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First Canadian Joint Venture & Consulting Inc.

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Spiritus Rector
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Anmeldungsdatum: 12.12.2003
Beiträge: 1123
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 3.Okt 2006 11:15    Titel: First Canadian Joint Venture & Consulting Inc. Antworten mit Zitat

Die Geschichte des Wolfgang Michalski, Dipl.-Ing. Heinz Hornberger & Co.!

Natürlich kennen Sie Deutschland, Sie kennen deutsche Kreditinstitute und deren „bankübliche Sicherheiten“ bei der Kreditvergabe. Sie wissen, mit diesenbanküblichen Sicherheiten und der Beamtenmentalität deutscher Banken hätte es in Deutschland niemals einen Bill Gates geben können.

Dieser Markt und diese Problemstellung ist ein Eldorado für Scharlatane und sonstige Ganoven. Von einer dieser xxxfirmen handelt unsere diesmalige Story des Monats. Von einem raffiniert ausgeklügelten System mit einigen Hauptdarstellern und Nebenakteuren, die der Staatsanwalt kaum greifen kann.

Hauptdarsteller dieser realen Tragödie:

First Canadian Joint Venture & Consulting Inc.Toronto(Canada)
Reg.-No.1349874 TaxIdentification 867431025
"Niederlassung Europa"
C /Patrico Ferrandiz 4o
Buzon503
-E- 03700 Denia (Spanien)
Telefon: +34 96 5329851
Telefax: +34 96 5329879
WEB: www. neuer Eigentümer.de

Mescala Economic Advice Inc. New York (USA)
Reg. No. F 981029000681CSC 45

Niederlassung Europa
C / Patrico Ferrandiz 4o
Buzon 382
-E- 03700 Denia (Spanien)

F. A. Investissement Consultation
9 Rue de Mostagenem
Reg.-No. 133027 / 97 /10
Succursale C.A. 33900
-AL- 3100 Oran (Algerien)

Sucellus GmbH
Postfach 634
Reg.-No.08-09-004189
-H - 9002 Gyor (Ungarn)
Telefon/ Telefax: +39 96 525766
Telefon: +36 20 9125697

Und in einer Hauptrolle:

Der "Repräsentant und Alleinvertretungsberechtigte" für Deutschland, der feine Herr:

Dipl.-Ing. Heinz Hornberger
Anette-von-Droste-Hülshoff-Weg 15
-D- 76275 Ettlingen
Telefon 07243-39693
Telefax 07243-39694

Clever sind sie schon, die Damen und Herren um den Drahtzieher Wolfgang Michalski (Adresse wie First Canadian (Spanien). Sie haben sich ein feines Spiel ausgedacht. Ein Spiel, in dem sehr viele ehrliche Bürger bisher erhebliche Beträge im wahrscheinlich siebenstelligen Bereich verloren haben.

Der Köder ist immer der gleiche. Das Interesse an einem Millionenengagement arabischer Investoren, vor allem an Immobiliengeschäften in Deutschland. Diese existieren natürlich lediglich auf dem Papier, aber wer will schon in einem arabischen Staat Nachforschungen anstellen? Jedoch der Reihe nach:

Herr Dipl.-Ing. Heinz Hornberger, -D- 76275 Ettlingen, Anette von Droste Hülshoff Weg 15, Telefon 07243-39693, Telefax 07243-39694, nimmt Kontakt zu den Kredit- oder Hypotheksuchenden auf. Hierzu dienen ihm Mittelsmänner und der berühmte Kleinanzeigenteil in den bekannten deutschen Zeitungen.

Er erklärt, dass sehr viel Geld, vor allem aus dem arabischen Raum, in Deutschland investiert werden solle und man „händeringend“ nach Projekten suche. Um zu testen, ob der Interessierte (das Opfer) auch über eine gewisse Bonität sowie Barmittel verfüge oder diese besorgen könnte, aber auch um einen seriösen Eindruck zu hinterlassen, werden sodann schöne selbst entwickelte Formulare an den Interessierten gesendet. Eine Selbstauskunft, eine Projektkurzbeschreibung, Kalkulationsvordrucke und Ertragsvorschau. Fast so wie die Bank von nebenan –und genau das ist beabsichtigt, denn das schafft in Deutschland Vertrauen.

Verfügt der Interessent, lt. seiner Selbstauskunft, über keine eigenen Reserven wird wahrscheinlich eine Zusammenarbeit abgelehnt. Ist aber Geld vorhanden, nimmt das Spiel seinen Lauf.

Der Interessent erhält bereits wenige Tage nach Übersendung der o.a. Unterlagen ein Telefax, welches die Zusage einer F.A. Investissement, Oran (Algerien), darstellt, unterschrieben von einem Hanifia Raschid. Verbunden mit einem Schreiben des Herrn Dipl.-Ing., dass eine Absage nur erfolgen könne, wenn durch „Angabe von falschen Zahlen eine Zusage erschlichen werde solle“ (Originaltext Hornberger). Damit meint der Herr Dipl.-Ing. Hornberger die Zahlen und Angaben in den o.a.Formularen. Die bescheidene Aufwandsentschädigung für die Arbeiten des "Herrn" Hornbergers beläuft sich auf 2.800,00DM. Mit dem Zusatz, dass weitere Forderungen „unsererseits“ nicht erfolgen. Mit „unsererseits“ meint Hornberger seine Einmann-Firma.

Bei Interesse an einer schnellen Auszahlung wird um ein Telefax mit dem Nachweis der Überweisung gebeten. Danach werde man die "Originalbestätigung" der algerischen Phantasiefirma per Einschreiben übersenden.

Hornberger weist in seinem Rechnungsbeischreiben ausdrücklich darauf hin, dass er der einzige Ansprechpartner für eine Mescala AG (es müsste Inc. heissen) und der First Canadian Inc. für den deutschsprachigen Raum ist.

Nachdem das wertlose Stück Papier (die sogenannte Originalbestätigung) per Einschreiben übersandt wurde (immer schön wichtig machen), meldet sich Hornberger wieder, diesmal im Zusammenspiel mit der (wahrscheinlichen) Lebensgefährtin des feinen Herrn Wolfgang Michalski, dem eigentlichen Drahtzieher, der es sich im sonnigen Spanien wohl ergehen lässt, mit Frau Eszter Bella.

Die eingereichten Unterlagen seien okay, man müsse das Projekt jedoch vor Ort besichtigen und auch die Unterlagen für die algerische F.A. Investissement,Oran (Investor) aufarbeiten und persönlich besprechen. Die gegebene Finanzierungszusage ist zwar vom Prüfungsergebnis nicht abhängig (das verstehe wer will...), da sowieso eine Treuhandgesellschaft von der Mescalla als unabhängiges Unternehmen beauftragt sei. Diese hat ausschliesslich die Aufgabe, zu prüfen, ob die Angaben des Kunden der Wahrheit entsprechen und keine falschen Zahlen interpretiert wurden.Mit „diese“ meint Hornberger nicht die Mescalla, sondern eine dritte Firma (die o.a Treuhandgesellschaft) auf die wir noch kommen werden.

Die First Canadian Inc. übersendet ein Telefax mit einem wiederum schönen Formular und der Überschrift „Prüfungsankündigung“, unterschrieben von Frau Eszter Bella. Die selbe Frau Eszter Bella übersendet auch eine Rechnung der Mescala Economic Advice.Inc., Sitz New York, Niederlassung für Europa in Spanien (gleiche Adresse wie First Canadian, wie praktisch), Höhe nunmehr 9.550,00 $US, zahlbar auf ein Konto bei der Raiffeisenbank in Györ (Ungarn). Übrigens ist Frau Eszter nach unserem Kenntnisstand auch aus dem schönen Ungarn...

Nachdem die entsprechenden Termine vereinbart wurden (Kosten incl. 5Sterne Hotel zahlt natürlich Antragsteller), die Besichtigung vor Ort stattfand und die Unterlagen eingesehen wurden, wird nochmals erklärt, dass der Auszahlung über einen Treuhänder nunmehr und nach letzter Aufbereitung der Unterlagen, sowie der entsprechenden Stellungnahme, nichts mehr im Wege stehen würde. Treuhänderin ist die Sucellus GmbH. Hierfür zeichnet ein Herr Gabor Vidak, wie Frau Eszter aus Ungarn stammend.

Auch die Treuhänderfirma (Sucellus GmbH) möchte noch einmal Gebühren haben, um Ihre Kosten zu decken. Der Einwand, diese Gebühren erst zu zahlen, wenn die Kredite ausgezahlt werden, wird mit der Aussage abgetan, dass man sich auf ein Geschäft dieser Art nicht einlassen könne, da man ja nicht wisse, was passieren würde, wenn Negativmerkmale festgestellt werden würden und sich daher doch noch die Auszahlung verzögere, die aber übrigens schon aus Algerien telefonisch avisiert wurde.

Nachdem nach einigen Telefonaten auch die Rechnung der Sucellus über 10.400,00 $US gezahlt wurde, wird mitgeteilt (von der First Canadian), dass eine gesetzte Frist verstrichen sei und die Wiederinkraftsetzung 3.000,00 $US kosten würde.Des weiteren seien Mahngebühren in Höhe von 1.500,00 $US fällig. Porto und sonstige Auslagen schlagen mit über 500,00 $US zu Buche.

Der Ton wird immer rüder, es werden immer mehr Unterlagen angefordert, die Fristen werden immer kürzer. Es müssen sogar Überweisungen über Pfingsten getätigt werden, die einfach nicht durchführbar sind. Bis endlich beim Interessenten die Einsicht eintritt, das Opfer einer xxxxx geworden zu sein und weitere Zahlungen nicht mehr geleistet werden.

Eingefädelt wird alles von Wolfgang Michalski, wahrscheinlich Eigentümer der verschiedenen Offshore-Firmen. Michalski legt besonders grossen Wert darauf, dass auf sämtlichen Geschäftsformularen die entsprechenden Steuer- und Registriernummern stehen. In den USA und auch in Kanada völlig unüblich, macht sich aber gut in Deutschland. Deutsche stehen nun einmal auf Stempel, Nummer und Formular.
Das Perfide an diesem Vorgehen ist, dass der Kreditsuchende nach der Erkenntnis, Opfer eines Betruges geworden zu sein, keinerlei Möglichkeit hat, sich zu wehren. Er müsste einen Prozess gegen eine österreichische Firma mit einer Niederlassung in Ungarn führen, gegen zwei amerikanische mit Niederlassungen in Spanien. Wie die Innenverhältnisse der entsprechenden Firmen zudem vertraglich geklärt sind, ist für Außenstehende völlig unklar. Diese Prozesse würden Unsummen verschlingen, und so können Michalski und seine Bande, mit einem Netzwerk von internationalen Firmen, weiterhin ehrbare Bürger mit Kreditversprechen ködern und sie sodann mit immer abenteuerlicheren Geschichten, Forderungen und Fristen zu immer neuen Zahlungen bewegen.

Der Trick daran ist, wenn erst einmal investiert wurde, möchte man auch das Ziel erreichen. Und so geben Kreditsuchende ihr „letztes Hemd“, um den winkenden Kredit doch noch zu bekommen. Diese Methode wird übrigens auch bei dubiosen Warentermingeschäften (im Branchenjargon "Telefonbuden") angewandt.„Süchtig machen“ nennt man dieses in Insiderkreisen. Gier frisst Hirn, diese Gier hat in diesem Falle über 80.000,00 DM gekostet! Immaterielle Schäden nicht eingerechnet.

Unsere Nachforschungen über die deutsche Botschaft in Algier haben übrigens ergeben, dass es eine F.A. Investissement Consulting in Algerien unter der angegebene Adresse nicht gibt und eine Firma mit diesem Namen auch im gesamten Handelsregister Algeriens nicht eingetragen ist.
Michalski wirbt mittlerweile auf seiner Internetpage (und das ist der absolute Gipfel),dass er auf Grund der Vorkommnisse am 11.09.01 in New York jeglichen Kontakt und Zusammenarbeit zu arabischen Firmen abgebrochen habe. Des weiteren warnt er vor unseriösen Warndiensten und verweist auf den Anlegerwarndienst. In diesem ist er natürlich nicht vertreten, da es sich bei seinen Geschäften nicht um Anlagen sondern um Kredite handelt.

Auch soll man sich über seine Firma bei einer kanadischen Auskunftei erkundigen. Aber nicht bei irgendeiner, sondern bei einer die mit Adresse benannt wird. Was meinen Sie, wem die Firma gehört und wer sich die Auskünfte schreibt? Richtig!

Nachzulesen sind diese Märchen unter www. neuer Eigentümer world-capital.de. Die Administratorin der Website ist eine Frau Heidrun Oho, Roonstrasse 22 in 65195 Wiesbaden, die auf unsere Nachfrage tatsächlich angab, über die Registrierung ihres Namens nichts zu wissen. Man hätte ihren Namen wohl lediglich aus dem Telefonbuch abgeschrieben. Die Chance dazu ist 1 : 38.000.000, denn so viele Telefonbucheinträge gibt es zirka zur Zeit in Deutschland.

Verwunderlich ist auch, dass der Hauptverantwortliche und Fädenzieher im Hintergrund Michalski sehr lange in Wiesbaden gelebt hat, bevor es ihn sodann ins sonnige Spanien zog. Vielleicht weil ihm in Deutschland wohl der Boden unter den Füßen zu heiß wurde? Warum eine kanadische Firma letztlich eine Webadresse mit deutscher Kennung besitzt ist uns auch völlig unklar.

Hornberger übrigens, der Drahtzieher in Deutschland, der sein Betrugshonorar bei der Volksbank e.G. in Ettlingen oder bei der Dresdner Bank in Ettlingen einlaufen lässt (Die Liste der Eingänge ist wahrscheinlich identisch mit der Liste der Opfer), berechnet nunmehr neuerdings 3.200,00 DM und ist weiter auf xxxxsuche. Unverschämterweise noch immer im Namen der First Canadian Inc. Vielleicht liest ja ein engagierter Banker der vorher genannten Kreditinstitute diesen Bericht und trägt dafür Sorge, dass durch solch zwielichtige Gestalten das Ansehen seiner Bank nicht in ein sehr schlechtes Licht gestellt wird!

Diese traurige Geschichte kommt aus der Anfangszeit GoMoPa's. Mittlerweile sitzt (saß?) Michalski in Österreich und ob der Herr Ing. aus Ettlingen noch diesen Geschäften nach geht ist nicht bekannt ...
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