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besonders dreiste Betrugsmaschen

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loooser
User gebannt


Anmeldungsdatum: 07.10.2003
Beiträge: 2774

BeitragVerfasst am: 16.Jun 2004 7:55    Titel: Antworten mit Zitat

Wundersame Geldvermehrung:

Wash-Wash. So heißt ein Verfahren, mit dem man angeblich sein Geld auf einfachste Weise mehren kann. Vorweg: Es funktioniert nicht. Trotzdem ziehen immer wieder Täter los, um mit der Masche zu betrügen. So auch zwei 26 und 32 Jahre alte Männer aus Burkina Faso. Der Ältere von ihnen hatte einen Libanesen (41) von der wundersamen Geldvermehrung erzählt. Man müsse einfach ein zugeschnittenes Blatt Papier zwischen zwei echte, eingefärbte, Banknoten legen und sie mit einer speziellen Tinktur beträufeln. Später werden alle Scheine ausgewaschen. Am Ende, so das Versprechen, hat man drei Banknoten.


Der 41-Jährige hatte Interesse. So ganz koscher kam dem Mann die Geschichte dann doch nicht vor. Damit bewies er eine gute Nase. Der Trick der Täter besteht darin, die eingefärbten echten Banknoten gegen eingefärbtes Papier zu tauschen. Das Auswaschen erfolgt erst später. Das Opfer stellt erst nach Stunden, wenn die Täter mit dem echten Geld über alle Berge sind, fest, dass es nur noch Papier hat. Der 41-Jährige informierte die Polizei.


Zu einem Treffen zwecks Geldvermehrung in einem Lokal an der Max-Brauer-Allee (Altona) kamen Polizisten in Zivil mit. Als die beiden Betrüger auftauchten wurden sie festgenommen. "Bei den Männern wurden verschiedene Flüssigkeiten sowie weiteres Zubehör für die angebliche Geldherstellung gefunden", sagt Hauptkommissarin Ulrike Sweden. Bei dem 32-Jährigen entdeckten die Beamten außerdem eine gefälschte Aufenthaltserlaubnis. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass der Mann bereits per Haftbefehl gesucht wurde, weil er in anderen Fällen gutgläubige Opfer mit dem Wash-Wash-Trick um ihre Ersparnisse gebracht hatte. Die beiden Täter kamen vor den Haftrichter. Weil die Masche beileibe kein Einzelfall ist, weist die Polizei ausdrücklich darauf hin sich nicht auf solche Angebote einzulassen
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loooser
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Anmeldungsdatum: 07.10.2003
Beiträge: 2774

BeitragVerfasst am: 16.Jun 2004 8:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ein betrogener Betrüger
Ein amerikanischer Verkäufer eines Notebooks sollte von einem in Großbritannien lebenden Betrüger reingelegt werden und hat kurzerhand den Spieß umgedreht...

Der Betrüger bot per Mail an, für den Computer 2.100 US-Dollar zuzüglich der Versandkosten zu zahlen - allerdings nur über einen bestimmten Treuhandservice. Der Verkäufer realisierte sehr schnell, dass dieser "Treuhandservice" gar nicht existierte und ließ sich trotzdem auf das Geschäft ein.

Erwartungsgemäß wurde dem Verkäufer schon bald mitgeteilt, der Treuhandservice habe das Geld erhalten und er könne das Gerät nun verschicken. Statt des Notebooks verschickte er aber nur die Verpackung mit wertlosem Inhalt per FedEx - und gab als Wert nicht wie vereinbart 100 $ an, sondern 2.000$. Die Folge: Der betrügerische Empfänger musste die englische Einfuhrsteuer bezahlen, bevor er das Paket in Empfang nehmen konnte. Und der zahlte tatsächlich einen dreistelligen Betrag dafür - und bekam nur ein wertloses Paket
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loooser
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Anmeldungsdatum: 07.10.2003
Beiträge: 2774

BeitragVerfasst am: 16.Jun 2004 8:03    Titel: Antworten mit Zitat

Betrüger verprügelt

Selbstjustiz hat einen Schweizer hinter Gitter gebracht. Der Mann hatte zusammen mit drei Bekannten am Dienstag seine beiden Betrüger in Delsberg in eine Falle gelockt, um sie ordentlich zu verprügeln. Der eine Bösewicht entwischte jedoch - und bei der Verfolgung schritt die Polizei ein. Die beiden afrikanischen Betrüger hatten den in Delsberg wohnhaften Mann um mehrere zehntausend Franken erleichtert.
Sie hatten ihm vorgemacht, Banknoten vermehren zu können. Erbost über den erst später bemerkten Trick, wollte der Mann dann aber sein Geld zurück, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Drei kräftige Bekannte sollten ihm dabei behilflich sein: Als das Betrügerduo bei ihm zu Hause vorbei kamen, erwartete sie aber nicht neue Beute, sondern Prügel. Der eine Afrikaner konnte jedoch durch ein Fenster flüchten. Der andere wurde inzwischen in den Keller gesperrt, bevor das Quartett die Verfolgung aufnahm. Da griff jedoch bereits die Polizei ein und nahm alle Beteiligten fest.
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loooser
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Anmeldungsdatum: 07.10.2003
Beiträge: 2774

BeitragVerfasst am: 16.Jun 2004 8:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Betrüger gestempelt

Der Fall Hatvany: Wie der Ruf von Hans Deutsch ruiniert wurde
Von Thomas Trenkler

1960 wurde der gebürtige Wiener Hans Deutsch, ein engagierter Kämpfer für Wiedergutmachung, auf den Fall des ungarischen Zuckerbarons Ferenc Hatvany aufmerksam. Dessen spurlos verschwundene Sammlung bestand aus Gobelins, Münzen, Teppichen, Waffen - und mehr als 800 Kunstwerken von Cézanne, Corot, Monet, Manet, Courbet, Renoir, Degas, Pissarro wie auch von El Greco, Tizian und Tintoretto.

Als Anwalt der Erben konnte Deutsch, 1938 nach Israel geflohen und 1953 nach Deutschland gekommen, einen Wiedergutmachungsvergleich in Höhe von 35 Millionen Mark mit dem Finanzministerium aushandeln. Doch am 3. November 1964 - die Hälfte der Summe war bereits ausbezahlt worden - wurde Deutsch festgenommen. Denn die Staatsanwaltschaft vermutete einen Betrug: Die Bilder seien nicht, wie er behauptete, 1944 von der SS aus dem Hatvany-Palais in Budapest geraubt worden, sondern erst 1945 von der Roten Armee. Hans Deutsch habe wissentlich den deutschen Staat geschädigt. "Ein Jude als Betrüger - eine Sensation, die ins Weltbild vieler Wiedergutmachungsgegner passte", resümierte Burkhart List am 5. Juni 2001 in der Süddeutschen Zeitung.

Die Behörden stützten sich auf falsche Informationen von Gräfin Maria Magda Bethlen, einer ehemaligen Hatvany-Geliebten, die im Sacher logierte: Sie rächte sich an den Erben, die sie eher erfolglos zu erpressen versucht hatte, und ließ sich ihre Dienste von den Deutschen teuer bezahlen.

In Ungarn kaufte man um 200.000 Mark Dokumente an, die belegen sollten, dass die Hatvany-Gemälde bis 1945 in einer Bank in Budapest deponiert waren. Doch sie waren gefälscht. Zudem wurde SS-Hauptsturmführer Friedrich Wilcke, der in Budapest Quartiermeister der Waffen-SS-Generäle im Palais Hatvany gewesen war, zu einer falschen Zeugenaussage gezwungen.

19 Monate saß Deutsch in Untersuchungshaft. Der Prozess fand neun Jahre später, 1973, in Bonn statt. Deutsch wurde zwar freigesprochen, aber sein Ruf war ruiniert.

Der Hintergrund des Komplotts war klar: Vor Gericht musste Fritz Koppe, Leiter der Wiedergutmachungsabteilung, eingestehen, dass der Fall Deutsch der Bundesrepublik etwa zwei Milliarden Mark ersparte, weil man seit 1964 bei Zubilligung von Wiedergutmachung viel zurückhaltender geworden sei.

Die Ungeheuerlichkeiten kamen zwar ans Tageslicht, der Fall Hatvany hingegen und der Verbleib der Kunstwerke blieb mysteriös. Erst in den 90er-Jahren konnten die russischen Historiker Konstantin Akinsha und Grigorij Kozlov Dokumente in Ungarn und in Nischni Nowgorod ausgraben, die beweisen, dass die Hatvany-Sammlung tatsächlich 1944 von der SS konfisziert und nach Deutschland gebracht worden war.

1945 entdeckten Kampfeinheiten der 49. russischen Armee im Großraum Berlin einen Güterzug mit Kunstwerken aus ungarischen Privatsammlungen, darunter jene von Hatvany. Die Bilder, noch originalverpackt in SS-Kisten, wurden per Bahn nach Nischni Nowgorod geschickt. Die Hatvany-Sammlung war damals nicht mehr komplett: Auf den Transportlisten sind bloß 133 Kunstwerke verzeichnet. Mittlerweile weiß man auch, dass SS-Sturmbannführer Wilhelm Höttl aus dem Salzkammergut den Raubzug geleitet hat. Bis zu seinem Tod vor einigen Jahren hätte er, so der Journalist Burkhart List, wohlhabend und unbehelligt in Österreich gelebt. Hans Deutsch starb 96-jährig am 13. Mai 2002 in Lausanne. (DER STANDARD, Printausgabe, 1.4.2004)
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 3335

BeitragVerfasst am: 29.Apr 2008 6:59    Titel: Antworten mit Zitat

Es klappt immer wieder...

Zitat:
Bewährungsstrafen für «Wash-Wash»-Betrüger

Wegen Diebstahls und versuchten Betruges sind zwei Afrikaner vergangene Woche vom Amtsgericht Tiergarten zu Bewährungsstrafen von 14 und 23 Monaten Haft verurteilt worden. Ein 36-jährige Kameruner und ein 27-jähriger Mann aus Tschad wurden schuldig gesprochen, gemeinsam mit einem Komplizen im Juni 2005 einen Hotelbesitzer mit der sogenannten Wash-Wash-Methode um 45 000 Euro geprellt zu haben.
«Die Geschichten sind so abenteuerlich, dass man kaum glauben kann, dass Erwachsene darauf reinfallen», sagte ein Verteidiger. In diesem Fall hatte der Komplize mit einer Million Euro geprahlt, deren Scheine er für die Ausreise aus seiner Heimat zu Tarnzwecken schwarz gefärbt hatte. Unter dem Vorwand, mit einem chemischen Prozess die Geldscheine zurückfärben und damit wieder verkehrsfähig machen zu können, wurde der Hotelbesitzer dazu gebracht, 45 000 Euro für den «Entfärbungsprozess» zur Verfügung zustellen.

Als ein Versuch misslang, hatten die beiden Angeklagten den Hotelier gebeten, ihnen noch einmal Geld zu geben. Dazu kam es jedoch nicht mehr, weil sich das Opfer unterdessen an die Polizei gewandt hatte. Die Angeklagten hatten die Tat vor Gericht pauschal gestanden. Das Opfer war zur Verhandlung nicht erschienen.

Quelle: e110
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