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Beratungsqualität der Banken - hier LBS

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Salamander
Specialist


Anmeldungsdatum: 09.02.2004
Beiträge: 131
Wohnort: Leipzig

BeitragVerfasst am: 11.Mai 2005 12:08    Titel: Beratungsqualität der Banken - hier LBS Antworten mit Zitat

Gestern (Dienstag, den 10.05.2005) hatte das Erste in PlusMinus einen faszinierenden Beitrag zum Thema Baufinanzierungen und "Alles aus einer Hand"
Hier der Beitrag auf der Homepage von Plus-Minus:
http://www.daserste.de/plusminus/beitrag.asp?iid=355
Wenn man sich das alles und die eigenen Erfahrungen mit der Beratungsqualität von Banken richtig überlegt, kommt man doch so langsam zu dem Eindruck, dass es besser wäre, sie machen das was sie können: Girokonten verwalten
und überlassen die anspruchsvollen Dinge anspruchsvollen Beratern.
Ich hoffe inbrünstig, dass wir uns in dieser Beziehung ein wenig dem amerikanischen Markt nähern. Dort soll es ja zum großen Teil schon so sein.

Herzliche Grüße aus Sachsen

Jens Müller
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Roderich Hopp
* Ehrenmitglied *


Anmeldungsdatum: 17.05.2004
Beiträge: 947
Wohnort: Dorum-Mulsum

BeitragVerfasst am: 11.Mai 2005 18:24    Titel: LBS Antworten mit Zitat

Werter @ Müller
Hoffe , trotz der schlechten und teilweise unseriösen Beratung deutscher Banken und Sparkassen nicht, das wir jemals amerikanische Verhältnisse bekommen wie Sie anmerken. Wäre dies, gepaart mit unserer deutschen Mentalität der Fall, wäre Deutschland binnen kurzem eine Öde und eine Wüste. Fahren Sie mal in die USA und gehen mal ein wenig abseits der Großtstadt und lassen Sich dort individuell beraten. Sie werden ihr blaues Wunder erleben und sich ganz schnell wieder eine deutsche Sparkasse /Bank herbeisehnen *** Die Sparkassenpleiten in USA vor Jahren haben gezeigt wie gut die Leute dort beraten wurden /sind. Ab Mitte der 90 er und auch nocn heute verlieren Hunderttausende, insbesondere Farmer, ihr Hab und Gut und die Amis gehen im Falle von Zahlungsverzug noch rigoroser um als deutsche Bankinstitute.Sicher bekommt man dort leichter Geld und Kredite,aber um welchen Preis.
Mit freundlichen Grüßen
Roderich Hopp
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Salamander
Specialist


Anmeldungsdatum: 09.02.2004
Beiträge: 131
Wohnort: Leipzig

BeitragVerfasst am: 11.Mai 2005 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

@Roderich Hopp
Meine Bemerkungen bezüglich amerikanischer Verhältnisse ist entstanden aus einem Gespräch. In Kurzform konnte ich da folgendes entnehmen:
(meine Worte)
Wer in den USA eine professionelle Beratung im Bereich Geld haben will, geht nicht zur Bank sondern zu einem Spezialisten (z.B. Unabhängige Beraterfirmen o.ä.). Das beispielsweise Versicherungsmakler dort ein Image haben, welches sich von dem hiesigen unterscheidet, glaube ich. Neu war mir, dass sich das mit Banken und Finanzberatern genauso verhalten soll.
Für den hiesigen Markt wäre es folglich ratsam, dass Menschen seriöse unabhängige Berater finden. Die Beratungsqualität dort ist ganz sicher unumstritten besser, als bei den meisten hiesigen Banken.
Ich habe einmal meine Mutter (64) zur Deutschen Bank (testweise)geschickt, um sich ein Angebot für ein Sparprogramm zu holen. Sie kam mit einem Bauspar-Angebot wieder, auf Grund dessen sie hätte 120 Jahre alt werden müssen.
Ich kann und will mir einfach nicht vorstellen, dass ich je auf dieses Niveau sinke.
Doch leider haben die Banken in Deutschland immer noch ein Image, welches sie meiner Meinung nach längst verwirkt haben.

So war meine Aussage bezüglich amerikanischer Verhältnisse zu verstehen. Möglich, dass ich mich da irre, der Kern meiner Aussage bleibt der gleiche. Selbst wenn wir die Diskussion um Verhältnisse in anderen Ländern beiseite lassen.
Ein unabhängiger Berater wird sich stets mehr, besser und vielfältiger um passende Konzepte für seine Kunden bemühen, als eine Bank dies kann oder tut.
Da hilft der Commerzbank auch Reklame mit Aussagen wie: Die Mehrzahl der angebotenen Geldanlagen sind nicht mal aus unserem Haus
nix.
Und sollte es eine Tatsache sein, dass unabhängige Firmen in den USA einen besseren Ruf haben als Banken, wären mir amerikanische Verhältnisse sehr angenehm.
Sollte dies nicht in den USA, sondern in Feuerland zutreffen, sprechen wir halt von "feurigen" Verhältnissen - oder so
Herzliche Grüße aus Sachsen


Jens Müller
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Roderich Hopp
* Ehrenmitglied *


Anmeldungsdatum: 17.05.2004
Beiträge: 947
Wohnort: Dorum-Mulsum

BeitragVerfasst am: 11.Mai 2005 22:21    Titel: Bankberatung Antworten mit Zitat

werter User Jens Müller !
Meine Antwort bezog sich auf Ihr Posting bezüglich der Beratungsqualität amerikanischer Sparkassen und Banken, und nicht auf den Beruf des dort sehr eachteten Vermögens- und Anlageberaters und seiner Qualifikation.da gebe ich Ihnen gerne recht zumal es sich hier auch meistens um Abgänger von Hochschulen mit den entsprechenden Abschlüssen und Diplomen handelt die überwiegend auf Honorarbasis arbeiten.
Diese Art der Beratung wäre in Deutschland allerdings zu begrüßen.
da sitmme ich Ihnen uneingeschränkt zu.
Nur was machen wir dann mit dem Fußvolk der AWD und anderer Struckiunternehmen und was bleibt denn noch ernsthaft zum Beraten übrig ?
Wir Deutschen haben es doch geschafft die Umsetzung der EU-Richtlinien dahingehend wieder hinauszuziehen und zu verwässern.
Dies erweckt auch den Eindruck das die Kapitalvernichtung des sauerverdienten und gesparten Geldes vom Ottonormalverbraucher staatlich noch gefördert wird, und sich eben auch hier der Unterschied zum Geldadel deutlich bemerkbar macht. Siehe Deutsche Bank und ihre
Mutter .
Mit freundlichen Grüßen

Ro0derich Hopp
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Salamander
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Anmeldungsdatum: 09.02.2004
Beiträge: 131
Wohnort: Leipzig

BeitragVerfasst am: 12.Mai 2005 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr geehrter Roderich Hopp,

Zitat:
Wir Deutschen haben es doch geschafft die Umsetzung der EU-Richtlinien dahingehend wieder hinauszuziehen und zu verwässern.

Ist da nicht irgend so ein Häuptling eines Struki-Ladens der "Berater" der Bundesregierung in Sachen Umsetzung EU-Vermittler-Richtlinie?!
Ich möchte nicht mit Fremdwörtern "imprägnieren", aber solange die Struki-Unternehmen ein solch enormes Kapitalsammelbecken für dieses Land darstellen, steht da eine Lobby, der der Freie Berater schier ohnmächtig gegenübersteht. Das größte Problem aus meiner Sicht besteht darin, dass bei einer wörtlichen Umsetzung der Richtlinien der von Ihnen erwähnte AWD und der ganze Rest der "Unabhängigen" Strukiunternehmen nichts mehr verkaufen würde. Kein DVAG-Vermittler könnte seinem Kunden doch erklären, warum A und M angeboten wird, nachdem er die geforderte Identifizierung mit Offenlegung der Beteiligungsverhältnisse vor dem Gespräch übergeben hat.
Damit würde Umsatz verloren gehen und somit dem Staat auch Geld.
Kürzlich bekam ich eine Statistik in die Hand aus der zu entnehmen war, dass in Deutschland rund 450.000 sogen. Finanz-und Versicherungsberater herum toben. Von diesen 450.000 sollen gerade einmal 4 - 5 % eine entsprechende, qualitativ hochwertige Ausbildung haben. Unterstellen wir jetzt, dass vom unausgebildeten Rest die Hälfte in Struki-Unternehmen arbeitet, müßten rund 210.000 Leute eine Ausbildung nachholen.
Unsere Leute haben wir alle den MFC machen lassen. Kosten pro Studium ca. 3.000,- €.
Würde bedeuten, dass eine entsprechende Ausbildung die Struki-Unternehmen in etwa eine 3/4 Milliarde EURO kostet. Selbst wenn man da noch Rabatte aushandelt bleibt eine Unsumme an Geld.
Fazit: Es "genügt", eine mehrjährige Tätigkeit in der Branche nach zu weisen oder diese jenseits von Gut und Böse liegende IHK-Prüfung BWV zu absolvieren.
Und dann muß man sich die Diskussion vorstellen, ob man mit einem absolvierten MFC überhaupt die Zulassungskriterien erfüllt, aber mit 6 Wochen BWV-Studium wird man zugelassen!!!
Ein Freund hat das Thema Finanzen an der FH studiert und bekam die Info, dass es noch nicht sicher sei ob er damit die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt!!!!
Wie macht man dem Otto-Normal-Verbraucher diese Zusammenhänge transparent?!
Gott (oder KM) sei Dank gibt es auch zu diesem Zweck dieses Forum!

In der Hoffnung auf eine nicht ganz so verwässerte Umsetzung der Richtlinien und mit den besten Wünschen für gute Geschäfte

Jens Müller
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Trader
Insider


Anmeldungsdatum: 28.10.2003
Beiträge: 931
Wohnort: Weesen

BeitragVerfasst am: 12.Mai 2005 12:37    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ja, über die Beratungsqualität der verschiedenen Finanzinstitute kann man zu recht geteilter Meinung sein. Das Grundproblem liegt hauptsächlich darin dass diese Häuser nicht Leistungsorientiert abrechnen. Der Kunde bezahlt Gebühren und sonst noch was unabhängig vom Erfolg. Der Berater selbst ist wiederum nicht unabhängig da er ja sein Gehalt vom Bankhaus bezieht und die Anlageentscheide fast ausschliesslich von einer Bankeigenen "Anlagekommission" (sprich Analysten etc) die ihre Vorgaben an die Berater abgeben. Der sog. Anlageberater ist eigentlich meist nur ausführendes Organ und sonst hat er nix zu melden - er soll einfach genügend Kunden anschaffen, dann gehts ihm/ihr gut. Solche Voraussetzungen jedenfalls sind denkbar schlecht für die Performance und machen faul (Bank wie Berater).

Unabhängige Berater/Vermögensverwalter dagegen haben den Vorteil unabhängig und selbständig entscheiden zu können sofern ein paar wenige Voraussetzungen erfüllt sind:

- die Person/Firma arbeitet Leistungsorientiert (no performance-no fees)
- lehnt Retrozessionen grundsätzlich ab oder gibt sie an den Kunden weiter
- kann ein gutes Reporting anbieten (möglichst Standards)
- kann zusätzliche Dienstleistungen wie Steuerberatung o.ä. anbieten (im eigenen Hause oder im Verbund mit anderen Spezialisten)

Dass er/sie eine fundierte Ausbildung und Berufserfahrung (Bank, Privatbank etc.) mitbringen muss ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Ein Studium schadet nichts, im Gegenteil, aber Berufserfahrung gehört unbedingt dazu und meines Erachtens höher zu gewichten als ein schöner Uni-Titel ohne Praxis. Mehrsprachigkeit übrigens ist gerade in diesem Berufsfeld keine Schande sondern "de rigeur". (Evtl. den Knigge mal gelesen haben...)

Allerdings braucht es auch von Kundenseite etwas. Nämlich etwas Zeit für ein detailliertes Gespräch mit dem Vermögensverwalter um ihm seine Vorstellungen und Wünsche offen und ehrlich mitzuteilen. Und natürlich etwas Barschaft - so ab 200'000 (können auch Fränkli sein) sollte es schon sein, sonst lohnt es sich für den Vermögensverwalter kaum; ausser der Kunde hätte entsprechendes Potential - dann drückt man schon mal eine Auge zu.

Und nun: Viel Glück und gutes Gespür bei der Suche nach dem/der Richtigen.

Grüsse
Trader
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ffbkdavid
User gebannt


Anmeldungsdatum: 31.08.2003
Beiträge: 1467
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 16.Mai 2005 16:45    Titel: unabhängige beratung: Antworten mit Zitat

die krux liegt bei der HONORIERUNG der immer wieder so heissersehnten "unabhängigen beratergilde" - ich stelle immer und immer wieder fest, dass kunden sehr wohl an einem PROFESSIONELLEN beratungsgespräch interessiert sind... allerdings zum NULLTARIF


UNSER anlagevehikel arbeitet in der BERATUNGSPHASE ausschliesslich mit STUNDENHONORAREN... und da kommen halt für ein einigermassen verwertbares (und für die ENTSCHEIDUNGSFINDUNG notwendiges!) resultat schon so 2 bis 3,000 schweytzer fränkli an kosten zusammen


... wird allerdings durch KICK-BACK-kommissionen resp. den zugang zu ÄUSSERST ATTRAKTIVEN operatingbedingungen mehr als aufgewogen (vor allem die transaktionsgebühren sind teilweise sehr happig... und wenn man in diesem bereich von abschlüssen einer professionellen beratungsgesellschaft profitieren kann, kehrt man nie mehr zum direktkontakt mit einer bank zurück!)


wir nehmen's, wie's kommt... die erfahrung hat uns eindrücklich gezeigt, dass kunden, die bereits in der startphase möglichst billig (im wahrsten sinne des wortes) zu möglichst viel know-how/leistungen kommen wollen, selten längerfristig gebunden werden können... und man mit diesen immer und immer wieder probleme hat


klein, aber fein... die devise der schweytzer privatbankiers ist auch die unsrige


take care


ffbkdavid
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Trader
Insider


Anmeldungsdatum: 28.10.2003
Beiträge: 931
Wohnort: Weesen

BeitragVerfasst am: 17.Mai 2005 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Also eine Analyse eines Depots mit allem drum und dran sollte natürlich schon verrechnet werden können. Wenn er Kunde wird hat er es ja wieder zurück, wenn nicht hat man wenigstens fürs know-how was bekommen. Ein Kunde der das nicht bezahlen mag soll halt bei den Banken bleiben, hab ich kein Problem damit.

In unserem Verbund ist das Gespräch zwar kostenlos dafür gibt's auch keine schönen Analysen mit mehrfarbigen Diagrammen etc.. Der potentielle Kunde hört sich die Vorschläge/Ideen an und soll sich dann in aller Ruhe entscheiden. Entscheidet er sich für uns - schön; wenn nicht - henusode, der nächste bitteschön. Wir werden ja schliesslich fürs Geldverdienen bezahlt.

Auch wir orientieren uns ganz gerne an der Devise der Pratbankiers.
(Hab's übrigens spasseshalber mal zusammengezählt: Wir kommen doch immerhin auf etwas über 100 Jahre Erfahrung in PrivateBanking/Anlage-
beratung/Börsenparkett & Devisen - auch nicht schlecht)

By the way: Das bisschen know-how das der Kunde im Gespräch aufschnappen kann darf er gerne haben.

Grüsse
Trader
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