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Was ist die Wikipedia?

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Lutz Spilker
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 6.Jan 2006 12:42    Titel: Was ist die Wikipedia? Antworten mit Zitat

@ Universum,

Die im März 2001 gegründete deutschsprachige Wikipedia ist nur eine der
vielen Wikipedia-Ausgaben. Mit 337023 Artikeln ist sie die zweitgrößte
Wikipedia – nach der englischen, die bereits über 800.000 Artikel enthält.

Auf Wikipedia:Sprachen gibt es eine Liste aller Sprachen, in denen
Wikipedia existiert. Insgesamt hat das Projekt im September 2004 die
Marke von 1.000.000 Artikeln durchbrochen.

Anders als herkömmliche Enzyklopädien ist die Wikipedia frei. Es gibt sie
nicht nur kostenlos im Internet, sondern jeder darf sie mit Angabe der
Quelle und der Autoren frei kopieren und verwenden..../...

---

Ach so, na dann....
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hdschulz
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1036

BeitragVerfasst am: 7.Jan 2006 10:40    Titel: Re: Was ist die Wikipedia? Antworten mit Zitat

Lutz Spilker hat folgendes geschrieben::
Es gibt sie
nicht nur kostenlos im Internet, sondern jeder darf sie mit Angabe der
Quelle und der Autoren frei kopieren und verwenden..../...

Nett - aber der besondere Clou ist doch, dass jeder darin frei editieren darf!
(mit zuweilen verbissenen Richtungskämpfen bei Stichworten zu kontroversen Themen)
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Wendehals
Insider


Anmeldungsdatum: 14.09.2005
Beiträge: 630

BeitragVerfasst am: 7.Jan 2006 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe dort auch schon viele Falschinformationen entdeckt, die eben daraus resultieren, dass dort jeder etwas eintragen oder ändern kann, was den Wert der Zuverlässigkeit der Informationen schon etwas sinken lässt. Aber wenn man über eine Sache bisher gar nichts weiß, bietet sich der Zugriff auf Wikipedia als Erstinformationsquelle auf jeden Fall an.
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A. Henneberg
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.08.2002
Beiträge: 4931
Wohnort: Osten

BeitragVerfasst am: 20.Jan 2006 8:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
EINSTWEILIGE VERFÜGUNG

Wikipedia wehrt sich gegen Schließung

Der Streit zwischen den Eltern des toten Hackers Tron und der Wikipedia ist eskaliert. Trons Eltern erwirkten eine Einstweilige Verfügung gegen die Enzyklopädie, die zur vorläufigen Schließung der deutschen Webseite führte. Der Fall könnte zum Präzedenzfall werden.

Als am Donnerstagmorgen die deutsche Webseite der Wikipedia aus dem Netz verschwand, merkte die Medienrepublik auf. Ein Amtsgericht, war auf einer anstelle des Online-Lexikons aufgeschalteten Seite zu lesen, hatte die Weiterleitung von Wikipedia.de zur eigentlichen Adresse des Lexikons unter dem Dach von Wikipedia.org verboten - und damit die deutsche Wikipedia regelrecht abgeklemmt.

Was war geschehen? Hatte da einer der kriselnden, kommerziellen Konkurrenten geklagt? Oder vielleicht doch eher eine obskure sektenhafte Organisation, die mit den über Wikipedia verbreiteten Inhalten über sie nicht einverstanden war? Selbst in den Foren der Wiki-Community schossen die wilden Gerüchte ins Kraut.

Schnell aber kristallisierte sich heraus, worum es wirklich ging: Die Domain-Stilllegung vom Donnerstag war ein Nachspiel zur Einstweiligen Verfügung vom 10. Januar. Und in der ging es um einen sehr konkreten Inhalt - und um die Persönlichkeitsrechte eines Toten.

Der nannte sich "Tron", war Hacker und wurde nach seinem Tod durch zahlreiche Artikelveröffentlichungen, Medienberichte und ein Buch bundesweit berühmt, weil es Menschen gibt, die glauben, er sei ermordet worden. Seit fünf Jahren wird sein Fall diskutiert, und durchaus auch unter Nennung seines vollen Namens. Dass der aber in einem biografischen Wikipedia-Artikel über Tron erschien, wollten dessen Eltern, unterstützt durch Andy Müller-Maguhn, den Sprecher des Chaos Computer Club, nicht mehr hinnehmen. Per Einstweiliger Verfügung ließen sie Wikipedia die Nennung des vollen Namens verbieten.

Dann geschah nichts.

Für Wikipedia ist Tron eine Figur der Zeitgeschichte. Zudem ist sein Klarname bekannt. Vertreter des Vereins bezweifeln darum, dass man der Einstweiligen Verfügung Folge leisten sollte. Entscheiden müsste dies aber Wikipedia.org, denn auf deren Servern liegt der betreffende Artikel - und der steht in Amerika. Noch ist diese Einstweilige Verfügung aber nicht einmal zugestellt worden, wie eine Sprecherin der Berliner Justizbehörden bestätigte. Trons Eltern warteten den amtlichen Postboten aber nicht ab, sondern erwirkten eine zweite Einstweilige Verfügung.

Die führte dazu, dass in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Weiterleitung von Seitenaufrufen über Wikipedia.de zu de.wikipedia.org unterbrochen wurde - für deutsche Internetnutzer "verschwand" die Wikipedia damit regelrecht.

Nach dem ersten Schock reagierte Wikipedia dann gegen Mittag. Der Anwalt des Vereins, Thorsten Feldmann, legte Widerspruch gegen die Einstweilige Verfügung vom 17. Januar ein, die dem deutschen Wiki-Verein die Weiterleitung auf Wikimedia.org untersagte. Sachlich geht es bei diesem Streit nun nicht mehr um den technischen Vorgang der Webseitenaufruf-Weiterleitung, sondern um die Klärung des Streits um Trons Persönlichkeitsrechte.

Antrag gegen Antrag

Das könnte dauern. Am Donnerstagmittag reichte Wikipedia-Anwalt Feldmann zunächst einmal einen Antrag auf Aussetzung der Zwangsvollstreckung der Einstweiligen Verfügung ein. Sollte der genehmigt werden, könnte Wikipedia.de vorerst wieder online gehen, auch wenn der umstrittene Tron-Artikel nicht geändert würde.

Zu klären bliebe trotzdem so einiges. Zwar erinnert die Publikations-Funktionalität von Wikipedia, wie Feldmann meint, "an Ebay, nur das hier nicht Waren, sondern Informationen sozusagen gehandelt werden". Dass Wikipedia eine Publikation im Sinne des Presserechtes ist, dürfte aber trotzdem unbestritten sein. Ihr im Sinne des Presserechtes Verantwortlicher aber sitzt in den USA - und zeigt sich in diesem konkreten Fall nur über eine auf diplomatischem Wege übermittelte Zustellung eines Gerichtsdokumentes ansprechbar. Ob er darauf überhaupt reagieren wird oder das überhaupt müsste, gilt selbst in den Worten der Berliner Justizsprecherin als "umstritten".

Letztlich also könnte der Streit zu einem regelrechten Präzedenzfall für Wikipedia.de werden, der eine nicht unerhebliche Frage klären könnte: Was ist Wikipedia eigentlich - rein rechtlich?

Denn bisher genießt das ehrenamtliche Wikipedia-Projekt noch relativ viele Freiheiten. Während Ausgaben für von parasität lebenden Medienanwälten ausgesprochene Abmahnungen bei den kommerziellen Medien schon fast ein fester Haushaltsposten sind, bleibt Wikipedia von solchen Auswüchsen der juristischen Kultur noch weitgehend verschont. Klar gebe es so was, sagt Wikipedia-Anwalt Feldmann, aber "wohl noch nicht so viele wie bei Zeitungen". Viele entwickelten, wenn es um das gute Werk der Wikipedia gehe, wohl "eine Beißhemmung".

Mit der könnte es irgendwann vorbei sein. Mit wachsender Popularität des Angebotes wächst auch die Schärfe, mit der dieses beobachtet wird, wie die Diskussionen der letzten Monate zeigten. Erst vor wenigen Wochen sah sich Wikipedia in den USA genötigt, die Regeln für das Anlegen neuer Artikel zu verschärfen. Künftig soll es zudem einen Punkt geben, von dem an man Artikel nicht mehr einfach verändern kann: Wikipedia sieht sich immer öfter mit der Frage nach der publizistischen Verantwortung konfrontiert.

Letztlich steckt die auch hinter dem aktuellen Streit, obwohl es Trons Eltern und ihrem Anwalt um weit weniger geht.

Die "Klägerseite": Weiter verhandlungsbereit

Der Berliner Anwalt Friedrich Kurz, der die Familie des toten Hackers vertritt, gab sich in der vertrackten Angelegenheit auch nach dem Beschluss des Amtsgerichts verhandlungsbereit. "Eine Einigung ist immer noch möglich", sagte er SPIEGEL ONLINE am Donnerstag, "allerdings bestehen wir nach wie vor auf der Streichung des Nachnamens unseres Mandanten aus dem Online-Lexikon".

Kurz betonte, dass er sehr lange und geduldig mit den Machern von Wikipedia gesprochen habe. Erst nach dem Scheitern dieser Verhandlungen sei der Rechtsweg beschritten worden.

Die Folgen der erzwungenen Schließung bekommt der Jurist seit Donnerstag in seiner Mailbox zu spüren. Dort gehen Dutzende von Beschwerde-Mails aus der Netz-Gemeinde gegen den vermeintlichen Feind von Wikipedia ein. Kurz jedoch bleibt bei seiner Haltung. "Für den Wert von Wikipedia als Enzyklopädie hat die Nennung des Nachnamens von Tron keinen besonderen Wert, denn er hat ihn selber nur äußerst selten verwandt", sagte Kurz. Auch deshalb sei der Wunsch der Eltern des verstorbenen Computer-Freaks mehr als verständlich. Für jegliche Gespräche mit Wikipedia sei er jederzeit bereit.

Quelle: Manager-Magazin / Frank Patalong, Matthias Gebauer
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WC.Hofmann
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 09.12.2004
Beiträge: 358
Wohnort: in der Mitte Europas

BeitragVerfasst am: 20.Jan 2006 9:13    Titel: Wikipedia Antworten mit Zitat

A. Henneberg hat folgendes geschrieben::
Zitat:
EINSTWEILIGE VERFÜGUNG

Wikipedia wehrt sich gegen Schließung
...
Quelle: Manager-Magazin / Frank Patalong, Matthias Gebauer


So geht's auch:
http://www.wikipedia.org/

nächster Schritt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite

... und dann das Suchfeld benutzen ...
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GM&P Mod. Team
Insider


Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 653

BeitragVerfasst am: 17.Aug 2007 15:48    Titel: Antworten mit Zitat

Wendehals hat folgendes geschrieben::
Ich habe dort auch schon viele Falschinformationen entdeckt, die eben daraus resultieren, dass dort jeder etwas eintragen oder ändern kann, ....


Manipuliertes Weltwissen

Problematisch an diesem Konzept ist allerdings, dass die Enzyklopädie damit auch fehlerhafte Einträge enthalten kann, da die eingestellten Inhalte von keiner Redaktion überprüft werden.

Das Wired-Blog Threat Level hat nun eine Liste von Unternehmen und Organisationen aufgestellt, die kritische Passagen in ihren Wikipedia-Einträgen offenbar geschönt haben. Die Betreiber des Blogs haben dafür die im Internet frei verfügbare Software Wikiscanner des Studenten Virgil Griffith genutzt.

...

Die Glaubwürdigkeit der Online-Enzyklopädie bekommt damit einen gehörigen Knacks. Doch Wikiscanner ist Fluch und Segen zugleich: Die Aufdeckung des Verschönerungs-Skandals schreckt Unternehmen, die etwas Ähnliches im Sinne hatten, hoffentlich ab.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie im >>> Manager-Magazin


---
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GM&P Mod. Team
Insider


Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 653

BeitragVerfasst am: 9.Okt 2007 8:49    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Manipuliertes Weltwissen
Problematisch ...

Risiko Wikipedia – Unternehmen müssen handeln

Mit Wikipedia-Compliance Richtlinien zur Nutzung festlegen

Ein neues, bisher weitgehend unbekanntes Risiko für Unternehmen bringt der neue WikiScanner: Mit diesem frei verfügbaren Internet-Werkzeug lässt sich zurückverfolgen, wann und wie Einträge in Wikipedia geändert und von welchem Server aus diese Änderungen vorgenommen wurden. Das Tool bringt damit völlige Transparenz in die freie Online-Enzyklopädie. Für Unternehmen bedeutet dies akuten Handlungsbedarf: Denn wenn Mitarbeiter am Arbeitsplatz in Wikipedia aktiv sind, gilt das Unternehmen als Autor des Beitrags. Doch was Mitarbeiter in Wikipedia – oft auch privat – veröffentlichen, kann Image und Reputation eines Unternehmens beschädigen und schlimmstenfalls sogar rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, etwa bei Manipulationen an Einträgen über Wettbewerber. Ein Risiko, auf das die Unternehmensleitung reagieren muss – beispielsweise mit der Einführung einer unternehmensinternen Wikipedia-Compliance: kurz „Wikipliance“. Bestandteil einer erfolgreichen Wikipliance ist es, sowohl bei den Mitarbeitern ein Bewusstsein für die Risiken ihrer Internet-Aktivitäten zu schaffen als auch klare Regeln und Prozesse für einen korrekten Umgang mit der freien Online-Enzyklopädie zu definieren.

Wie Unternehmen diese Risiken erkennen und Gefahren vorbeugen und wie Mitarbeiter Wikipedia korrekt nutzen können, hat die Kommunikationsagentur Dr. Haffa & Partner in einem Leitfaden für eine erfolgreiche Wikipliance zusammengefasst. Interessenten können das Dossier anfordern unter [E-Mail anzeigen]


Pressemitteilung von: Dr. Haffa & Partner Public Relations GmbH
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