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Arbeitsvermittlung absurd, Wissenschaftlerin als Küchenkraft

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Spiritus Rector
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Anmeldungsdatum: 12.12.2003
Beiträge: 1226
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 11.Jan 2007 10:22    Titel: Arbeitsvermittlung absurd, Wissenschaftlerin als Küchenkraft Antworten mit Zitat

Deutschland braucht Spitzenwissenschaftler. Trotzdem haben die es mitunter schwer, einen Job zu finden. Bei Claudia Wassmann heißt die Hürde "ARGE", der Arbeitsagentur. Sie ist promovierte Ärztin und Historikerin. Sie hat in Amerika gearbeitet, an der Universität von Chicago gelehrt, zahlreiche wissenschaftliche Texte veröffentlicht - und sie spricht vier Sprachen. Sie gehört also zu den Leuten, von denen es in Deutschland nicht genug gibt. Jetzt ist sie nach Deutschland zurückgekehrt zu ihrer Familie und sucht hier einen Job. Sie musste erfahren, dass deutsche Behörden dabei wenig hilfreich sind - im Gegenteil.

Da sie sieben Jahre lang im Ausland gearbeitet hat, gilt die Wissenschaftlerin als langzeitarbeitslos. Sie hat in Deutschland auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld, sondern wird sofort zu einer von vielen Hartz IV-Empfängern und deshalb von der ARGE betreut. Die Arbeitsvermittler bieten ihr auch prompt eine neue Arbeit an: einen Ein-Euro-Job als Küchenhilfe.

Eigeninitiative der Wissenschaftlerin scheint der ARGE egal zu sein. Auch ihre Doktortitel spielen bei der Auswahl keine Rolle, wird Claudia Wassmann mitgeteilt. Bei der Eingabe in den Computer lässt eine ARGE-Mitarbeiterin sie einfach unter den Tisch fallen. Fortan spuckt der Computer ein Profil für Claudia Wassmann aus, das mit der Wirklichkeit offensichtlich wenig zu tun hat.

ARGE macht das Leben schwer

Die Akademikerin aber gibt nicht auf, bewirbt sich auf eigene Faust im In- und Ausland. Die Reisekosten kann die ARGE laut Gesetz erstatten. Kann sie, baut aber dafür im Fall Wassmann immer wieder bürokratische Hürden auf. Die ARGE, findet Claudia Wassmann, macht ihr das Leben und Bewerben in Deutschland nur schwerer, die so genannte Arbeitsvermittlung sei reine Schikane: "Konkret ist es erst mal eine extreme psychische Belastung. Und außerdem behindert es meine Bemühungen Arbeit zu finden außerordentlich," sagt die Arbeitsuchende.

Bis heute gibt es kein einziges Stellenangebot von der ARGE, außer des Jobs als Küchenhilfe. Sie hat dagegen schon neun Vorstellungsgespräche geführt, sich auf 26 Stellen beworben - alles aus eigener Initiative. Allein in Amerika hat Claudia Wassmann Bewerbungen für sechs Professorenstellen laufen. Wahrscheinlich wird sie Deutschland wieder verlassen. Und Deutschland hat eine Spitzenkraft weniger.

Quelle: Teilweise Frontal21 ZDF
_________________
Wenn der Staat pleite macht, geht natürlich
nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.

(Carl Fürstenberg, dt. Bankier, 1850-1933)

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Mariechen
Specialist


Anmeldungsdatum: 28.10.2004
Beiträge: 64
Wohnort: FFHland

BeitragVerfasst am: 12.Jan 2007 6:53    Titel: Arbeitsvermittlung absurd, Wissenschaftlerin als Küchenkraft Antworten mit Zitat

Liebe Frau Wassmann,

bitte vergessen Sie vor der Landesflucht nicht, den Leuten von der ARGE vom Obersten bis zum Letzten jeweils eine saftige Ohrfeige zu verpassen.

Anders sind diese Amtseseln nicht aus ihrem ...Schlaf aufzuwecken...

"Armes Deutschland, hast du kleine Fuchsen mit großen Schwanzen!"
(Soll ein tschechischer Soldat im Zweiten Weltkrieg gesagt haben, als er ein Eichhörnchen sah.)
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susanne1961
Newbie


Anmeldungsdatum: 19.04.2006
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 12.Jan 2007 8:09    Titel: Spitzenjob Antworten mit Zitat

Na, wollen wir realistisch sein!

Jobs für eine solche "Spitzenkraft" findet man kaum bei der Arge. Oder glauben Sie, dass eine Deutsche Universität seine offenen Professuren bei der Arge meldet oder ein Großunternehmen dort seine "Hochleistungsmanager" sucht? Wohl kaum. Dafür gibt es andere Portale.

Des weiteren wird eine solch Spitzenkraft erfahrungsgemäß auch in Amerika mit Angeboten eingedeckt und kann wählen. Eine Spitzenkraft hat zumindest soviel Rücklagen, da Spitzenkräfte sicher GUT bezahlt werden, dass man die Zeit bis zur neuen Stelle überbrücken kann.

Eine Spitzenkraft mit so vielen Talenten kann auch kurzzeitig eine andere -vielleicht weniger aufregende Stelle- aus eigener Kraft finden. Dorfarzt zum Beispiel....werden reichlich gesucht...

Wenn ein gelernter Handwerker niedere Tätigkeit verrichten kann, weil sein Beruf gerade nicht gefragt ist, warum dann nicht auch eine Ärztin? In Skandinavien durchaus üblich und keiner beschwert sich.....Wer etwas will, muß auch etwas leisten.........

Vielleicht ist die Spitzenkraft doch keine so große"Leuchte" sondern eher ein kleines "Licht"......
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Maxim
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 40

BeitragVerfasst am: 12.Jan 2007 8:17    Titel: Re: Spitzenjob Antworten mit Zitat

susanne1961 hat folgendes geschrieben::

Vielleicht ist die Spitzenkraft doch keine so große"Leuchte" sondern eher ein kleines "Licht"......


Lies nochmals den ganzen Sachverhalt durch, du grosse Leuchte!
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69charly69
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Anmeldungsdatum: 06.06.2004
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 12.Jan 2007 8:26    Titel: Antworten mit Zitat

Armes Deutschland !!! Hier sieht man wieder einmal, daß wir Bürger
nur verwaltet werden. Diese ignoranten Mitarbeiter der Behörden
machen sich nicht einmal die Mühe konkret auf einen Arbeitssuchenden
einzugehen ( eigene Erfahrung als qualifizierte Führungskraft ).

Auch ich habe eine neue Position nur durch Eigeninitiative bekommen.

Raus aus Deutschland ist hier wahrscheinlich der vernünftigste Weg,
denn unser Land und besonders eine große Anzahl von Behörden-
mitarbeitern, egal von welcher Behörde, weiß das Potential seiner
zu betreuenden und hilfesuchenden Mitbürger nicht zu schätzen.
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Maxim
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 40

BeitragVerfasst am: 12.Jan 2007 8:51    Titel: Antworten mit Zitat

69charly69 hat folgendes geschrieben::
Armes Deutschland !!! Hier sieht man wieder einmal, daß wir Bürger
nur verwaltet werden. Diese ignoranten Mitarbeiter der Behörden
machen sich nicht einmal die Mühe konkret auf einen Arbeitssuchenden
einzugehen ( eigene Erfahrung als qualifizierte Führungskraft ).
.


Richtig, vermittelt wird bei den Schlafmützen im Amt* schon lange nichts mehr. Die Beamtenschaft* verwaltet nur und sichert sich die Pfünde!

Übrigens, meine Frau ist auch promovierte Wissenschaftlerin und hat kürzlich genau sowas ähnliches erlebt wie oben beschrieben. Die Aussage vom Amt war: "Sie solle sich weiterbilden!" Ihr wurde dann ein Computergrundlagenkurs von (ich glaube) 120h angeboten.

*Ja, ich schreibe Amt und Beamte, auch wenn sich zu den Schlafmützen viele Angestellte gesellt haben.
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Maxim
Newbie


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 40

BeitragVerfasst am: 12.Jan 2007 8:52    Titel: Antworten mit Zitat

Soll natürlich Pfründe heissen!
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Bexman
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Anmeldungsdatum: 20.04.2005
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 12.Jan 2007 8:53    Titel: Antworten mit Zitat

Dass die gute Frau von ARGE nicht vermittelt werden wird scheint klar - dass sie es aus Eigeninitiative schafft umso eher.

Die Reaktionen auf diesen Bericht zeigen jedoch das wesentliche Problem Deutschlands: Die Anspruchshaltung an den Staat.

Genau diesen Punkt bemängeln amerikanische Manager und Geschäftsführer an den Deutschen.

Ich bin weiß Gott nicht politisch liberal, aber diese ständige Forderung Einzelner, der Staat müsse sich von vorn bis hinten um ihr Schicksaal kümmern, sobald aber ein bisschen Bürokratie dabei herauskommt wird wieder gejammert...

Ich bin fü den erhalt des Sozialstaates, dennoch sollten einige Menschen aber versuchen ihr Leben in den Griff zu bekommen und den Staat nicht als "sichere Bank" betrachten, sondern nur als Absicherung für den Härtefall.

Eben so wie es die in dem Beitrag genannte Dame tut: Weshalb sollte man den Anspruch haben, staatliche Behörden müssten sofort das perfekte Stellenangebot bereithalten?
Ich bin mir sicher sie wird auch ohne die Hilfe der ARGE einen Job finden - und das ist doch nur wünschenswert.

Gruß,
Bexman
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Maxim
Newbie


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 40

BeitragVerfasst am: 12.Jan 2007 9:05    Titel: Antworten mit Zitat

Bexman hat folgendes geschrieben::
Dass die gute Frau von ARGE nicht vermittelt werden wird scheint klar - dass sie es aus Eigeninitiative schafft umso eher.

Die Reaktionen auf diesen Bericht zeigen jedoch das wesentliche Problem Deutschlands: Die Anspruchshaltung an den Staat.


Eben nicht! Als angestellt Beschäftigter hat man sich umgehend bei Arbeitslosigkeit an dieses Schlafmützenamt zu wenden und seine Formulare auszufüllen. Als Akademiker erwarte ich von diesem Amt nichts, auch nicht, dass sie einen Job vermitteln. Was diese jedoch machen, anstatt die sogenannten "Kunden" zu unterstützen, ist ihnen Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

Meine Meinung, den ganzen Laden dicht machen!
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Snubble
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Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beiträge: 11
Wohnort: L.E.

BeitragVerfasst am: 12.Jan 2007 9:24    Titel: Moment mal Antworten mit Zitat

....ich glaube, da gibt´s ein kleines Verständnisproblem - da ich seinerzeit den Bericht gesehen habe und eine ähnliche Situation aus eigener Erfahrung kenne: Der Frau ging es mitnichten darum, von der ARGE eine Stelle angeboten zu kriegen. Sie ist sogar mit Angeboten, die sie selber bekommen hat, dorthin gegangen. Das einzige, worum es ging, waren Hilfen für Bewerbungs- und Fahrtkosten. Und die sind nun mal ihr gutes Recht, außerdem in ihrer Höhe gedeckelt - sodass sich keiner drüber aufregen muss, hier greife jemand Geld ab, das ihm nicht zusteht.

Warum soll sie das nicht in Anspruch nehmen, wenn sie derzeit keine Arbeit hat? (Wenn ich mich richtig erinnere, waren es in unserem Fall 50 Bewerbungen, zu denen man Material-Kosten geltend machen konnte) Und in Sachen Fahrtkosten sind wir -glaube ich- auch eher wieder an der Stelle, dass es eigentlich von Arbeitgeberseite ein Unding ist, Leute einzuladen und die Kosten nicht zu übernehmen. Renommierte Firmen, denen es um Spitzenleute geht, tun so etwas meiner Erfahrung nach auch eigentlich nicht.

@ Bexmann - Ich bin auch völlig der Meinung, dass diese Erwartungshaltung "Der Staat muss mir Arbeit geben" eines unserer größten Probleme ist. Aber das hat in diesem Fall, zumindest so wie ich´s verstanden habe, keine Relevanz. Sehr wohl relevant ist aber, wenn schnarchige Beamte nichts besseres zu tun haben, als der Frau eine solche Nonsens-Stelle aufzudrängen, die ja auf diese Weise dann auch nicht mehr für einen "echten" Hartzler vorhanden ist. Und wenn auf den entsprechenden Formularen nicht ganz unwichtige Details wie etwa zwei Doktortitel plötzlich verschwinden. Die Begründung war, so wie ich mich erinnere, dass das Formular nicht aus der Datenbank generiert, sondern von der Sachbearbeiterin in Word abgetippt wurde. Und die hat´s halt mal eben so vergessen. Bitte das jetzt nicht für Dünkel halten - aber hier sind doch sicher Promovierte im Forum.... Wie fühlt sich das an? Mehrere Jahre Forschung und Arbeit - einfach weg, weil´s halt mal übersehen wurde? Weil bei so einer ARGE ja wahrscheinlich ständig Leute mit zwei oder drei Doktortiteln zur Kundschaft gehören?

Vielleicht dazu passend: Ein Bekannter hatte unmittelbar nach dem Studium nicht gleich eine Stelle gefunden. Der Mann hat einen Ingenieurs-Abschluss (Uni) in Verfahrenstechnik - nur leider kannte der "Sach"-Bearbeiter bei der Agentur diese Richtung nicht. Die gebe es in seinem Raster nicht, so die Auskunft - weshalb der gute Mann also als Chemiker geführt wurde. Praktiker mögen ermessen, wie realitätsnah das ist..... Ich meine: "Verfahrenstechnik" - wie lange gibt´s den Abschluss in Deutschland? 30 Jahre? 40 Jahre? Auch hier: Glücklicherweise war er nicht auf die Jobangebote der Agentur angewiesen, sondern fand ziemlich schnell auf eigene Faust was.

In diesem Sinne, allen Akademikern und denen, die´s noch werden wollen: Viel Spaß, wenn Ihr´s jemals mit "DER AGENTUR" zu tun bekommt.
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katerundmaus
Insider


Anmeldungsdatum: 05.04.2006
Beiträge: 755
Wohnort: Osten

BeitragVerfasst am: 12.Jan 2007 9:27    Titel: Antworten mit Zitat

1. Weil viele Jahre im Ausland gearbeitet: gilt als Langzeitarbeitslos. Behördenkram - Vorschriften - weiter Denken braucht der ARGE-Mensch nicht.

2. Viele Jahre im Ausland bedeutet auch: die Dame hat wahrscheinlich gar nicht gewusst, worauf sie sich einlässt. Sonst wäre sie wohl gleichfalls nicht hingegangen.

3. Geht man aber hin: dann läuft der Amtsschimmel durchs Land und hört auch nicht mehr auf.

4. Es geht darum, einem Menschen eine "angemessene" Arbeit anzubieten. Und wenn es keine gibt, dann braucht es auch nicht die unterste Stufe sein. OK: wenn eine ARGE-Mensch sagt, dass er für diese Qualifizierung gar nichts hat, nur einen Job als Küchenhilfe anbieten kann - dann war es das. Nur, muss das denn dann ausarten.

5. Es gab einmal beim Arbeitsamt eine Vermittlungsstelle für sogenannte "Studierte". Gibt's sowas überhaupt noch??? Und wenn, ich weiss nur, dass ich damals selbst dort nichts passendes bekam.

6. Tja, beim Arbeitsamt werden alle gleich behandelt, gell. Ob Putzfrau, Küchenhilfe, Führungskraft, promoviert etc. Das ist ganz egal - und warum sollte sich denn ein Mensch bei der ARGE den "A...." aufreißen. Er oder sie bekommt am Ende des Monats ein Gehalt. Und das ist wohl nicht am Rande des Sozialminimums.

Machen wir uns doch nichts vor:
In Deutschland, da wirst du nix geholfen.

katerundmaus
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Heco1000
Newbie


Anmeldungsdatum: 13.02.2006
Beiträge: 3
Wohnort: Nordstemmen

BeitragVerfasst am: 12.Jan 2007 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

Deutschland braucht Spitzenwissenschaftler.

Das ganze kann man nur noch als Scherz sehen, was unsere Bürökratie

alles hinbekommt.

Heco
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Lonesome Walker
Newbie


Anmeldungsdatum: 26.12.2005
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 12.Jan 2007 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Mal ganz ehrlich:

warum regt Ihr Euch darüber auf?

Das war doch schon alles Jahre zuvor abzusehen.

Besonders in sozial schlechter gestellten Teilen Deutschlands wird jetzt einer Comedy-Frau zufolge Hartz VIII eingeführt...


Danke, Deutschland
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Bexman
Newbie


Anmeldungsdatum: 20.04.2005
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 12.Jan 2007 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

@snubble:
Danke für die Richtigstellung, da hatte ich in der Tat etwas missverstanden.

Dennoch kann ich die Aufregung hier nicht so ganz verstehen. Natürlich haben wir in Deutschland ein Übermaß an Bürokratie, natürlich gibt es "Schnarchnasen" in den Behörden, natürlich gibt es Fälle in denen es nicht rund läuft. Und das nicht zu knapp.

Dennoch finde ich immer wieder erstaunlich, wie gierig sich die Boulevardpresse und auch hier im Forum auf jede Möglichkeit gestürzt wird, auf den Staat zu schimpfen.

Ich möchte hier nichts schönreden, viele scheinen aber vergessen zu haben, wie gut es uns in Deutschland geht.

Und wer glaubt, Deutschland hätte zu viel Bürokratie und Starrköpfe: Zieht bitte einmal nach Frankreich.

Insofern: Anpacken statt nörgeln, optimistisch statt ewig nach Schatten suchend. Ich bin froh in Deutschland zu leben.

Schönen Gruß und ein bürokratiefreies Wochenende!
Bexman
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dutchy78
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Anmeldungsdatum: 01.05.2005
Beiträge: 2
Wohnort: dublin

BeitragVerfasst am: 13.Jan 2007 1:11    Titel: Und wieso wundert man sich ? Antworten mit Zitat

In den alten tagen gab es den spruch: Ich bin nichts , ich kann nichts, ach gebt mir doch eine Uniform , aber Bundeswehr ist ja heutzutage zu anstrengend? Mein Gott, da kann man ja ins schwitzen kommen, also heute , Ich bin nichts, Ich kann nichts , Ich mag nichts also werde ich Beamter und gehe zum Arbeitsamt. Ich bin selber Dipl.Ing. (Machinenbau) wurde vor 5 jahren arbeitslos und bekam vom Arbeitsamt damals eine Arbeit als "Eisenanstreicher" angeboten mit dem Komentar " Als Ingenieur wissen sie wenigstens wie eisen aussieht, dann ist das wohl die ideale Arbeit fuer Sie "Und was habe ich gemacht? **schlecken, nicht mit mir, Wiedersehen Deutschland,bin ins Ausland gegangen, habe heute eine kleine Firma und ein gutes leben un wenn die in Deutschland Ingenieure brauchen ( so wie im moment , weil sie naemlich ueberall fehlen) dann sollten die mal ueber die Ursache nachdenken.
Sehr einfach , nicht?
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RvB
Specialist


Anmeldungsdatum: 30.07.2005
Beiträge: 75
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 1.März 2007 5:37    Titel: Antworten mit Zitat

Die ARGE - kommt wohl vom Wortstamm ‚arg’ *) und soll heissen dass da was ‚im Argen’ liegt – reisst sich den berühmten Ar... nicht wegen ihrer ‚Kunden’ auf, nee, die verwalten sich vorrangig selbst, füttern die wie Pilze wuchernden Jobagenturen und Jobvermittler, spielen mal für knapp 100 Mio. Webdesigner und schaffen ein unbedienbares System erster Sahne, welches dann mit horrendem Aufwand überarbeitet werden muss, und zuguterletzt ‚beschäftigt’ sie hochdotierte ‚Designer’, die das ‚A’-Logo kostenaufwendig von weiss-rot auf rot-weiss ‚umdesignen’...

*) man suche sich selbst die mögliche Abstammung des Wortes ‚arg’ heraus:

1) von "argentum" (Silber),
2) von "argent" (Sumpf, Morast),
3) vom keltischen Wortstamm "arg" (glänzend, hell),
4) von althochdeutschen "arg" (karg)

p.s.: ich persönlich favorisiere 2) und 4)...
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