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consiliarius User gebannt
Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 107 Wohnort: Spanien
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Verfasst am: 24.Okt 2005 15:31 Titel: Bankkredite....KEIN Problem!? |
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Kreditvergabe der Banken am Pranger
Die deutschen Banken kümmern sich bei der Vergabe von Krediten nach Ansicht von Verbraucherschützern zu wenig um die tatsächliche Finanzkraft ihrer Kunden. Das lässt in Privathaushalten immer öfter die Schuldenfalle zuschnappen.
Viele Institute verliehen Geld zu Zinsen und Raten, die der Kunde nicht zurückzahlen könne, sagte die Präsidentin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Edda Müller, am Montag in Berlin. Dass der Kunde sich überschulden könne, werde dabei verschwiegen. "Wir erleben, dass gerade Menschen mit niedrigen Einkommen besonders hohe Zinsen zahlen müssen", sagte Müller. Andererseits bekämen Ältere immer seltener einen Kredit.
Das Kreditvolumen in Deutschland ist dem VZBV zufolge auf den Rekordwert von 999 Mrd. Euro gestiegen, die Zahl der überschuldeten Haushalte liege bei mehr als drei Millionen. Grund seien fast immer gescheiterte Kredite. Die Verbraucherschützer warfen den Banken schlechte Beratung, versteckte Kosten und das so genannte Scoring, also die Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit des Verbrauchers, vor.
"Insgesamt ist die Kreditvergabepraxis der Banken durch Widersprüchlichkeiten geprägt", sagte Müller und forderte "verständliche und kompakte Informationen". Grundsätzlich seien Kredite von einer "enormen volkswirtschaftlichen Bedeutung". Fehlentwicklungen der derzeitigen Kreditvergabepraxis machten die Verbraucher allerdings oft "zum Spielball der Banken". Müller warnte die Kreditinstitute davor, "die Zinsspirale zu überdrehen".
Kritik an EU-Verbraucherkreditrichtlinie
Sie forderte, bei der geplanten EU-Verbraucherkreditrichtlinie müssten die Verbraucher besser geschützt werden. Müller kritisierte, "dass der Entwurf viele Probleme offen lässt." Wer einen Kredit aufnehme, müsse von Anfang an alle Kosten kennen und die Konditionen besser vergleichen können als derzeit. Die Richtlinie müsse verhindern, dass "Kredithaie" Wucherzinsen kassieren können. Mit der Richtlinie will die EU-Kommission die Kreditvergabe europaweit vereinheitlichen. Auf einer VZBV-Expertentagung sollten am Montag Defizite der Richtlinie benannt werden.
Die Verbraucherzentralen kritisieren insbesondere Lockvogelangebote. So machten Banken immer häufiger Werbung mit Kreditzinsen ab 5,5 Prozent oder mit Spannweiten von 5,5 bis 14,9 Prozent. Feste Sätze würden seltener, der Kunde könne nicht mehr vergleichen. Oft liegt nach Müllers Worten nach Abschluss des Vertrags der tatsächliche Zinssatz höher als die Werbung versprach. Die Gründe würden dem Kunden jedoch nicht nachvollziehbar erklärt.
Verbrauchern rät Müller, verschiedene Angebote einzuholen. Allerdings werde die Suche nach dem günstigsten Angebot durch die fehlende oder oft bewusst erschwerte Vergleichbarkeit sowie durch versteckte Kosten zum Problem.
Haken beim Angebotsvergleich
Doch die Angebotssuche hat einen Haken: Wer mehrere Angebote einhole, stehe am Ende oft als schlechter Kunde dar, sagte Müller. Denn bei den Banken würden parallele Anfragen nach Kreditkonditionen als Indiz gewertet, es handle sich um einen Verbraucher mit mangelnder Bonität. Mehrmaliges Anfragen führe dazu, dass die Kreditsätze von Anfrage zu Anfrage klettern. In einem vom ARD-Magazin "Plusminus" recherchierten Fall habe sich ein Angebot so von 8,71 auf 11,57 Prozent verschlechtert.
Schuld daran sei unter anderem das Basel-II-Abkommen, also die neuen Vorgaben des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht zur Eigenkapitalausstattung von Banken. Obwohl es erst Ende 2006 in Kraft treten soll, hat es Müller zufolge schon jetzt "zu einem "Umbruch bei der Kreditvergabe an Verbraucher" geführt. Immer öfter werde auf das Scoring-Verfahren gesetzt. Die Kriterien seien "hochgradig intransparent und zum Teil willkürlich", sagte Müller.
Wie absurd es bei der Kreditvergabe zugehen kann, erläuterte der VZBV-Finanzexperte Manfred Westphal. In Hamburg sei im vergangenen Jahr ermittelt worden, dass Einkommensschwache gegenüber Besserverdienern um bis zu 78 Prozent höhere Zinsen zahlen müssen. In einem Fall habe die Spanne für einen 10.000-Euro-Kredit zwischen 6,69 und 12,38 Prozent gelegen. Auch gebe es eine Diskriminierung älterer Menschen. So hätten manchmal schon 60-Jährige Schwierigkeiten, einen Kredit zu bekommen.
Jüngere würden dagegen oft durch Kettenkredite in die Überschuldung geführt, sagte Westphal. Zudem würden durch die Banken immer öfter Zusatzgeschäfte wie Restschuld- oder Unfallversicherungen abgeschlossen. In einem Extremfall erhöhten sich die tatsächlichen Zinsen statt der ausgemachten zwölf auf 40 Prozent, rechnete Westphal vor.
ap, 13:49 Uhr
© 2005 Financial Times Deutschland |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 24.Okt 2005 18:09 Titel: Re: Bankkredite....KEIN Problem!? |
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Werter User consiliarius...
Obwohl ich dem von Ihnen zitierten Beitrag aus der Financial Times Deutschland in Teilen zustimmen muß, ist er trotzalledem teilweise in sich widersprüchlich...
| consiliarius hat folgendes geschrieben:: |
Kreditvergabe der Banken am Pranger
Die deutschen Banken kümmern sich bei der Vergabe von Krediten nach Ansicht von Verbraucherschützern zu wenig um die tatsächliche Finanzkraft ihrer Kunden. Das lässt in Privathaushalten immer öfter die Schuldenfalle zuschnappen.
Viele Institute verliehen Geld zu Zinsen und Raten, die der Kunde nicht zurückzahlen könne, sagte die Präsidentin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Edda Müller, am Montag in Berlin. Dass der Kunde sich überschulden könne, werde dabei verschwiegen. "Wir erleben, dass gerade Menschen mit niedrigen Einkommen besonders hohe Zinsen zahlen müssen", sagte Müller. Andererseits bekämen Ältere immer seltener einen Kredit. |
Das diese Vorwürfe aus den Reihen der Verbraucherschützer kommen, macht diese Aussagen nicht unbedingt richtiger.
Entscheidend für die Vergabe von Konsumentenkrediten - und jeder Art von Krediten - ist ausschließlich, ob nach menschlichem Ermessen davon ausgegangen werden kann, daß die Rückführung funktioniert.
| Zitat: |
| Das Kreditvolumen in Deutschland ist dem VZBV zufolge auf den Rekordwert von 999 Mrd. Euro gestiegen, die Zahl der überschuldeten Haushalte liege bei mehr als drei Millionen. Grund seien fast immer gescheiterte Kredite. Die Verbraucherschützer warfen den Banken schlechte Beratung, versteckte Kosten und das so genannte Scoring, also die Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit des Verbrauchers, vor. |
Es wird hier mit keinem Wort darauf eingegangen, warum immer mehr Konsumentenkredite platzen.
Als Hauptgrund benenne ich persönlich die hohe Arbeitslosenquote. Diese wiederum ist jedoch nicht ursächlich die des kreditgewährenden Gewerbes, sondern der ständige Drang der Industrie - und der Wirtschaft im allgemeinen - nach noch mehr Profit und noch mehr Shareholder-Value...
Deutschland gehört heute zu den Ländern, in denen die Großindustrie innerhalb der EU definitiv die wenigsten Steuern zahlt. Nicht nominell - aber in praxi!
| Zitat: |
| "1) Insgesamt ist die Kreditvergabepraxis der Banken durch Widersprüchlichkeiten geprägt", sagte Müller und forderte "verständliche und kompakte Informationen". 2) Grundsätzlich seien Kredite von einer "enormen volkswirtschaftlichen Bedeutung". Fehlentwicklungen der derzeitigen Kreditvergabepraxis machten die Verbraucher allerdings oft "zum Spielball der Banken". Müller warnte die Kreditinstitute davor, "die Zinsspirale zu überdrehen". |
1) Wie dieser ganze Beitrag!
2) Die Menschen können sich diese Kredite nicht mehr leisten aufgrund der ständigen Angst um den möglichen Verlust des Arbeitsplatzes.
| Zitat: |
Kritik an EU-Verbraucherkreditrichtlinie
Sie forderte, bei der geplanten EU-Verbraucherkreditrichtlinie müssten die Verbraucher besser geschützt werden. Müller kritisierte, "dass der Entwurf viele Probleme offen lässt." Wer einen Kredit aufnehme, müsse von Anfang an alle Kosten kennen und die Konditionen besser vergleichen können als derzeit. Die Richtlinie müsse verhindern, dass "Kredithaie" Wucherzinsen kassieren können. Mit der Richtlinie will die EU-Kommission die Kreditvergabe europaweit vereinheitlichen. Auf einer VZBV-Expertentagung sollten am Montag Defizite der Richtlinie benannt werden. |
Ich halte den gesamten Absatz für billigste Polemik...
Was haben z. B. Kreditzinsen der Banken mit Wucherzinsen von Kredithaien zu tun...?
| Zitat: |
Die Verbraucherzentralen kritisieren insbesondere Lockvogelangebote. So machten Banken immer häufiger Werbung mit Kreditzinsen ab 5,5 Prozent oder mit Spannweiten von 5,5 bis 14,9 Prozent. Feste Sätze würden seltener, der Kunde könne nicht mehr vergleichen. Oft liegt nach Müllers Worten nach Abschluss des Vertrags der tatsächliche Zinssatz höher als die Werbung versprach. Die Gründe würden dem Kunden jedoch nicht nachvollziehbar erklärt.
Verbrauchern rät Müller, verschiedene Angebote einzuholen. Allerdings werde die Suche nach dem günstigsten Angebot durch die fehlende oder oft bewusst erschwerte Vergleichbarkeit sowie durch versteckte Kosten zum Problem. |
Kann dazu ein Beispiel benannt werden? Ich meine, Sie haben diesen Beitrag doch eingestellt und sich sicherlich vorher damit beschäftigt...
| Zitat: |
Haken beim Angebotsvergleich
Doch die Angebotssuche hat einen Haken: Wer mehrere Angebote einhole, stehe am Ende oft als schlechter Kunde dar, sagte Müller. Denn bei den Banken würden parallele Anfragen nach Kreditkonditionen als Indiz gewertet, es handle sich um einen Verbraucher mit mangelnder Bonität. Mehrmaliges Anfragen führe dazu, dass die Kreditsätze von Anfrage zu Anfrage klettern. In einem vom ARD-Magazin "Plusminus" recherchierten Fall habe sich ein Angebot so von 8,71 auf 11,57 Prozent verschlechtert. |
Aufgrund verschiedenster Beiträge in diesen Foren ist es wohl so, daß die Angebotseinholung jeweils bei der Schufa gespeichert wird. Der Sinn mag sich mir nicht so recht erschließen... Schließlich funktioniert so der Markt - Angebot und Nachfrage...
| Zitat: |
Schuld daran sei unter anderem das Basel-II-Abkommen, also die neuen Vorgaben des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht zur Eigenkapitalausstattung von Banken. Obwohl es erst Ende 2006 in Kraft treten soll, hat es Müller zufolge schon jetzt "zu einem "Umbruch bei der Kreditvergabe an Verbraucher" geführt. Immer öfter werde auf das Scoring-Verfahren gesetzt. Die Kriterien seien "hochgradig intransparent und zum Teil willkürlich", sagte Müller.
Wie absurd es bei der Kreditvergabe zugehen kann, erläuterte der VZBV-Finanzexperte Manfred Westphal. In Hamburg sei im vergangenen Jahr ermittelt worden, dass Einkommensschwache gegenüber Besserverdienern um bis zu 78 Prozent höhere Zinsen zahlen müssen. In einem Fall habe die Spanne für einen 10.000-Euro-Kredit zwischen 6,69 und 12,38 Prozent gelegen. Auch gebe es eine Diskriminierung älterer Menschen. So hätten manchmal schon 60-Jährige Schwierigkeiten, einen Kredit zu bekommen.
Jüngere würden dagegen oft durch Kettenkredite in die Überschuldung geführt, sagte Westphal. Zudem würden durch die Banken immer öfter Zusatzgeschäfte wie Restschuld- oder Unfallversicherungen abgeschlossen. In einem Extremfall erhöhten sich die tatsächlichen Zinsen statt der ausgemachten zwölf auf 40 Prozent, rechnete Westphal vor.
ap, 13:49 Uhr
© 2005 Financial Times Deutschland |
Vermag ich im Detail nicht zu beurteilen... leider!
Ansonsten verfolge ich andernorts interessiert Ihre Diskussion über 30m - Yachten...
Freundliche Grüße
Peter Wilhelm |
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consiliarius User gebannt
Anmeldungsdatum: 30.09.2005 Beiträge: 107 Wohnort: Spanien
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Verfasst am: 24.Okt 2005 18:30 Titel: Re: Bankkredite....KEIN Problem!? |
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| Peter Wilhelm hat folgendes geschrieben:: |
Werter User consiliarius...
Obwohl ich dem von Ihnen zitierten Beitrag aus der Financial Times Deutschland in Teilen zustimmen muß, ist er trotzalledem teilweise in sich widersprüchlich...
Ich halte den gesamten Absatz für billigste Polemik...
Ansonsten verfolge ich andernorts interessiert Ihre Diskussion über 30m - Yachten...
Freundliche Grüße
Peter Wilhelm |
Genau mit diesen Augen hatte ich den Artikel gesehen, deswegen in der Überschrift das -!?- Ich kann Ihnen in ALLEM nur zustimmen werter Peter Wilhelm. Ich muss mich demnächst präziser Ausdrücken...
Ich fand den Artikel, der jetzt in fast allen Medien gleichlautig zu lesen ist (da denke ich an Orson Wells 1984 Theorie der Mediengleichschaltung) einfach nur Weltfremd und wie Sie so treffend bemerkten als "billigste Polemik"! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen... |
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