GoMoPa
 
 
 
 
GoMoPa    SuchenSuchen RegistrierenRegistrieren ProfilProfil LoginLogin
FAQFAQ MitgliederlisteMitgliederliste Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen



Volksverarschung und Betrug - Steuerzahlungen

Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten GOMOPA® : Startseite ->  Foren-Übersicht -> Kommentare & Meinungen
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen 
Autor Nachricht
GM&P Info
.


Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 4271

BeitragVerfasst am: 28.Aug 2008 6:27    Titel: Volksverarschung und Betrug - Steuerzahlungen Antworten mit Zitat

Autor: Jochen Hoff

Die Welt ist einfach schlecht. Ein Viertel der Steuerpflichtigen zahlte 80% der Einkommensteuer. Alle drei Jahre bringt das Statistische Bundesamt Deutschland die Untermauerung der ewigen neoliberalen Lüge. Die armen Reichen müssen für alles zahlen.

Fast drei Viertel (73,2%) aller erfassten Steuerpflichtigen in Deutschland haben im Jahr 2004 Einkünfte von höchstens 37 500 Euro erzielt, das heißt etwas mehr als ein Viertel (26,8%) der Steuerpflichtigen hatte jährliche Einkünfte von über 37 500 Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) aus der Einkommensteuerstatistik weiter mitteilt, brachte die erste Gruppe 20,4% der festgesetzten Lohn- und Einkommensteuer auf, auf die Steuerpflichtigen mit mehr als 37 500 Euro Jahreseinkünften entfielen 79,6% der festgesetzten Lohn- und Einkommensteuer. Das sind erste Ergebnisse der Einkommensteuerstatistik 2004, die von Destatis alle drei Jahre nach Abschluss der zeitaufwändigen Veranlagungsarbeiten in den Finanzämtern vorgelegt wird.

Es ist ein übler Witz, dass diese Zahlen nicht jährlich vorliegen, bei dem Geld das dafür ausgegeben wird, denn die unklaren Fälle sind bei der deutschen Finanzgerichtsbarkeit meist erst nach mehr als drei Jahren entschieden. Dafür lohnt es sich die Zahlen genau zu interpretieren.

Fast drei Viertel aller Steuerpflichtigen Deutschen haben weniger als 37.501 Euro Jahreseinkommen. Natürlich sind da die Ehepaare bei denen ein Ehepartner zu Hause geblieben ist und Erziehungsarbeit leistet mit eingeschlossen. Mann darf jetzt übrigens nicht den Fehler machen und und die 37.500 Euro durch 12 teilen. Das ist nämlich nicht gemeint.

10,1 Millionen oder mehr als ein Viertel (28,8%) aller Steuerpflichtigen hatten im Jahr 2004 Gesamteinkünfte von höchstens 10 000 Euro. Ihre Einkünfte waren zum größten Teil steuerfrei. Die Hälfte der Steuerpflichtigen hatte jährliche Einkünfte von unter 23 000 Euro und zahlte 4,3 % der Einkommensteuer.

Fast 30 Prozent der Deutschen nämlich 28, 8 Prozent oder 10,1 Millionen aller Steuerpflichtigen hatten ein Einkommen von unter 10.001 Euro. Das kann man übrigens auch >> weiterlesen >> weiterlesen
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden www.finanzkatalog24.net www.finanzblog24.net Werben mit GoMoPa® Beschwerde erheben

hdschulz
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1141

BeitragVerfasst am: 29.Aug 2008 10:29    Titel: Re: Volksverarschung und Betrug - Steuerzahlungen Antworten mit Zitat

GM&P Info hat folgendes geschrieben::
....Volksverarschung und Betrug....Ein Viertel der Steuerpflichtigen zahlte 80% der Einkommensteuer. Alle drei Jahre bringt das Statistische Bundesamt Deutschland die Untermauerung der ewigen neoliberalen Lüge.....

Lüge? Wo bitte genau? Oder kann man im neosozialistischen Neusprech eine wahre Feststellung als Lüge bezeichen, wenn zum betreffenden Thema noch Ergänzungen möglich sind?
Wo ist hier der Betrug und was ist biitteschön neoliberal an der Feststellung, die hier als Lüge diffamiert wird - oder ist im neosozialistischen Neusprech Neoliberalismus ein allgemeines Synonym für Betrug?
Wer verarscht hier wen?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden www.finanzkatalog24.net www.finanzblog24.net Werben mit GoMoPa® Beschwerde erheben
Kniefiesel
Newbie


Anmeldungsdatum: 15.06.2005
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 29.Aug 2008 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

In Ansätzen ganz nett, aber trotzdem zu populistisch.

Die Tabelle, die er sich mit Mühe auf seiner Seite zusammengezimmert hat, und bei der ich die Prozentrechnung nicht nachvollziehen kann, hätte er auch einfacher haben können:

Tabelle Einkommensteuer 2004

Naja, Hauptsache dagegen
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen www.finanzkatalog24.net www.finanzblog24.net Werben mit GoMoPa® Beschwerde erheben
Peter Wilhelm
.


Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beiträge: 633
Wohnort: 58730 Fröndenberg

BeitragVerfasst am: 29.Aug 2008 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ja,

der gute Herr Hoff hat sich mit der Wahl seiner Überschrift und mit der Wortwahl in Teilen seines Textes nicht unbedingt einen Gefallen getan.
Da stimme ich zu - so objektiv sollte man sein...

Der User Kniefiesel hat ja diese schöne Tabelle verlinkt ; da komme ich gleich noch einmal drauf zurück.

NachDenkSeiten schreiben zur Thematik:

Zitat:
Reiche zahlen die meisten Steuern

Das reichste Viertel der Steuerpflichtigen kommt für 80 Prozent der Einkommensteuer auf. Mit dabei: Knapp 10.000 Millionäre mit einem Durchschnittsverdienst von 2,7 Millionen Euro. Vom Spitzensteuersatz sind sie aber weit entfernt
Quelle: TAZ

Geschönte Statistik
Quelle: TAZ

Anmerkung Orlando Pascheit:

Alle Jahre wieder schlägt sich die Berichterstattung des Statistischen Bundesamtes zur Einkommensteuer in Schlagzeilen nieder wie: „Reiche zahlen die meisten Steuern“

Da nützt es dann wenig, wenn dann im Text daraufhin gewiesen wird, dass es sich [nur] um die Einkommensteuer handelt. Für denjenigen, der die Zeitung nur durchblättert, sitzt die Meldung. Den Rest besorgen dann diverse „Fachleute“ in Interviews und Sonderartikeln.

Im letzten Jahr titelte das „wirtschaftsnahe“ Institut der deutschen Wirtschaft in seinem Informationsdienst: „Besserverdienende zahlen die Zeche“.

Das Ärgerliche ist zudem, dass die Journalistin dieses Beitrags ihre eigene Meldung gutmeinend relativieren möchte, indem sie auf die zunehmende Ungleichheit und Konzentration der Einkommen hinweist. Und dann in ihrem Kommentar schreibt: „Deswegen ist auch keineswegs ein Skandal, was zunächst wie ein Skandal aussehen könnte: Die Steuerlast ruht nur auf wenigen Schultern.“

Das ist schlichtweg falsch. Hier wird wieder die Einkommensteuer mit dem gesamten Steueraufkommen verwechselt. Der Anteil der Einkommensteuer am Steueraufkommen betrug 2004 ca. 34% d.h. das reiche Viertel unserer Bevölkerung trug mit seiner Einkommensteuer nur ca. 27% zum gesamten Steueraufkommen bei.

Nimmt man weiterhin zur Kenntnis, dass das obere Drittel der Einkommenspyramide 2004 laut DIW 80% des gesamten Markteinkommens auf sich vereinte, wird offensichtlich wie unsolidarisch unser System ist.

Die reichste Schicht wird keineswegs proportional zu ihren Einkünften belastet.


-----

Der erste Absatz aus dem ersten TAZ-Link lautet:

Zitat:
BERLIN taz Eine Minderheit der Bürger kommt in Deutschland für den Großteil der Einkommensteuer auf. So zahlten die obersten 26,8 Prozent der Steuerpflichtigen 79,6 Prozent der Lohn- und Einkommensteuer, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Zu diesem obersten Viertel zählt schon, wer über ein Jahreseinkommen von mehr als 37.500 Euro verfügt.

Der Prozentsatz ergibt sich aus der Addition von 11,0+14,2+1,2+0,3+0,1+0,0 = 26,8% = das berühmte Viertel!

Die Zahlen ergeben sich aus der DESTATIS-Tabelle; ebenso wie die nachfolgenden...

Gehe ich weiter in die Tiefe und addiere die absoluten Beträge, ergeben sich für diesen Steuerzahlerkreis aus der Addition von 26+72+20+10+5+9 = rd. 142 Milliarden ESt.

Jetzt stellt sich natürlich die Definitionsfrage:

Wer ist reich und wer liegt im Durchschnitt?

Rein aus dem Bauch heraus - und aus den Erkenntnissen innerhalb meiner täglichen Berufspraxis - bezeichne ich Einkommensgrößen im Bereich zwischen 37.500,-- und etwa 60.000,-- als Jahresentgeltgrößen für qualilfizierte Facharbeiter und Angestellte.

Den Bereich zwischen 60.000,-- und etwa 100.000,-- siedele ich an im Bereich leitender Angestellter.

Den Bereich zwischen 100.000,-- und etwa 250.000,-- siedele ich an im Bereich Einpersonenfreiberufler, kleinere Praxen und auch Geschäftsführer kleinerer Unternehmen.

Den Bereich darüber siedele ich an im Bereich der 'sehr gut Verdienenden'.
Diese letzte Gruppe ist aber nicht weiter relevant, weil:

Addiere ich 'nur' das ESt-Aufkommen im Einkommensbereich zwischen 37.500,-- und 125.000,--, so ergibt sich hier bereits eine Summe von rd. 98 Milliarden Euro.

Dagegen beträgt das ESt-Aufkommen im Einkommensbereich ab 125.000,-- 'lediglich' ein Steueraufkommen von rd. 44 Milliarden Euro.

Damit stellt sich für mich die Situation so dar, daß 'keinesfalls' die Reichen 80 % der ESt zahlen. Insoweit hat Herr Hoff sicherlich Recht mit seinen Ausführungen...

Es sei denn, liebe Mitleser, daß auch Sie die Einkommensbezieher ab 37.500,-- bereits zu den Reichen zählen...

-----

Wir wissen nun, daß das ESt-Aufkommen am gesamten Steueraufkommen 2004 einen Anteil von rd. 34 % ausmachte.

Das bedeutet in der Folge, daß weitere rd. 66 % aus anderen Steuerbelastungen herrühren. Da seien vorrangig die USt und die sonstigen Verbrauchssteuern genannt - Ertragsteuern von Gesellschaften sollen hier jetzt außen vor gelassen werden.

Nun zahlt die Person mit einem Jahreseinkommen von 37.500,-- natürlich genausoviel USt auf den Konsum und genausoviel Benzinsteuer auf den Liter Benzin wie ein Einkommensbezieher höherer Klassen. Es könnte theoretisch weitergehen mit Tabaksteuer, Versicherungssteuer und und und...

Sie erahnen, worauf ich hinaus will...?

- Die Bezieher kleinster Einkommen werden aufgrund dieser Belastungen durch Verbrauchssteuern (ESt zahlt er ja kaum oder keine) überproportional belastet und sind nicht in der Lage eine Sparrate zu bilden.

- Die Bezieher der Einkommensbereiche ab 37.500,-- werden zwar nach der Definition von DESTATIS in den Kreis gerechnet, die zu 80 % am ESt-Aufkommen teilhaben, können aber bei weitem auch nicht den Sparanteil bilden, den

- Die Bezieher hoher und sehr hoher Einkommen bilden können.

Im Gegenteil, dieser letztgenannte Einkommenskreis ist in der Lage, überschüssige Beträge in den Spielcasinos dieser Welt (Kapitalmarkt) zu Lasten anderer Marktteilnehmer einzusetzen...

-----

Unter dem Strich - und unter Berücksichtigung all dieser Aspekte - kann nicht mehr die Rede davon sein, daß die 'Reichen' den höchsten Anteil an der 'gesamten' Steuerlast zu tragen haben.

Das war das Wort zum Wochenende...
_________________
Freundliche Grüße

Peter Wilhelm
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen www.finanzkatalog24.net www.finanzblog24.net Werben mit GoMoPa® Beschwerde erheben
Beiträge vom vorherigen Thema anzeigen:   

Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten     Foren-Übersicht -> Kommentare & Meinungen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Ähnliche Beiträge
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Betrug mit Schecks - Rückbuchung der ... GM&P Info Betrug - Sonstiges 0 18.Nov 2008 12:43 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Kreditvermittler gewerbsmäßiger Betrug GM&P Info Betrug - Sonstiges 2 19.Aug 2008 20:27 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Konto überzogen - Tatbestand Betrug Moderator GM&P Urteile & Recht 7 26.Jul 2008 19:58 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Cars2golimited, Betrug oder nicht? moreno Wer kennt, was meint Ihr dazu? 1 15.Jul 2008 17:24 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge GfK-Studie: Betrug in Ordnung? Moderator GM&P Kommentare & Meinungen 0 4.Jul 2008 3:44 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Lottogewinn in Spanien? - Betrug ohne... Verbraucheranwalt Urteile & Recht 1 19.März 2008 8:38 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Betrug durch GEMA? Pilot Wer kennt, was meint Ihr dazu? 1 12.März 2008 18:49 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Betrug mit minderwertigen Diamanten GM&P Info Betrug - Sonstiges 1 11.März 2008 12:06 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Amway warnt vor E-Mails - Betrug Moderator GM&P MLM Firmen A - Z 0 8.Feb 2008 8:59 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Betrug mit Kapitalanlagen floriert wi... Moderator GM&P Betrug - Sonstiges 17 30.Dez 2007 21:29 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Inkassotätigkeit - gewerbsmäßiger Bet... GM&P Info Urteile & Recht 0 15.Nov 2007 8:05 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Schwedens Sozialsystem kämpft mit zun... Moderator GM&P Kommentare & Meinungen 0 1.Nov 2007 8:24 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Türkei - Immobilienfirma - massiver B... GM&P Mod. Team Betrug - Sonstiges 0 14.Okt 2007 19:28 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Betrug mit Nahrungsergänzungsmitteln GM&P Info Betrug - Sonstiges 0 10.Okt 2007 4:31 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Betrug - der längste Prozess in Sachsen GM&P Info Betrug - Sonstiges 2 8.Aug 2007 9:59 Letzten Beitrag anzeigen


 
 

Copyright 2000-2008 - GoMoPa® - Goldman Morgenstern & Partners Consulting LLC
Impressum | Presse | Kooperation | Forenwerbung | Downloads | Newsletterwerbung | Sitemap | Partnerprogramm | Bannergenerator | Polizei-STA-Behoerden | Premiumaccounts | Werbung | Finanzlinks | Beschwerde

Katalog für Finanzen | Suche für Finanzen | Blog für Finanzen