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uns gehts doch gut, fam. haben mehr als 3.700 euro monatlich

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frank neidzel
Insider


Anmeldungsdatum: 17.07.2002
Beiträge: 600
Wohnort: bremerhaven

BeitragVerfasst am: 14.Mai 2005 8:52    Titel: uns gehts doch gut, fam. haben mehr als 3.700 euro monatlich Antworten mit Zitat

Zitat:
Familien haben mehr als 3700 Euro Nettoeinkommen

Kann das denn überhaupt stimmen?
Zum morgigen Internationalen Tag der Familie gab das Statistische Bundesamt diese Zahl bekannt: 3753 Euro Nettoeinkommen im Monat haben Paare mit Kindern unter 18 Jahren im Schnitt. Sie haben richtig gelesen: NETTO!

Die Statistiker fanden außerdem heraus: Mit steigender Kinderzahl steigt auch das Einkommen. Die Fakten:

Familien mit einem Kind haben im Schnitt ein Einkommen von 3256 Euro netto im Monat.
Familien mit zwei Kindern haben durchschnittlich 4026 Euro.
Familien mit drei Kindern sogar schon 4364 Euro.

Wie setzt sich das so hohe Einkommen statistisch zusammen? BILD erklärt es:

Die Statistiker haben errechnet, daß der Haupternährer einer deutschen Durchschnittsfamilie 2388 Euro brutto im Monat verdient. Der Ehepartner steuert durchschnittlich 564 Euro brutto monatlich zum Lebensunterhalt bei. Das Statistische Bundesamt erfaßt außerdem Familien mit Gehalt aus selbständiger Arbeit (z. B. Handwerker).

Sie verbessern das statistische Durchschnittseinkommen um 387 Euro monatlich. Dazu addieren die Statistiker weitere Posten, zum Beispiel:

519 Euro für Einnahmen aus Vermögen. Dazu zählen etwa Zinsen, Mieteinnahmen, aber auch die „ersparte Miete“ bei Eigenheimbesitzern. Denn viele Familien leben in den eigenen vier Wänden: Bei einem Kind sind es 47 %, bei zwei Kindern schon 64 % und bei drei Kindern sogar 72 %.

717 Euro bekommen Familien durchschnittlich von Vater Staat. Darunter fallen etwa das Kindergeld (im Schnitt 271 Euro), Erziehungsgeld und Arbeitslosenunterstützung.

170 Euro erhalten Familien im statistischen Durchschnitt außerdem als regelmäßige „Finanzspritze“ z. B. von den Großeltern. Auch Geld von Versicherungen erfassen die Statistiker in diesem Betrag.

Unterm Strich kommen die 6,75 Millionen Familien mit Kindern auf ein monatliches „Haushaltsbruttoeinkommen“ von 4753 Euro.

Zieht man Steuern, Soli und Sozialversicherungsbeiträge ab, bleiben im Schnitt 3753 Euro im Monat.

Allerdings: rein statistisch, wohlgemerkt! Alleinerziehenden mit einem oder mehr Kindern geht es deutlich schlechter als Paaren! Sie haben im Monat nur 1789 Euro netto zum Leben.
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Bonny B.
Specialist


Anmeldungsdatum: 01.12.2004
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 14.Mai 2005 21:15    Titel: Natürlich kann das stimmen !!! Antworten mit Zitat

Verehrter Herr Neidzel!

Schade, etwas mehr hätte ich schon erwartet. Immerhin handelt es sich um eine Statistik und da sollte man schon kritisch genug nachhaken, wie dieses Ergebnis zustande kam.

Ich für meinen Teil stelle diesen Durchschnittswert nicht in Frage, auch wenn er auf den ersten Blick unglaubwürdig erscheint. Er verdeutlicht im Endeffekt doch nur diese enorme Kluft zwischen "Arm und Reich" bzw. zwischen "Schlecht- und Supergutverdienern" in Deutschland. Einfach mal intensiv über diese Geldverteilung nachdenken und die Mathematik zu Hilfe nehmen, dann kommt man auch drauf.

Auf http://www.destatis.de/ (Statistisches Bundesamt Wiesbaden) ist die Pressemitteilung vom 13. Mai 2005 zu finden:

Zitat:
Monatliches Nettoeinkommen von Familien im Durchschnitt bei gut 3 700 Euro

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai 2005 mitteilt, lag das durchschnittliche Monatsnettoeinkommen von Familienhaushalten, d.h. von Paarhaushalten mit unter 18-jährigen Kindern, in der ersten Hälfte 2003 bei 3 753 Euro. Nach den Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2003 zeigen sich jedoch in den Lebens- und Einkommensverhältnissen von Familien je nach Kinderzahl zum Teil deutliche Unterschiede:

So lag das Haushaltsnettoeinkommen bei Paaren mit einem Kind bei 3 256 Euro im Monat. Paare mit zwei Kindern (4 026 Euro) konnten auf rund 750 Euro im Monat mehr zurückgreifen, Paare mit drei Kindern (4 364 Euro) auf rund 1 100 Euro mehr als Ein-Kind-Familien.

Korrespondierend mit den höheren Einkommen und der Familiengröße zeigen sich bei den Konsumausgaben entsprechende Unterschiede: Im Durchschnitt gaben Familien im ersten Halbjahr 2003 2 742 Euro monatlich für den Konsum aus. Haushalte mit einem Kind wendeten 2 438 Euro auf, Paare mit zwei Kindern 2 897 Euro und mit drei Kindern 3 146 Euro. Allerdings gaben die Familien mit steigender Kinderzahl geringere Anteile ihres Einkommens für den Privaten Konsum aus. Bei Paaren mit einem Kind betrug der Konsumanteil 74% ihres ausgabefähigen Einkommens, bei Paaren mit zwei und drei Kindern jeweils 71%.

Mit höherer Kinderzahl steigt die Sparquote, d.h. der Anteil des ausgabefähigen Ein­kommens, der auf die hohe Kante gelegt wird. Paare mit einem Kind sparten 12,4% ihres verfügbaren Einkommens, Paare mit zwei Kindern 15,3% und Paare mit drei Kindern 15,8%. Entsprechend unterschiedlich waren die Sparbeträge. Paare mit einem Kind sparten im Durchschnitt 410 Euro im Monat. Bei Paaren mit zwei Kindern (628 Euro) waren es über 200 Euro mehr. Paare mit drei Kindern legten sogar 704 Euro im Monat zurück. Der Durchschnittswert für Familien lag bei 546 Euro.

Deutliche Unterschiede zeigen sich auch beim Haus- und Grundbesitz. Im Durchschnitt lebten Anfang 2003 58% der Familien in den eigenen vier Wänden. Bei Paaren mit einem Kind lag der Anteil bei 47%, bei Paaren mit zwei Kin­dern wohnten fast zwei Drittel (64%) im eigenen Haus, bei Paaren mit drei Kindern waren es sogar fast drei Viertel (72%).

Diese Unterschiede spiegeln sich auch in der Höhe des verfügbaren Immobilienver­mögens wider. Anfang 2003 hatten Paare mit Kind(ern) im Durchschnitt Haus- und Grundbesitz im Wert (Verkehrswert) von 147 000 Euro. Paare mit einem Kind verfügten über Immobilien im Wert von 106 000 Euro. Bei Paaren mit drei Kindern lag der Wert des Haus- und Grundvermögens mit 203 000 Euro je Haushalt nahezu doppelt so hoch; mit zwei Kindern waren es 171 000 Euro.

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Auskunftsdienst Wirtschaftsrechnungen und Zeitbudgets,
Telefon: (01888) 644-8880,
E-Mail: [E-Mail anzeigen]

Quelle: http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2005/p2200024.htm


Das Presseexemplar "Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte - Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003" ist als pdf. hier nachzulesen: http://www.destatis.de/presse/deutsch/pk/2004/evs_2003i.pdf

Unter "Wirtschaftsrechnungen und Zeitbudget" http://www.destatis.de/themen/d/thm_haushalt.php sind weitere Links angegeben, u. a. auch Tabellen zur "Ausstattung privater Haushalte mit ausgewählten langlebigen Gebrauchsgütern" wie Informationstechnik, Fahrzeugen, Unterhaltungselektronik elektrischen Haushaltsgeräten.

Hier noch die die methodische Kurzbeschreibung über die Vorgehensweise unter "Statistik von A bis Z - Wiesbaden, 02. Dezember 2004": http://www.destatis.de/presse/deutsch/abisz/einkommens_verbrauchsstichprobe.htm

LG Bonny B.
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Susa
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Anmeldungsdatum: 05.03.2005
Beiträge: 313

BeitragVerfasst am: 14.Mai 2005 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

@all

Zitat:
Kann das denn überhaupt stimmen?
Zum morgigen Internationalen Tag der Familie gab das Statistische Bundesamt diese Zahl bekannt: 3753 Euro Nettoeinkommen im Monat haben Paare mit Kindern unter 18 Jahren im Schnitt. Sie haben richtig gelesen: NETTO!



Was mich mal interessieren würde, sind das Werte (Netto-Einkommen), an denen sich unsere Regierung orientiert????

Dann kann man auch verstehen, warum die uns immer mehr Zuzahlungen,Kürzungen etc. aufbürden.

Ich bin verheiratet, 1.Kind, Einkommen ein bißchen mehr, als der Betrag den das Statistische Bundesamt, den Alleinerziehenden zu rechnet.

susa
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Bonny B.
Specialist


Anmeldungsdatum: 01.12.2004
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 14.Mai 2005 21:57    Titel: Natürlich kann das stimmen!!! Nachtrag! Antworten mit Zitat

Um es noch einmal ganz deutlich zu machen:

Für unsere Politiker ist diese Statistik ein Schlag ins Gesicht. Der Beweis ist erbracht, daß dieses Loch zwischen Geringverdienern und Superverdienern existiert.

Nun nehme man noch die ganzen Sozialhilfe- und ALG II-Empfänger hinzu. Oder man erinnere sich an die vor kurzem bekannt gewordene Meldung bzgl. Kinderarmut in Deutschland.

Und nun sollten wir alle mal wieder aufhören darüber zu lachen, sondern uns den Ernst der Lage bewußt machen ... außer Sie gehören zufällig zu den Superverdienern. Auf Dauer wird es sich aber auch für diese Gruppe negativ auswirken.

"... Dieses Schiff geht langsam unter! ... Merkt ihr nicht, es hat ein Loch? ..." aus "Haltet die Welt an" von Glashaus

LG Bonny B.
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Susa
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Anmeldungsdatum: 05.03.2005
Beiträge: 313

BeitragVerfasst am: 14.Mai 2005 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

@Bonny B.

Zitat:
Ich für meinen Teil stelle diesen Durchschnittswert nicht in Frage, auch wenn er auf den ersten Blick unglaubwürdig erscheint. Er verdeutlicht im Endeffekt doch nur diese enorme Kluft zwischen "Arm und Reich" bzw. zwischen "Schlecht- und Supergutverdienern" in Deutschland. Einfach mal intensiv über diese Geldverteilung nachdenken und die Mathematik zu Hilfe nehmen, dann kommt man auch drauf.


Sie stellen also diesen Durchschnittswert (3.700,-Euro) nicht in Frage.

In welcher Sparte (Schlecht- und Supergutverdiener) stecken Sie denn eine Familie, mit 1 Kind und 2.000,- netto????????Techniker-Einkommen, Universität, öffendlicher Dienst. Wäre es nicht der öffendliche Dienst, wäre das Einkommen geringer, da das Land noch, und ich sage NOCH, gewisse Zuschläge zahlt (Ortszuschlag ect.)
Das ist für MICH eher der Durchschnitt.

susa
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Bonny B.
Specialist


Anmeldungsdatum: 01.12.2004
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 14.Mai 2005 23:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Susa!

Einfach nochmal genau lesen und drüber nachdenken, was Durchschnittswert bedeutet. Dann können Sie Ihre Frage selbst beantworten. Allerdings muß man dafür mathematisches Verständnis aufbringen. Es ist halt eine Statistik, d. h. es gibt immer ein Drunter und ein Drüber. Das hat mit Sparten-Steckerei nichts zu tun. Es interessiert also in diesem Fall nicht, wo Ihr persönliches Einkommen dort einzuordnen ist.

LG Bonny B.
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Susa
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 05.03.2005
Beiträge: 313

BeitragVerfasst am: 15.Mai 2005 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

@Bonny B.

Zitat:
Einfach nochmal genau lesen und drüber nachdenken, was Durchschnittswert bedeutet. Dann können Sie Ihre Frage selbst beantworten. Allerdings muß man dafür mathematisches Verständnis aufbringen. Es ist halt eine Statistik, d. h. es gibt immer ein Drunter und ein Drüber. Das hat mit Sparten-Steckerei nichts zu tun. Es interessiert also in diesem Fall nicht, wo Ihr persönliches Einkommen dort einzuordnen ist.


Mir ist sehr wohl bewußt, was Durchschnittswerte bedeuten, so habe ich diese doch mal irgendwann, zu meiner College-Zeit, im Matheunterricht gelernt.
Was ich damit sagen will/wollte, es sind eben nur Durchschnittswerte und statistische Berechnungen sind immer relativ zu sehen und gehen/rechnen doch oft an der Realitiät vorbei.

Einfach gerechnet: Da gibt es halt Menschen, die ihre 7.000,- - 8.000,- Euro netto haben--- und die, die nur 800,- - 1.500,- Euro netto haben,---(die enorme Kluft, zwischen Arm und Reich)---- diese werden alle zusammen in einem Topf geworfen, heraus kommt dann der Durchschnittswert 3.700,- Euro netto.
So ähnlich meinten Sie das doch, oder????

Zitat:
Allerdings muß man dafür mathematisches Verständnis aufbringen.


Was MANN? - FRAU natürlich abspricht.

susa
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Bonny B.
Specialist


Anmeldungsdatum: 01.12.2004
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 16.Mai 2005 0:18    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Was MANN? - FRAU natürlich abspricht.


lol ... ich bin kein Mann!

Zitat:

Einfach gerechnet: Da gibt es halt Menschen, die ihre 7.000,- - 8.000,- Euro netto haben--- und die, die nur 800,- - 1.500,- Euro netto haben,---(die enorme Kluft, zwischen Arm und Reich)----


Fast, aber immer noch nicht ganz verstanden. Es darf eben nicht nur einfach gerechnet werden.

Sie stellen sich die Berechnung in etwa so vor (supersimples Beispiel):

1000 Familien mit 2.500,00 Euro
1000 Familien mit 3.500,00 Euro
= Durchschnitt 3.000,00 Euro

Die Realtität sieht aber in etwa so aus:

1800 Familien mit 2.000,00 Euro
200 Familien mit 12.000,00 Euro
= Durchschnitt immer noch 3.000,00 Euro

Das ist eben der große Nachteil an Statistiken - oder der Vorteil - ist eben eine Auslegungssache. Allerdings muß man hier einfach mal die Links und weiterführenden Tabellen genau durchlesen, dann kommt man drauf, daß die zweite Variante Ursache für diesen Durchschnittswert ist, der so vielen unglaubwürdig erscheint, weil sie eben in die Gruppe der 1800 Familien fallen.

LG Bonny B.
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Susa
Pathfinder


Anmeldungsdatum: 05.03.2005
Beiträge: 313

BeitragVerfasst am: 16.Mai 2005 10:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

@Bonny B.

Zitat:
lol ... ich bin kein Mann


Deswegen ja auch das Fragezeichen hinter MANN?



Zitat:
Sie stellen sich die Berechnung in etwa so vor (supersimples Beispiel):

1000 Familien mit 2.500,00 Euro
1000 Familien mit 3.500,00 Euro
= Durchschnitt 3.000,00 Euro


Sagte ich ja "Einfach gerechnet"




Zitat:
Die Realtität sieht aber in etwa so aus:

1800 Familien mit 2.000,00 Euro
200 Familien mit 12.000,00 Euro
= Durchschnitt immer noch 3.000,00 Euro


Meine Antwort aus einem der unten stehenden Posting:


Zitat:
es sind eben nur Durchschnittswerte und statistische Berechnungen sind immer relativ zu sehen und gehen/rechnen doch oft an der Realitiät vorbei.


Hab das schon verstanden.

Grüße susa
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Goodman
*** Consulter ***


Anmeldungsdatum: 16.01.2002
Beiträge: 5415

BeitragVerfasst am: 16.Mai 2005 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Als guter Kneiper hältst du dich aus allen Diskussionen raus, in denen es um Kirche und Politik geht, dass sagte mein alter Freud Hans Heußmann immer. Aus diesem Grunde gestatte ich mir lediglich anzumerken, dass man keiner Statistik glauben soll, die man nicht selbst gefälscht hat. Das sie den auch schon kannten ist mir klar ..

Zum wahren Hintergrund dieses Themas möchte ich anmerken, dass wir US-amerikanische Verhältnisse bekommen werden – nur noch viel, viel, viel schlimmer! Einige können sich überhaupt nicht vorstellen, dass die jetzige Situation erst ‚die Spitze des Eisberges’ ist!

Bescheidene Frage am Rande: Warum nutzte unser aller Finanzminister Hans Eichel die 100 Milliarden Einnahmen (UMTS Lizenzen) nicht und investierte diese in die Infrastruktur? Straßen, Schienen, Flughäfen? 100 Milliarden bedeuten volkswirtschaftlich (Acceleratorprinzip) eine Konjunkturbelebung von 1000 Milliarden ( oder habe ich da in Volkswirtschaft des ersten Semesters irgendwie gepennt?) ...

Wäre doch politisch auch leicht zu verkaufen gewesen, da diese Einnahme eigentlich vom Himmel gefallen ist – so dachte man damals jedenfalls noch und dann kamen die Vodaphone Manager, aber das ist jetzt wieder eine andere Geschichte ...

Aber diese Statistik stellt der Regierung fürwahr ein Armutszeugnis aus. Die Kluft zwischen arm und reicher wird immer größer und wenn ich jetzt beim Bund (bei der Fahne) wäre würde ich schreiben: Jeder möge zusehen, dass er seinen kleinen A---h an die Wand bekommt ...

Nur – das sind wir wieder bei PISA und die Konsequenzen der allgemeinen Volksverblödung, aber auch das ist eine andere Geschichte ...

Ihre gezeigte Diskussionssachlichkeit ist übrigens beispielhaft und @ Bonny B: Sind Sie in einem lehrenden Berufsfeld tätig?

Lieben Gruß
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Bonny B.
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Anmeldungsdatum: 01.12.2004
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 16.Mai 2005 18:04    Titel: Antworten mit Zitat

Klaus Maurischat hat folgendes geschrieben::
@ Bonny B: Sind Sie in einem lehrenden Berufsfeld tätig?


Nein, ich bin nicht in einem Lehrberuf tätig. Muß man aber auch nicht unbedingt sein, um Zusammenhänge erkennen zu können. Oder machen Sie vorhandene Intelligenz und gute Auffassungsgabe von einem beruflichen Status abhängig? Wäre sehr schade und ich müßte mich beleidigt fühlen.

Wer sich viel informiert wird schnell herausfinden, daß sich unser Herr Eichel sowie andere Politiker häufig verkalkulieren mit ihren "ach so genialen" Einfällen. Woher die auch immer kommen mögen. Ein Resultat ausreichenden Denkens - und vor allem Weiterdenkens - kann es wahrlich nicht sein.

Nichts gegen das Stelenfeld vom Grundgedanken her, aber kann sich unser Land dieses erlauben? Immerhin 23 Millionen Euro betrugen die Baukosten für das Holocaust-Mahnmal in Berlin. 2,1 Millionen Euro Unterhalt kostet es in diesem Jahr. Alle Kosten werden ausschließlich vom Bund getragen.

Der in Deutschland lebende jüdische Schriftsteller Rafael Seligmann bezeichnete das gigantomanische Mahnmal als "überflüssig und gefährlich wie ein Blinddarm". Seligmann hat zwar den entscheidenden Vorteil, daß man IHM eine solche Kritik nicht übel nimmt. Aber aufgrund seiner Aussage traue ich mich doch tatsächlich, diesen hohen Kostenaufwand in Frage zu stellen. Ich, die ich sogar als Nachfahrin des "Tätervolkes" betitelt werde. Aber ich lasse mir mein Recht auf Kritik nicht nehmen und riskiere sogar, daß ich nun unwahrerweise als Nazi beschimpft werden könnte.

Oder nehme man diese zwei Beispiele:

Zitat:
Dienstag, 10. Mai 2005

Höhere Tabaksteuer?

Entscheidung steht auf der Kippe


... Die weitere Erhöhung der Tabaksteuer um nochmals 1,2 Cent je Zigarette ist seit Monaten in der Koalition umstritten. Grund der Debatte ist, dass der Fiskus schon nach den zwei Anhebungen am 1. März und 1. Dezember 2004 statt erhoffter Mehreinnahmen deutlich weniger aus der Tabaksteuer eingenommen hat. Den Krankenkassen stehen aber gesetzlich Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt zu. Trotz geringerer Tabaksteuereinnahmen als 2003 musste der Bund im vergangenen Jahr dafür eine Milliarde Euro bereitstellen. Für dieses Jahr sind 2,5 Milliarden Euro und für 2006 rund 4,2 Milliarden fest vereinbart.

Gesundheitspolitiker verweisen darauf, dass die Steuererhöhung insgesamt zu weniger Tabakkonsum geführt habe. Dabei sei der Wechsel vieler Raucher von Zigaretten auf den billigeren Feinschnitt bereits berücksichtigt. Haushälter halten dagegen, dass seit Anhebung der Tabaksteuer nicht weniger geraucht worden sei. Raucher konsumierten vielmehr den weniger besteuerten Feinschnitt zum Selbstdrehen, nicht versteuerte Schmuggelware oder billige Auslandszigaretten. ...

Teilzitat aus: http://www.n-tv.de/529949.html


Zitat:
Donnerstag, 12. Mai 2005

Kosten für Hartz IV steigen offenbar drastisch

Bericht: Arbeitsmarktreform belastet statt entlastet

Eigentlich sollte die Hartz-IV-Reform die öffentlichen Kassen entlasten. Es scheint aber anders zu kommen: Nach Medienberichten steigen die Kosten für die Arbeitsmarktreform weiter drastisch. Bereits am Wochenende hieß es, der Bundesrechnungshof prüfe die Kostenexplosion durch Hartz IV.

Die Ausgaben des Bundes für die Hartz-IV-Arbeitsmarktreform sind einem Zeitungsbericht zufolge weiter drastisch gestiegen. Die Bundesagentur für Arbeit habe nach einem Bericht des Wirtschaftsministeriums für den Haushaltsausschuss des Bundestags in den ersten vier Monaten des Jahres bereits 7,32 Milliarden Euro für das Arbeitslosengeld II (ALG II) ausgegeben, berichtete die "Financial Times Deutschland". Hinzu kämen etwa 730 Millionen Euro, die von den 69 Kommunen bezahlt worden seien, die Langzeitarbeitslose in eigener Regie betreuen.

Damit summierten sich die ALG-II-Ausgaben bis April auf 8,05 Milliarden Euro, hieß es weiter. Bis März seien die Ausgaben für das ALG II bereits auf knapp 5,9 Mrd. Euro geklettert. Hochgerechnet auf das Jahr ergäben sich allein für das ALG II Kosten von 24 Milliarden Euro. Eingeplant hat Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) bisher jedoch lediglich 14,6 Milliarden Euro.

Rechnungshof prüft offenbar

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" meldete bereits am Wochenende, der Rechnungshof prüfe die Kostenexplosion durch die Hartz-IV-Reform. Bereits im Sommer solle die Spitze der Bundesagentur für Arbeit einen entsprechenden Bericht der Rechnungsprüfer erhalten. Nach einer aktuellen Schätzung der Regierung drohten die Ausgaben für Hartz IV in diesem und im nächsten Jahr um bis zu 20 Milliarden Euro über den Planzahlen zu liegen.

Rot-Grün räumte bisher ein, dass die Arbeitsmarktreform nicht zu den erhofften Einsparungen führt. Die haushaltspolitische Sprecherin der Grünen, Anja Hajduk, sprach von Mehrkosten von sechs Milliarden Euro für das kommende Jahr. Doch sei zugleich eine unerwartete Entlastung bei den Ausgaben für Unterkunftskosten von Langzeitarbeitslosen möglich. Die Verhandlungen zwischen Bund und Kommunen seien aber noch nicht abgeschlossen.

Bund, Länder und Kommunen streiten

Über die wirkliche Be- und Entlastung ihrer Haushalte durch Hartz IV streiten Bund, Länder und Kommunen seit Monaten, eine Revision der Etatposten blieb bisher aus. Nach Einschätzung von Experten könnten die Kommunen weit stärker entlastet werden als vorgesehen - zu Lasten des Bund.

Quelle: http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/11/0,3672,2297355,00.html


Wären aber alles wieder andere Themen, denen einzeln genommen sicher Aufmerksamkeit gebührt. Aber gerade die Summe aus all den Fehlern, die sich unsere Politiker erlauben, könnte dem ein oder anderen vielleicht eher ein Licht aufgehen lassen. Bei solchen Fehlplanungen kann man doch wirklich nur noch von einem überflüssigen Wasserkopf voller inkompetenter Schlaumeier reden, die ihre Daseinsberechtigung schon längst verloren haben. So unüberlegt sollten unsere Politiker wirklich nicht handeln und die Quittung dafür wird folgen, dessen bin ich mir sicher.

Andererseits ... wer könnte es besser machen?

LG Bonny B.
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Taeaen
User gebannt


Anmeldungsdatum: 10.08.2003
Beiträge: 1940
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 16.Mai 2005 19:41    Titel: Wahre Worte... Antworten mit Zitat

Bonny B. hat folgendes geschrieben::
Andererseits ... wer könnte es besser machen?


Wahre Worte, gelassen ausgesprochen....
Wenn unsere Politiker einmal lernen würden, über den Tellerrand hinaus zu schauen und auch einmal bereit wären, sich von Fachleuten informieren zu lassen, sähe einiges in diesem Lande anders aus.

Ale jammern über leere Kassen, wenn man den Herren aber die Gelegenheit bietet, diese schnell und schmerzlos zu füllen, herrscht betretenes Schweigen im Walde. Wie soll man auch dem Rechnungshof solchen Geldsegen erklären ? Und wenn dann doch mal jemand zuhört, gilt dessen Interesse zu allererst der potenziellen Möglichkeit, selbst an dieser Geschichte zu partizipieren ( was ja nicht das Problem wäre ), im Nehmen sind unsere Jungs ohnehin die Größten.

Letztendlich siegt dann aber immer die Angst vor der eigenen Courage, und deshalb bewegt sich da nichts. Andererseits: Wenn irgendwo noch ein paar Kröten zu verballern sind, wird noch schnell eine zweite Kläranlage gebaut, auch wenn die erste nur halb ausgelastet ist. Da weiß man schließlich, was man hat....

Kopfschüttelnde Grüße
Taeaen
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Katzebutschi3
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Anmeldungsdatum: 21.04.2003
Beiträge: 105

BeitragVerfasst am: 18.Mai 2005 7:19    Titel: uns gehts doch gut......... Antworten mit Zitat

Hier muss man Taeaen völlig recht geben.

Möchte aber noch eins dazu sagen.....
es gibt drei Arten der Lügen
einfache Lüge
gemeine Lüge
und die Statistik

nur von unten gehts nach Oben

Grüße von hier

K
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Zerti
Specialist


Anmeldungsdatum: 28.11.2003
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 18.Mai 2005 13:28    Titel: Sinn und Unsinn Antworten mit Zitat

man muss sich doch die frage stellen, welchen sinn und zweck diese statistik haben soll.

ich nehme mal an wieder eine reine arbeitsbeschaffungsmaßnahme für eine behörde und mehr nicht.
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Blindschleichl
Specialist


Anmeldungsdatum: 25.11.2002
Beiträge: 83
Wohnort: Regensburg

BeitragVerfasst am: 18.Mai 2005 23:54    Titel: Antworten mit Zitat

Schleichend und unbemerkt wird diese Statistik vielleicht für behördliche Berechnungsgrundlagen eingesetzt (werden) obwohl sie falsch ist!

Darin wird nämlich z.B. Hausbesitzern eine "ersparte Miete" zum Einkommen aufgerechnet.

Moment mal!!! Ich bin Hausbesitzer und habe Annuitäten zu tilgen! Wieso werden diese in dieser Statistik nicht abgerechnet?

Hypothetisch: Müßten nicht auch die täglich für Lebensunterhalt, Kraftstoff, Heizung etc. errichteten Steuern von diesem Wert abgezogen werden?

Das schlimme ist nur, daß diese Statistik wie oben beschildert mit Sicherheit als Wertgrundlage benutzt wird.

Guten Abend
BS
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MLM Forever
Specialist


Anmeldungsdatum: 21.09.2002
Beiträge: 180
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 19.Mai 2005 7:23    Titel: Antworten mit Zitat

Blindschleichl hat folgendes geschrieben::

Das schlimme ist nur, daß diese Statistik wie oben beschildert mit Sicherheit als Wertgrundlage benutzt wird.



Leider ist das so.

Denkt man mal näher darüber nach, dass global gesehen 40 % des gesamten Geldes unter 356 Familien verteilt werden, wird man ebenfalls sehr nachdenklich.
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