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Finanzscout Specialist
Anmeldungsdatum: 24.05.2006 Beiträge: 132 Wohnort: München
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Verfasst am: 19.Jul 2006 18:42 Titel: |
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Seit gestern liegen der Öffentlichkeit drei brisante BaFin-Schreiben i.S. Privatbank Reithinger GmbH & Co KG (PBR) und Klaus D. Thannhuber mit massiven Auswirkungen auf die Prospektierung und die Aufklärungspflichten im Vertrieb des Capital Advisor Fund II mit einem vorgesehenen Mindestplatzierungsvolumen von 120 Mio. €, der durch die Thannhuber-Gesellschaft European Securities Invest SECI GmbH Wertpapierhandelsbank initiiert worden ist und von der Hofer IFF AG des Anlagepromoters Michael Turgut, früher Chef der jetzt inaktiven Futura Finanz Finanz- und Wirtschaftsberatung AG, exklusiv vertrieben wird.
Thannhuber ist auch Alleingesellschafter der Privatbank Reithinger, die als depot- und kontoführende Bank bei dem Portfoliofonds fungiert, sowie von deren Komplementärin, der Verwaltungsgesellschaft Reithinger mbH.
Am 08.02.06 schreibt Axel von Elm vom Referat BA 33 der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unter dem Betreff „Anhörung zur beabsichtigten Erlaubnisaufhebung“, dass „Herr Thannhuber als Inhaber einer bedeutenden Beteiligung an der PBR nicht den im Interesse einer soliden und umsichtigen Führung der Bank zu stellenden Ansprüchen genügt.“
> http://www.anlegerschutzauskunft.de/a_as_report_06/1+2.pdf
Am gleichen Tag untersagte die BaFin der Privatbank Reithinger „mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres, an Unternehmen und Personen, die der Klaus D. Thannhuber-Gruppe angehören oder diese nahe stehen und an die Kinder, Ehepartner oder Lebenspartnern Herrn Thannhubers … Kredite … zu gewähren oder vorhandene Sicherheiten freizugeben …“ – und benannte fünf hohe Bundesbankbeamte als Aufsichtpersonen.
> http://www.anlegerschutzauskunft.de/a_as_report_06/3+4.pdf
Und in einem weiteren Schreiben untersagte die BaFin am 17.03.06 zudem der Privatbank Reithinger, an darin benannte Thannhuber-nahen Unternehmen bestimmte Auszahlungen vorzunehmen u.a. mit der Begründung: „Gemäß § 46 Abs. 1 KWG kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) … Anweisungen für die Geschäftsführung erlassen …, wenn die Gefahr für die Erfüllung der Verpflichtungen eines Kreditinstituts gegenüber seinen Gläubigern besteht. Eine solche Gefahr wird von der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte auch dann angenommen, wenn gravierende Mängel in der Geschäftsführung und in der Organisation eines Kreditinstituts vorliegen. Das ist hier der Fall …“.
> http://www.anlegerschutzauskunft.de/a_as_report_06/5+6.pdf
Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main hat dann am 22.06.06 den Antrag der Privatbank Reithinger „wegen Finanzdienstleistungsaufsicht“ abgelehnt.
> http://www.anlegerschutzauskunft.de/a_as_report_06/7.pdf
Auf Anfrage vom gestrigen (18.07.2006) Vormittag mailte die Assistentin der Geschäftsleitung der Privatbank Reithinger, Fr. Mira Kurtovic, die folgende, wenig aussagefähige Stellungnahme, die wegen der angeblich ergriffenen Maßnahmen zumindest indirekt die BaFin-Einschätzung der nicht vorhandenen Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit von Herrn Thannhuber bestätigt:
“Die Bank und ihre Organe haben umgehend personelle und organisatorische sowie gesellschaftsrechtliche Maßnahmen ergriffen, um die Bedenken der BaFin aus den Monaten Februar und März gerecht zu werden.
Hinsichtlich der Maßnahmen nach § 46 ist mit der BaFin eine Regelung gefunden worden.
Gegen den Beschluß des Verwaltungsgerichts wurde seitens der Bank Beschwerde eingelegt.“
Nach aktuellen Recherchen haben die Verfügungen der BaFin jedoch nach wie vor Bestand.
Nach dem ersten Versuch der BaFin, den Thannhuber-Turgut-Sumpf per Vertriebsstop trocken zu legen, dürfte dieser massive Schlag gegen das wirtschaftliche Herzstück der aktuellen Produktpalette wohl von Erfolg gekrönt sein.
Man darf gespannt sein, wie M. Turgut reagiert ... in der Vergangenheit verließ er stets wenn es brenzlig wurde das sinkende Schiff (Göttinger Gruppe, Frankonia, Deutsche Vermögensfonds) und suchte sich neue Produktpartner. |
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Finanzscout Specialist
Anmeldungsdatum: 24.05.2006 Beiträge: 132 Wohnort: München
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Verfasst am: 3.Aug 2006 10:45 Titel: |
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Das wars dann wohl:
Die BaFin hat das Bankhaus Reithinger gestern für den Kundenverkehr geschlossen.
http://www.bafin.de/presse/pm06/060802.htm
Das die Bank das verhängte Moratorium überlebt darf bezweifelt werden.
Es zeichnen sich erschreckende Parallelen zum Tod der BFI Bank AG ab.
Traurig und höchst bedenklich für die Branche, dass sich soetwas innerhalb so kurzer Zeit wiederholt.
Das Ende der Bank dürfte aber nur der Anfang von Ende des gesamten Firmengeflechts des Initiators Klaus D. Thannhuber und seiner Helfershelfer, wie bspw. des Promifreaks Frank Fleschenberg sein.
siehe auch hier:
http://www.gomopa.net/Finanzforum/Wer-kennt-was-meint-Ihr-dazu/Wer-kennt-DBVI-und-Privatbank-Reithinger.html
PS:
Wie es aussieht, hat sich unser lieber excabe bzgl. der Reithinger Bank gründlich geirrt und unser Profi! recht behalten. |
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Struckischreck * Consulter *
Anmeldungsdatum: 27.04.2005 Beiträge: 1971 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 3.Aug 2006 11:17 Titel: |
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| Finanzscout hat folgendes geschrieben:: |
| Man darf gespannt sein, wie M. Turgut reagiert ... in der Vergangenheit verließ er stets wenn es brenzlig wurde das sinkende Schiff (Göttinger Gruppe, Frankonia, Deutsche Vermögensfonds) und suchte sich neue Produktpartner. |
@Finanzscout,
da habe ich nicht die geringsten Bedenken, dass Michael Turgut wieder neue Partner für seinen Vertrieb findet. Bei den Umsatzversprechen wird es genügend Anwärter geben. Und die Jungs von seiner Kloppertruppe werden wieder losmarschieren und die alten Sparpläne auf die neuen Produkte umdecken. Provisionsoptimierter Verkauf eben, Umwandlung von Eigenkapital des Kunden in Provision für den Verkäufer.
Struckischreck |
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MariBo Newbie
Anmeldungsdatum: 02.03.2004 Beiträge: 21
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Verfasst am: 3.Aug 2006 14:14 Titel: Hoffentlich haben die Strukkis nun genug von Turgut... |
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...und machen nicht weiter mit bei der Geldvernichtung, auch ihres eigenen Kapitals, denn die Haftung bleibt bei diesen Konstruktionen letztlich bei ihnen hängen.
Den letzten beißen die Hunde, Turgut sollte nun endgültig vom Markt sein und wird sicher bald entschwinden, auf irgend ne nette Insel. Ob er noch das Darlehen für seine Kaution an den Fonds zurückzahlt
Traurig, traurig |
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GoMo&Pa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2174
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Verfasst am: 30.Aug 2006 13:39 Titel: |
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USERZUSCHRIFT
| Code: |
Formular Kontaktformular
Vorname XXX
Versendeseite http://www.gomopa.net/lo4/Kontakt.html
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Name XXX
Email [E-Mail anzeigen]
Nachricht Sehr geehrte Damen und Herren,
wir sind Versicherungsmakler HGB §92,93 ff in Werl.
Durch unsere Recherchen und Inventuren bei unseren Kunden haben wir Anfang 2005 die Zusammenhänge dieser Betrügereien bei unseren Kunden, welche vor unserer Zeit durch die Futura Finanz betreut wurden, erheblich Ungereimtheiten bei ihren als Altersvorsorge dienenden Anlagen entdeckt. Nach Überprüfung rieten wir zum Stoppen der Zahlungen, der Kündigung der Verträge und der Anwaltlichen Betreuung. Als Resultat nahmen wir ferner Kontakt zu den Finanzbehörden auf, weil es Rückforderungen Seitens der Behörden gab, für Mittel, welche unsere Kunden nie erhalten hatten. Diese Forderungen wurden dann gestoppt. Ca. 2 Wochen später wurden wir wider von den Finanzbehörden angesprochen und teilten diesen unsere Recherchen mit. Diese teilten uns darauf hin mit, das inzwischen seitens der Finanzbehörde, der Bafin und auch der Staatsanwaltschaft Ermittlungen eingeleitet wären. Auch die Bearbeitung der Unterlagen für die Insolvenzverwalter für die zuerst betroffenen Fonds (MSF, Germanicum etc,) wurde uns seitens der Kunden anvertraut, was wir in unserer knappen Freizeit auch gern taten. Durch Gespräche mit dem Insolvenzverwalter in Hamburg konnten wir diesem auch unsere Recherchen und Informationen weitergeben (Verbindung zur Reithinger Bank, einiger Immobilienfonds, der Futura Finanz und der DBVI etc), um möglichst viel Kapital unserer geprellten Kunden wieder zu finden. Das Resultat können wir wohl nun aus der Presse entnehmen.
Die Leute von der Futura Finanz und der Nachfolgegesellschaft haben sich allerdings davon nicht beeindrucken lassen. Wie heißt es so schon, anderer Fahrer, anderes Auto und weiter geht es, ganz munter, auch hier bei uns in Werl, in der Runtestrasse, wo diese Menschen ihren Bürositz haben. Wann werden diese Burschen, welche unter anderem über die Trivas Gruppe einreichen gestoppt?
Na ja, es steht ja bekanntlich jeden Morgen ein Dummer auf, der auf so etwas reinfällt.
So ist halt der Gang der Dinge. Resignation? Nein, aber Ernüchterung.
Mit freundlichem Gruß,
XXX |
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Finanzscout Specialist
Anmeldungsdatum: 24.05.2006 Beiträge: 132 Wohnort: München
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Verfasst am: 31.Aug 2006 9:12 Titel: |
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Der BaFin liegen seit heute interne Schulungsunterlagen der IFF AG vor, aus denen sich klar ergibt, dass der gesamte Verkaufsprozess darauf hinausläuft, die im Prospekt abgedruckten Risikohinweise ad absurdum zu führen und somit die vom Gesetzgeber gewollte Aufklärungsverpflichtung zu unterlaufen.
So wird in diesen Unterlagen beispielsweise suggeriert, trotz der Rechtsform des Capital Advisor Funds als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) sei bei diesem die Haftung der Anleger auf den jeweilig gezeichneten Anteil begrenzt. Zum "Beweis" wird auf ein BGH Urteil aus 2005 verwiesen, welches mit diesem angeblichen Sachverhalt jedoch absolut nichts zu tun hat (aber welcher Kunde ließt schon ein Urteil, und wer geht überhaupt davon aus, dass ihm ein Berater solch dreiste Lügen auftischt).
Ferner wird in einem Werbeflyer unverfroren behauptet, der CAF sei sowohl von der G.U.B. als auch von Kapital Markt-Intern geprüft ... nach Auskunft sowohl von k-mi als auch von G.U.B. ist dies jedoch nicht der Fall.
Die Liste der sich aus diesen Unterlagen ergebenden, haftungsbegründenden Umstände ließe sich noch endlos fortsetzen.
Fazit: Diese Unterlagen in den Händen eines fähigen Rechtsanwaltes sind ein Elfmeter für jeden Kunden, der sich von einer durch die Futura vermittelten Beteiligung lösen möchte. |
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Spiritus Rector * Consulter *

Anmeldungsdatum: 12.12.2003 Beiträge: 1123 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 9.Jan 2008 11:50 Titel: |
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Chef der Futura Finanz sitzt erneut in Haft
Die Staatsanwaltschaft Hof hat den als Finanzvermittler für die inzwischen insolvente Göttinger Gruppe tätigen Michael Turgut vor Weihnachten verhaftet. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der FTD.
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Der Chef der Futura Finanz Zukunftsunternehmen für Finanz- und Wirtschaftsberatung GmbH & Co. KG (Futura Finanz) sei einer Geldauflage, die Teil seiner Bewährungsauflage gewesen sei, nicht nachgekommen, sagte der Sprecher zur Begründung. Turgut habe Beschwerde gegen die Verhaftung eingelegt.
Die Bewährungsauflagen erfolgten aufgrund einer Verurteilung im Jahr 2005. Damals wurde Turgut wegen eines privaten Steuervergehens zu zwölf Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von mehreren Millionen Euro verurteilt. Beobachter vermuten, dass er eine vor Kurzem fällige Teilzahlung nicht bezahlen konnte.
Zudem wurde bekannt, dass die Futura Finanz am 19. Dezember beim Amtsgericht Hof Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt hat. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter sei der Bayreuther Rechtsanwalt Martin Prager bestellt worden, sagte der Anlegeranwalt Mathias Corzelius von der Kanzlei Göddecke .
Damit haben auch die weiteren Vertriebstätigkeiten Turguts, der auch eine Firma namens IFF AG hat, ein Ende. Viele Anleger wurden durch seine Firmen geschädigt. In den vergangenen Jahren hatten Turguts Finanzvehikel vor allem Geschäft an die Göttinger Gruppe vermittelt. Das Finanzunternehmen war im Sommer 2007 pleite gegangen. Dabei ist bei etwa 250.000 Anlegern ein Schaden von insgesamt mehr als 1 Mrd. Euro entstanden. Viele bangen seitdem um ihre private Altersvorsorge.
Gegen Turgut und Verantwortliche der Göttinger Gruppe laufen derzeit zahlreiche Klagen. Zuletzt gab es Anfang Dezember eine für Anleger positive Entscheidung des Bundesgerichtshofs zu Prospekthaftungsansprüchen bei einem Finanzprodukt der Göttinger Gruppe. Anleger müssen demnach die Unterlagen zum Fonds nicht einmal gelesen haben, um die Initiatoren belangen zu können. |
Quelle: FTD, Ute Göggelmann _________________ Wenn der Staat pleite macht, geht natürlich
nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.
(Carl Fürstenberg, dt. Bankier, 1850-1933)
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