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Vorschläge zum Verbraucherschutz

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hdschulz
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Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1036

BeitragVerfasst am: 28.März 2005 11:55    Titel: Vorschläge zum Verbraucherschutz Antworten mit Zitat

Wir alle kennen den vom Staat erzwungenen Warn-Hinweis in jeder Werbung für Medikamente:
"Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker".

Warum dieser Zwangshinweis? Wer benötigt ihn? Hätten Sie es gewußt? Kennen Sie jemand, der das nicht weiß? Glauben die Politiker, daß es auch nur einen einzigen Menschen gibt, der diese Botschaft verstehen kann und gleichzeitig aber nicht weiß, wo er nachsehen oder fragen soll, wenn er Arzneimittel konsumiert? Warum glauben die Politiker, daß uns diese wichtige Botschaft jahrein/jahraus eingehämmert werden muß? Weil wir die Warnung von Werbespot zu Werbespot vergessen würden? Welches Menschenbild liegt dieser EU-Verordnung zugrunde?
Kann man von einer Bevölkerung, die nach Meinung ihrer Vormünder so viel Anleitung notwendig hat, überhaupt noch eine selbstverantwortliche Handlung erwarten? Dürfen uns noch politische Wahlen zugemutet werden, wenn wir schon beim Arzneimittelkauf einer regelmäßigen Anleitung bedürfen?

Es gibt zur Erklärung dieser Vorschrift 3 Hypothesen:

1.) Die Politiker halten uns für geistig debil. Was verstehen dann diese Politiker unter Demokratie? Kann ein Bürger, der ihrer Meinung nach an den Beipackzettel erinnert werden muß, ohne fremde Hilfe eine Wahlentscheidung treffen? Wenn wir schon beim Medikamentenkonsum nicht ohne die Fürsorge unserer Politiker auskommen, wie sollte das erst bei politischen Entscheidungen möglich sein?

2.) Die Politiker sind, nachdem sie in Amt und Würden kamen, verzweifelt auf der Suche nach Funktionen, die ihrem Status/Einkommen entsprechen. Sie führen dabei ein absurdes Schauspiel auf, das den Titel trägt: "Wir sind wichtig! Wir werden noch die Probleme finden, zu deren Lösung wir gewählt wurden". Nach dieser Logik kommt es nur darauf an, daß gehandelt wird - und das schnell und mit zupackendem Charme, die Ergebnisse des Handelns dieser Rat- und Rastlosen sind nicht zu hinterfragen.

3.) Die Politiker testen damit unsere Widerstandsfähigkeit gegen den Ausbau des Wohlfahrtsstaates zum Fürsorgestaat. Die Tester können mit dem Testergebnis zufrieden sein. Was werden die nächsten Meilensteine auf dem Weg zum betreuenden Staat sein?

Übrigens: hat schon jemand errechnet, um welchen Betrag diese Vorschrift die Werbeausgaben der Pharmaindustrie erhöht und damit auch die Einnahmen der Medien? Liegt hier der Grund, warum die große Mehrzahl der Journalisten diese Nonsense-Regelung niemals kritisiert hat? Und zu schlechter letzt ein Aspekt, der uns sehr am Herzen liegt: die vorgeschriebene Formulierung ist sexistisch! Politisch korrekt wäre es, "Ärzte und Ärztinnen oder Apotheker und Apothekerinnen" nach Risiken und Nebenwirkungen zu fragen. Wo bleiben in diesem Fall die hochbezahlten Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, die sonst so wachsam jeden Anschlag auf die Würde der Frau abwehren?
Wie dem auch sei, wir wollen hier nicht nur negativ sein, sondern diese grandiose Idee aufgreifen und selbst einige Vorschläge für dringend notwendige Warnhinweise geben:

Elektrische Bohrmaschine für Handwerker. Muß Aufkleber haben: "Dieses Produkt ist nicht als Bohrer für zahnmedizinische Zwecke geeignet."

Wasserski. Müssen deutlich sichtbar den Hinweis tragen: "Warnung! Verletzungsgefahr im Falle eines Sturzes durch Eindringen von Wasser in Körperöffnungen!"

Jede Toilette muß auf dem Spülkasten in großen Lettern die Aufschrift tragen: "Spülwasser nicht für den menschlichen Verzehr geeignet."

Bügeleisen: "Nicht zum Bügeln von Kleidern benutzen, die gerade getragen werden."

Laufgitter für Kleinkinder: "Vor dem Zerlegen Baby entfernen."

( aus www.mehr-freiheit.de)
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