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Passivrauch: Vernebelte Argumente

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hdschulz
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Anmeldungsdatum: 27.08.2004
Beiträge: 1014

BeitragVerfasst am: 25.Apr 2008 15:56    Titel: Passivrauch: Vernebelte Argumente Antworten mit Zitat

Passivrauch: Vernebelte Argumente

Woran liegt es, dass die europäischen Raucher mit einer derartigen Inbrunst aus den Gaststätten vertrieben werden? Ist es die Stammtischwahrheit, dass Raucher den Nichtrauchern die Altersvorsorge finanzieren, die ausgemerzt werden muss? Ertragen militante Nichtraucher solche Sprüche vom paffenden Nebentisch nicht mehr?
Den Rauchern selbst scheint der frühe Tod nichts anzuhaben. Schließlich starben sie einst acht bis zehn Jahre, heute im Schnitt nur noch fünf Jahre vor ihren abstinenten Artgenossen. Früher galt eben noch die Milchmädchenrechnung wie etwa: Tote Patienten sind billiger. Falls Wissenschafter diesen simplen Zusammenhängen nachgehen wie etwa kürzlich in einer Studie in der Zeitschrift Public Library of Science Medicine, weckt so was kaum Interesse…


Die Studie zeigt: Ein gesunder schlanker Mensch verursacht ab dem 20. Lebensjahr Behandlungskosten von 281.000 Euro. Demgegenüber kostet ein Raucher aber nur 220.000 Euro, was zu erwarten war. Erstaunt hat, dass nicht bloß Raucher günstiger waren, sondern auch die Dicken, die mit 250.000 Euro zwischen den Gesunden und den Rauchern liegen. Die rauchenden Dicken werden somit geradezu zu Financiers der Menschen, die gesund sterben wollen.
Niemand zweifelt daran, Rauchen ist ein tödlicher Unsinn. Der volkswirtschaftliche Nutzen ist hingegen peinlich. Wer will schon zugeben, vom Tod eines Mitmenschen zu profitieren? Darum wird neuerdings das Passivrauchen dämonisiert. Die Anti-Raucher-Lobbyisten geben sich nicht einmal Mühe, reproduzierbare Zahlen zu erfinden. Zum Beispiel: Es gibt fast gleich viele Österreicher wie Schweizer. In Österreich wird aber offiziell verbreitet, dass vier Einwohner pro Tag am Passivrauch sterben, in der Schweiz nur einer! Dieser Unterschied kann nicht an der “gesunden” Schweizerluft liegen, sondern an “Vordenkern” aus Deutschland, denen alles nachgeplappert wird. Von den angeblich 3301 Deutschen, die jährlich am Passivrauchen sterben, sind allerdings zwei Drittel über 85 Jahre alt!
Wer derart mit Zahlen spielt, braucht weitere “Studien”, um den Passivrauch zu vernebeln. In der Schweiz hat das Bundesamt für Gesundheit eine Studie in Auftrag gegeben, um die Sozialkosten des Tabakkonsums zu berechnen. Man kam auf zehn Milliarden Franken. Die Hälfte davon sind allerdings immateriellen Gründen geschuldet wie etwa Kummer und Ressentiments der Angehörigen eines Kranken. Diese Zahlen wurden in den Medien meistens kritiklos übernommen, genauso wie die neueste “Studie” des Instituts für Höhere Studien (IHS) in Wien.
Darin wurden die volkswirtschaftlichen Effekte des Rauchens für Österreich analysiert. Der fiskalische Nutzen wurde gegen die effektiven Kosten des Rauchens aufgerechnet. Die Studienautoren fanden eine Differenz von über 500 Mio. Euro, welche die österreichischen Raucher jährlich verursachen. Die Milchmädchenrechnung sollte mit einem Schlag unter den Tisch gekehrt werden. Ein paar Kunstgriffe waren allerdings notwendig, um den Rauchern eine Negativbilanz anzuhängen. Im Durchschnitt dürfen die Raucher jetzt nur noch fünf Jahre früher sterben, damit sie sich ja nicht rentieren.
Zweck heiligt Mittel
Gleichzeitig hängt man ihnen die Kosten für die Witwenpensionen an, und man führt hypothetische Kompensationszahlungen an Passivraucher ein. Um das Ganze zu verstärken, bedauert man, sogar zu tief geschätzt zu haben, schließlich fehlten Autounfälle von Rauchern, denen die Zigarette heruntergefallen sei. Woher kommt also die neuerliche Lust, gegen das Passivrauchen zu wettern? Einer der IHS-Autoren meinte, er wünsche sich ein rauchfreies Österreich. Das tönt so vernünftig wie ein genfreies Österreich! Die Kirchen werden sich nicht den Weihrauch wegnehmen lassen. Noch sind Motorräder mit röhrenden Auspuffen und Kamine zum Entspannen europaweit die Realität. Diese irrationalen Freuden sind erwiesenermaßen ebenso schädlich wie Passivrauchen.
Meldet sich jemand kritisch zur Passivrauchdebatte, wird ihm vorgeworfen, im Solde der Tabakindustrie zu stehen. Die österreichische Studie wurde von Pfizer finanziert. Der Zweck heiligt die Mittel. Der Pharmakonzern hat nämlich ein Wundermittel, mit dem man sich das Rauchen abgewöhnen kann. Das Medikament hat allerdings einen Imageschaden erlitten. Die “US Food and Drug Administration” untersucht, ob einige Patienten wegen des Medikaments in den Selbstmord getrieben wurden. Wir warten jetzt auf eine “Studie”, welche diese Todesfälle dem Passivrauchen zuordnet.

(Quelle)
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preusse
Specialist


Anmeldungsdatum: 17.10.2005
Beiträge: 180

BeitragVerfasst am: 25.Apr 2008 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Die Raucher sind noch viel besser.
Die Klamotten eines Nichtrauchers, der in einer Gaststätte geräuchert wird, sind anschließend außer Gefecht.
Ein Konjunkturprogramm für Wasserwerke, Waschmittelindustrie und natürlich Reinigungsdienstleister. Letzteres, da Anzüge da zwangsläufig hinmüssen. Neben dem dank der Chemieindustrie werden viele viele Arbeitsplätze gesichert.
Sollte man unbedingt dazuadieren.
So 80 Mille zum Beispiel.
Die Kohle kommt zwar nicht vom Raucher, aber auch nicht ohne ihn....paff,paff,paff...

Preusse
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 27.Apr 2008 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Wie weit reicht künftig die Fürsorge des "Über"-Unternehmens, das sich für seine Arbeitnehmer verantwortlich fühlt? Sollten Arbeitgeber beispielsweise das Recht haben, ihre Angestellten zu bestrafen, wenn sie in ihrer Freizeit rauchen?, fragt schon jetzt die New York Times.

Was Europäer (noch?) als völlig ungerechtfertigte, maßlose, empörende Einmischung in ihr Privatleben empfinden, wird von US-amerikanischen Unternehmen anders gesehen.

Da die Unternehmen für die Krankenversicherung der Angestellten verantwortlich sind, werden Aufschlagszahlungen für die Gesundheitsvorsorge ("Health Plan") mit Kostenrechnungen begründet. So hatte das Medienunternehmen Tribune Company, zu dem u.a. die Chicago Tribune und die LA-Times gehören, ab Januar dieses Jahres von Rauchern eine Extra-Prämie von 100 Dollar monatlich verlangt, was von den Rauchern als Straf-Prämie verstanden wurde.

Nun hat zwar die neu eingesetzte Führung der Tribune Company umgedacht: Man zeigt sich weniger pädagogisch und will es künftig "dem Urteil der Mitarbeiter überlassen, wie sie mit Tabak umgehen". Andernorts aber bleibt man drakonisch: Bewerber für Jobs bei Alaska Air müssen sich einem Nikotin-Screening unterziehen.

Für Schlagzeilen sorgen in den USA aber auch jene Firmen, die nicht mit Strafen, sondern mit Belohnungen versuchen, ihre Mitarbeiter zum gesunden Leben zu motivieren. Wobei anzumerken ist, dass die Gratifikation dialektisch umschlagen kann: zum bewährten Rezept des Strafens nämlich.

Eine Firma namens Whirlpool hatte in der vergangenen Woche 39 Mitarbeitern, denen sie einen 500 Dollar hohen Nachlass der Krankenversicherung gewährt hatte, weil sie sich als Nichtraucher ausgegeben hatten, gefeuert: Sie wurden außerhalb der Firma beim Rauchen erwischt.

Laut ABC steigt die Anzahl der Unternehmen, die "Krieg führen gegen ungesunde Gewohnheiten" ihrer Mitarbeiter.
Quelle: T.Pany
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Moderator GM&P
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Anmeldungsdatum: 21.01.2006
Beiträge: 6461

BeitragVerfasst am: 15.Mai 2008 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

Das gesetzliche Rauchverbot in Hessen darf nicht durch eine Deklarierung von Gaststätten als private Raucherclubs umgangen werden.

Das Frankfurter Amtsgericht hat am Mittwoch in einem Bußgeldverfahren zwei Geschäftsführer von drei Frankfurter Gaststätten verurteilt, die vom städtischen Ordnungsamt verhängten Bußgelder in Höhe von 300 beziehungsweise 450 Euro zu zahlen. Die Rechtsanwälte der Restaurantbetreiber haben angekündigt, das Urteil vor dem Oberlandesgericht anzufechten.

Nach Überzeugung von Amtsrichter Claus-Michael Ullrich verstoßen sie fahrlässig gegen das Gesetz. An den Eingangstüren ihrer Restaurants hängen Schilder, auf denen die Gäste darauf hingewiesen werden, dass sie kostenlos Mitglied in dem privaten Raucherclub werden könnten. Außerdem weisen die Mitarbeiter jeden Gast darauf hin, dass in dem Restaurant geraucht wird.

Das seit 1. Oktober 2007 geltende Gesetz schreibt aber einen Hinweis auf das Nichtraucherschutzgesetz und ein Rauchverbot in Lokalen vor. Ullrich sagte in der Urteilsbegründung, das Rauchverbot greife möglicherweise in die Persönlichkeitsrechte und in die Freiheit von Gewerbebetrieben ein. Aber der Gesundheitsschutz sei höher zu bewerten.

Hinzu komme, dass eine Clubmitgliedschaft gar nicht nötig sei, um die betreffenden Restaurants zu besuchen. Vielmehr reiche es aus, wenn der Gast eine Visitenkarte hinterlasse.

Vor kurzem hatte die hessische Landesregierung eine Lockerung des Rauchverbots in Eckkneipen angekündigt. Diese soll aber nur für Kneipen mit einem einzigen Raum, die vom Inhaber selbst geführt werden, gelten.
Quelle: HB
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