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Urlaub - Vorsicht! Achtung! Hier werden Organe entnommen

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gnom
Specialist


Anmeldungsdatum: 10.12.2002
Beiträge: 113
Wohnort: stuttgart

BeitragVerfasst am: 9.Jun 2005 6:53    Titel: Urlaub - Vorsicht! Achtung! Hier werden Organe entnommen Antworten mit Zitat

Achtung! Hier werden Organe entnommen:

Italien, Spanien, Frankreich, Belgien, Portugal, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn

Was kaum einer weiß: Wer in einem von 17 Nachbarländern tödlich verunglückt, dem werden automatisch Organe (Herz, Nieren ...) für Transplantationen entnommen. Auch ohne Organspendeausweis – wie er in Deutschland nötig ist.

Beispiel Österreich: „Bei uns gilt die Widerspruchslösung“, erklärt Dr. Gerhard Aigner (51) vom Wiener Gesundheitsministerium.

Heißt, wer verhindern will, daß ihm nach seinem Hirntod Organe entnommen werden, muß vorher Widerspruch beim „Österreichischen Bundesinstitut für Gesundheitswesen“ einlegen oder wenigstens eine Nachricht im Ausweis tragen.

Was passiert, wenn dies nicht der Fall ist, aber verzweifelte Angehörige gegen eine Organ-Entnahme protestieren?

„Wir Ärzte in Österreich sind rechtlich nicht verpflichtet, Angehörige zu fragen, ob wir die Organe eines toten Verwandten entnehmen dürfen“, sagt Transplantations-Chirurg Prof. Dr. Ferdinand Mühlbacher (56) aus Wien. „Doch ich spreche vorher mit vielen, überzeuge sie. Nicht bereit bin ich, über Tausende Kilometer in fremden Sprachen zu debattieren oder in einer Großstadt nach Müllers zu fahnden.“

Wie viele und welche Organe die Ärzte dem Toten entnehmen entscheiden sie selbst.

„Wir nehmen raus, was brauchbar ist“, so Mühlbacher. Am größten ist der Bedarf an Nieren. Es folgen Leber, Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm.

Der Professor: „Ich bin überzeugt, daß unsere Organspende-Regelung von 90 Prozent der Bevölkerung akzeptiert wird.“ Vorteil: Während in Deutschland rund 10 000 auf eine neue Niere warten, sind es in Österreich „nur“ 700.
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aforster
Newbie


Anmeldungsdatum: 21.10.2003
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 10.Jun 2005 8:47    Titel: Na und ? Antworten mit Zitat

Wenn man bedenkt, daß ~80% der Deutschen bereit wären Organe zu spenden, aber weniger als 20% einen Organspendeausweis haben ist die angesprochene Widerspruchslösung doch nicht so schlecht, oder?? (Die Zahlen sollten größenordnungsmäßig stimmen, finde das exakte Zitat gerade nicht)

Wer partout nicht will, soll sich halt einen entsprechenden Zettel in den Geldbeutel legen, bevor er ins Ausland fährt.

Abgesehen davon wollen die meisten Befragten natürlich ein Organ bekommen, wenn sie eins brauchen -aber einen Spenderausweis haben sie selber nicht.

Dr. med. A. Forster
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werner callies
.


Anmeldungsdatum: 26.09.2003
Beiträge: 3253
Wohnort: NRW & Spanien

BeitragVerfasst am: 11.Jun 2005 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Italien, Spanien...


Also mit meiner Leber hätten die, wenigstens während meines
Spanienaufenthaltes, nix mehr anfangen können...



Gruß Werner Callies
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Kerstin1956
Newbie


Anmeldungsdatum: 20.04.2006
Beiträge: 48
Wohnort: Cloppenburg

BeitragVerfasst am: 26.Apr 2006 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Moin, Moin!

Ich hätte ehrlich gesagt Angst, dass die Ärzte in den Ländern lebensverlängernde Maßnahmen auf einer Intensiv-Station einstellen würden (in Abwesenheit irgendwelcher Verwandten, die noch Einspruch erheben könnten), um an die Organe ranzukommen.

Sicherlich würde das gegen die Berufsethik verstoßen, aber wer kann's im Nachhinein beweisen?

Ich finde es nicht richtig einfach zu sagen, dass Nicht-Spender gerne wohl gerne eine fremde Niere oder so hätten. Das ist schwarz-weiß-Malerei, denn fremde Organe können abgestoßen werden - und die Medikamente, die das Abstoßen verhindern, möchte ich lieber NICHT nehmen.

Ich nehme bereits MTX als Dauer-Medikation und kann auf weitere Experimente in dieser Hinsicht verzichten.

MfG
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GM&P Mod. Team
Insider


Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 653

BeitragVerfasst am: 22.Jun 2006 7:20    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist wieder Urlaubszeit

Zitat:
Urlaubszeit: »Organspende« bzw. Organentnahme ohne Einwilligung möglich


Pressemitteilung von: INFORMATIONSSTELLE Transplantation und Organspende

In vielen Urlaubsländern werden Urlauber automatisch als »Organspender" angesehen, wenn sie keine schriftliche Ablehnung einer »Organspende« bei sich tragen.

Länder, in denen die »Widerspruchslösung« oder »Notstandslösung« gilt, können »hirntoten« Menschen Organe, Organteile oder Gewebe entnehmen, wenn kein zu Lebzeiten abgegebener Widerspruch vorliegt. Falls eine »Notstandslösung« gilt, ist eine Organentnahme immer - selbst beim Vorliegen eines Widerspruchs - zulässig!

Liegt keine Widerspruch vor, kann in diesen Ländern eine Multiorganentnahme erfolgen, wenn keine medizinischen Einschränkungen vorliegen. Dann können Hornhäute, Innenohrknöchel, Kieferknochen, Herz, Lungen, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Magen, Knochen, Bänder und Knorpel, Haut, Adern und Knochenmark entnommen werden.

Die Angehörigen müssen nicht informiert oder gefragt werden und auch Ausländer können explantiert werden!

In folgenden Ländern gibt es die sogenannte Widerspruchslösung bzw. erweiterte Widerspruchslösung:

Belgien, Finnland, Italien, Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, Russland, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn.

Wer seine Organe, Organteile oder Gewebe nicht »schenken« möchte, also eine Organentnahme ablehnt, muss einen Widerspruch schriftlich dokumentieren (z.B. bei seinen Ausweispapieren). Aus dem Widerspruch muss hervorgehen, dass man mit der Organentnahme nicht einverstanden ist.

In Bulgarien gilt die sogenannte Notstandlösung. Organentnahmen sind immer möglich!

Die »Informationsstelle Transplantation und Organspende« informiert über die gesetzlichen Regelungen zur Organtransplantation der europäischen und auch andere Staaten (u.a. Australien, Japan, USA).

Link: www.transplantation-Information.de

Die INFORMATIONSSTELLE Transplantation und Organspende bietet umfangreiche Materialsammlung und Erfahrungsberichte von Betroffenen über Organspende, Transplantation, Lebendspende und Organhandel.
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sydorle
Specialist


Anmeldungsdatum: 15.12.2003
Beiträge: 227
Wohnort: GB / E / D

BeitragVerfasst am: 23.Jun 2006 9:14    Titel: Warum diese reisserische Mitteilung? Antworten mit Zitat

Hallo an Alle,

die hier vorliegende Meldung in Bildzeitungs-Manier empfinde ich als empoerend.

Es ist doch wohl eine Selbstverstaendlichkeit, dass man als Gast in einem fremden Land dessen Gesetzen und Regeln unterworfen ist! Und so gefuehlsduselig wie in Deutschland ist man halt in den wenigsten anderen Laendern dieser Welt.

Wenn man denn am Urlaubsort sterben muss, dann tut es dem Betroffenen nicht mehr weh, wenn ihm/ ihr Organe entnommen werden um einem anderen Menschen das Weiterleben zu ermoeglichen. Was soll diese reisserische Warnung!? Oder ist ein Deutsches Herz zu wertvoll fuer einen z.B. Spanischen Empfaenger?

Die Umkehr der Willensbekundung wird auch in D schon lange und immer wieder gefordert. Und wer definitiv aus welchen Gruenden auch immer eine Organentnahme nicht moechte, hat eben eine entsprechende Dokumentation in der Tasche. Um BG muss man dann eben einen Bogen schlagen.

Ich fordere diese Umkehr auch fuer Deutschland: jeder Unfalltote sollte regulaer ein Organspender sein. Und der Motorradfuehrerschein sollte an diesen Umstand gekoppelt sein.

Es ist selbstverstaendlich, sich an die Sitten und Regeln in anderen Laendern zu halten. Dies moechte ich ausdruecklich auch auf die in D lebenden Auslaender gerichtet wissen.

Gruss Karin
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slimshady
Newbie


Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 23.Jun 2006 9:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

empörend ist wohl eher der dümmliche Beitrag von "sydorle" zu dem Thema.

Es sollte doch wohl generell so sein, egal ob ich mich zu Hause oder gerade
im Urlaub befinde, dass ich über meine Organe bzw. meinen Körper selbst
entscheide / oder eben meine hinterbliebenen Angehörigen.

Das hat nichts mit "Sitten und Regeln anderer Länder" zu tun sondern mit den
Grundrechten.

Interessanter Beitrag jedenfalls - habe ibisher nicht gewusst wie das in diesen Ländern gehandhabt wird.

Gruß

sl
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GM&P Info
.


Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 3188

BeitragVerfasst am: 23.Jun 2006 9:48    Titel: Antworten mit Zitat

Die Reisebüros sollten darüber informieren.
Nicht jeder weis es, und nicht jeder akzeptiert es.
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sydorle
Specialist


Anmeldungsdatum: 15.12.2003
Beiträge: 227
Wohnort: GB / E / D

BeitragVerfasst am: 23.Jun 2006 10:52    Titel: Grundrechte Antworten mit Zitat

Also solch einen toerichten Beitrag wie von "slimshady", der hier seinem Nicknamen wohl alle Ehre machen will, kann man ja wohl kaum aushalten.

Wessen Grundrechte meinen Sie denn eigentlich? Meinen Sie, dass die "Grundrechte" z.B. in Spanien (oder jedem anderen der erwaehnten Laender) weniger "wert" sind als die in D als fuer richtig erachteten? Sind die Deutschen mal wieder "etwas Besseres"?

"Schmalschattig", Sie sollten in D bleiben, da wirft Ihre Figur wenigstens nur einen schmalen Schatten. Und Sie haben Ihre "Grundrechte", Hartz4, eine Beamtendiktatur und noch so viele andere feine Dinge.

Wer sich mit den Sitten und Gewohnheiten im Ausland nicht anfreunden kann, der muss eben zu Hause bleiben. So wenig, wie ich in D ein "Little Istanbul" wuensche, so wenig sollte sich jeder Deutsche anmassen, im Ausland geltende Regelungen generell zu kritisieren. Das sind naemlich auch keine dummen Leute, und deren Entscheidungen sind anzuerkennen.

Klar, "GM&P Info", Reisebueros sollten darueber informieren, das stimmt. Und den Reiseunterlagen am besten gleich einen Organspender-Ausweis beilegen. Auf der anderen Seite hat sich gefaelligst jeder Reisende selber um die Regeln und Gesetze seines Gastlandes zu informieren. Weiter oben in diesem Kapitel hat schon jemand geschrieben, dass zwar 80% der Deutschen mit einer Organentnahme einverstanden sind, aber nur 20% einen entsprechenden Ausweis tragen. Moegen die Zahlenwerte dahin gestellt bleiben, solange jedenfalls auch nur eine Person keine Entscheidung fuer sich getroffen hat, unterwirft man sich eben den Regeln des Gastlandes.

Ein lesenswerter Beitrag steht unter: http://www.organspende-info.de/info/allgemein/werkommtinfrage/

In diesem Sinne
Karin
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danibg
Newbie


Anmeldungsdatum: 14.04.2006
Beiträge: 11
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 23.Jun 2006 12:11    Titel: Rufschädigung Antworten mit Zitat

In allen Ehren die Sorge der Modratoren für unser Eins, der es im Urlaub riskiert aufgeschlitzt und ausverkauft zu werden.
Die Wahrheit - auch in Bulgarien brauchen die Ärzte im Notfall die Einwilligung der nahstehenden Personen.
Ich weiß nicht wie die Reisegesellschaften und die bulgarischen Medizininstittionen auf Ihren Beitrag reagieren würden.
Hoffe, dass ihn keiner zu Lesen bekommt.
Für mich klingt es jedenfalls als: "Leute auf keinem Fall ins Kaniballenland fahren!"
Ansonsten - kein Kommentar!
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lore_westphal
Newbie


Anmeldungsdatum: 28.06.2005
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 24.Jun 2006 17:46    Titel: Organspende Antworten mit Zitat

in einigen Laendern wird in den Krankenhaeusern mit Organen gehandelt...
woher wollen Sie wissen, ob die Aerzte Sie nicht nur zum Schein oder als Vorwand oder in einer Fehldiagnose als Gehirntot eingestuft haben und dann Ihre Organe entnehmen?...
also nein Danke...
ich moechte lieber die Kontrolle behalten...
werde mich sofort schlau machen...
Danke
Lali
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