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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6403
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Verfasst am: 9.Aug 2007 7:29 Titel: Suchmaschine schnüffelt Menschen aus |
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Eine Suchmaschine, die soziale Netzwerke durchstöbert und mit der sich gezielt nach Menschen suchen lässt: Was für Datenschützer der blanke Horror ist, soll noch im August Realität werden. Dann geht die weltweit erste "Leute-Suchmaschine" an den Start.
Rund 6,6 Milliarden Menschen teilen sich den Planeten. Prognosen der Uno zufolge werden es im Jahr 2025 bereits 8 Milliarden sein, 2050 sogar 9,2 Milliarden. Der Aufwand, neue berufliche oder private Kontakte zu finden, wird da eher größer. Das kalifornische Start-up Spock.com versucht nun, das Beste aus zwei Welten zu verbinden, nämlich Suchmaschinen wie Google mit sozialen Netzwerken wie Xing, Myspace und Facebook. Genau diese Homepages will Spock.com nämlich durchforsten, um Menschen im Netz ausfindig und damit Informationen über sie zugänglich zu machen.
Bislang hat die Suchmaschine, die bislang nur als Beta-Version im Netz existiert, nach eigenen Angaben 100 Millionen Menschen registriert. Täglich kämen weitere Millionen hinzu. Noch im August will die kostenlose und werbefinanzierte Seite den Betrieb aufnehmen. Wer nicht exakt nach einem Namen oder einer E-Mail-Adresse suchen kann, dem stehen weitere Suchoptionen zur Verfügung: So kann man sich bei der Suche für ein Geschlecht entscheiden, das Alter oder den Ort eingrenzen sowie Schlagwörter angeben.
Die in den Profilen angezeigten Informationen hängen zum Teil vom Votum der User ab, die direkt mit "Ja" oder "Nein" entscheiden können, ob die Infos korrekt und relevant sind oder nicht. Zudem können die Nutzer sehen, wer votiert hat und wie viele Ja- und Nein-Stimmen abgegeben wurden. Je mehr positive User-Rückmeldungen es gibt, desto prominenter werden die Ergebnisse bei einem Suchaufruf platziert. Laut Homepage hat die Community also einen entscheidenden Einfluss darauf, ob der Suchbegriff "betrunkener Fahrer" derzeit mehr Relevanz für US-Präsident George W. Bush oder Schauspielerin Lindsay Lohan hat. Nach dem gleichen Prinzip können auch Fotos auf- oder abgewertet werden.
Allerdings ist ein optionaler Bereich auf Spock.com besonders sensibel: Wer sein eigenes Adressbuch hochladen und seine Kontakte als Favoriten kennzeichnen möchte, muss auf der Homepage seine E-Mail-Adressen und Passwörter für Yahoo, AOL oder Gmail angeben. Das Spock-Team loggt sich daraufhin mit den Zugangsdaten des jeweiligen Users ein, um dessen Kontakte zu scannen. Das Unternehmen verspricht, weder Spam-Mails zu verschicken noch Kontakte anzuschreiben beziehungsweise die E-Mail-Adressen anzuzeigen, zu verkaufen oder auf einem anderen Wege in fremde Hände zu geben.
"Wer Passwörter und E-Mail-Adressen hergibt, handelt naiv", sagte ein Sprecher des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Die Datenschützer seien täglich damit beschäftigt, Menschen zu sensibilisieren, vorsichtig mit ihren Daten umzugehen. "Da muss man sich nicht wundern, wenn eine amerikanische Suchmaschine die Daten abgrast und an anderer Stelle weiterverarbeitet", sagte der Sprecher weiter.
Quelle: FTD |
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