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Anmeldungsdatum: 18.01.2006 Beiträge: 2947
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Verfasst am: 5.Mai 2008 13:04 Titel: Staatsanwalt ermittelt gegen Warren Buffett |
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Krumme Geschäfte beim reichsten Mann der Welt?
In jedem Fall ist Warren Buffett ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten, die derzeit ermittelt, ob der Vorwurf eines Interessenkonflikts bei dem US-Milliardär zutrifft. Hintergrund ist die knapp 20-prozentige Beteiligung seiner Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway – dem Aushängeschild von Buffet’s Imperium – an der Ratingagentur Moody's. Denn diese hatte in der letzten Woche eine Top-Bewertung an eine Versicherungsfirma des Milliardärs vergeben – was angesichts von Buffets Engagement in der Firma einem Interessenkonflikt gleichkommen könnte.
Vor allem die Tatsache, dass gute Bewertungen für Firmen aus der Immobilien- und Finanzbranche im Zuge der aktuellen Kredit- und Finanzkrise derzeit eher rar sind, gießt dabei Öl ins Feuer der Spekulationen. Viele Marktteilnehmer stellen sich offenbar die Frage, wie es sein kann, dass die im Dezember 2007 gegründete Kautionsversicherer Berkshire Hathaway Assurance ohne sich in diesem kurzen Zeitraum wirklich bewähren zu können, direkt mit einem Toprating an den Start gehen kann.
Laut einem Bericht der britischen Zeitung "Times", mutet das auch der US-Staatsanwaltschaft merkwürdig an, respektive signalisiere für sie einen klaren Interessenkonflikt. So zitiert das Blatt den Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Connecticut, Richard Blumenthal, mit den folgenden Worten: „Wir sehen einen klaren und direkten Interessenkonflikt, wenn Moody's eine Firma bewertet, die einem Anteilseigner von Moody's gehört", nicht zuletzt, wenn das bewertete Unternehmen „einem so bedeutenden Aktionär“ gehöre und man werde die Angelegenheit „sehr genau verfolgen“. Denn in Zeiten, in denen Kautionsversicherer mit schlechten Bewertungen zu kämpfen haben, bedeutet ein Triple-A-Rating einen enormen Wettbewerbsvorteil.
Dass die Ermittler auf Buffett – der jüngst erst in Kooperation mit dem Lebensmittelhersteller Mars den Kaugummiproduzenten Wrigley für 23 Milliarden US-Dollar übernahm – aufmerksam wurden, hängt mit aktuellen Ermittlungen im Zusammenhang mit Ratingagenturen zusammen. Denn diese waren im Zuge der Kreditkrise verstärkt in die Kritik geraten, dass sie ihre Bewertungen nicht immer auf dem aktuellsten Stand halten und in der Konsequenz durch zu gute Bewertungen einen Teil der Krise mit verursacht zu haben.
Berkshire mit Gewinneinbruch
Schlechte Neuigkeiten gibt es für Warren Buffett auch noch von anderer Seite: Im ersten Quartal musste sein Holdingunternehmen Berkshire Hathaway einen Gewinnrückgang von 64 Prozent hinnehmen. Hintergrund seien unter anderem Verluste, die im Zusammenhang mit Derivaten anfielen, wie das Unternehmen am Freitag nach Börsenschluss mitteilte. Unterm Strich fiel der Nettogewinn im ersten Quartal auf 940 Millionen Dollar nach 2,6 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. (ir)
Quelle: FONDS professionell |
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