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EU-Gaga? Dekolleté-Verbot für Biergarten-Kellnerinnen

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A. Henneberg
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.08.2002
Beiträge: 4931
Wohnort: Osten

BeitragVerfasst am: 1.Aug 2005 18:17    Titel: EU-Gaga? Dekolleté-Verbot für Biergarten-Kellnerinnen Antworten mit Zitat

EU-plant Gaga-Gesetz wg. Sonnenschutz - Dekolleté-Verbot für
Bayerns Biergarten-Kellnerinnen

Die herrlichsten „Berge“ Bayerns sieht man nicht im Alpenvorland, sondern in den gemütlichen Biergärten. Dort, wo fesche Dirndl-Kellnerinnen mit offenherziger Bluse die Maß Bier servieren (Foto oben). Doch mit der schönen Aussicht könnte bald Schluß sein – dank einer neuen EU-Verordnung.
Dekolleté-Verbot in Bayern Bier-Treffs! Das meldet die Münchner Abendzeitung.

Der Hintergrund der neuen Richtlinie, die sich die EU-Bürokraten da ausgedacht haben, ist eigentlich 'ne gute Sache: Schutz vor zu viel schädlicher UV-Strahlung. So soll das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, gesenkt werden.

Deshalb schreibt die EU jetzt vor, daß nackte Haut bedeckt werden müsse – nicht nur mit Sonnencreme, sondern auch mit Hemd und Hut.

Verbindlich werden soll das Gesetz im September, nach dem Beschluß im EU-Parlament.

Wogende Brüste dürfen sich dann nicht mehr von Sonnenstrahlen kitzeln lassen, sondern müssen hochgeschlossen im Dunkeln bleiben.

Und: betroffen wären nicht nur die sexy Kellnerinnen – sondern auch Mitarbeiter anderer Branchen, die sich ebenfalls viel im Ferien aufhalten, so wie Bauarbeiter, Bademeister. Heißt es für sie dann auch: Nix mit Shorts und „oben ohne“?

Der Protest kam prompt. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude schimpfte: „Das ist europäischer Gesetzgebungs-Perfektionismus.“

Er will sich dafür einsetzen, daß „diese Absurdität“ nicht Gesetz wird.



Hier gehts zur Biergartensuche:

http://www.abendzeitung.de/az-serien/biergarten/index.php

http://www.az-gastro.de/www/

.
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Lutz Spilker
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 04.05.2004
Beiträge: 1432
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 1.Aug 2005 18:43    Titel: Antworten mit Zitat

@ A. Henneberg,

ham' die denn alle einen an der Waffel? Saure-Gurken-Zeit. Is' klar. Aber
welches Hirn denkt sich diesem Qualm aus? Angesichts der Bezüge, welche
sich diese Knallpfeiffen 'reinziehen, könnte man, um es ganz vorsichtig zu
sagen, etwas mehr Qualität erwarten, was die Aufgabenerfüllung angeht.

Hallo Brüssel ->
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A. Henneberg
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.08.2002
Beiträge: 4931
Wohnort: Osten

BeitragVerfasst am: 1.Aug 2005 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Wenns dann so kommt, schmeckt das Bier (das Weizen) noch nicht mal mehr halb soooo gut, darauf sollen wir verzichten?

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mhmoeller
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 20.12.2003
Beiträge: 1263
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 1.Aug 2005 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

@ henneberg

Wer weizen trinkt, kann auch auf den Anblick verzichten.

Für unsere Pilskneipen mit der Säufersonne gilt der Schwachsinn ja eh nicht
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A. Henneberg
** Consulter **


Anmeldungsdatum: 28.08.2002
Beiträge: 4931
Wohnort: Osten

BeitragVerfasst am: 1.Aug 2005 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

Naja ganz ehrlich, Weizen hab ich noch nie angerührt, trink auch sonst kaum Bier (komme höchstens auf eine "ein-stellige" Zahl im Jahr - gesamt!)
Aber früher war ich immer auf dem WASEN (Cannstadt)
- leider die letzten 3 Jahre nicht mehr -
echt supi dort, und die Mädels - waren auch in Ordnung.
Und im Zelt scheint ja keine Sonne......
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Bonny B.
Specialist


Anmeldungsdatum: 01.12.2004
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 1.Aug 2005 23:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallöchen!

Vor Wochen ging dieses Sonnen-EU-Thema bereits durch die Presse, damals waren die Bauarbeiter noch die Hauptpersonen. Komisch, da hat keiner der hiesigen Herren gejammert, daß ihnen etwas entgehen könnte.

Zitat:
EU

Personalakte über Hauttyp bald Pflicht?

Sonnenlicht: Europäische Union will Jobs im Freien regeln

von Detlef Drewes, 07.07.05, 17:42h, aktualisiert 07.07.05, 18:34h

Brüssel/MZ. Wenn über Europa die Sonne scheint, brechen harte Zeiten an. Denn das, was sich alle für Urlaub und Freizeit wünschen, ist in den Augen der EU eine Gefahr: natürliche Strahlung. Eine neue Richtlinie sollte den Arbeitsschutz für alle verbessern, die zum Beispiel Laserlicht ausgesetzt sind. Doch entdeckten die Beamten auch die Sonne als potenzielle Gefahr. Das Ergebnis ist ein Papier, dem "Praxisferne und Irrsinn geradezu auf die Stirn geschrieben sind", wie Peter Clever von Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sagt.

So will die Kommission Bau-Arbeitgeber verpflichten, zunächst eine Gefahrenanalyse für jeden Arbeitsplatz zu erstellen und vorbeugende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Dann ist für jeden Arbeitnehmer eine Gesundheitsakte anzulegen, in der Daten wie Hauttyp und Medikamenteneinnahme aufgelistet werden - weil Arzneimittel die Sonnenempfindlichkeit verstärken könnten. Sodann müssen Schutzausrüstungen bereitgestellt werden, vom T-Shirt für Bauarbeiter bis eventuell auch zu Sonnenschutzcreme. Sollte ein Beschäftigter dennoch zu starker Strahlung ausgesetzt sein, sollen seine Arbeitszeiten flexibel geregelt werden. Darüber hinaus muss der Arbeitgeber durch Gesundheitsüberwachungsprogramme die laufende Gefährdung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beobachten. Clever: "Das ist Bürokraten-Irrsinn." Betroffen wären in Deutschland eine halbe Million Betriebe mit 2,5 Millionen Beschäftigten.

Die Gewerkschaften laufen Sturm, auch die Bundesregierung lehnte das Papier sofort strikt ab. Aber alles half nichts: Die zuständigen EU-Fachminister beschränkten sich auf kosmetische Korrekturen und ließen die Richtlinie bereits passieren. Nun liegt sie dem Europa-Parlament in zweiter Lesung vor. Und auch dort hagelt es Kritik: "Wir versuchen ja noch, zu retten, was zu retten ist", sagt Anja Weisgerber (CSU), die im Sozialausschuss sitzt, aber es gebe wenig Möglichkeiten. Sollte wirklich nichts Einschneidendes mehr passieren, würde die Sonnenschutz-Verordnung allen Ernstes Ende 2006 in Kraft treten.

Quelle: http://tinyurl.com/brjx9


Zitat:
27.06.2005 08:44 Uhr

Brüssel

Die Sonne - ein weiterer Feind der EU

Im Europäischen Parlament regt sich Widerstand gegen Pläne der Kommission, Arbeitnehmer vor zu viel Strahlung zu schützen.

Von Alexander Hagelüken

Seit Franzosen und Niederländer Europa per Verfassungs-Veto in die Krise stürzten, sind wieder mehr Klagen über zu viel EU-Bürokratie zu hören. Überregulierung made in Brussels gilt als ein Grund dafür, warum viele Bürger des europäischen Projekts müde sind. Schon mehren sich die Forderungen, die Brüsseler Kommission müsse sich beschränken und weniger Gesetze vorschlagen. Die EU-Zentrale kümmert dies eher wenig. Die Eurokraten greifen nach den Sternen, genauer gesagt: nach dem heißesten Gestirn. "Darf Brüssel jetzt auch noch die Sonne regulieren?", stöhnte dieser Tage ein Lobbyist.

Verursacht hat die Aufwallung eine Richtlinie, die in Kürze das Europaparlament beschäftigen wird. Pünktlich zur Hitzewelle wird das Ziel ausgerufen, die Arbeitnehmer des Kontinents vor zu viel "optischer Strahlung" zu bewahren. Erfasst wird auch die "natürliche optische Strahlung". Menschen außerhalb Brüssels sagen Sonnenschein dazu.

Auf 42 Seiten verlangen die Eurokraten von Firmen unter anderem, "Risiken für die Gesundheit und Sicherheit" ihrer draußen tätigen Beschäftigten zu bewerten, "so dass die erforderlichen Maßnahmen zur Minimierung der Risiken angewendet werden können". Sind Beschäftigte durch Sonnenschein, pardon: durch "natürliche Quellen optischer Strahlung" gefährdet, müsse der Arbeitgeber "ein Aktionsprogramm mit technischen und/oder organisatorischen Maßnahmen ausarbeiten und durchführen".

Expansion ins Weltall

Ob ein Unternehmenschef seine Bauarbeiter mit Sonnencreme einreibt oder ihnen Käppis in den Firmenfarben aufs Haupt drücken soll, sagt die Richtlinie nicht. CDU/CSU-Abgeordnete wie Alexander Radwan oder Anja Weisgerber halten das ganze für bürokratischen Unsinn. Handwerkern, Baufirmen oder Biergartenwirten würden zusätzliche Lasten aufgebürdet, Investitionen gehemmt und die Schaffung neuer Stellen verhindert. Die CDU/CSUler wollen die Brüsseler Expansion ins Weltall stoppen und die Passagen zum Sonnenschein streichen.

Eine Kommissionssprecherin meint hingegen, das geplante Gesetz helfe "Arbeitnehmern und Arbeitgebern". Schließlich sei erwiesen, dass immer mehr Menschen an Hautkrebs erkrankten. Die Richtlinie nütze auch jedem Arbeitgeber, der seine Beschäftigten vor den Gefahren der Sonne warne oder bewahre: "Er schützt sich vor Klagen von erkrankten Arbeitnehmern, weil er ja seine Pflichten erfüllt hat." Eine Belastung der Unternehmen mag die Sprecherin nicht erkennen. "Im Regelfall wird es reichen, wenn ein Firmenchef seinen Bauarbeitern sagt: ,Zieht Euch ein T-Shirt an!"" Die Anforderungen seien absichtlich sehr allgemein formuliert.

Fragt sich, warum die Schutzvorschriften nötig sind, wenn sie nur Selbstverständlichkeiten enthalten. Wirtschaftsvertretern schwant, dass sich die vagen Bestimmungen in der Praxis wie in anderen Fällen zu einem umfangreichen Belastungsprogramm auswachsen könnten. Uapme, der europäische Dachverband der Mittelständler, appelliert deshalb in einem Brief an EU-Industriekommissar Günter Verheugen.

Der Deutsche, der sich Bürokratie-Abbau auf die Fahnen geschrieben hat, soll eingreifen. Bevor das Gesetz Realität werde, müssten erst die Folgen für die Wirtschaft untersucht werden. Am Sonntag kletterte das Thermometer in Brüssel bis auf 30 Grad. Die Lobbyisten hoffen, dass Verheugen sie vor einem Hitzschlag bewahrt.

Quelle: http://tinyurl.com/97sz4

LG Bonny B.
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werner callies
.


Anmeldungsdatum: 26.09.2003
Beiträge: 3253
Wohnort: NRW & Spanien

BeitragVerfasst am: 2.Aug 2005 3:45    Titel: Antworten mit Zitat

A. Henneberg hat folgendes geschrieben::
trink auch sonst kaum Bier (komme höchstens auf eine "ein-stellige" Zahl im Jahr - gesamt!)


Hmm, ich komme da auch nur auf eine einstellige Zahl.
Wir reden doch über Hektoliter, oder?



Grusch Werner Callllllllllllies *hicks*
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Trader
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Anmeldungsdatum: 28.10.2003
Beiträge: 931
Wohnort: Weesen

BeitragVerfasst am: 12.Aug 2005 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

Gerade eben war das "Sonnenschutzgesetz" der EU einen kurzen Beitrag bei CNBC wert. Der Kommentator hat sich natürlich königlich amüsiert und das ganze entsprechend süffisant dargeboten, in englisch klingt es dann doppelt schön.
Dem vernehmen nach soll Münchens OB sogar gedroht haben das Oktoberfest abzusagen wenn keine Ausnahmeregelung getroffen werden könne. Das beeindruckt die Brüsseler Gesetzgeber bestimmt...

Da bin ich ja froh dass wir kleinen Schweizer nicht in der EU sind denn sonst müssten wir ja mitansehen wie unsere Volksvertreter sich über die Ausschnitte der Bedienung beugen müssen. Und dafür soll ich die dann auch noch bezahlen? Ist ja wirklich klasse wie sich die Volksvertreter um den Arbeitnehmerschutz bemühen. Wobei...wenn das Gesetz wird könnte es ja sein dass wir das übernehmen müssen, so von wegen bilaterale Verträge und so. Man stelle sich mal vor wir Schweizer müssten auch noch darüber abstimmen...da müssten natürlich parlamentarische Kommissionen von National- und Ständerat vor Ort (!!!) Abklärungen treffen (man muss ja wissen worum es geht, nicht wahr).
Und was tut der pflichtbewusste Schweizer Stimmbürger bevor er zur Urne schreitet? Richtig, er macht sich schlau indem er natürlich ebenfalls vor Ort recherchiert um sich davon zu überzeugen ob denn so ein Gesetz nötig sei! Ja, ja, keine Rechte ohne Pflichten...gar nicht so einfach mit der Demokratie.

Sollte das aber EU-Gesetz werden bleibt die Schweiz weiterhin das Land der Berge (dann allerdings im doppelten Sinne). Wenn's denn der Wirtschaft und dem Tourismus dient soll's uns ja recht sein.

Grüsse (auch nach Brüssel)
Trader
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mhmoeller
* Consulter *


Anmeldungsdatum: 20.12.2003
Beiträge: 1263
Wohnort: Bochum

BeitragVerfasst am: 12.Aug 2005 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

Schweiz, Schwyz, Schweiz... grübel....?

Ist das nicht dieses kleine Bergdorf in den Alpen, das Asterix und Obelix gegen die römischen Verträge verteidigen? Irgendwie war da doch mal was mit diesen Bergbewohnern...
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Trader
Insider


Anmeldungsdatum: 28.10.2003
Beiträge: 931
Wohnort: Weesen

BeitragVerfasst am: 12.Aug 2005 11:49    Titel: Antworten mit Zitat

Genau jenes Bergdorf, das auch schon mal habliche Flüchtlinge (Müller, Becker etc) aufnimmt und auch sonst "Anpassungsschwierigkeiten" hat. Und nicht mal einen Zaun brauchen wir um das Dörfchen zu bauen, das machen schon die Nachbarn (ist ja schliesslich EU-Aussengrenze - gefährlich...).
In diesem Sinne... Grüsse aus dem Bergdorf
Trader
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Bonny B.
Specialist


Anmeldungsdatum: 01.12.2004
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 13.Aug 2005 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

Na ... wer von den hiesigen Herren gibt nun EINEN aus?

Die BILD-Zeitung vom 12.08.2005 - Gewinner & Verlierer - hat folgendes geschrieben::

Gewinner

Das Dekolleté der Dirndl bayerischer Kellnerinnen darf auch weiterhin Biergartenbesucher erfreuen. Die EU-Kommission stellte gestern klar: Die geplante europäische „Sonnenscheinrichtlinie“ schreibt nicht wie befürchtet vor, daß durch hochgeschlossene Kleidung ein Sonnenbrand im Bereich der Oberweite verhindert werden muß.


Quelle: http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2005/08/12/win/win,templateId=renderKomplett.html

LG Bonny B.
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