehen der GDL. Umso mehr wundert sich der Autor über die reflexartige Reaktion der gutmenschlichen Instinktsozialisten. Ich mich auch, deshalb habe ich den Beitrag hier eingestellt.  |
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