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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 1.Mai 2005 14:09 Titel: Kuh fiel vom Himmel und versenkte Fischerboot |
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Moskau. (AP) Im Ochotskischen Meer bei der Insel Sachalin ist eine Kuh vom Himmel gefallen und hat beim Aufprall ein japanisches Fischerboot versenkt. Die Begebenheit wurde vom Moskauer Verkehrsreferenten der Vertretung als Beispiel für den desolaten Zustand der Flugsicherheit in Rußland geschildert.
Dem Bericht zufolge hatten russische Soldaten eine Herde Kühe gestohlen und wollten sie mit einem Transportflugzeug wegschaffen - eine Art des Diebstahls, die in Sibirien offenbar nicht unüblich ist. Die Soldaten versäumten es jedoch, die Tiere im Flugzeug anzubinden. Als die Kühe begannen, im Bauch der Maschine unruhig zu werden, wurde auch das Flugzeug instabil, so daß die Besatzung keine andere Möglichkeit sah, als sie durch die große Heckklappe hinauszutreiben.
Wie es der Zufall wollte, fiel eines der Tiere auf ein japanisches Fischerboot, das dem Aufprall nicht standhielt. Die Fischer wurden zwar unverletzt aus ihrer Not gerettet - anschließend aber festgenommen, weil ihren Aussagen kein Glauben geschenkt wurde. Daraufhin überprüften die russischen Behörden die Angaben und fanden heraus, daß sie stimmten. |
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bombastic80 Newbie
Anmeldungsdatum: 22.02.2005 Beiträge: 22
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Verfasst am: 2.Mai 2005 10:46 Titel: |
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| die armen Kühe..... |
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DaMal Insider
Anmeldungsdatum: 21.05.2004 Beiträge: 608
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Verfasst am: 29.Aug 2005 21:18 Titel: Kuh versenkte wohl doch kein Fischerboot? |
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Gute Nachrichten: Offenbar wurde doch keine Kuh verletzt...
MOSKAU (Reuter) - Berichte über fliegende Kühe halten dieser Tage deutsche Diplomaten schwer in Atem. Unter Berufung auf eine Depesche der deutschen Botschaft in Moskau an das Auswärtige Amt, deren Autor unter anderem auf eine Reuters-Meldung Bezug genommen habe, meldete die "Hamburger Morgenpost": Russische Soldaten hätten im Fernen Osten des Landes Kühe per Flugzeug entführt, sie aber in der Luft aus dem Flieger gestoßen, weil die unruhigen Tiere die Maschine ins Trudeln zu bringen drohten. Eine Kuh habe offenbar ein japanisches Fischerboot getroffen und versenkt. Die Geschichte hat nur einen Makel - sie stimmt so nicht.
In den Reuters-Archiven zum Beispiel findet sich nichts über fliegende Kühe, die japanische Fischerboote treffen - und auch den anderen großen westlichen Nachrichtenagenturen in Moskau ist derlei nicht erinnerlich. Das legt den Verdacht schon ziemlich nahe, daß die Story der Kategorie "Die Spinne in der Yuka-Palme" zuzuordnen ist - so der Titel einer Sammlung von Begebenheiten, die nachweislich aus dem Reich der Phantasie stammen, aber zur allgemeinen Freude immer wieder mal als wahrhaftig wahr verbreitet werden. Und auch sonst gibt es einige Hinweise, daß es sich bei der Kuh-Kutter-Geschichte um einen Witz handelt.
Da ist etwa der inzwischen zum Kultfilm aufgestiegene russische Streifen "Eigenheiten der Nationaljagd" ("Osobennosti Nationalnoi Ochote"), in dem Kühe in Militärjets fliegen. Diesen Film nahm erklärtermaßen die Moskauer Tageszeitung "Komsomolskaja Prawda" vor etwa einem halben Jahr zum Anlaß, in der Rubrik "Erfundene Begebenheiten" ("Baiki") das Phänomen der fliegenden Rinder zu schildern. Und vor einigen Wochen - es könnte Anfang April, zur Zeit der Scherze gewesen sein - tauchten die Kühe im Internet auf. Ein Surfer schlug vor, so fand der schottische Journalist Tom Morton heraus, die Geschichte mit einem skurrilen Preis auszuzeichnen. "Eine Quelle (für die Geschichte im Internet) gab es, soviel ich weiß, nicht," sagt Morton.
Irgendwie landete die Mär in der US-Botschaft in Moskau, wo sie mit viel Gelächter aufgenommen wurde. Jemand, der sie dort gehört hatte, erzählte sie unter West-Diplomaten weiter - der Mann freilich versichert heute: "Ich habe das nie überprüft." So machte die Geschichte die Runde auch bis in die deutsche Botschaft und wurde dort im hauseigenen Info-Netz verbreitet - als "internes Kuriosum", wie ein Mitarbeiter sagt. Doch dabei blieb es offenkundig nicht: Die Kühe landeten in jenem offiziellen Bericht an das Auswärtige Amt in Bonn. Das soll nun jede Menge Anfragen zu vermeintlich wilden Sitten im russischen Fernen Osten beantworten. Offiziell nimmt das Amt traditionsgemäß keine Stellung zu internen Schriftstücken. Aber ganz einfach schweigen mochte man wohl auch nicht, und so merkte ein Sprecher an: In England regneten schon mal Enten vom Himmel - warum solle das nicht anderswo mit Kühen passieren?
Der mutmaßliche Autor der Depesche, nach dem "Morgenpost"-Bericht ein deutscher Oberst, war am Dienstag nicht erreichbar. Die russische Seite ist auskunftsfreudig. Wladimir Uwatenko, ein Sprecher des Verteidigungsministeriums, verweist die Kuh-Episode lachend in das Reich der Märchen: "Die Geschichte ist reiner Unsinn - kein Wort ist wahr."
Rhein-Nachrichten |
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