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Zurück in die DDR

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hdschulz
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Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1061

BeitragVerfasst am: 14.Sep 2006 10:02    Titel: Zurück in die DDR Antworten mit Zitat

Von Klaus Schweinsberg
http://www.klaus-schweinsberg.de/capital-editorials/2006/zurueck-in-die-ddr/


Angela Merkel führt uns wirtschafts-politisch genau dorthin, wo sie selbst herkommt: in den Sozialismus.
Vom “Mut zur Freiheit”, wie sie ihn verschiedentlich beschwor, ist in ihrem Regierungshandeln nichts, aber auch gar nichts zu erkennen. Im Gegenteil: Angela Merkel fehlt jedweder Mut. Und vor der Freiheit hat sie sogar Angst.
Keinerlei Mut zur Entscheidung: Der Start der ersten Regierung Schröder war ohne Zweifel dilettantisch, die Gesetze von liederlichster Qualität, inhaltlich nicht selten peinliche Schnellschüsse. Aber es wurde entschieden.
Merkels Amtsführung indes ist nicht nur dilettantisch. Schlimmer: Sie ist dilatorisch. Sie entscheidet nicht, sondern verschiebt. Arbeitsmarktreformen: vertagt. Familienpolitik: Wiedervorlage später. Reform der Pflegeversicherung: verschoben. Vorläufiger Höhepunkt ihrer Entscheidungsangst ist die Verschiebung ihres größten Reformprojektes, der Gesundheitsreform. Und die geplanten Veränderungen bei Unternehmens- und Erbschaftsteuer wackeln auch schon wieder. Die Kanzlerin regiert nicht, sondern verwaltet das Land per Schiebeverfügung.

Ausgeprägte Angst vor der Freiheit: Merkels Entscheidungsschwäche verschärft die Spätfolgen der paternalistischen Wirtschaftspolitik ihres Ziehvaters Helmut Kohl, die eine große Zahl von Bundesbürgern in die ökonomische Unfreiheit führte und führt.
Im Osten hängen 47 Prozent der Wahlberechtigten an staatlichen Transfers, im Westen sind es 38 Prozent.
Schon heute lässt sich Deutschland gegen die Interessen des Heeres von Hartz-IV-Empfängern, Rentnern, Beamten und sonstigen staatlich alimentierten Bediensteten kaum mehr regieren.
Endgültig die Oberhand gewinnen werden die Staatsbetreuten und Staatsgetreuen, wenn Merkel nicht bald zu einem Befreiungsschlag ansetzt – in der Koalition oder aus der Koalition hinaus.
Aber dafür bräuchte sie wirklich den Mut zur Freiheit.
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tifinaa
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Anmeldungsdatum: 19.11.2003
Beiträge: 1176

BeitragVerfasst am: 14.Sep 2006 10:47    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Angela Merkel führt uns wirtschafts-politisch genau dorthin, wo sie selbst herkommt: in den Sozialismus.


Schön für die Westler - da werden 26.600 000 Bürger staatlich unterstützt.
Im ganzen Ossiland sind es nur 6.110 000.

Wenn ich jetzt noch die Flächenmaße Alt-West und Alt-Ost gegenüberstelle dann sollten die Westler sich besser über das Merkel freuen.
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GMMALTALIVE
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Anmeldungsdatum: 15.06.2005
Beiträge: 56
Wohnort: Sliema

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2006 8:36    Titel: Schule gehabt ? Antworten mit Zitat

vielleicht hatte "tifinaa" nur singen und lachen in der Schule gehabt, denn die erbrachten Zahlen dann anschliessend auch noch mit dem Flächemaß zu rechtfertigen ist schon was besonderes.
Richtig ist, dass D West eine vierfache Anzahl an Bürgern hat und somit selbst bei grober Betrachtung es so gut wie derzeit keinen Unterschied gibt.
Eine andere Zahl sollte "tifinaa" etwas zu denken geben.
Das Land NRW hat 15,8 Mill. Bürger und Sachsen-Anhalt 2,6 Mill. Bürger.
Der Beamten und Kommunal Mitarbeiter Stab ist aber in beiden Bundesländern gleich groß.
Auch in den anderen Ost Bundesländern ist das Heer von Beamten und Kommunal Mitarbeitern um bis zu 40 % übersetzt !!!
Wie nennen Sie das - Recht auf Arbeit - ?
Würde man zu dem normalen Maß der Stellenbesetzung im Vergleich zu D-West kommen, würde sich die Zahl der staatlich unterstützten Bürger in D-Ost verdreifachen.
Und somit hat "hdschulz" Recht - sozialistisch gewesen und sozialistisch weitergeführt und jeder mag sich selber denken auf welche Kosten.
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Akimo
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Anmeldungsdatum: 14.01.2006
Beiträge: 319

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2006 8:40    Titel: Antworten mit Zitat

Merkel hat zwar die Macht aber nicht das sagen.....
wie auch.......

Die gesamte REgierung kriegt doch nichts gebacken außer die Leute abzuzocken.....

Ein Staat hat überhaupt kein Geld, er hat nur das Geld der Steuerzahler
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tifinaa
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Anmeldungsdatum: 19.11.2003
Beiträge: 1176

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2006 8:52    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Und somit hat "hdschulz" Recht - sozialistisch gewesen und sozialistisch weitergeführt und jeder mag sich selber denken auf welche Kosten.


Richtig - angeleitet und angeführt von den drittklassigen Westbeamten, die noch nicht mal singen und lachen in der Schule gehabt haben.

Aber eines können die, sich Immobilien unter den Nagel reißen, in Villen residieren und keine Miete zahlen.

Ist aber wenigstens ein Ausgleich, da die 1990/91 nicht schnell genug waren für 1 Mark das Volkseigentum der Bürger der DDR zu stehlen.
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Spiritus Rector
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Anmeldungsdatum: 12.12.2003
Beiträge: 1213
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2006 8:55    Titel: Antworten mit Zitat

@ Akimo

Sie dürfen nicht Verallgemeinern, mein Bester! Es mag sein, dass Deutschland kein Geld hat und nur von den Steuereinnahmen seiner Bürger lebt. Von der linken in die rechte Tasche sozusagen. Andere Länder, Norwegen z.B., schwimmen förmlich in Geld und legen es für Nachfolgenerationen an. Was wird Deutschland der nachfolgenden Generation als Erbteil vermachen? Besser nicht drüber nachdenken ...

SR
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Akimo
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Anmeldungsdatum: 14.01.2006
Beiträge: 319

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2006 9:21    Titel: Antworten mit Zitat

das schlimme ist ja, das die Politiker von meinen Steuern, mir im Fensehen frech ins Gesicht lügen dürfen. Und das noch gerichtlich verbrieft.

Was ist das? Was sind das für Menschen?
Also ich wähle nur noch auf der Speisekarte.....

Das Land hat genug Geld...Nur haut keiner auf den Tisch....
solange die Politiker in Aufsichtsräten Ihrer Lobbyfreunde sitzen dürfen, werden immer die Pründe gewahrt....

Man kann da echt in eine anarchische Ecke rutschen. Oder zumindest nur seine eigene Ecke bauen....Was aber nicht der Sinne einer Demokratie ist...
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Anmeldungsdatum: 15.06.2005
Beiträge: 56
Wohnort: Sliema

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2006 9:28    Titel: Ost und West ??? Antworten mit Zitat

"tifinaa" eine andere Reaktion habe ich von Ihnen nicht erwartet denn sie ist typisch für das wieder entstandene Denken für viele in D-Ost.
Nur wir wissen wovon wir reden, haben wir 14 Jahre im Auftrag der IHK´s in NRW logistische Hilfe in SA geleistet und über 100 junge Leute mit einer Quote von 100 % ausgebildet.
Fakt ist aber, dass viele die erhofften und ersehnten Ziele nicht erreichen
konnten - die Gründe lassen wir einmal weg - um sich dann wieder der
"schönen DDR" zu entsinnen.
Sie mögen Recht haben, dass vieles abgezockt wurde - wir selber haben es gesehen und erlebt.
Die andere Seite ist aber auch, dass zig Milliarden verplempert wurden und das geschieht teilweise heute noch.
Und machen wir uns nichts vor, dass die heutige Situation der BRD auch eine
Folge vom zusammen gehen der beiden Staaten ist.
Dabei wollen wir es belassen, denn sonst müsste ich hier ein Buch schreiben und dessen Inhalt würde vielen Menschen in Ost und West nicht gefallen.
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tifinaa
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Anmeldungsdatum: 19.11.2003
Beiträge: 1176

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2006 9:52    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
"tifinaa" eine andere Reaktion habe ich von Ihnen nicht erwartet denn sie ist typisch für das wieder entstandene Denken für viele in D-Ost.


Ich möchte, obwohl der Widerstreit interessant sein kann, ebenfalls abschließen.

Eines noch, bezogen auf das obige Zitat.

Ich habe über 5 Jahrzehnte Lebenserfahrung hinter mir und begleite, damals wie heute, gesellschaftliche Entwicklungen kritisch.
Das mir unterstellte typische Denken weise ich entschieden zurück - ja, ich empfinde dies fast als Beleidigung.

Wenn nur sabbernder Unterwürfigkeitsschleim gewünscht wird, dies ist nicht mein Ding.

Ihr weiterer Text findet meine Zustimmung. Schreiben Sie dieses Buch.
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Spiritus Rector
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Anmeldungsdatum: 12.12.2003
Beiträge: 1213
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2006 9:59    Titel: Antworten mit Zitat

@ Akimo:
Zitat:

Was aber nicht der Sinne einer Demokratie ist...


Würden Sie unser Land tatsächlich als demokratisch bezeichnen? Ich tue mich damit schwer - das fängt mit den Kinder von FJS an, zieht sich über Elf Acitene und hört bei Herrn Schreiber sicherlich noch lange nicht auf. Demokratie heißt gleiches Recht für Alle. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, mir würde schlecht werden! SR
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Akimo
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Anmeldungsdatum: 14.01.2006
Beiträge: 319

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2006 10:03    Titel: Antworten mit Zitat

das Problem ist ja nicht, das die Menschen in Ost faul oder blöd sind.
Wenn jemandem jedoch durch Arbeitslosigkeit die Lebensgrundlage entzogen wird, vor allem in einem Land, wo es sowas offiziell nicht gab, dann ist es halt sehr problematisch....

Jeder wußte was passiert, wenn ein Betrieb Ost auf Betrieb West trifft.
Da kann man sich das schönreden vorm Kamin, wie man will.

Ich habe 25 Jahre Ost und25 Jahre West hinter mir. Weiss also, von was ich rede.

Soziale Probleme sind in der DDR nicht gewachsen. Sie waren über Nacht da.

Es stimmt aber auch, das man sich dort auf die Vollkaskomentalität des Staates verlässt....

Die jugend in Ost und West hat meines erachtens ganz ander Problem. Nicht, das Sie keine Lehrstelle bekommen. Sondern das Niveau im Kopf. Keine Allgemeinbildung, kein Wissen, keine Interessen. Man kann da schon von einer kollektiven Verblödung reden....

Ohne Wissen landet man immer in der Verelendung...Das ist das einzige, was einen rausreisen kann
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Akimo
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Anmeldungsdatum: 14.01.2006
Beiträge: 319

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2006 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

tja, ich weiß auch nicht so recht....

Wenn man es richtig betrachtet, ist es mehr eine Art Selbstbedienungsladen...

Hier wird Recht gebeugt, Posten verschoben, geklaut, gelogen, verarscht alles in jeglicher Form ist vorhanden. Durch alle Schichten.
Der Mob und Pöbel, wird mit billigen Soaps und billigem Fusel ruhiggestellt.
Alles steigt im Preis, außer Schnaps.....

Was will man da noch sagen. eine Gesellschaft fällt auseinander. Nicht mal mehr Nationalstolz hat man.

Was will ich wem noch vermitteln.
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Anmeldungsdatum: 24.05.2006
Beiträge: 177
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2006 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

Das Volk der DDR wurde über 2 Generationen gezielt zu Vollkasko-Empfängern erzogen ... die Korrektur dieser fatalen Fehlentwicklung dürfte im Zweifel eher länger dauern, den sie beinhaltet an erster Stelle die Bereitschaft, fundamentale aber leider meist unbequeme Wahrheiten zu akzeptieren.
Und dieser Prozess hat leider - auch 16 Jahre nach der Wiedervereinigung - noch nicht einmal begonnen.
Im Gegenteil: Die Ossis mögen den Wessis zahlenmäßig unterlegen sein - aber entweder, sie sind effektiver in der Vermittlung ihrer (leider selbstmörderischen) Überzeugungen, oder ihre Botschaft (eben die oft zitierte "Vollkaskomentalität") ist einfach so viel verlockender, als das, was in den Wirtschaftswunderjahren Westdeutschland groß gemacht hat - nämlich Einsatzfreude, Fleiß, Mut zum Risiko, etc.
Prominente Westpolitiker, wie der Oberpopulist Oskar Lafontaine sind lebendige Beweise, wie gut es sich auf dieser Welle reiten läßt.

Als ich mich vor rund 20 Jahren selbständig machte, habe ich auch nicht nur Zustimmung erfahren - auch damals gabs schon genügend Sozialschmarotzer mit Beamtenmentalität, die für übermäßigen Einsatz keinerlei Verständnis hatten - aber sie repräsentierten damals noch eine Minderheit.
Heute hat sich das Verhältnis fatalerweise umgekehrt.
Und trotz über 5 Mio. Arbeitsloser ist es schwieriger, engagierte Mitarbeiter zu finden, als die berühmte Stecknadel im Heuhaufen - und zwar egal, für welche Position, von der Putzfrau bis zum Geschäftsführer.
Dafür bringen die Bewerber - neben meist eher mangelhafter Qualifikationen - ein Anspruchsdenken (Arbeitszeiten, Urlaubstage, Firmenwagen, etc. pp.) mit, bei dem man oft nicht mehr weiß, ob man lachen oder weinen soll. Mein erster Chef (den ich als äußerst liebenswerten und großzügigen Menschen in Erinnerung habe, und der mir bis heute bei der Führung unseres Konzerns als Vorbild dient), hätte mich vermutlich bei ähnlichem Ansinnen hinausgeprügelt (oder ausgelacht - je nach Tagesform).

Deutschland wird jetzt seit ein paar Monaten von einer Ossin regiert - dies hat aber wohl mehr Symbolcharakter, denn in Wahrheit, hat die Ost-Mentalität den Westen schon längst besiegt. Die späte Rache des ehemaligen DDR-Regimes ... die ehemaligen Parteibonzen würden sich angesichts des heutigen Zustandes des ehemals so weit überlegenen Nachbarn vermutlich königlich amüsieren.

Armes Deutschland!
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Anmeldungsdatum: 24.05.2006
Beiträge: 177
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2006 11:12    Titel: Antworten mit Zitat

Akimo hat folgendes geschrieben::
Die jugend in Ost und West hat meines erachtens ganz ander Problem. Nicht, das Sie keine Lehrstelle bekommen. Sondern das Niveau im Kopf. Keine Allgemeinbildung, kein Wissen, keine Interessen. Man kann da schon von einer kollektiven Verblödung reden....

dem kann ich leider nur zustimmen !
Egal, ob ich mir die Kinder und Jugendlichen in der Nachbarschaft, im Bekannten und Freundeskreis, oder unsere Azubis im Betrieb ansehe - mir kommt das kalte Grausen.
Das Bildungsniveau ist innerhalb nur einer Generation auf einen Stand abgerutscht, über den vermutlich so mancher Brückenpenner nur den Kopf schütteln kann, denn der dürfte zumindest hinsichtlich Allgemeinbildung den meisten Kids von heute meilenweit überlegen sein.
Dies fängt bei den banalsten Grundkenntnissen an (lassen Sie mal von einem Azubi oder jungen Sachbaerbeiter/in einen Brief schreiben) und zieht sich durch alle Lebensbereiche.
Mal abgesehen davon, dass die meisten Jungen gar keinen Bock haben, zu wählen, wüßten sie größtenteils auch gar nicht, wen und warum ...

Hier hat der Staat ebenso gnadenlos versagt, wie die Eltern!
Jegliche Maßnahme des Staates (die natürlich unverzichtbar ist) wird jedoch mind. 3-5 Jahre brauchen, bis sie greift - für Kinder im Schulalter entschieden zu lang, um das Ruder noch herumzureißen.
Und so sind auch hier einmal mehr die Bürger selbst gefordert, sich nicht auf die Hilfe des Staates zu verlassen, sondern das Heft selbst in die Hand zu nehmen. Meine Kinder gehen auf eine Privatschule - und obwohl mir auch eine Menge Dinge einfallen würden, für die man dieses Geld sonst ausgeben könnte, habe ich diese Entscheidung noch keine Sekunde bereut. Und die tatgtäglichen Erfahrungen mit der jungen Generation bestärken mich beständig.
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Akimo
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Anmeldungsdatum: 14.01.2006
Beiträge: 319

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2006 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

ich wollte es eigentlich nicht so direkt schreiben. Aber es ist so.

wenn ich mit Jugendlichen, vor allem ausländischen rede, was Sie werden wollen, dann kommt immer, Profiboxer, Rapper Dealer, Autoknacker, Zuhälter etc. Und alles ohne Bildung. Im Endeffekt landen Sie im Knast. Die Frauen lassen sich die T....machen, die Lippen auspritzen etc. Nur um jemanden kennen zu lernen der Geld hat.

Niemand, der einigermaßen klar im Kopf sortiert, ist, wird seine Zukunft auf Äußerlichkeiten oder Sprüchen bauen.
Und niemand, egal aus welchem Land er kommt, muß, wenn er Bildung hat fürchten, er wird diskriminiert. Dafür gibt es zu viele positive Beispiele. Die große Depression und das mangelnde Selbstbewußtsein, fehlende Vorbilder, deutsche Tugenden, wie Fleiß, Disziplin, Respekt zeigen, wie das Abbild eines Staates ist.

Die Jugendlichen sprechen heute ein besseres Barockdeutsch.

Die gsamte Jugend könnt Ihr die Toilette runterspülen, samt Handys und Playstation.

Und die Politker und Fernsehanstalten dazu.

Das wird sich nicht ändern, das dauert 3 Generationen. Also wird sich die kriminalität erhöhen, weil die Leute sich holen, was sie brauchen. Und wenn die Justiz nicht gnadenlos Strafen einführt, wird es noch schlimmer.

Wobei die jugnd nur Opfer ist. Aber wer nicht handelt wird beandelt
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hdschulz
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Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1061

BeitragVerfasst am: 15.Sep 2006 16:11    Titel: Antworten mit Zitat

Zurück zum Ausgangspunkt in diesem etwas abgedrifteten thread -
die heutige Schlagzeile der Bild-Zeitung passt da bestens:

Deutschland sozialistischer als China!

Oliver Luksic hat dazu einen schönen Kommentar:

Sozialistischer als die Chinesen, Herr Mün-te-fe-ling?

WELTKLASSE, BILD! Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Unser Arbeitsmarkt soll sozialistischer und komplizierter sein als der im rotem China, meint die Weltbank. "Warum sind wir so sozialistisch, Herr Mün-te-fe-ling?", fragt BILD. Genial! Hier der ganze Artikel.


Die Weltbank untersuchte in 175 Ländern die Bedingungen am Arbeitsmarkt – dem Zuständigkeitsbereich von Arbeits- und Sozialminister Franz Müntefering (SPD). Das erschütternde Ergebnis: Deutschland (4,37 Millionen Arbeitslose) landete weit abgeschlagen auf Platz 129! Hinter der Mongolei (61), Usbekistan (67) und China (78 ). Nur Länder wie Panama, Mosambik oder Senegal sind in diesem Vergleich (Flexibilität) noch schlechter als wir!

Sind wir wirklich sozialistischer als das rote China? Ist „Münte“ wirklich schon „Mün-Te-Fe-Ling“?

Die schlimmsten Job-Killer:
• Bürokratie-Irrsinn: Wer in Deutschland eine Firma gründen will, muss neun verschiedene Behörden anlaufen und braucht im Schnitt 45 Tage, bis er die nötigen Unterlagen zusammen hat. Fünf Prozent des Umsatzes kleinerer Unternehmen gehen allein für Bürokratie drauf. Der staatlich diktierte Papierkrieg kostet die Wirtschaft jedes Jahr rund 46 Milliarden Euro! Viele Betroffene sagen: Das ist schon schlimmer als im Sozialismus!
• Kündigungsschutz: Laut Weltbank treiben starre Regelungen wie bei uns die Arbeitslosigkeit nach oben. In Deutschland gilt der Kündigungsschutz seit 2004 für alle Betriebe mit mehr als zehn Mitarbeitern – viele Firmen schrecken deshalb davor zurück, mehr Leute einzustellen (jährlich 300 000 Prozesse).
• Regulierungswut: Da sind z. B. die Ausbildungsverordnungen – immer komplizierter, immer dicker: Für Anlagenmechaniker sind sie inzwischen 72 Seiten lang. Außerdem: Jugendliche Azubis dürfen in Deutschland nur zwischen 6 und 20 Uhr arbeiten. Unmöglich für das Gaststättengewerbe, wo deutlich länger geöffnet ist.
• Mitbestimmung: In kaum einem anderen Land gibt es so weitgehende Mitspracherechte des Betriebsrates (z. B. bei Vergütungen, Einstellungen, Versetzungen, Umgruppierungen).
Aber kann China wirklich ein Vorbild für uns sein?
(OK, ab hier baut der Artikel ab und endet in den üblichen Phrasen, die uns nicht weiterhelfen.)

Das Reich der Mitte bezahlt sein rasantes Wirtschaftswachstum (rd. 10 % jährlich) mit oft unmenschlichen Zuständen in Fabriken, Kinderarbeit und Umweltkatastrophen. Kanzlerin Merkel forderte gestern Chinas Ministerpräsidenten Wen Jiabao bei seinem Besuch in Berlin auf, die Menschenrechte einzuhalten und Produktpiraterie zu bekämpfen. (Ob die Menschenrechte die deutsche Wirtschaft wettbewerbsfähiger machen?)

Dennoch, so Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU), sollte Deutschland den rasanten Aufstieg Chinas ernst nehmen: „Wir müssen Tempo und Druck machen für weniger Bürokratie! Das kostet keinen Cent und sichert Arbeitsplätze gegenüber Aufsteigerstaaten wie China oder Indien.“

Oh Gott, wieso denn wieder den Stoiber hoffähig machen? Der hätte doch Minister werden können! Da ist ja der Michel "Problembär" Glos jnoch besser, was die Forderungen angeht. Auf jeden Fall schafft Bild es, die Probleme Deutschlands anschaulich zu beschreiben und bringt es mit dem Vergleich auf den Punkt. Ja, wir sind sozialistischer als China!
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Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1061

BeitragVerfasst am: 16.Sep 2006 8:52    Titel: Antworten mit Zitat

Warum Merkel und andere nicht aus der Falle kommen, beschreibt steffenh in seinem blog "Mit dem Kopf voran":

Das Eigentor des Wohlfahrtsstaats

von: steffenh

Der deutsche Wohlfahrtsstaat dümpelt vor sich hin, doch dessen Nutznießer sehen dabei zu, weil ihnen der Streit um die verbleibenden Stücke des schrumpfenden Kuchens allemal lieber ist, als die Hoffnung auf einen nicht ganz leichten Aufstieg. Das Vorsorgeprinzip wird auch in der Sozialpolitik zum Bremsklotz einer optimistischen Zukunft. Hans Werner Sinn liefert die Zahlen:

Die wirkliche Erklärung für Deutschlands politische Stagnation ist, dass es einfach keine Mehrheit für liberale Reformen gibt, denn solche Reformen würden zunächst zu viele Verlierer mit sich bringen. Deutschland ist ein Land mit einem umfassenden Sozialsystem, das 31% des BIP des Landes über den Regierungssektor für soziale Zwecke ausgibt. Nicht weniger als 41% der wahlberechtigten Bevölkerung leben in erster Linie von Regierungsleistungen wie staatliche Renten, volle öffentliche Stipendien, Arbeitslosenunterstützung, Invalidenrente und Sozialhilfe. (Im Osten Deutschlands liegt diese Zahl bei kolossalen 47%.)

Unter den Erwachsenen, die tatsächlich wählen, bilden die Empfänger öffentlicher Leistungen eine klare Mehrheit. In Übereinstimmung mit diesen Zahlen, zahlen die 10% der oberen Einkommensbezieher mehr als 50%, und die oberen 20% mehr als 80% des gesamten Steueraufkommens, während 40% der Einkommensbezieher überhaupt keine Einkommensteuer entrichten. Kein Wunder also, dass eine riesige Mehrheit der Bevölkerung und sogar eine knappe Mehrheit der christdemokratischen Wähler eine Stärkung der sozialen Orientierung des Staates gegenüber einer stärkeren Orientierung am Markt bevorzugt.
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GMMALTALIVE
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Anmeldungsdatum: 15.06.2005
Beiträge: 56
Wohnort: Sliema

BeitragVerfasst am: 16.Sep 2006 9:34    Titel: 50 Jahre Lebenserfahrung Antworten mit Zitat

An "tifinaa"....
.... was wollen Sie und denn mit 50 Jahre Lebenserfahrung vermitteln ?
Klugheit, Besonnenheit oder Uebersicht ?
Fakt ist doch, dass eingestanztes Denken in einer sozialistischen Republik durch die zitierte Lebenserfahrung nicht eleminiert werden kann, dazu bedarf es schon einer Menge mehr.
Und wenn Sie sich beleidigt fuehlen zeigt das doch deutlich, dass Sie auch heute noch ein territoriales Denken haben, denn meine Ausfuehrungen sind weit von einer Beleidigung entfernt.
Aber es ist alles nicht neu ... dumme Wessis, Schuld sind immer nur die anderen und "wir" haben alles richtig und besser gemacht.
Wir sind in Malta und Asien etabliert und haben mit Menschen aller Nationen zu tun, wobei der Deutsche der "schwierigste" ist. Nur leider tanzt der Buerger aus dem Osten Deutschland auffallend aus der Rolle und das spaetestens wenn er sein "Denken" zum besten gibt.
Das soll nicht auf Sie bezogen sein, aber so es ist nun einmal.
Und wie sagte ein "Peter" aus Dresden, der bereits knapp 20 Jahre im Raume Mannheim lebt: "ich kann mich mit meinen Landsleuten heute nicht mehr identifizieren" und das bezog sich auf das Klagen und Gejammere
(so seine eigenen Worte).
Ich stimme hdschulz auch heute wieder in seinen Ausfuehrungen zu.
Auch Akimo und Finanzscout lassen eine gute Uebersicht walten.
Aber Finanzscout, es kann nur die OST-Politik-Mentalitaet sein die uns ueberannt hat, nicht aber die OST-Mentalitaet.
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Akimo
User gebannt


Anmeldungsdatum: 14.01.2006
Beiträge: 319

BeitragVerfasst am: 16.Sep 2006 10:10    Titel: Antworten mit Zitat

das stimmt GMMALTALIVE, es kommen nach 20 Jahren die selben Sprüche aus dem Osten rüber....Ein typischer ist "Wir haben im Osten aus Schei....Gold gemacht". Na gut die stecken immer noch in der Schei....

Ich meine die Leute in Ost, zumindest die älteren wimmern Ihrem bequemen Leben hinterher...Brutal gesag hat man im Osten viel gesoffen, wenig gearbeitet und viel gef....
Die keine Lust mehr hatten auf Politik haben sich als Laubenpiper zurück gezogen. Mitsprache und Engagement auch politisch gabs nur dann, wenn man sich parteilich engagiert hat.....Aber auch in Berlin bekommt man einen Posten bei der BVG nur mit SPd Parteibuch.
Oder bei den Stromwerken mit CDU Parteibuch. Natürlich nur, wenn ein abgehalfteter Politiker seinen Stuhl räumen muß.....

WEnn die Menschen in den Kopf kriegen würden, das man der Arbeit nachfahren muß wäre es leichter.....So stehen in Ost und West die Arbeitslosen bei den Arbeitslosen, die mit Job bei denen mit nem Job und die Reichen bei den Reichen......

ein Glück das wir dies alles nicht verantworten und ändern müssen....
Solange die meisten sich noch selbst belügen und rumjammern ändert sich nichts.......
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extention
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 2
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 16.Sep 2006 10:18    Titel: Langer Worte kurzer Sinn Antworten mit Zitat

Man kann zwar die ganze Politik schlechtreden, aber egal welche Partei die Regierung bilden würde, sie steht schon am Anfang vor einem Scherbenhaufen.

Ein Land wie Deutschland, was dermaßen überschuldet ist. Sollte Insolvenz beantragen.

Ich kann zum Teil auch die Jugend verstehen, daß das Interesse nicht besonders groß ist Jobs anzunehmen, um dann am Ende des Monats festzustellen, das locker 40% seiner Einkünfte abgezogen werden.

Hinzu kommt auch das immer weniger Jobs mit einem vernünftigen Entgelt angeboten werden. Es wird immer davon geredet, das es keine Arbeit mehr für nicht ausgebildete Menschen gibt, aber was ändert sich denn wirklich?
Die Arbeit ist doch immer noch genauso da wie vorher, nur sie wird sehr oft von ausländischen Arbeitnehmern ausgeübt.

Die haben Angst den Job zu verlieren und arbeiten oft zu Bedingungen die kein Deutscher mit sich machen lässt.
Schon mal MC Donalds gewesen? Von 10 Mitarbeitern im Laden sind 8 ausländischer Herkunft.
Bei Saisonaler Beschäftigung sieht das noch viel schlimmer aus.
Kein deutscher geht für 3,50€ 10 Stunden am Tag Spargel stechen.
Die Menschen die das machen, kommen sehr oft aus Osteuropa.

Unser € ist da noch einiges mehr wert, und sie beißen die 2-3 Monate die Zähne zusammen und kommen dann aber den Rest des Jahres mit dem Geld aus in Ihrem Land.

Bei der Firma bei der ich arbeite wurden in den letzten 5 Jahren von 8 Festverträgen 6 mit Ausländern gemacht. (Nur in der Abteilung in der ich arbeite.)

Ich habe nichts gegen Ausländern, und bin mit einigen befreundet. Aber als ich Ihnen das letztens mal so erklärt habe war auch von Ihnen nicht mehr viel zu hören.

Ich habe das Glück, auch hier auf dem Land noch einen Job zu haben. Aber mit dem was ich da verdiene kann keine Familie auskommen.
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