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Web-Gangster - Auf Platz 3 - Deutschland

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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 3271

BeitragVerfasst am: 20.März 2007 22:25    Titel: Web-Gangster - Auf Platz 3 - Deutschland Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Computersicherheits-Firma „Symantec“ hat jetzt die Liste der kriminellsten Internet-Länder erstellt.

Platz 1 belegt die USA. Ende 2006 hatten 31 Prozent der Online-Verbrechen dort ihren Ursprung. Rund 10 Prozent der Angriffe kamen aus China.

Auf Platz 3 mit 7 Prozent: Deutschland!

Besonders verbreitet bei uns: Phishing, der Versuch über E-Mails und umprogrammierten Web-Seiten, an Zugangsdaten fürs Online-Banking zu kommen, um dann Konten zu plündern.

Eine regelrechte Schattenwirtschaft ist der Handel mit gestohlenen Kreditkartennummern. Die Hälfte wird von den USA aus betrieben, auf Platz 2 liegt Schweden.

Eine Kreditkarte mit Prüfnummer kostet nach Angaben von „Symantec“ 6 Dollar, eine komplette Identität inklusive Ausweisnummer ist für etwa 18 Dollar zu haben.

Die 10 gefährlichsten Internet-Länder - klicken Sie sich durch!
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6403

BeitragVerfasst am: 7.Aug 2007 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Das Internet besteht nur aus Einsen und Nullen - könnte man meinen. Tatsächlich wird hier reales Geld gemacht, verbraucht, verloren, geklaut und abgezockt. Nur eine kleine Auswahl an Zahlen aus dem Internet...

317 Stunden lang surfte ein ehemaliger Realschulrektor aus Herrieden in Bayern auf Schulkosten im Internet, wo er Pornoseiten anschaute. Der ehemalige Schulleiter hatte sich auf seinem Notebook mit dem Passwort seiner alten Schule ins Netz eingeloggt und mehrere tausend Bilddateien auf seinem Rechner gespeichert, darunter auch 16 Kinderpornos. Sie wurden auf dem Laptop entdeckt, als Ermittler den Verursacher der unerklärlichen Internet-Kosten ausfindig gemacht hatten. Für die Tat ist der 55-Jährige im Juli 2005 zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt worden. Zudem wurden dem Ex-Pädagogen die Ruhestandsbezüge aberkannt.

6784 neue Viren entdeckte der Internet-Sicherheitsdienstleister Symantec im ersten Halbjahr 2006. Immer noch sind die meisten Viren auf das Microsoft-Betriebssystem Windows ausgerichtet. Trotz der großen Anzahl von neuen Viren ist die Top 10 der am meisten gefundenen Viren nahezu konstant, so der Pressesprecher von Sophos, einem anderen Virenschutzhersteller. Die heute verbreiteten Viren sind wesentlich zielgerichteter als ihre Vorgänger und nutzen Schwachstellen bestimmter Firmen oder Netzwerke für Angriffe aus.

57 717 Computer waren im ersten Halbjahr 2006 jeden Tag durchschnittlich in so genannten Botnetzen aktiv. Insgesamt beobachtete die auf Computersicherheit spezialisierte amerikanische Firma Symantec in diesem Zeitraum 4 696 903 Rechner. Botnetze bestehen aus PCs, die ans Internet angeschlossen sind und in die über Schwachstellen eine bestimmte Kontrollsoftware aufgespielt wird - ohne dass der Besitzer dies merkt. Damit können die Angreifer die Rechner fernsteuern und dazu bringen, weitere Rechner zu infizieren, Viren und Spam zu versenden oder Rechner mit unsinnigen Anfragen zu bombadieren, um ihn lahmzulegen.

14 414 verschiedene Schadprogramme, sogenannte Malware, fischte Thorsten Holz von der Universität Mannheim mit einem Linux-Rechner innerhalb von vier Monaten aus dem Internet. Da der Rechner ohne Schutzmaßnahmen mit dem Internet verbunden wird, wird er ,,Honeypot‘‘ genannt - wie ein Honigtopf Bären anlocken soll, zieht er Schädlinge aus dem Netz. Insgesamt fand Holz über 1000 Quellen von schädlicher Software. Die meisten Programme waren auf das Betriebssystem Windows spezialisiert. Unter Malware versteht man Viren, Trojaner und Tools, die den infizierten Rechner zur Virenschleuder machen sollen.

70 Prozent aller Jugendlichen in Deutschland befinden sich in Besitz von Raubkopien. Dabei zeigt sich ein deutlicher Geschlechterunterschied bei den illegal kopierten Inhalten: Jungen und Mädchen liegen zwar bei Musik-Raubkopien gleichauf, bei den Filmplagiaten haben die Jungs (60 Prozent) aber die die Nase vorn (Mädchen 51 Prozent). Deutlicher wird der Unterschied bei Raubkopien von Software. Während 53 Prozent aller Jungen aus dem Internet geklaute Programme besitzen, beträgt dieser Wert bei den Mädchen lediglich 28 Prozent. Das ergab eine aktuelle Befragung der Business Software Alliance (BSA) unter Schülern.

757 Prozent - so stark hat die Zahl von Phishing-Webseiten innerhalb eines Jahres zugenommen. Damit waren im Oktober 2006 nach Angaben der Organisation "Anti-Phishing Working Group"‘ 37 444 Fake-Seiten aktiv. Auf solchen Seiten versuchen Angreifer, an persönliche Daten der Opfer zu kommen - Kreditkartennummern, Geheimzahlen und Passwörter. Dazu versenden sie meistens Emails, die vorgaukeln, von einer bestimmten Bank oder Firma zu kommen und dazu auffordern, die gesuchten Informationen auf der beworbenen Seite preiszugeben. Im Durchschnitt sind solche Seiten nur 4,5 Tage aktiv, bevor sie abgeschaltet werden.

3,5 Milliarden US-Dollar Schaden entstehen der Filmindustrie jedes Jahr weltweit durch Piraterie. Laut Angaben des US-Filmverbandes Motion Picture Association of America (MPAA) stehen 53 Prozent aller US-Filme bereits vor ihrem Kinostart als illegale Downloads im Internet zur Verfügung. Allein in Deutschland entsteht durch Filmpiraterie jährlich ein Gesamtschaden in Höhe von 350 Millionen Euro.

90 Prozent aller Mails sind Spam, sagt der zweitgrößte europäische Webhosting-Anbieter Strato. Während die Spamquote bisher 60 bis 70 Prozent betrug, stieg sie in den letzten Monaten stark an. Der Webmail-Anbieter GMX bestätigt diese Tendenz, hält aber 90 Prozent für zu hoch angesetzt. Vor allem ist der Anstieg auf E-Mails, die aus Bildern bestehen, und auf sogenannte Botnetze zurückzuführen. Herkömmliche Spamfilter sprechen auf diese nicht an. Der Text ist dabei in Bilddateien verpackt, die sich von Email zu Email leicht unterscheiden.

100 000 schriftliche Beschwerden von Verbrauchern zum sogenannten Rufnummernmissbrauch - dazu zählen auch Einwahlprogramme (Dialer) - sind bis Anfang Januar 2007 bei der Bundesnetzagentur eingegangen. Seit August 2003 ist die Behörde mit der Umsetzung des Gesetzes zur Bekämpfung des Missbrauchs von 0190er-Nummern befasst. Die Behörde ermittelt Verstöße gegen die gesetzliche Pflicht zur Preisangabe und geht gegen illegale Dialer vor. In Betrugsfällen wird die Bundesnetzagentur aktiv - Abmahnungen, Rufnummernabschaltungen, Verbot der Rechnungslegung und Bußgeldverfahren können folgen.

75 Prozent aller Phishing-Attacken sind an Ebay- und Paypal-Nutzer adressiert. Das hat der IT-Sicherheitsspezialist Sophos bei einer Untersuchung von sogenannten Phishing-Mails herausgefunden. Ziel aller Phishing-Attacken ist, die Empfänger der Mails auf Webseiten zu locken, die Ebay oder Paypal täuschend ähnlich sehen. Dort werden Nutzer dazu aufgefordert, Benutzernamen und Passwort einzugeben.

5 000 000 Euro beträgt der potentielle Umsatzwert, der durch Onlinepiraterie verloren geht, einer Untersuchung der GfK zufolge. Nach einer aktuellen Studie des Verschlüsselungsexperten SafeNet zögern 60 Prozent der 155 weltweit größten Content-Provider deshalb noch immer, ihre urheberrechtsgeschützten Inhalte wie Musik, Filme, Spiele oder Hörbücher zum Download über das Internet anzubieten. Als Hauptursache geben die Befragten Angst vor illegalen Kopien an.
Quelle: SZ
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