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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6866
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Verfasst am: 30.Jun 2006 11:25 Titel: EU-Kommission geht gegen MasterCard-Gebühren vor |
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Die Brüsseler Wettbewerbshüter verdächtigen den Kreditkartenanbieter MasterCard, mit seinen Gebühren gegen EU-Wettbewerbsrecht zu verstoßen. Jetzt verlangt die EU-Kommission eine Stellungnahme des Unternehmens.
Die EU-Kommission hat die Kreditkartengruppe MasterCard wegen des Verdachts wettbewerbsschädigender Geschäftspraktiken bei der Gebührenberechnung abgemahnt. Die Bedenken der Behörde bezögen sich auf die Mindestgebühren, die Einzelhändler zahlen müssten, wenn sie Kreditkarten mit dem MasterCard- oder Maestro-Logo akzeptierten, teilte die Kommission heute in Brüssel mit. Durch die Festlegung dieser Mindestgebühr werde der Wettbewerb in der Branche behindert.
Die Gesellschaft soll nun zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Sollte MasterCard die Kommission nicht von der Rechtmäßigkeit der Gebühren überzeugen, könnte die Kommission diese verbieten.
Das Unternehmen bestätigte heute in einer Presseerklärung, eine schriftliche Abmahnung der EU-Kommission erhalten zu haben. Ein solche Dokument sei seit langem erwartet worden. Eine Frist, bis wann MasterCard eine Stellungnahme abzugeben habe, sei nicht vorgegeben worden. Das Unternehmen weist darauf hin, dass ein Verbot der Gebühr durch die EU-Behörde vor EU-Gerichten angefochten werden könnte.
Die Brüsseler Behörde hatte bereits im September 2003 gegenüber MasterCard Bedenken wegen der Gebührenpraxis geltend gemacht. Diese Gebühren fallen laut Kommission insbesondere dann an, wenn mit den Kreditkarten anfallende Beträge grenzüberschreitend innerhalb der EU sowie auch innerhalb einiger Mitgliedstaaten beglichen werden. Fast 45 Prozent aller Karten im Europäischen Wirtschaftsraum tragen laut Behörde das MasterCard- oder Maestro-Logo.
Neben MasterCard hatte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes auch dem Konkurrenten Visa vorgeworfen, den mangelnden Wettbewerb zu missbrauchen.
kaz/AFP/Reuters |
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