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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 6446
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Verfasst am: 20.Apr 2006 7:27 Titel: Bußgeld nach Geräusch |
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Dass man an der Dopplerverschiebung erkennt, ob und wie schnell ein Objekt sich bewegt, ist aus der Astronomie durchaus bekannt.
Ebenso ist der Dopplereffekt akustisch aus dem Verkehr bekannt, doch wurde er hier nicht zur Geschwindigkeitsmessung verwendet. Bis jetzt.
In Österreich durfte die Polizei früher Strafzettel wegen überhöhter Geschwindigkeit auch "nach Gefühl", aufgrund einer Schätzung vorbeifahrender Fahrzeuge ausstellen; es mussten keine Radar- oder Laserfallen sein. Prompt witzelten Komiker, ein "Mmmmmiiiiiaauuu" brächte nur eine Verwarnung ein, ein "Iiiiiieeeeauroooommmmm" dagegen ein Bußgeld.
Doch nun kann ein Strafzettel tatsächlich nach Geräusch ausgestellt werden. Nein, nicht danach, wie laut der Wagen ist oder wie hoch sein Motor dreht, sondern mittels des Dopplereffekts.
Dieser lässt Objekte, die sich auf einen zu bewegen, mit höherer Frequenz erscheinen, bei Sternen also mit blauverschobenem Licht und bei Fahrzeugen mit einem hohen Ton.
Hat sich das Objekt an einem vorbei bewegt, so erzeugt der Effekt umgekehrt eine tiefere Frequenz, also rotverschobenes Licht beziehungsweise einen tieferen Ton. Aus der Differenz zwischen "vorher" und "nachher" kann dann die Geschwindigkeit des Fahrzeugs errechnet werden.
Für das neue Geschwindigkeitsmesssystem, das von der Universität von Tennessee und dem Battelle Institute in Oak Ridge entwickelt wurde, müssen nur Mikrofone neben der Straße versteckt werden, um die Geschwindigkeit vorbeifahrender Autos zu bestimmen. Da keinerlei Wellen abgestrahlt werden, anders als bei Laser, Lichtschranke oder Radar, kann das System von keinem Warngerät entdeckt werden.
Zukünftig soll das Motorengeräusch allerdings noch weitere Informationen liefern. Aus den Kolbengeräuschen kann die aktuelle Drehzahl des Motors ermittelt werden und durch einen Vergleich mit einer Motorengeräuschbibliothek wiederum die Größe des Motors.
Dies soll dann dazu dienen, überladene Fahrzeuge zu entdecken. Hierzu dienen Mikrofone, die an einer Steigung bekannter Stärke aufgestellt werden. Aus dem Geräusch des Motors, dessen Veränderung beim Hochfahren der Steigung und der aus der Bibliothek ermittelten Stärke des Motors soll es möglich sein, das Gewicht und damit die Beladung des Fahrzeugs zu errechnen.
Und natürlich würden auch getunte Motoren entdeckt.
Quelle: Telepolis |
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Cob Pathfinder
Anmeldungsdatum: 29.11.2005 Beiträge: 290 Wohnort: Ortenau
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Verfasst am: 20.Apr 2006 14:48 Titel: |
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| ... und dann wird big brother ganz genau über uns watchen |
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