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GM&P Mod. Team Insider

Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 653
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Verfasst am: 5.Jun 2007 17:51 Titel: Preise für Kreditkarten in Mitgliedsstaaten der EU |
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Die Verwirrung ist groß:
Preise für Kreditkarten in verschiedenen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union anhand von Anbieter-Informationen im Internet
Begibt man sich auf eine europaweite Reise auf der Suche nach Kreditkarten namhafter Kreditkartenunternehmen sowie zahlreicher Bankinstitute, findet man sich schnell in einem kaum zu überschaubaren Dschungel wieder.
MasterCard, Visa, American Express ... in sämtlichen Varianten. Dazu kommen zahlreiche bankeigene Produkte, die wiederum häufig in kombinierten Vorteilspaketen feilgeboten werden. All dies macht einen Preis-Leistungs-Vergleich zu einem fast abenteuerlichen Unterfangen.
Darüber hinaus lässt auch die Informationspolitik der Bankinstitute häufig zu wünschen übrig. Während man ganz wesentliche Aspekte wie die Höhe der Jahresgebühr noch recht schnell findet, muss man -begehrt man umfassende Informationen - sein ganzes investigatives Geschick zum Einsatz bringen. Häufig nämlich befinden sich die Allgemeinen Bedingungen verteilt auf mehreren Links, die es erst einmal zu finden gilt. Nicht selten jedoch bleibt auch eine umfassende Suche ohne Erfolg.
Die Permanenttsb Bank in Irland teilt dem Interessierten immerhin direkt mit, dass er die Versicherungsbedingungen, die mit der Bestellung einer Visa Karte und der darin inkludierten Unfallversicherung einhergehen, erst mit Zusendung der Karte erhält ! Und somit erfährt der geneigte Besucher nicht einmal die Höhe der versicherten Summe.
MasterCard / Visa:
Betrachtet man die unternehmenseigenen Internetauftritte von MasterCard und Visa in den jeweiligen Landessprachen, so stellt der interessierte Besucher verwirrt fest: Information Fehlanzeige!
Mit Ausnahme der entsprechenden österreichischen Seiten von MasterCard und Visa erhält der Besucher keine konkreten Informationen über die Vertragsbedingungen der einzelnen Kreditkarten. Auch ist es nicht möglich, die gewünschte Karte direkt zu bestellen.
Stattdessen findet sich stets wieder der Hinweis, die einzelnen Bedingungen würden von den kartenausgebenden Instituten selbst bestimmt. Auch dort könne man schließlich die begehrte Karte erhalten.
Demgegenüber erfährt der Besucher der österreichischen Seiten detaillierte Angaben über Gebühr, inkludierte Leistungen und Versicherungen der einzelnen Karten. Auch enthalten diese Seiten einen Kartenantrag.
Im Falle von American Express verhält es sich grundlegend anders.
American Express stellt dem Besucher im Rahmen seiner Internetauftritte in den verschiedenen Ländern umfassende Informationen zur Verfügung.
Viele bekannte deutsche Bankinstitute bieten zwar Kreditkarten von MasterCard/Visa, nicht jedoch von American Express an.
Konkretes zu American Express:
Die Untersuchungen konzentrieren sich auf die Produkte Blue Card sowie American Express Card, zum Teil auch als Green Card bezeichnet.
Blue Card:
Auf dem deutschen Markt entfällt die Jahresgebühr fürs erste Jahr komplett. Ebenso verhält es sich in Österreich sowie in Frankreich. Die Höhe der Jahresgebühr variiert von 12,50€ für die belgische Variante (allerdings geizt die Seite mit vollständigen Geschäftsbedingungen zu diesem Produkt) und 40€ für die österreichische und französische Variante. Deutschland orientiert sich mit 35€ an der oberen Grenze.
Der deutschen und österreichischen Variante ist gemein, dass die Jahresgebühr im Falle eines Umsatzes in Höhe von 3.500€ im Folgejahr jeweils entfällt.
Zusatzkarte:
Italien, Frankreich und Spanien statten ihre Kunden nach eigenen Angaben mit einer kostenlosen Zusatzkarte aus. Österreich bietet eine Zusatzkarte fürs erste Jahr kostenlos an und veranschlagt danach eine Jahresgebühr in Höhe von 20€. Deutschland stellt seinem Kunden 10€ pro Jahr in Rechnung.
Barabhebung:
Mit Ausnahme des niederländischen Anbieters beinhaltet die Blue Card den Service, weltweit Geld abheben zu können. Der Verfügungsrahmen sowie die Gebühren differieren allerdings.
Der Verfügungsrahmen bewegt sich von 271€ innerhalb von 14 Tagen (Schweden) und 900€ pro Woche (Frankreich).
Negativer Gebührenspitzenreiter ist Schweden mit einer Gebühr von 4%. Am kundenfreundlichsten wartet Frankreich mit einer Gebühr von lediglich 2% auf. Dazwischen liegen etwa Österreich mit 3%, die Niederlande mit 3,5% oder auch Italien mit 3,9%. Gemeinsam ist den Ländern eine Mindestgebühr. Schweden, das die höchste Gebühr von 4% berechnet, setzt eine Minimumgebühr von nur 2,71€ fest. Darunter liegen nur Österreich mit 2,50€ sowie Italien mit 2,60€. An der Spitze liegt die Niederlande mit einer Minimumgebühr in Höhe von ganzen 4,50€.
Bei Fremdwährungen ergibt sich jeweils ein Zuschlag in Höhe von weiteren 2%.
Voraussetzungen:
American Express setzt in allen untersuchten Ländern ein Mindestalter von 18 Jahren voraus. Darüber hinaus ist ein Mindestbruttojahreseinkommen erforderlich, das in seiner Höhe deutlich variiert. Italien zeigt sich mit Abstand am liberalsten mit der Forderung nach einem Mindesteinkommen von lediglich 11.361€. Demgegenüber setzt die Niederlande mit einem geforderten Einkommen von 25.000€ am höchsten an.
Des weiteren verlangen die meisten Länder die Inhaberschaft eines Girokontos bzw. sogar einen ständigen Wohnsitz im jeweiligen Land. Einige Länder verlangen zusätzlich das Nichtvorhandensein eines Säumnisverfahrens, Schweden außerdem einen feste Anstellung.
Leistungen:
Allen Ländern gemeinsam sind inkludierte Versicherungen.
So beinhaltet die Blue Card in sämtlichen Staaten eine Reiseunfallversicherung. Die Deckungssumme liegt zwischen 50.000€ (Italien) und ganzen 300.000€ (Spanien). Deutschland, Österreich und die Niederlande bieten ihren Kunden eine Deckungssumme von 100.000€.
Deutschland schneidet im direkten Vergleich schlecht ab. Während viele Staaten ihren Kunden weitere Leistungen gewähren, beschränkt sich das deutsche Angebot auf die besagte Unfallversicherung und enthält die folgenden Leistungen erst in der teureren American Express Card. Zu den zusätzlichen Leistungen der anderen Staaten zählen etwa die sog. Return Protection sowie eine Versicherung zum Schutz vor Diebstahl und Beschädigung neu gekaufter Artikel. Die Return Protection gewährt dem Kunden das Recht, bei Nichtgefallen neu gekaufter Ware diese gegen Erstattung des Kaufpreises an American Express zu geben.
Ersatzkarte:
Bei Verlust, Beschädigung, Diebstahl der Karte wird diese, soweit ersichtlich, in sämtlichen Staaten innerhalb von 24 oder 48h weltweit kostenlos ersetzt.
Haftung:
Vorbehaltlich näherer Bestimmungen ist der Kunde im Falle des Verlusts/Diebstahls der Karte in seiner Haftung für missbräuchliche Verwendung beschränkt. Deutschland lässt seine Kunden bis zur Meldung bis zu einer Summe von 50€, Österreich, Frankreich und Spanien bis zu einer Summe von 25€ haften. Danach entfällt jegliche Haftung, sofern nicht bestimmte Ausschlusstatbestände greifen.
American Express Card:
Jahresgebühr:
Dänemark, Österreich und Frankreich streiten sich um die höchste Gebühr. Während Dänemark seinen Kunden eine Jahresgebühr von 87€ plus 30€ einmaliger Eintrittsgebühr und Österreich seinen Kunden eine Jahresgebühr von 70€ plus einmaliger Eintrittsgebühr von 20€ abverlangt, stellt Frankreich seinen Kunden 80€ in Rechnung. Demgegenüber schlägt die deutsche Gebühr von 55€ am wenigsten zu Buche, dicht gefolgt von Schweden mit einer Jahresgebühr von 58€.
Zusatzkarte:
Auch in Sachen Zusatzkarte hat Deutschland mit 20€ jährlich die Nase vorn, getoppt lediglich von Frankreich, die eine Zusatzkarte gratis anbietet. Auch hier bildet Dänemark mit 53€ den negativen Spitzenreiter.
Barabhebung:
Verfügungsrahmen und Gebühren orientieren sich im Wesentlichen an den Bedingungen, die bereits für die Blue Card galten.
Die Niederlande unterscheidet beim Verfügungsrahmen dabei als einziges Land zwischen einer Barabhenung inner- und außerhalb des Landes. Während die Niederlande im Ausland alle 7 Tagen bis zu 700€ zur Verfügung stellt, ist der Rahmen innerhalb des Landes auf 225€ alle 30 Tage beschränkt.
Voraussetzungen:
Während Österreich und Frankreich an den Erwerb der American Express Card diegleichen Anforderungen stellen wie an den Erwerb der Blue Card, setzen viele Staaten ein höheres Bruttojahreseinkommen voraus. Die Niederlande fordert mit 30.000€ erneut das höchste Einkommen. Italien ordnet sich mit einer Forderung nach 13.000€ ebenfalls erneut am unteren Ende ein.
Leistungen:
Im Rahmen der Reiseunfallversicherung erhöht sich in jedem Staat die Deckungssumme. Diese liegt zwischen 108.000€ (Schweden) und 260.000€ (Österreich). Deutschland bewegt sich mit 225.000€ an der oberen Grenze.
Nahezu alle untersuchten Staaten bieten ihren Kunden zusätzlich eine Reisekomfortversicherung, die Schäden und Unannehmlichkeiten aus Flugverspätungen bzw. Flugannulierungen auffangen.
Österreich versorgt seine Kunden darüber hinaus mit einer Auslandsprivathaftpfichtversicherung mit einer Deckungssumme in Höhe von 360.000€. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6784
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Verfasst am: 11.Jul 2008 10:12 Titel: |
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Der Kreditkartenanbieter Mastercard erhöht die sogenannte Interbankengebühr von 1,20 auf 1,70 Euro pro Abhebung, wie das Unternehmen mitteilte.
Gelten soll die neue Regelung ab Oktober. Ob das Geldabheben für Bankkunden damit teurer wird, ist noch unklar. Die Entscheidung, ob oder inwieweit diese Interbankengebühr direkt an den Karteninhaber weitergereicht wird, liegt allein bei der jeweiligen kartenherausgebenden Bank, sagte ein Mastercard-Sprecher.
Nach Angaben des Branchendienstes Source waren Ende 2007 rund 24 Millionen Kreditkarten in Deutschland im Umlauf.
Im Prinzip kann jeder Verbraucher mit einer Kreditkarte an jedem der 52 000 Geldautomaten in Deutschland Bargeld abheben, egal ob es ein Automat seiner Hausbank oder einer fremden Bank ist.
Ist es ein Automat einer fremden Bank, werden in der Regel Gebühren fällig - sowohl für den Kunden als auch für seine Hausbank. Mit einer Interbankengebühr von 1,70 Euro liegt Mastercard nach Informationen etwa auf dem Niveau des Hauptkonkurrenten Visa, der 1,74 Euro pro Abhebung verlange.
Quelle: dpa |
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