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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6453
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Verfasst am: 26.Jun 2006 12:01 Titel: Zum Tod des "Problembären" Bruno |
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Nachruf auf einen modernen Rebellen
Er hätte es besser wissen müssen, als nach Deutschland zu kommen. Seinen Wagemut bezahlte er letztlich mit seinem Leben. Bär Bruno ist ein tragischer Held - und wer sein Nachfolger wird, noch völlig offen.
Sechs Wochen lang hat er Deutschland in Atem gehalten, am frühen Montagmorgen endete sein kurzer Ruhm jäh und blutig: Der Bär Bruno, auch bekannt unter dem Namen JJ1, ist tot - erschossen von Jägern im bayerischen Landkreis Miesbach.
(© Frank Mächler/DPA Ruhe und Erholung verspricht dieses Schild, das das Gebiet um den Spitzingsee zeigt. Bruno brachte sein Ausflug dorthin den Tod)
Mit offenen Armen hatten sie ihn zunächst empfangen, die Offiziellen. "Der Bär ist in Bayern willkommen", sagte der bayerische Umweltminister Werner Schnappauf am 18. Mai. Doch rasch musste Bruno feststellen, wie leicht es ist, die Gastfreundschaft der Deutschen zu verspielen: Ein paar Schafe gerissen, Bienenstöcke ausgeräumt, Hühnerställe verwüstet - und schwupps landete er auf der Abschussliste. Der erste Bär seit 170 Jahren, der eine Tatze auf deutschen Boden setzte, war von der Sensation zum "Problembären" geworden - und das binnen vier Tagen.
Was folgte, war an Dramatik kaum zu überbieten. Bruno, von Hunden gehetzt! Bruno, von einem Auto angefahren! Bruno, seinen Jägern ein ums andere Mal entwischt! Ein gefundenes Fressen für die Medien auf der Suche nach Themen jenseits des grünen WM-Rasens.
Bruno hätte gewarnt sein müssen - die Deutschen sind nicht bekannt dafür, Sommerloch-Tiere besonders gut zu behandeln. Auf den Kaiman Sammy schossen sie 1994 mit großkalibrigen Büchsen, die Kängurudame Skippy überfuhren sie mit einem Zug und auch Killerwels Kuno endete mit dem Bauch nach oben in seinem Weiher bei Mönchengladbach.
(...) Bruno war ein Rebell - und das machte ihn beim Volk beliebt. In einer Umfrage sprachen sich 69 Prozent der Deutschen dagegen aus, ihn abzuschießen. Der Sprecher des Bundesamtes für Naturschutz hingegen hatte für den Eigensinn des Raubtiers wenig Verständnis: "Es wäre besser gewesen, der Bär hätte sich vernünftig verhalten und eingegliedert", sagte er.
(...) Bruno: von den Massen geliebt, von den Herrschenden gefürchtet. Ein tragischer, moderner Held. Insofern ist nur konsequent, dass die Naturschutzjugend Traueranzeigen in Zeitungen schalten möchte.
(...) Was wird aus dem Todesschützen?
Was bleibt von Bruno? Wird man ihn ausstopfen, wie Kuno, den Killerwels, der in der Kuriositätenkammer eines Mönchengladbacher Museums verstaubt?
(...) Und was wird aus dem Todesschützen, der diesem jungen Leben ein Ende setzte? Bisher hüllt er sich in Schweigen - eine kluge Entscheidung: Beim bayerischen Jägerverband sind bereits Morddrohungen gegen ihn eingegangen.
Wer Brunos Nachfolger wird, ist übrigens noch völlig offen - dabei steht uns das eigentliche Sommerloch noch bevor. Wenn es nach Hubert Weinzierl geht, dem Präsidenten des Deutschen Naturschutzrings, wird es zumindest kein Bär. Den wanderfreudigen Artgenossen des toten Bruno ruft er zu: "Bären der Welt, meidet Bayern."
Quelle: stern.de
Ihre Meinung
Sind sie empört über den Abschuss von Bruno? Oder denken Sie, dass es der richtige Schritt war? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit.
(Private Anmerkung Mod.:Der Wirt des 1.700 Meter hoch gelegenen Rotwandhauses hatte am Vorabend die Polizei alarmiert, nachdem er "JJ1" in unmittelbarer Nähe seiner Hütte gesehen hatte.
Wer den Bären getötet hat, soll aus Gründen des Personenschutzes geheim bleiben.
Zumindest für zwei Menschen habe ich nur kopfschütteln übrig.) |
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werner callies .
Anmeldungsdatum: 26.09.2003 Beiträge: 3253 Wohnort: NRW & Spanien
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Verfasst am: 26.Jun 2006 16:18 Titel: |
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| Zitat: |
Abschuss von "Bruno": Morddrohungen an Jäger
München - Nach dem Abschuss von Braunbär "Bruno" sind beim
Landesjagdverband Bayern am Montag zahlreiche Beschimpfungen
bis hin zu Morddrohungen eingegangen.
"Der Bär ist tot, es leben die Mörder", hieß es nach Angaben von
Verbandssprecher Thomas Schreder in einer E-Mail.
Ein anderer E-Mail-Schreiber habe sich nach Namen und Adressen der
Jäger erkundigt, die den Bären "ermordet" hätten - "das Gleiche soll nun
mit denen geschehen". Schreder sagte, er werde wegen der Drohungen
die Justiz einschalten. "Ich leite das weiter an die Staatsanwaltschaft."
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Wie krank sind die Menschen eigentlich??? |
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GM&P Mod. Team Insider

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 653
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Verfasst am: 28.Jun 2006 6:54 Titel: |
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| Zitat: |
Das ist auch Deutschland: Es darf wieder getötet werden - Dem Artenschutz einen Bärendienst erwiesen
Pressemitteilung von: Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V.
Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AgA) prangert den Abschuss von Braunbär JJ 1 an.
Ein Skandal in Deutschland, dem durch die Fußball-Euphorie leider nicht in dem Ausmaß öffentliche Beachtung geschenkt wird, wie dies von Nöten wäre.
Zwar hat man wochenlang die Wanderungen des Braunbären zwischen Deutschland und Österreich in eher lächerlichen Presseberichten verfolgen können, doch dann nimmt man eine Entscheidung der Bayerischen Jäger gelassen hin: Der Bär ist tot.
Verschiedene Organisationen kämpfen für die Erhaltung wildlebender, teilweise verschwundener Arten. Die EU hat ein passendes Förderprogramm (LIFE) aufgestellt und damit auch Gelder eingesetzt und verwendet, um Bären in Italien wieder anzusiedeln.
Nach 171 Jahren wieder ein Braunbär in Deutschland, in Österreich leben rund 25 dieser Tiere Arten- und Naturschutzorganisationen fühlen sich vor den Kopf gestoßen. Die ausgelöste Panikmache in Deutschland widerspricht deren Bemühungen und hat jetzt - erst einmal - ein unrühmliches Ende gefunden. Brigitte Peter (Sprecherin des Vorstandes der Aktionsgemeinschaft Arten-schutz e.V.): „Wie sollen Arten- und Naturschutz-organisationen einer breiten Öffentlichkeit den Schutz wildlebender Tierarten vermitteln, wenn von offizieller Stelle, wie in diesem Fall, ein in Deutschland und Europa streng geschütztes Tier zum Abschuss freigegeben wird? Das ist ein Skandal und dieser Abschuss ist und bleibt illegal“.
Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V. ist eine als gemeinnützige, anerkannte Organisation, die sich seit zwanzig Jahren den Erhalt von bedrohten Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume zur Aufgabe gemacht hat.
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werner callies .
Anmeldungsdatum: 26.09.2003 Beiträge: 3253 Wohnort: NRW & Spanien
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Verfasst am: 28.Jun 2006 7:24 Titel: |
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| Zitat: |
| Das ist ein Skandal und dieser Abschuss ist und bleibt illegal |
Ich würde gerne die Meinung dieser Körnerpicker hören, wenn deren
Kinder zb. einen Wanderausflug mit der Schule unternommen hätten
und diese von dem Bären zerfleischt worden wären.
Es muß immer erst etwas passieren, bevor gehandelt wird... |
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GM&P Mod. Team Insider

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 653
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Verfasst am: 28.Jun 2006 8:24 Titel: |
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| werner callies hat folgendes geschrieben:: |
wenn .... Kinder zb. einen Wanderausflug mit der Schule unternommen hätten
und diese von dem Bären zerfleischt ... |
.. wenn das Wörtchen "wenn" nicht wär, wär ich jetzt ..
| Zitat: |
| Was soll ein Bär machen? Heilfasten, damit man ihn süß und kuschelig findet? Sich vegetarisch ernähren und dann enden wie Paul McCartney?“ |
- alle Bären (weltweit) abschiessen
- alle Wölfe, Kampfhunde, Wildschweine und sonstige gefährliche Tiere, eliminieren
- alle Zecken (die sind kleine und heimtükisch) vernichten
- alle Verkehrsrowdys wegsperren
Es wird nicht helfen, der Mensch muss die Natur respektieren und sich arrangieren. Aber nicht mit der Büchse in der Hand.
Zuletzt bearbeitet von GM&P Mod. Team am 28.Jun 2006 9:10, insgesamt 1-mal bearbeitet |
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werner callies .
Anmeldungsdatum: 26.09.2003 Beiträge: 3253 Wohnort: NRW & Spanien
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Verfasst am: 28.Jun 2006 9:06 Titel: |
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| Zitat: |
.. wenn das Wörtchen "wenn" nicht wär, wär ich jetzt ..
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Na klar. Fakt ist jedoch, der Bär wurde immer mutiger und hat sich
dementsprechend immer näher an die bewohnten Gegenden getraut.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis etwas passiert wäre.
Hätte man den Bären noch nicht erwischt, kann man natürlich eine
andere Zeitform wählen: es ist nur eine Frage der Zeit, bis was passiert.
Und dann? Dann könnte man in der Zeitung lesen: wenn wir den Bären
vorher erwischt hätten, dann... jaja, wenn das Wörtchen "wenn" nicht wäre.
Fernab von dem Dörfchen kann man gute Reden schwingen, aber
lebt man selbst dort, sieht die Sache schon ganz anders aus... |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6453
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Verfasst am: 2.Jul 2006 18:23 Titel: |
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Der in Bayern erschossene Bär Bruno ist noch nicht ausgestopft, da beginnt auch schon das Big Bussiness:
Der Stofftierhersteller Steiff hat eine kuschelige Sonderedition von Bruno mit einer schwarzen Schleife als Trauerflor aufgelegt (50 Euro), und die Traditionsfirma Schildkröt-Puppen produziert den Mohair-Bären "Bruno mein Bärenfreund" in einer limitierten Auflage (79 Euro).
Bei beiden Firmen sollen von jedem verkauften Exemplar 2,50 Alibi-Euro an die Umwelt- und Tierschutzorganisation WWF abgeführt werden. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6453
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Verfasst am: 4.Jul 2006 10:58 Titel: |
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Bei der Münchner Staatsanwaltschaft sind in der Woche nach dem Abschuß des Braunbären Bruno mehr als 50 Strafanzeigen eingegangen.
Nach Angaben des Leitenden Oberstaatsanwalts Rüdiger Hödl ist noch keine Entscheidung gefallen, ob die Behörde Ermittlungen aufnimmt. Die Prüfung der Anzeigen auf einen Anfangsverdacht werde »frühestens Ende der Woche« beendet sein, erklärte Hödl am Montag.
Die meisten Anzeigen richteten sich gegen Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) und die drei Jäger, die den Bären in der Nähe des Spitzingsees abgeschossen haben.
(ddp/jW) |
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GM&P Mod. Team Insider

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 653
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Verfasst am: 28.Mai 2007 5:59 Titel: |
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Prozess um Brunos Abschuss
Ein Jahr nachdem er erlegt wurde, beschäftigt der Problembär wieder die Justiz. Ein Rechtsanwalt klagt, gegen den Abschuss - weil er sich in dadurch seinen Grundrechten verletzt sieht.
Kurz vor dem Jahrestag des Abschusses von Bayerns Braunbär „Bruno“ beschäftigt der Fall das Verwaltungsgericht München. Das Gericht erörtert an diesem Donnerstag (31. Mai) in mündlicher Verhandlung, ob die Abschusserlaubnis rechtswidrig war. Der Münchner Rechtsanwalt Rudolf Peter Bruno Riechwald hat geklagt, weil er sich in seinen Grundrechten verletzt sieht.
Der Jurist vertritt die Auffassung, dass der Abschuss gegen sein Recht auf Erholung und Naturgenuss verstößt, das in der Bayerischen Verfassung verankert ist. „Der Bürger hat danach das Recht, europarechtlich geschützte, seltene Wildtiere in freier Wildbahn zu beobachten“, sagte Riechwald.
In der Verfassung sei auch verankert, dass Tiere als Lebewesen geachtet und geschützt werden müssten. Zudem hätte es wesentlich mildere Mittel gegeben, um eventuelle Gefahren abzuwenden, argumentiert Riechwald. „Die Klage musste eingereicht werden, weil Wiederholungsgefahr besteht, da andere Bären schon quasi bereitstehen zur Wanderschaft - möglicherweise wieder in das bayerische Oberland.“
Die Regierung von Oberbayern als beklagte Partei sieht die Klage als nicht zulässig an. „Wir vertreten in dem Prozess die Auffassung, dass die Klage unzulässig ist, weil es an einem individuellen schutzwürdigen Interesse des Klägers hinsichtlich der damals getroffenen Abschussgenehmigung mangelt“, erläuterte der Sprecher der Bezirksregierung von Oberbayern, Heinrich Schuster.
Es gebe in diesem Fall keine Popularklage, Voraussetzung sei eine persönliche Betroffenheit. „Wir gehen deshalb nicht davon aus, dass das Gericht überhaupt in eine inhaltliche Prüfung einsteigen wird.“
>> weiter in der Süddeutschen Zeitung
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6453
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Verfasst am: 26.März 2008 19:58 Titel: |
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Das Letzte
Bruno, ein letztes Mal müssen wir von Bruno schreiben. Denn es wäre unfair, das Comeback des Problembären zu ignorieren.
Zwei Jahre nachdem er in Bayern in die ewigen Jagdgründe befördert wurde, bekommt er ebendort einen Ehrenplatz: als Exponat im Münchner Museum Mensch und Natur.
Obwohl Brunos Leben und Sterben an dieser Stelle ausführlich begleitet wurde, haben wir doch einiges unterschlagen - und so auf viele albärne Wortspiele verzichtet, die wir schnell nachholen wollen, bevor es endgültig still wird um Bruno.
So haben wir über den unwürdigen Streit mit den Italienern (den Bärlusconis) geschwiegen, die die Auslieferung des Kadavers forderten. Wir haben nicht darüber informiert, dass Bruno wie ein Faulbär monatelang an einem geheimen Ort aufbewahrt wurde, zum Steiffbären tiefgefroren. Wir schrieben nicht, wie er ausgestopft und frisiert, also saubär gemacht wurde. Wir berichteten nicht von den bösen Forderungen, statt Bruno seinen Killer, den seinerzeitigen bayerischen Umweltminister Werner Schnappauf, auszustopfen - was überflüssig gewesen wäre, weil Schnappauf sich durch Wechsel zum BDI nach Bärlin inzwischen selbst bestraft hat.
Seit heute nun ist Bruno im Museum wiederbärlebt - als Honigräubär, der gerade Bienenstöcke zerlegt.
Foto: dpa
Das Museum will an diesem beeindruckendem Beispiel das Thema Zusammenleben von Mensch und Wildtier vermitteln. "Das ist keine Frage des Lebensraums, sondern der Akzeptanz", sagt der Direktor.
Tierschützer finden das barbärisch. Sie haben zu einer Mahnwache aufgerufen.
Quelle: J.Kubsova |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6453
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Verfasst am: 15.Apr 2008 13:06 Titel: |
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In den Schweizer Alpen haben Wildhüter einen Bruder des Braunbären Bruno erschossen.
Die Behörden gaben zur Begründung an, das Tier sei eine Gefahr für die Menschen geworden. Er habe ähnlich wie Bruno seine Nahrung bevorzugt in Siedlungen gesucht und die Scheu vor Menschen verloren.
Fachleute hatten vergeblich versucht, den Bären von Siedlungen fernzuhalten. Nacht für Nacht blieben ihm Wildhüter auf den Fersen. Das Tier ließ sich auch mit Gummischrot und Knallkörpern nicht vertreiben. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6453
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Verfasst am: 14.Jun 2008 17:36 Titel: |
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Sie schaffen sie alle..
Im Südtirol ist eine zweijährige Braunbärin in einem See ertrunken, nachdem sie von Wildhüter betäubt wurde. Wahrscheinlich handelt es sich um die Schwester der erlegten Bären "JJ3" und "Bruno".
Die 90 Kilogramm schwere Bärin habe bei Trient im Müll eines Hotels nach Essensresten gesucht, als Wildhüter ihr eine Betäubungsspritze versetzten.
Ziel war es, dem Tier ein Halsband samt Sender zu verpassen, um es künftig besser überwachen zu können. Die Bärin flüchtete jedoch nach dem Einstich völlig verschreckt in Richtung des Malfeinsees (Molvenosee). Wahrscheinlich sei sie nach dem Einsetzen der Betäubung in den See gefallen, berichtete die italienische Tageszeitung "La Repubblica" .
Wenig später fanden die Wildhüter das ertrunkene Tier in der Nähe des Ufers. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Bärin eine Schwester von "JJ3" und von "Bruno" gewesen sei, hiess es. Eine von den Behörden angeordnete genetische Untersuchung soll nun Gewissheit bringen.
Bär "Bruno" war im Juni 2006 nach einer wochenlangen Odyssee durch Bayern und Österreich erschossen worden. Sein Bruder "JJ3" wurde im April in Mittelbünden von der Bündner Wildhut erlegt. Zuvor war das Tier als Risikobär eingestuft worden.
(sda) |
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