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hdschulz * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.08.2004 Beiträge: 1011
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Verfasst am: 27.Dez 2005 10:53 Titel: Wo sind meine hundert Euro? |
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Genau diese Frage habe ich mir auch schon gestellt.
Einen passenden Kommentar fand ich bei Hannes Stein:
Heute morgen hörte ich beim Frühstück auf BBC, dass ein Jahr nach dem Tsunami, der in Asien wütete, die Glocken in Banda Aceh läuteten, um an die Naturkatastrophe zu erinnern. Die Frage, die mir durch den Kopf schoss, während ich mein Frühstücksei köpfte, war: Gut, aber wo sind meine hundert Euro geblieben?
Sind sie etwa verwendet worden, um den 1,8 Millionen Leuten, die ihr Dach über dem Kopf verloren haben, ein schönes neues Zuhause zu beschaffen? Nein, das kann nicht sein. Denn ein Jahr später leben achtzig Prozent von ihnen immer noch in Notunterkünften.
Oder ist mein Geld etwa für den Bau neuer Fischerboote in Südindien ausgegeben worden, die dort allesamt sicher an Land liegen, weil sich herausgestellt hat, dass sie nicht seetüchtig sind?
Oder haben Hilfsorganisationen sie in zinslose Darlehen gesteckt, die auf Sumatra Bootsbauern zugute kamen, was aber leider nichts geholfen hat, weil nämlich kein Mensch daran gedacht hatte, auch den Fischern auf Sumatra Kredite zu geben, so dass nun kein Mensch sich die tollen neuen Schiffe kaufen kann?
Oder war mein Hunderter sofort und ohne überflüssige Umwege in den Fond zur Unterstützung notleidender Bürokraten vor Ort geflossen?
Sind sie für Hochglanzbroschüren der UNO verbraten worden? Bitte, ich frage ja nur.
Eine kurze Erinnerung: Seinerzeit waren die ersten beiden Hilfsorganisationen, die schnell und unbürokratisch vor Ort waren, die amerikanische und australische Armee. Hinterher hieß es, die hätten das ja nur gemacht, um ihr Image zu verbessern. Das mag ja sein. Aber deren Hilfsgüter kamen an.
Doch ich will nicht immer nur über die anderen schimpfen. Denn während ich Tabasco auf mein Frühstücksei träufelte, begann ich heftig an den Motiven zu zweifeln, um deretwegen ich vor einem Jahr diese hundert Euro (an wen bloß?) überwiesen hatte. Verdächtig wurde mir vor allem, wieso mich ihr Verbleib nicht die Bohne interessiert hatte. Wollte ich wirklich nur den armen Menschen dort helfen oder war es mir lediglich darum gegangen, ein gutes Gefühl zu haben? War meine Spende also im Grunde gar keine Spende, sondern eine milde Gabe, um die Götter des guten Gewissens gnädig zu stimmen? eine moderne Form des Götzendienstes?
Während ich das weiche Ei löffelte, gelobte ich mir selber feierlich: Bei der nächsten Katastrophe werfe ich das Geld gleich zum Fenster hinaus.
Vielleicht geht ja drunten einer vorbei, der es wirklich nötig hat. |
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Ronald Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2005 Beiträge: 781
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Verfasst am: 29.Dez 2005 13:16 Titel: |
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Die Deutschen spenden jährlich 2,9 Mrd und es sind die Armen die tiefer ins Säckl greifen als die Reichen.
Vier Audiobeiträge vom 22.12.05 (Zukunftsmarkt Spendenindustrie) auf HR2 befassen sich mit der Materie. |
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ruebue1 Newbie
Anmeldungsdatum: 17.11.2005 Beiträge: 26 Wohnort: Ennepe-Ruhr Kreis
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Verfasst am: 30.Dez 2005 17:39 Titel: Genau des wegen |
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Hallo zusammen,
aus den oben schon erwähnten Gründen haben wir nie gespendet.
Nun waren wir am 26.11.2005 bei einer Veranstaltung in Bad Soden,
eigentlich ging es uns darum mal einigen Führungskräften von verschiedenen Networkfirmen ( Nikken, LifePlus, UniCity,ANiFit ) und andere ( Prof. Zacharias, Dirk Jakob usw. ) zu zuhören, das alleine war schon genial.
Aber sie präsentierten auch eine IDEE.
Diese Leute haben um anderen Menschen zu helfen einen Verein gegründet. Das gespendete Geld, auch Mitgliedsbeiträge verschwindet nicht in irgendwelche Kanäle sondern wird vor Ort von dort lebenden Personen,die bei den Vereinsgründern als vertrauenswürdig gelten, eingesetzt dieses wird dann auch kontrolliert.
Natürlich finden meine Frau und ich das prima, zumal wir als Mitgleider des Vereins über Fortschritte informiert werden.
Schaut euch mal diesen Link an
http://www. siehe werben auf GoMoPa
und entscheidet selbst.
MfG
RueBue |
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keyipo Newbie
Anmeldungsdatum: 02.10.2005 Beiträge: 12
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Verfasst am: 31.Dez 2005 8:08 Titel: Wo sind meine hundert Euro? |
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Vielleicht liegen Deine 100 Euro mit weiteren 4.999.999 x 100 Euro bei einer Kapitalsammelstelle (Bank) auf einem Treuhandkonto der verschiedenen cartitativen Stiftungen in Lugano oder anderswo und erfreuen sich wundersamer Vermehrung. Aber keine Angst, das Ganze hat mit Geldmengenpolitik zu tun und führt dazu, daß Deine 100 Euro in 4 oder 5 Jahren (netto, netto = nach Abzug aller Transaktionskosten) in irgend einem der Katastrophengebiete trotzdem zum Einsatz kommen. Ethisch also alles ganz sauber! Stellt sich nur die Frage was mit den Zinsen durch die wundersame Geldmengenvermehrung passiert! Vielleicht wandern diese ja wieder in einen Immobilienfond oder in einen der anderen Primärmärkte. Teile dieser Gewinne fliessen dann nach einer geraumen Zeit selbstverständlich in die Stiftungen zurück. Dann stellt sich aber immer noch die Frage wer sind letztendlich die Begünstigten? Sind es die Forschungslabore der Stiftungen um mit den Zinsen noch dickere und noch glänzendere Tomaten oder Genfood zu züchten? Vielleicht werden auch Krankenhäuser damit gebaut? Oder vielleicht baut sich damit noch einer der Verantwortlichen ein noch größeres Haus und kauft sich ein noch längeres Boot? Und das alles mit Deinen Zinsen;-).
Wie man sieht, alles nur Spekulation;-)! Also weiterspenden! Das Geld kommt auf jeden Fall an.
Wie sagte uns Kostolany: "Geld = der Sauerstoff der Börse"
Gruss
keyipo |
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ruebue1 Newbie
Anmeldungsdatum: 17.11.2005 Beiträge: 26 Wohnort: Ennepe-Ruhr Kreis
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Verfasst am: 31.Dez 2005 18:25 Titel: Werbung ?? |
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sorry,
da es sich hier nicht um eine Firma aus dem NWM handelt sondern um einen Verein der sich zur Aufgabe gemacht hat anderen Menschen zu helfen ohne dabei das Geld (Spenden und Mitgliederbeiträge) in die eigene Tasche zuwirtschaften habe ich den Link nicht als Werbung angesehen.
MfG
RueBue |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6453
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Verfasst am: 21.Dez 2006 9:33 Titel: |
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Tsunami-Länder müssen auf Hilfsgelder warten
Fast zwei Jahre nach dem verheerenden Tsunami in Südasien warten die betroffenen Länder nach einem Bericht der britischen BBC noch immer auf einen Großteil der zugesagten Hilfsgelder.
Wie der Sender am Dienstag unter Berufung auf Daten der Vereinten Nationen berichtete, überwiesen zahlreiche Regierungen bislang nur einen geringen Teil der versprochenen Summen.
Nur rund 3,4 Milliarden Dollar (2,57 Milliarden €) von insgesamt etwa 6,7 Milliarden Dollar seien bislang eingegangen. Bei der Flutwelle am 26. Dezember 2004 kamen rund 220000 Menschen ums Leben.
(AFP) |
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