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GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2266
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Verfasst am: 18.Dez 2007 15:13 Titel: Zwei Klassen Gesellschaft im Krankheitsfall? |
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Zu diesem Newsletter Vorwort vonm heutigen Datum, welches sich mit einer Studie beschäftigt:
| Zitat: |
sind Sie Privatpatient einer Krankenversicherung? Das könnte irgendwann einmal Ihr Leben retten, denn bei der Transplantation von Organen kommen Privatpatienten deutlich häufiger zum Zug als gesetzlich Versicherte. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts für Gesundheitsökonomie der Universität Köln hervor. Dafür werteten die Wissenschaftler die Daten der 46 deutschen Transplantationszentren aus den Jahren 2004 und 2005 aus.
Der Anteil der Privatpatienten an der Gesamtbevölkerung liegt bei 10%, sie erhielten jedoch im angegebenen Zeitraum 16% der transplantierten Organe. Der Grund: Privat Versicherten wird dreimal so häufig ein Dringlichkeitsstatus anerkannt! Egal ob Nieren, Lungen, Leber, Herz, auf den Wartelisten haben Privatpatienten nur einen Anteil von 10%, erhielten aber komischerweise 21,5 % der transplantierten Herzen. Zufall? Wohl kaum!
Mit anderen Worten würde das heißen, dass Ihre Lebenserwartung im Krankheitsfall als Privatversicherter um bis zu über 100% steigt! Der SPD-Gesundheitsexperte und Direktor des Kölner Instituts, Karl Lauterbach, sprach von alarmierenden Zahlen. „Es bestehe der Verdacht, dass finanzielle Gründe hinter diesem Trend steckten“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur und dem ist – leider und wieder einmal - nichts hinzuzufügen außer …
Bleiben Sie stark!
GoMoPa Net |
erreichte uns diese Zuschrift:
| Zitat: |
Hallo,
hier möchte ich Ihnen einen Artikel senden, der Ihren Artikel wiederlegt.
Mit freundlichen Grüßen
Ingrid XXX
Von: DSO-Newsletter [mailto:[E-Mail anzeigen]]
Gesendet: Montag, 17. Dezember 2007 16:30
Betreff: PM "DSO stellt klar: Privatpatienten bei Organtransplantationen
nicht bevorzugt. Kölner Studie basiert auf fehlerhaften Daten -
nicht-medizinische Kriterien spielen keine Rolle bei Organvergabe"
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben folgende Pressemitteilung veröffentlicht:
---------
DSO stellt klar: Privatpatienten bei Organtransplantationen nicht bevorzugt
Kölner Studie basiert auf fehlerhaften Daten - nicht-medizinische Kriterien
spielen keine Rolle bei Organvergabe
Frankfurt am Main, den 17.12.2007. Die Deutsche Stiftung
Organtransplantation (DSO) weist den Vorwurf des SPD-Gesundheitsexperten
Prof. Dr. Karl Lauterbach und des SPD-Abgeordneten Dr. Wolfgang Wodarg
entschieden zurück, nach der Privatpatienten bei der Organvergabe angeblich
bevorzugt würden. Prof. Dr. Günter Kirste, medizinischer Vorstand der DSO,
kritisiert die unverantwortliche Vorgehensweise, aufgrund einer falschen
Datenbasis ungeprüft Fehlinterpretationen zu verbreiten und damit die
Menschen zu verunsichern. Er wirft den beiden Politikern vor, sich auf
Kosten der Patienten auf der Warteliste in der Öffentlichkeit zu
profilieren, anstatt mit der DSO und anderen Institutionen um eine sachliche
Aufklärung bemüht zu sein.
Aufgrund eigener nachprüfbarer Datenanalysen, die sich ausschließlich auf
die Abrechnung der Transplantationen nach postmortaler Spende mit den
Krankenkassen beziehen, kommt die DSO zu ganz anderen Ergebnissen. In den
Jahren 2004 bis 2007 liegt danach der Anteil der Privatversicherten jeweils
knapp unter dem Marktanteil der Privaten Krankenversicherungen von rund 10
Prozent. Die Selbstzahler wurden dabei in die Rubrik der Privatversicherten
gerechnet. Den höchsten Prozentsatz an Privatversicherten gab es mit 9,2
Prozent im Jahr 2004 und den niedrigsten von 7,5 Prozent in den ersten acht
Monaten des laufenden Jahres. Die Jahre 2005 und 2006 liegen bei einem
Anteil von rund 8,2 Prozent.
Die Studie des Kölner Instituts für Gesundheitsökonomie der Universität Köln
basiert auf Zahlen der Transplantationszentren, die die DSO auf ihrer
Internetseite publiziert hatte. Nachdem die ersten Vorwürfe aufgrund der
Zahlen in den veröffentlichten Berichten der Transplantationskliniken laut
wurden, hatte die DSO gemeinsam mit Eurotransplant und den Kliniken
umgehend die Zahlen überprüft und festgestellt, dass die Daten aufgrund der
unterschiedlichen Zuordnungen in Privat- und Kassenpatienten nicht valide
sind. Wie sich herausstellte, wurden insbesondere Patienten mit privater
Zusatzleistung und Rentner zum Teil bei den Privatversicherten eingeordnet.
Unverständlich ist den DSO-Vorständen, dass immer noch mit diesen
offensichtlich falschen Daten argumentiert wird. In diesem Zusammenhang
erklärt Dr. Thomas Beck, kaufmännischer Vorstand der DSO, dass die Stiftung
zwar für die Veröffentlichung der Berichte aus den Transplantationszentren
verantwortlich sei, deren Richtigkeit jedoch nicht überprüfen könne. Die
Berichtspflicht sei im Transplantationsgesetz nach § 11 festgelegt.
Allerdings gebe es bis dato keine näheren Definitionen zum
Versichertenstatus. Gemeinsam mit ihren Vertragspartnern, den
Spitzenverbänden der Krankenkassen, der Bundesärztekammer und der Deutschen
Krankenhausgesellschaft erarbeite die DSO zurzeit eine genaue Definition zur
Einordnung der Versicherten. „Wir müssen zukünftig eine vergleichbare
Datenbasis aller Kliniken haben, damit einerseits Fehlinterpretationen
vorgebeugt wird und andererseits eine genaue Prüfung der Entwicklung möglich
ist“, so Beck.
Die Koordinierungsstelle kritisiert die Behauptungen und Forderungen der
SPD-Politiker aufs Schärfste und wirft ihnen vor, die
Organspendebereitschaft mit ihren Fehlinterpretationen und absurden
Forderungen nachhaltig zu beschädigen. „12.000 Menschen warten auf ein
lebensrettendes Organ, drei davon sterben täglich, weil es nicht genügend
Organspenden gibt. Anstatt falsche Behauptungen zu verbreiten, sollten wir
gemeinsam durch mehr Aufklärung und mehr Transparenz die Spendebereitschaft
innerhalb der Bevölkerung erhöhen“, so Kirste.
Die DSO ist seit Juli 2000 die bundesweite Koordinierungsstelle für die
Organspende. Sie stimmt die Zusammenarbeit zwischen den rund 1.400
Krankenhäusern und 50 Transplantationszentren in Deutschland ab. Derzeit
warten in Deutschland etwa 12.000 Menschen auf ein neues Organ. Jährlich
können nur rund 4.000 Transplantationen durchgeführt werden, da es zuwenig
Spenderorgane gibt.
Ansprechpartnerinnen:
Birgit Blome, Bereichsleiterin Kommunikation
Nadine Körner, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Stiftung Organtransplantation
Deutschherrnufer 52, 60594 Frankfurt am Main
Tel.: 069/677 328-9400 oder -9411, Fax: 069/677 328-9409, |
_________________ „Es ist produktiver, einen Tag lang über sein Geld
nachzudenken, als einen Monat dafür zu arbeiten.“
- Heinz Breselt -
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