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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7215
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Verfasst am: 21.Aug 2007 19:18 Titel: Das Internet.... |
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Das Internet, heißt es, repariere sich selbst: Gar im Falle eines Krieges suche es sich noch intakte Routen, um die Daten zum Ziel zu bringen. Mag sein. Das heißt aber nicht, dass es dabei nicht ordentlich verlangsamt würde. Web-Nutzer wissen das: Zu den nicht so seltenen Ursachen von Performance-Einbrüchen gehören Bagger, die Leitungen kappen, Erdbeben, die Datenstränge reißen lassen, und Metallsammler, die - wie in Asien schon geschehen - die kostbaren Kabel klauen.
In Ohio kam es in der Nacht zu Montag in und um Cleveland zu empfindlichen Geschwindigkeitseinbrüchen im Internetverkehr. Ein Unbekannter hatte in ein Glasfaserkabel geschossen und dieses dabei weitgehend zerstört.
Und das offenbar nicht versehentlich im Rahmen einer lustigen Freizeit-Ballerei, sondern absichtlich und gründlich: Die Leitung wurde auf einer Länge von knapp über einem Kilometer regelrecht perforiert. Erwischt wurde der Kabel-Killer nicht, sein Motiv liegt ebenfalls im Dunklen: Opfer des Daten-GAU gibt es dermaßen viele, dass man hier die freie Auswahl hat, wen der Anschlag eigentlich treffen sollte.
Aber vielleicht war ja das Internet selbst das Ziel? So mancher Arbeitgeber hätte genügend Grund, sauer auf das Mega-Medium zu sein: Weit davon entfernt, wirklich eine Bibliothek des Weltwissens zu sein, eingesetzt zum Wohle aller, ist das Web in unzähligen Büros nicht zuletzt ein Werkzeug zur Arbeitsvermeidung.
In Australien versuchte sich das Unternehmen SurfControl (nomen est omen!) mal an einer kleinen Inventur der volks-, respektive betriebswirtschaftlichen Schäden. Zum Exempel nahm SurfControl die Social-Networking-Seite FaceBook, derzeit eine der weltweit populärsten Zeit-Vertrödelseiten mit Suchtpotential.
Hier die Milchmädchenrechnung von SurfControl: Wenn der durchschnittliche Arbeitnehmer mit Internetanschluss auch nur eine Stunde am Tag bei Facebook verbringe, statt zu arbeiten, entstünde allein der Wirtschaft im gewissermaßen kleinen Australien ein Schaden von umgerechnet rund drei Milliarden Euro im Jahr.
Dass das naiv ist, braucht nicht weiter vertieft zu werden: Welcher moderne Arbeitnehmer beschränkt sich schon auf eine Stunde tägliche Arbeitsvermeidung.
Wenn Gamer in Tauschbörsen Cheats und Patches für Computerspiele herunterladen, fangen sie sich in einem Drittel aller Fälle ein Sicherheitsproblem ein. Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung des Bochumer Unternehmens G Data.
Für die Untersuchung wurden 969 Spielecheats und Patches heruntergeladen, die in gängigen Tauschbörsen und Download-Foren gefunden wurden. Von diesen waren 325 mit irgendeiner Schadenssoftware infiziert. Dabei handelte es sich in 68,3 Prozent der Fälle um Adware, 22,6 Prozent der Dateien enthielten einen Trojaner. Backdoor-Schädlinge für die Fernsteuerung des Computers wurden in 4,9 Prozent der Fälle gefunden, auf Spyware, Würmer und sonstige Schädlinge entfiel der Rest von 4,2 Prozent.
Die Gamer seien deshalb besonders gefährdet, weil sie im Interesse einer möglichst hohen Spielleistung oft den Virenschutz und die Firewall ausschalteten: "Wenn ein ungeschützter Rechner im Internet steht, wird er innerhalb weniger Sekunden übernommen." Ach ja, G Data bietet justamente eine aktuelle Virenschutz-Suite an, die auf die Sicherheitsbedürfnisse von Gamern zugeschnitten ist. So ein Glück aber auch.
mit AP/AFP/Spiegel |
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