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Wendehals Insider
Anmeldungsdatum: 14.09.2005 Beiträge: 630
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Verfasst am: 30.Sep 2005 19:03 Titel: So könnte die Zukunft aussehen |
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Handelsblatt.com - Technologie / Innovation
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Das Ende der Informationsgesellschaft
Vergessen Sie alles, was sie aus Filmen wie Terminator oder Matrix kennen. Denn folgt man einigen Zukunftsforschern auf ihrem Weg, so wird man erkennen: Unser Leben wird sich noch radikaler und vor allem schneller ändern als es sich die meisten Regisseure und Science-Fiction-Autoren in ihren kühnsten Visionen vorstellen.
HB WIESBADEN. Bereits im Jahr 2020 werden Computer aus Silikon (es handelt sich nicht um einen Übersetzungsfehler, tatsächlich ist gallertartige Masse gemeint und nicht Silizium) unsere heutigen Rechner um ein vielfaches übertreffen. In Körperzellen eingebaute Computer werden uns ein Leben im Cyberspace mit echten Gefühlen ermöglichen und DNA-optimierte Babys werden die Regel sein.
All diese Entwürfe des Lebens in der Zukunft stammen von Ian Pearson. Er forscht als Futurologe im Auftrag der BT Group (London: BT-A.L - Nachrichten). Pearson (London: PSON.L - Nachrichten) zeichnet die Welt in großen Zügen und kräftigen Farben und regt mit seinen Zukunftsentwürfen zum Nachdenken an (im Web: »Ian Pearsons Guide to the Future). Auf dem vom Fachverlag der Verlagsgruppe Handelsblatt und des Management Forums Starnberg veranstalteten »Trend-Forum in Wiesbaden verkündete er am Montag zum Erstaunen der Zuhörer gar das Ende der Informationsgesellschaft: "Mit Wissen werden Sie in der Zukunft kein Geld mehr verdienen können", sagt Pearson. Allgegenwärtige Chips und Computer werden sich selbst organisieren und von den Menschen die Tätigkeiten des Beschaffens, Aufbereitens und Organisierens von Wissen übernehmen. In der Zukunft arbeitet der Mensch nicht mehr als intelligente Maschine sondern wieder als Mensch, d.h. er widmet sich vor allem sozialen Aufgaben, glaubt Pearson. Die einzige Gefahr: Die technischen Systeme könnten schlagartig eine neue Evolutionsstufe erreichen und plötzlich ein eigenes Bewusstsein entwickeln und mit einem eigenen Willen ausgestattet die Pläne des Menschen durchkreuzen.
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Und so überlässt auch Siemens (Xetra: 723610 - Nachrichten) sein Schicksal nicht dem Zufall und hat mit der Studie »"Horizons 2020" ein Modell entwickelt, welches sehr konkret künftige mögliche Entwicklungen beschreibt und dabei auf das mögliche gesellschaftliche Umfeld für das Unternehmen eingeht. Die Studie liefert als Ergebnis zwei gegensätzliche Szenariobilder.
Im Szenario 1 ist die Gesellschaft bescheidener geworden. Sie musste lernen, dass das wirtschaftliche Wachstum begrenzt ist. Die Kaufkraft ist gesunken und viele Sozialleistungen wurden abgebaut. Parallel zur "neuen Bescheidenheit" hat die Stressgesellschaft von heute eine neue Langsamkeit entdeckt, glauben die Autoren der Studie. Schnelligkeit und Kraft der Jugend als Motor der Gesellschaft werden von der "Weisheit der Alten (Paris: FR0000071946 - Nachrichten) " abgelöst. Die Gesellschaft orientiert sich an traditionell-konservativen Werten. Verantwortung, Toleranz und klare Moralvorstellungen kennzeichnen das Zusammenleben.
Ganz anders dagegen sieht das Szenario 2 aus: In ganz Europa hat ein wirtschaftlicher Aufschwung stattgefunden. Im Jahr 2020 geht die Wirtschaftsdynamik von den Unternehmen aus, die aufgrund strikter marktwirtschaftlicher Orientierung deutliche Effizienzsteigerungen erreicht haben. Der Arbeitsmarkt ist äußerst flexibel und wegen der eingetretenen Vernachlässigung der sozialen Elemente treten soziale Spannungen auf. Der Unterschied zwischen Arm und Reich ist beträchtlich. Es sind keine allgemeinen moralischen Wertvorstellungen mehr anzutreffen.
Auch in der Welt von Ian Pearson gibt es noch Werte, doch sehen sie in den Augen des BT-Futurologen ganz anders aus: "In dem Moment, wo die Technik unsichtbar und kaum noch verständlich ist, wird sie für den Menschen zur Magie." Sie flüchten aus den traditionellen Religionen und glauben an neue Götzen. Ein neues Mittelalter zieht herauf.
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Freitag 30. September 2005
http://de.biz.yahoo.com/050929/299/4pist.html |
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mhmoeller * Consulter *
Anmeldungsdatum: 20.12.2003 Beiträge: 1263 Wohnort: Bochum
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Verfasst am: 30.Sep 2005 19:18 Titel: |
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| Zitat: |
| Und so überlässt auch Siemens (Xetra: 723610 - Nachrichten) sein Schicksal nicht dem Zufall und hat mit der Studie »"Horizons 2020" |
Na hoffentlich ist diese Siemens-Studie etwas treffsichere als die Studie "Büro 2000" - da wurde schon für 2000 das papierlose Büro angekündigt - und Papier als aussterbendes Produkt angesehen.
Was trat ein: Genau das Gegenteil - ist es noch nie soviel gedruckt und kopiert worden in Büros wie heute . |
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