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Luet Specialist
Anmeldungsdatum: 07.04.2006 Beiträge: 173 Wohnort: super
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Verfasst am: 23.Aug 2006 8:06 Titel: Eigenheimzulage fürs Lebkuchenhaus |
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Kuriose Korrespondenz mit dem Fiskus
"Ich bin zur Abgabe der angeforderten Steuererklärung nicht verpflichtet, weil ich am 24. 12. 2002 verstorben bin." Absurdes aus dem Alltag beim Finanzamt hat der stellvertretende Leiter des Amtes in Herne, Ralf Sikorski, in einem Buch gesammelt. Die Nachricht des Toten kam übrigens vom Steuerberater - im Namen des Verstorbenen.
"Wo bitte kann ich meinen Mann absetzen?" heißt Sikorskis Buch. "Viele Menschen begegnen dem Finanzamt bewusst mit Komik", sagt der Hobby-Autor, "manche auch unfreiwillig komisch." So reichte eine Familie ein Lebkuchenhaus ein und beantragte dafür formlos die Eigenheimzulage - ein steuerpflichtiger Brummi-Lenker gab hingegen "elkaweh-fara" als ausgeübten Beruf an, und Sikorski weiß nicht, ob es der Betroffene besser gewusst hätte.
Ein in Deutschland lebender Afrikaner schrieb an sein Finanzamt, dass er zu seinem Bedauern die Vordrucke zur Steuererklärung zurückgeben wolle: "Ich habe an diesem, Ihrem Einkommenssteuerdienst, keinerlei Interesse. Bitte streichen Sie meinen Namen aus Ihrer Kundenliste, denn dieses System verwirrt mich und ich weiß nicht, wer Ihnen meinen Namen als Interessenten genannt hat." Ein Austrittswunsch ging auch beim Finanzamt Gladbeck ein. Im aufwendig selbstgestalteten Formular gab der Absender als Begründung an: "Ich habe schon einmal Steuern bezahlt, und es hat mir nicht gefallen." Alternativen in dem fingierten Formular wären gewesen: "Ich bin verheiratet und mein Partner macht so viel Sonderausgaben" sowie "Der Bundesfinanzminister war mit mir im gleichen Kindergarten".
Statt seines Austritts erklärte im August 2004 ein anderer Bürger der Bundesrepublik den "Bürgerkrieg". Laut Sikorski schrieb er allen Finanzämtern in Deutschland einen Brief, in dem es unter anderem hieß: "Ich lehne die Steuergesetzgebung der Bundesrepublik ab. Ich hasse alle Beamten. Ich fühle mich getreten und gedemütigt. Und bestohlen."
weiterlesen: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/panorama/?em_cnt=952384&
Ralf Sikorski: Wo bitte kann ich meinen Mann absetzen? Stilblüten und Humorvolles rund ums Steuerrecht. Verlag Neue Wirtschafts-Briefe, 127 Seiten, 24 Euro.
Quelle: Frankfurter Rundschau, 22.08.06 |
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