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GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2300
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Verfasst am: 16.Feb 2007 11:23 Titel: First Majestic |
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Vorortbesuch First Majestic (WKN A0LHKJ) – der Silberhebel!
Mitte Jänner 2007 war es endlich soweit, dass ich auf Einladung von First Majestic (WKN A0LHKJ) nach Mexiko geflogen bin, um mir Vorort ein Bild von der Organisation und den Minenanlagen zu machen.
Bevor wir uns aber den einzelnen Minen zuwenden sollten wir uns vielleicht noch einen kleinen Überblick über das Unternehmen verschaffen. First Majestic wurde von Keith Neumayr mit der Absicht gegründet, innerhalb weniger Jahre zu einem mittelgroßen Silberproduzent aufzusteigen. Um dieses Vorhaben umzusetzen, wurde in Mexiko zuerst die Mine La Parrilla in der Nähe der Stadt Durango erworben. Im letzten Jahr wurde dann noch First Silber Reserve übernommen, die die Mine San Martin in der Nähe von der Stadt Guadalajara betreibt. Die letzte Übernahme war dann die Mine La Encantada im Norden von Mexiko. Damit betreibt First Majestic drei aktive Bergbaubetriebe mit einer geschätzten Jahresproduktion von 5 Mio. Unzen Silber und noch nennenswerten Produktionsmengen an Blei und Zink.
Lieder war uns Petrus nicht gnädig und schickte uns eine große Schlechtwetterfront, die uns gleich zwei Minenbesuche zunichte machte. Somit konnte unsere Gruppe von Journalisten, Analysten und Investoren nur die Mine La Parrilla besuchen. Die anderen beiden Minen wurden uns vom COO Ramon und dem Chefgeologen intensiv anhand von Präsentationen und Fotos vorgestellt. Prinzipiell kann aber gesagt werden, dass wir ein hervorragendes Management vorgefunden haben, welches auf alle Wünsche und Fragen der Gruppe eingegangen ist und beantwortet hat.
Mine La Parrilla:
Bevor First Majestic die Mine erwarb, produzierte sie historisch bereits rund 10 Mio. Unzen Silber. Zuletzt wurden 180 Tonnen pro Tag verarbeitet. Bei dieser Produktionsmenge sind jedoch die Grenzkosten so hoch, dass die Mine nur geringen Profit abwarf. Daher hat First Majestic im letzten Jahr eine neue Anlage mit einer Verarbeitungskapazität von rund 800 Tonnen pro Tag errichtet. Dabei teilt sich die Anlage je zur Hälfte in eine Flotations- und in eine Cyanitanlage auf. In der Flotationsanlage ist es nun auch möglich, den rund 3-%igen Blei- und Zinkanteil gewinnbringend weiter zu verarbeiten. Der Silbergehalt pro Tonne Erz liegt im Durchschnitt bei rund 280 g Silber und die Produktionskosten liegen bei rund 6 US$ pro Unze Silber. Bei einem aktuellen Silberpreis von rund 13 US$ kann diese Anlage als hochprofitabel bezeichnet werden. Als Nebenprodukt fallen Blei- und Zinkkonzentrate ab, die die Profitabilität noch einmal massiv erhöhen. Für heuer ist eine Produktionsmenge von rund 2 Mio. Unzen geplant und diese sollte auch unter normalen Umständen erreicht werden können.
In den letzten Monaten wurde intensiv im Gebiet der La Parrilla Mine exploriert um eine genauere Ressourcenübersicht zu bekommen. Dabei wurden zahlreiche neue Silberadern beziehungsweise Fortsetzungen bestehender Adern gefunden. Das ganze Potenzial der Mine wird derzeit auf rund 80 bis 100 Mio. Unzen Silber geschätzt. Als Ressource definiert sind jedoch erst rund 20 Mio. Unzen.
La Encantada:
Der jüngste Erwerb von First Majestic könnte auch in Zukunft einer der ertragreichsten werden. In diesem Gebiet wurden historisch bereits über 6 Mio. Tonnen mit durchschnittlich 418 g/T Silber und rund 9,8 Prozent Blei produziert. Dies entspricht rund 80 Mio. Unzen Silber. Derzeit werden in der Erzmühle nur rund 350 Tonnen pro Tag verarbeitet, obwohl die Mühle auf über 800 Tonnen pro Tag ausgelegt ist. Daher muss und ist das oberste Ziel von First Majestic jetzt, die Auslastung wieder deutlich zu erhöhen. Im letzten Jahr wurden „nur“ rund 945.000 Unzen produziert, heute sollen es bereits rund 1.200.000 Unzen sein. Durch das späte Abschließen der Akquisition können wir erst in 2008 mit einer vollen Produktion von rund 2 Mio. Unzen rechnen. Sehr interessant ist auch, dass in dieser Mine der Anteil an Blei relativ hoch ist. Das heißt, dass wir auch aus dieser Mine mit schönen E rträgen des Nebenproduktes rechnen können. Die Produktionskosten sollen heuer bei rund 5 US$ pro Unze Silber liegen.
San Martin:
Diese Mine wurde durch die Übernahme der First Silver erworben. Der Abbau in diesem Gebiet geht schon auf das 16. Jahrhundert zurück und die historische Produktion liegt bei rund 85 Mio. Unzen. Derzeit wird hier eine 800 Tonnen Mühle betrieben, die jetzt von First Majestic auf den neuesten Stand gebracht wird. Um die Effizienz weiter zu erhöhen wurde auch neues Equipment für die Mine selber erworben. Derzeit verfügt die Mine über eine Ressourcenschätzung von über 42 Mio. Unzen Silber. Da seit fast einem Jahrzehnt kein Geld mehr für Exploration ausgegeben wurde, liegt das Potenzial aber bei einem Vielfachen. First Majestic geht von rund 100 bis 150 Mio. Unzen Silber aus.
Derzeit wird das oxidische Erz abgebaut, jedoch verfügt die Lagerstätte auch über reichhaltige sulfidische Erze, die so wie in La Parrilla, auch einen hohen Anteil an Blei und Zink führen. Dazu wird in diesem Jahr eine neue Flotationsanlage gebaut, die dieses Erz verarbeiten soll. Für heuer ist eine Produktion von rund 2 Mio. Unzen Silber geplant. Im nächsten Jahr sollte diese vor allem durch die neue Flotationsanlage auf 3 Mio. Unzen Silber steigen, plus den nicht zu unterschätzenden Anteil an Blei- und Zinkkonzentrat. Die Produktionskosten liegen heuer bei rund 6 US$ pro Unze.
Explorationspotenzial:
Was viele Investoren bei First Majestic vergessen ist das hervorragende Explorations- und Expansionspotenzial. Denn nicht nur die Minen beherbergen noch genügend Ressourcen, nein auch die weiteren Konzessionen, die das Unternehmen unterhält, besitzen Potenzial. Ein gutes Beispiel ist hier das Gebiet Chalchihuites, das rund 60 km südlich von La Parilla liegt. Vor Kurzem hat hier First Majestic das Silberbergwerk San Juan erworben und zeigt damit klar die Richtung an. Die ersten Bohrungen und auch Bergbauarbeiten sind bereits abgeschlossen. Dabei wurde eine Rampe gebaut um gleich mit der direkten Förderung zu beginnen. Die ersten 2.000 Tonnen sulfidisches Erz warten bereits darauf, in der Flotationsanlage von La Parilla verarbeitet zu werden.
Management:
Zwei Personen prägen das Unternehmen. Auf der einen Seite steht der Finanzmann – Keith Neumeyer – der mit seinen über 20 Jahren Erfahrung in der Finanzcommunity für den entsprechenden finanziellen Background und das Netzwerk verfügt. Das er ein Rohstoffunternehmen aufbauen kann, hat er als Gründer und Präsident von First Quantum Minerals bewiesen und ihm ist es auch zu verdanken, dass es First Majestic gelungen ist, innerhalb weniger Quartale ein 5 Mio. Unzen Silberproduzent zu werden.
Auf der anderen Seite steht der Bergbauingenieur Ramon Davila, er kennt Mexiko wie seine Westentasche und sorgt dafür, dass die Operation First Majestic wie geschmiert läuft. Sein Handwerk hat er beim größten mexikanischen Silberproduzenten Industrias Penoles gelernt. Danach war er bei Luismin und später Präsident von Panamericana SA, einer Tochter von Pan American Silver. Sein ausgesprochen gutes Netzwerk verdankt er auch der Tatsache, dass er Direktor bei der Bergbaukammer in Mexiko ist. In den Jahren 1996 bis 1998 bekleidete er sogar das Amt des Präsidenten dieser Industrievereinigung.
Produktion & Reserven:
Alleine La Parrilla und San Martin könnten in Summe wohl mehr als 200 Mio. Unzen Ressourcen Silber beherbergen. Heuer sollten rund 5 Mio. Unzen Silber produziert werden, die im nächsten Jahr auf 7 Mio. Unzen Silber steigen sollte. Im ersten Quartal dürften es rund 1 Mio. Unzen sein. Die durchschnittlichen Produktionskosten liegen bei rund 6 US$ pro Unze. Dies würde beim aktuellen Silberpreis ein Rohergebnis von 35 Mio. US$ ergeben. Was jedoch viele nicht berücksichtigen und auch kaum von einem anderen Besucher bemerkt wurde ist, dass in La Parrilla das sulfidische Erz rund 3 Prozent Zink und Blei enthält. Ich habe Ramon Davila daher gebeten, mir die genauen Verarbeitungszahlen des Zink- und Bleikonzentrates zu geben. Dabei haben meine Kalkulationen einen weiteren Rohertrag von fast 1 Mio. US$ pro Monat alleine nur durch das Zink & Blei ergeben. Dieser dürfte sich im Jahr 2008 mindestens verdoppeln, denn in San Martin ist der Bau einer weiteren Flotationsanlage geplant. In dieser wird das sulfidische Erz verarbeitet, das zwar weniger Silber, dafür aber rund 5 Prozent Zink und Blei enthält.
Ich will damit überhaupt nicht an der grossartigen Silberstory von First Majestic rütteln, aber einen weiteren Rohertrag von rund 10 Mio. US$ heuer und rund 20 Mio. US$ im nächsten Jahr alleine durch die Beiprodukte Zink und Blei sollten wir nicht unberücksichtigt lassen.
Fazit:
First Majestic (WKN A0LHKJ) stellt einen idealen Hebel auf den Silberpreis dar. Wie bereits besprochen, soll die Produktion heuer bei rund 5 Mio. Unzen Silber liegen und im nächsten Jahr auf 7 Mio. Unzen steigen. An der Umsetzung dieser Ziele besteht nach diesem Besuch kein Zweifel mehr und daher ist auch First Majestic nach den jüngsten Kursanstiegen noch immer spottbillig bewertet.
Für jeden, der an Silber glaubt, stellt First Majestic nahezu ein "Muss"-Investment dar.
Achtung: Joachim Brunner ist auch Berater des First Junior Explorer Index, der durch das First Junior Explorer Zertifikat (WKN LS1JEX) nachgebildet wird. Es ist damit möglich, dass sich die in diesem Artikel beschriebenen Aktien im Index befinden.
Laut §34b möchten wir darauf hinweisen, dass Mitarbeiter Aktien von First Majestic halten und somit ein möglicher Interessenskonflikt besteht.
Quelle: www.smallcap-investor.de. |
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