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Lillia ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 03.05.2004 Beiträge: 3308 Wohnort: Ortenau-Kreis
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Verfasst am: 5.Mai 2005 7:52 Titel: Zahlungsmoral: Ein Unternehmer spricht Klartext! |
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| Zitat: |
Wo wir allerdings die Grenzen ziehen, ist bei unordentlicher Zahlungsmoral. In einem Lande, das ansonsten für Termintreue und Ordnung bekannt ist, bilden sich einige ein, es sei eine angebrachte Geschäftspraxis, bis zur dritten Mahnung zu warten, bevor die Rechnung bezahlt wird.
Offensichtlich wird das sogar in einigen Berufsschulen gelehrt!
Wer diesem Irrtum verfallen ist, der rufe uns bitte gar nicht erst an.
Zum einen, gibt es bei uns keine dritte Mahnung.
Es gibt nicht einmal eine zweite.
Eine erste gibt es noch, da auch wir schon einmal eine Rechnung übersehen haben, und kein Mensch ist unfehlbar.
Nach der Mahnung haben Sie ca. 8 Tage Gnadenfrist, dann können Sie damit rechnen, daß Ihnen ein blauer Umschlag ins Haus flattert - eine freundliche Aufforderung Ihres Amtsgerichts. Mit Anwaltsgebühren und allem drum und dran. Sie können Sie dann ausrechnen, daß es sich wahrscheinlich nicht gelohnt hat, säumig zu sein.
Sie können sich zu 100% darauf verlassen, daß wir so vorgehen, egal ob Sie die Daimler-Chrysler AG sind oder Tante Emmas Brötchenladen um die Ecke - es sein denn, wir haben von vornherein etwas anderes vereinbart. Zudem werden wir Sie nicht erneut beliefern, weder auf Rechnung noch anderweitig, wenn unser Vertrauen ausgenutzt worden ist.
Und wer "Spielchen spielt" oder meint, es sei in Ordnung unwahre Auskünfte zu geben, dem schlagen wir die Lektüre von §263 Strafgesetzbuch vor.
Wer bei uns auf Kredit bestellt, obgleich er schon eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hat und diesen Sachverhalt unterdrückt, oder wer in anderer Weise lügt, um sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen, gegen den wird ohne Ausnahme Strafanzeige gestellt.
Eine Verurteilung wegen Betrug ist keine Bagatelle und hat weitreichende Auswirkungen auf den künftigen Lebenslauf.
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Gefunden auf http://tm-2.de
Meine Meinung:
Angesichts der in Deutschland oft anzutreffenden Zahlungs(un)moral eine durchaus deutliche Ansprache - wenngleich manche Formulierung doch etwas "abschreckend" wirken könnte...
Warum der zitierte Text aber nicht in den AGB's erwähnt wird, sondern unter dem Menü-Punkt "NEWS", das erschließt sich mir nicht so ganz. Wer auf die Seite geht, sich sofort in den Shop begibt und dort seine Bestellung aufgibt - tja, dem entgehen die NEWS und er wird, sofern ein schusseliger Zahler, sehr schnell in den Besitz eines blauen Briefumschlags, Absender: Amtsgericht XYZ, geraten... |
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Roderich Hopp * Ehrenmitglied *

Anmeldungsdatum: 17.05.2004 Beiträge: 947 Wohnort: Dorum-Mulsum
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Verfasst am: 6.Mai 2005 20:18 Titel: Zahlungsmoral |
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Werte Lillia!
Derartige Formulierungen, schön fett gedruckt, sollte jeder Handwerker,Freiberufler und Selbständige gleich seinen AGBs anhängen. Dann lernt er schnell die Spreu von Weizen trennen. Ist oft besser, als sich hinterher -- vielleicht- kommt - Geld -doch -noch -Hoffnungen - zu machen.-
Mit freundlichen Grüßen
Roderich Hopp |
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Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
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Verfasst am: 6.Mai 2005 20:32 Titel: |
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Entschuldigt bitte, daß ich anderer Meinung bin.
Bekäme ich bei Bestellung ein solches Schreiben, würde ich die Bestellung rückgängig machen und dort auch zukünftig nichts beziehen.
Da es eine Frechheit ist, die nur noch durch die Arroganz des Geschäftsherrn übertroffen wird, in allen seinen potentiellen Kunden auch gleichzeitig potentielle Säumnis-Zahler zu sehen.
Würde er das in der ersten und meinetwegen gleichzeitig letzten Mahnung schreiben, ginge das in Ordnung.
Wenn er das so weiterverfolgt, geht er schneller kaputt, als er sein Geschäft aufgerichtet hat. Nicht ohne Grund wird er diese nachricht in "News" eingestellt haben, anstelle zu den AGB's.
Mit den besten Wünschen, Browser |
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Roderich Hopp * Ehrenmitglied *

Anmeldungsdatum: 17.05.2004 Beiträge: 947 Wohnort: Dorum-Mulsum
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Verfasst am: 6.Mai 2005 21:02 Titel: |
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Das mag ihre Meinung sein !
Wenn sie aber im Laufe der Jahre bei Außenständen aus Dienstleistungen und Warenlieferungen von 300 000 Euro bei Gerichtsterminen oder schon vorher feststellen ( ich weiß , icjh weiß,) trotz Creditreform, das Banken Ihnen schon EV- Kanditaten als bonitär empfohlen haben, nur um ein paar Kröten zu retten die sich aus ihrer Lieferung und Weiterverkauf
ergeben, dann würden sie wohl nicht so huldvoll daherreden. Besonders dann nicht, wenn durch solche Aktionen von KUNDEN langjährige Partnerschaften ein jähes Ende finden und sie in den Augen ihre Kinder ( falls sie welche haben ) dann auch noch als Versager dastehen.
Und nachdem sie sich mit Titeln ihr Klo tapeziert haben, könne sie dort, auf dem Throne der Entleerung nachdenken, ob es angebracht ist, in Zukunft demutsvoll beide Backen hinzuhalten um damit noch mehr Nächstenliebe zu zeigen wie der, den sie vor rund 2000 Jahren wegen seiner Demut und Nächstenliebe ans Kresz geschlagen haben.
Mit freundlichen Grüeßn
Roderich Hopp |
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Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
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Verfasst am: 6.Mai 2005 22:14 Titel: |
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Hallo Herr Hopp
In letzter Zeit agieren Sie etwas agressiv. Woran liegt's?
Mit den besten Wünschen, Browser |
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Roderich Hopp * Ehrenmitglied *

Anmeldungsdatum: 17.05.2004 Beiträge: 947 Wohnort: Dorum-Mulsum
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Verfasst am: 7.Mai 2005 16:13 Titel: |
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Werter Browser !
Tatsachen, und die seit Jahren sinkende Zahlungsmoral sind nun mal einfach so. Wenn Sie das aggressiv nennen, so sind das ihre gedanklichen Assozationen, aber Fakt ist das man früher Unternehmensinsolvenzen auf Unfähigkeit, falsche unternehmerische Entscheidung, zuwenig Eigenkapital usw. zurückgeführt hat.
Heute aber sind es bereits mehr als 50 % die durch Nichtbezahlen von Dienstleistungen und Warenlieferungen in die Knie gezwungen bzw. an die Wand gefahren wurden.
Jezt kommen noch die staatlich verordneten 1 Euro-Jobs dazu, von denen die ach so arg gebeutelten Kommunen ja schon volle Lotte Gebrauch machen. Dann kommt noch dazu das die öffentlichen Auftraggeber mit die schlechetesten Zahler sind und mit angeblichen Mängelrügen und anderen Mätzchen, Zahlungen an redliche Unternehmer so lange verhindern bis Sie garnicht mehr zu zahlen brauchen.
Sie leben docdh nicht etwas hinter Klostermauern werter Browser ? Auch die Mauern der Illusion über eine vermeintlich heile Welt können mit der Zeit unüberwindbar werden.
Ein schönes Wochenende allen zusammen
Roderich Hopp |
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Browser .
Anmeldungsdatum: 17.11.2003 Beiträge: 2016
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Verfasst am: 7.Mai 2005 20:41 Titel: |
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Ich gebe zu: Die Menschen sind schlimmer geworden, weil alles in Zweifel gezogen werden kann und deshalb keine Werteordnung mehr gilt.
Mit den besten Wünschen, Browser |
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Babsi2 Pathfinder
Anmeldungsdatum: 20.08.2004 Beiträge: 300 Wohnort: Gummersbach
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Verfasst am: 8.Mai 2005 1:37 Titel: |
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Verstehe nur nicht warum in der Rubrik "NEWS"??
Soweit mir bekannt sind besagte Umschläge "gelb" und nicht blau und das ist schon "OLD"
lg babsi |
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rotoflex Specialist
Anmeldungsdatum: 13.09.2003 Beiträge: 215 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 9.Mai 2005 7:56 Titel: |
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Anfrage
Da ich mich oftmals mit Kleinbeträgen herumschlagen muss nun eine Frage,die gelben oder blauen Briefchen beim Amtsgericht ordern kosten doch Geld oder...
Falls diese teurer sind als 300 Euro macht das für mich keinen Sinn.
Aber :
Könnte ich nicht auch bei nicht erfolgter Zahlung und nach Mahnungen einen Konkursantrag bei dem Schuldner zuständigen Amtsgericht stellen.
oder dürfen das nur Finanzamt und Sozialkassen...
Ich denke eine androhung eines Konkursantrages öffnet manches Portmonaise.. |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 9.Mai 2005 10:05 Titel: Jein - Radio Eriwan... |
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Hallo rotoflex...
| rotoflex hat folgendes geschrieben:: |
Anfrage
Da ich mich oftmals mit Kleinbeträgen herumschlagen muss nun eine Frage,die gelben oder blauen Briefchen beim Amtsgericht ordern kosten doch Geld oder...
Falls diese teurer sind als 300 Euro macht das für mich keinen Sinn.
Aber :
Könnte ich nicht auch bei nicht erfolgter Zahlung und nach Mahnungen einen Konkursantrag bei dem Schuldner zuständigen Amtsgericht stellen.
oder dürfen das nur Finanzamt und Sozialkassen...
Ich denke eine androhung eines Konkursantrages öffnet manches Portmonaise.. |
Sie könnten durchaus...
steht geschrieben im § 13 der Inso...
http://dejure.org/gesetze/InsO
Aber: Warum wird es in der geschäftlichen Praxis so gut wie niemals gemacht? Ein Antrag auf Erföffnung erscheint in den relevanten Medien. Ein massiver geschäftlicher Schaden für das betroffene Unternehmen wäre dadurch nicht auszuschließen. Sollte die Prüfung ergeben, daß das Unternehmen eben nicht insolvent ist, würde auf Sie eine Schadenersatzklage zukommen, die sich vermutlich gewaschen hätte...
Wie gesagt, mir ist solches Vorgehen noch nicht untergekommen. Es wird immer der übliche Weg - Mahnbescheid oder auch sofort Klage - gegangen.
Für eine Antragstellung auf Insolvenzeröffnung sollten Ihrerseits handfeste Gründe / Beweise vorliegen!
Freundliche Grüße
Peter Wilhelm |
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rotoflex Specialist
Anmeldungsdatum: 13.09.2003 Beiträge: 215 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 9.Mai 2005 11:16 Titel: |
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| Offene Forderungen also nicht bezahlte Rechnug/en...sind ist doch ein Grund einer Insolvenzeröffnung. |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 9.Mai 2005 11:25 Titel: Nein... |
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Nein, das ist nicht ganz richtig...
| rotoflex hat folgendes geschrieben:: |
| Offene Forderungen also nicht bezahlte Rechnug/en...sind ist doch ein Grund einer Insolvenzeröffnung. |
Gründe für die Antragstellung auf eine Insolvenzeröffnung sind ausschließlich Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit sowie bei Kapitalgesellschaften zusätzlich die Überschuldung...
So zu lesen in den §§ 17-19 des schon zuvor bezeichneten Gesetzes!
Wenn der Kunde Ihnen die Rechnung nicht zahlt, mögen Sie zwar vermuten, daß er zahlungsunfähig ist. Sie können es aber nicht beweisen.
Es könnte auch eine Zahlungsunwilligkeit aus anderen Gründen vorliegen; Mängel usw. usf. ...
Freundliche Grüße
Peter Wilhelm |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 9.Mai 2005 11:40 Titel: Re: Nachtrag... |
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Hier noch ein Nachtrag zur Thematik:
http://www.justiz.nrw.de/BS/Gerichte/Zivilgericht/Einzelverfahren/Insolvenzverfahren/insolvenzverfahren.html
Gleich oben im 2. Absatz!
Also, als Gläubiger einfach hingehen und Antrag stellen... - Das läuft nicht...
Freundliche Grüße
Peter Wilhelm
| Peter Wilhelm hat folgendes geschrieben:: |
Nein, das ist nicht ganz richtig...
| rotoflex hat folgendes geschrieben:: |
| Offene Forderungen also nicht bezahlte Rechnug/en...sind ist doch ein Grund einer Insolvenzeröffnung. |
Gründe für die Antragstellung auf eine Insolvenzeröffnung sind ausschließlich Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit sowie bei Kapitalgesellschaften zusätzlich die Überschuldung...
So zu lesen in den §§ 17-19 des schon zuvor bezeichneten Gesetzes!
Wenn der Kunde Ihnen die Rechnung nicht zahlt, mögen Sie zwar vermuten, daß er zahlungsunfähig ist. Sie können es aber nicht beweisen.
Es könnte auch eine Zahlungsunwilligkeit aus anderen Gründen vorliegen; Mängel usw. usf. ...
Freundliche Grüße
Peter Wilhelm |
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Vöckel Newbie
Anmeldungsdatum: 12.05.2005 Beiträge: 1
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Verfasst am: 12.Mai 2005 6:17 Titel: Zahlungsmoral contra faire Preispolitik |
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Liebe Unternehmer,
ich studiere gerne immer wieder mal das Forum und der letzte Beitrag brachte mich endlich dazu, mich ebenfalls mit einzubringen...
Selbst Unternehmer, muss ich den Anführungen meiner Kollegen teils Recht geben und teils einige Dinge vor Augen halten:
Die Zahlungsmoral wird schlechter und schlechter, das ist wohl wahr. Doch hilft Wehklagen wohl wenig. Einzig und allein Vorauskasse und faire Absatzpolitik können schützen! Leider ist letzteres in vielen Branchen nicht gewollt doch sollten die Kollegen der Unternehmerriege auch folgende Seite betrachten...
Wir alle haben mal kaufmännisch die Belange der Preis-, Absatz- und Personalpolitik erlernt. Ist es denn wirklich immer nur dem Kunden anzulasten, dass Zahlungen ausbleiben? Ich denke nicht.
Natürlich gibt es in der Riege der Konsumenten und Unternehmen auch schwarze Schafe im Zahlungsverhalten, keine Frage. Aber warum treiben viele Branchen den dieses Spielchen erst an?
Wir wissen alle, dass veschiedene Branchen verschiedene Gewinnmargen festlegen. IT-Vertrieb und ähnliche sind froh, wenn sie Gewinne von 1-2% realisieren können. Andere Branchen setzen aber eine Preispolitik fest, dass es den Verbraucher wundern würde, von Gewinnen von bis zu 70% und teilweise mehr hören zu müssen.
Geld hat heutzutage - wie wir alle wissen - keinen Wert mehr! Dem Verbraucher wird es an allen Ecken und Enden aus der Tasche gezogen doch Löhne und Gehälter steigen nicht im gleichen Verhältnis. Auch der Verbraucher muss sein Leben fristen können und er sucht genau wie jeder Unternehmer Möglichkeiten und Auswege aus der Misere. Woher soll es kommen, wenn nicht durch entsprechende Einnahmen??
Ich sehe den Ansatz eher in einer vernünftigen Preispolitik und fairen Geschäftsverhältnissen. Warum dem Verbraucher Phantasie-Listenpreise um die Ohren hauen und ihn somit mit vermeintlichen Super-Rabatten locken? Um die Herde zu lenken und zu leiten und mit der Psyche des Verbrauchers spielen? Na ja...
In der Geschäftspolitik liegt oft die Kraft, heilsam zu wirken und auf Dauer gute Kundschaft zu erzeugen. Bleiben Sie selbst fair in der Preisgestaltung und Lohnzahlung und kommunizieren Sie offen! Ihr Kunde wird Ihnen treu ergeben sein, wenn er sich gut aufgehoben weiß.
Ich bitte darum, mich nicht falsch zu verstehen! Das Thema der Zahlungsmoral ist mittlerweile hinlänglich bekannt und eher müßig geworden. Wer gute Kunden erziehen will, sollte selbst mit gutem Beispiel in seiner unternehmerischen Tätigkeit vorangehen. Man wirft mir des öfteren schon mal vor, Marktpreise zu dumpen oder ähnliches. Selbst meine IHK erwähnte mal in einem Gespräch eine entsprechende Preisangleichung, um das Gleichgewicht und die Ausgewogenheit nicht zu stören und anderen keine Kopfschmerzen zu bereiten. Also Herrschaften... haben wir denn nicht alle Entscheidungsfreiheit?
Änderungen in der Preispolitik und Unternehmensphilosophie sind nicht die Lösung für alles, ich weiß. Und das so mancher Mitbewerber durch eine Überzahl säumiger Zahler in den bankrott getrieben wurde ist traurig, doch bitte: es wäre schön, als Antworten keine Jammerklagen aus der Riege der Wölfe zu bekommen. Konstruktiver wäre es, Beiträge zum Thema Preis-/Absatz-/Personalpolitik und ihrer Auswirkungen sowie Vertrauensverhältnis Unternehmer:Konsument zu setzen.
Letzten Endes stehen wir Unternehmer mit dem Wunsch der Gewinnmaximierung am Anfang der Spirale. Geld muss unter das Volk und darf nicht bei wenigen konzentriert werden, wie die VWL lehrt. Helfen wir doch einfach alle ein bisschen mit, Transaktionszahl und Umlaufgeschwindigkeit zu erhöhen, denn das ist unser Motor Nummer 1!
Wer Kunden mit falscher Preisgestaltung übers Ohr haut, wird vom Kunden übers Ohr gehauen. So und nicht anders sieht die Welt aus! Leider sind oft viele unschuldige, ehrliche Geschäftsleute darunter...
Schützen Sie sich durch Vorauskasse, wenn möglich, doch erklären Sie Ihrer Kundschaft auch ehrlich ohne Jammerei das WARUM! Ein wirklich interessierter Kunde ist gerne bereit, seine Ware bei fairen Preisen auch mit 50% vor Bestellung anzuzahlen. Er muss nur wissen, was er damit bewirkt und zu IHNEN Vertrauen entwickeln, NICHT ANDERS HERUM.
Beste Grüße
Peter Vöckel |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7214
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Verfasst am: 17.Jul 2008 16:47 Titel: |
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Deutsche Firmen zahlen immer häufiger ihre Schulden zu spät.
Schuld an der schlechten Zahlungsmoral: die Finanzmarktkrise und die Abkühlung der Konjunktur.
Im zweiten Quartal wurden laut einer Studie des Wirtschaftsinformationsdienstes D&B rund 28 Prozent der Rechnungen nicht pünktlich beglichen - das war eine Verschlechterung von einem Prozentpunkt gegenüber dem bereits schwachen ersten Quartal.
Zu Jahresbeginn hatte sich laut D&B das Zahlungsverhalten der deutschen Wirtschaft zum ersten Mal seit fast zwei Jahren wieder verschlechtert. Wegen der Finanzkrise verlangten die Banken für Kredite mehr Sicherheiten von den Firmen. Es werde immer schwerer, Bankdarlehen zu erhalten, sagte der Geschäftsführer von D&B Deutschland, Thomas Dold: "Immer mehr Unternehmen nutzen Lieferantenkredite zur kurzfristigen Finanzierung".
Nach Schätzungen von D&B geht der Schaden durch zu spät bezahlte Rechnungen in Deutschland in den Milliardenbereich.
Schlechte Zahlungsmoral sei häufig die Vorstufe zur Insolvenz hieß es bei D&B.
Das zeige das Beispiel des Computerhändlers Maxdata, der im Juni Insolvenz angemeldet hatte und schon ab Oktober 2007 häufig Rechnungen zu spät oder gar nicht beglichen habe.
Insgesamt hätten die Firmen im zweiten Quartal nur knapp 72 Prozent der Rechnungen rechtzeitig bezahlt. Am pünktlichsten zahle die Pharmabranche mit 94 Prozent beglichenen Rechnungen innerhalb der vorgegebenen Frist. Am schlechtesten schnitt das Touristikgewerbe mit 69 Prozent ab.
Die meisten ernsten Beanstandungen - also verspätete Zahlungen über 105 Tage, Mahnbescheide, eidesstattliche Versicherungen und Insolvenzverfahren - weist die Möbelindustrie auf.
Quelle: K.Werner |
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