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Spiritus Rector * Consulter *

Anmeldungsdatum: 12.12.2003 Beiträge: 1123 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 13.Feb 2007 11:22 Titel: Aus tausendundeiner Nacht: Maybach 62S |
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Was sind schon 500.000 Euro für einen Dampfhammer der anderen Art? Einen Business-Jet, der einen die Unwägbarkeiten des Alltags vergessen lässt.
Liegesitze, eine Armada elektrischer Helfer und dickes Dämmglas lassen die Welt an einem nur so vorbeihuschen. Der Chauffeur sorgt derweil dafür, dass der 6,20 Meter lange Maybach unbeschadet durch den Verkehr kommt. Auf der Autobahn fliegt er geräuschlos an den meisten Fahrzeugen vorbei. Weder im Stand noch während der Fahrt gibt der doppelt aufgeladene Zwölfender einen Mucks von sich.
Mit 450 kW / 612 PS und einem maximalen Drehmoment von 1000 Nm Drehmoment ist der 62S nach verlängerte Version des 57S nochmals eine ganze Ecke hurtiger als der normale Maybach 62, der mit kargen 550 PS auskommen muss. Der Fahrer hinterm Volant schwört Stein und Bein, dass man keinen Unterschied zwischen beiden Triebwerken bemerkt. Vielleicht muss man ihn austauschen, denn bei Vollgasorgien kann man das sanfte Leistungsplus durchaus erahnen. Benötigen tut das selbstverständlich niemand.
Wichtiger als Beschleunigung und schnödes Tempo ist auch der uferlose Komfort, mit dem man im neuen Maybach 62S unterwegs ist. Die hinteren beiden Sitzplätze lassen sich grenzenlos verstellen. Leicht geneigt, doch stärker, oder gar liegend – mit Massage oder ohne – oder mit Blick auf den sanft illuminierten Innenhimmel. Alles scheint in diesem Vehikel möglich und so ist es wohl auch. Wenn die exakt 517.600 Euro Einstandspreis nicht reichen, kann noch großzügig draufgesattelt werden.
Wer einmal in ihm unterwegs war überlegt sich, ob er für Strecken von weniger als 1000 Kilometern überhaupt noch den hauseigenen Privatjet aus dem Hangar fahren lässt. Zumindest soll es sich besser liegen und schlafen im Fond des Maybach. SR _________________ Wenn der Staat pleite macht, geht natürlich
nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.
(Carl Fürstenberg, dt. Bankier, 1850-1933)
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