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Risiko, Strategien, Systeme und Verluste

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Rouletteforscher
Newbie


Anmeldungsdatum: 04.06.2005
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 7.Jun 2007 12:43    Titel: Risiko, Strategien, Systeme und Verluste Antworten mit Zitat

Hallo Leute!

Wie an meinem "Nickname" deutlich zu erkennen, beschäftige ich mich phasenweise immer wieder mit den Geheimnissen rund um die Roulettekugel. So denke ich, bin ich auch in der Lage, ein paar Worte der Warnung und der Wahrheit zum Besten zu geben, nachdem ich gerade ein wenig in vergangenen Berichten gestöbert habe.

Kurz zu mir: ich bin selbstständig, habe ein eigenes kleines Unternehmen in Deutschland (eine Limited), biete diverse Webdienstleistungen und Programmierungen an, und bin derzeitig weltweit unterwegs (England, Hongkong, Australien/Neuseeland, Staaten), um neue Geschäftskonzeptionen zu entwickeln und entsprechende Partner zu finden. Wenn es meine Zeit erlaubt, investiere ich diese in mein Hobby, also in Entwicklungen und Analysesysteme zum Thema Roulette.

Es ist möglich, dass ich in naher Zukunft im Bereich Roulette die eine oder andere Publikation veröffentliche, und dazu mit Partnern oder Investoren hierzu eine eigene Abteilung im Unternehmen bilde, doch dieser Planung steht bisher noch keine ausgereifte und vollständige Konzeption zur Verfügung. Das wird sich jedoch zeigen, und wenn es soweit ist, findet sich hier zukünftig auch ein entsprechender Artikel wieder.


Nun zu Wichtigerem: mir ist aufgefallen, dass die meisten Menschen, die zu diesem Thema Kommentare hinterlassen, keine fundierte Ahnung haben, welche Zusammenhänge wirklich in diesem faszinierenden System "Kessel, Kugel und Mensch" bestehen. Ich maße mir nicht an, der Ansprechpartner zum Thema zu sein, doch vielleicht bringen meine Worte den einen oder anderen zum Nachdenken, bevor seine Worte hier einen dauerhaften Platz finden - und das vielleicht nicht immer in fundierter Art und Weise.

Das Spiel Roulette ist von seiner Einrichtung, und dem zugedachten Zweck, ein Glücksspiel. Da jedoch im klassischen Spiel ein Mensch, der Wurfcroupier, den Kessel abwechselnd links und rechts dreht, sowie die Kugel in die jeweils entgegengesetzte Richtung in den Kessel einwirft, können sich gewisse Rhythmen einstellen, die mittels geeigneter Analyseverfahren messbar und somit auch auswertbar sind.

Daraus lassen sich Vorteile erzielen, wenn es dem Spieler in der Praxis gelingt, solche Rhythmen im Casino festzustellen, und diese rechtzeitig im Ausklingen wieder ziehen zu lassen. Durch ein geschicktes Geldmanöver ist es für den Spieler möglich, länger- oder gar langfristig vorne zu liegen, sprich: im Gewinnbereich.

Doch bitte ich hierbei zu beachten, das ich hier in der Möglichkeitsform schreibe - und meine Worte sind kein Gesetz. Jedem Mathematiker und Statistiker stehen die Haare zu Berge, wenn es um Gewinnwahrscheinlichkeiten beim Roulette geht. Das kann ich gewissermaßen verstehen, denn es ist mathematisch völliger Humbug, mit dem Spiel des Roulette auf Dauer zu gewinnen.

Es ist mathematisch bewiesen, dass keine der angebotenen Chancen oder Kombinationen aus Chancen einen positiven Erwartungswert, also eine positive Auszahlungsquote hat. Jeder kann dies selbst leicht nachprüfen, dazu braucht man lediglich Grundkenntnisse der Mathematik, sofern es nicht um zusammengesetzte Wahrscheinlichkeiten geht.

Es ist nicht möglich, das Ergebnis des nächsten Wurfes vorherzusagen. Das funktioniert nicht. Punkt. Was im Bereich des Möglichen liegt, ist, einen beginnenden Trend auf einer oder mehreren Chancen zu entdecken, und diesen zu bespielen. Ob dieser Angriff dann Erfolg hat oder nicht - beides ist möglich, und ein guter und geschickter Spieler wird längerfristig einem Unerfahrenen, oder einem Zocker, voraus sein, und sei es nur darum, das dieser es versteht, seinen Angriff oder das Spiel im richtigen Moment zu beenden.

Ein genauso großer Humbug ist es, wenn Laien nun die Standardantwort hervorbringen, die Martingale (ein beständiges Verdoppeln des Einsatzes) findet in der Regel spätestens nach 11-facher Anwendung ein Ende, denn dann ist das Tischlimit erreicht und jedes System platzt mit einem großen Verlust.

Hallo, lieber Schwarz-Weiß-Denker?! Mag ja sein, das ein Laie so agieren könnte, wenn er wollte, und dass sich Spielernaturen auf diese Art und Weise in den Ruin treiben, doch ein halbwegs gebildeter Mensch baut sein Tun im Casino nicht auf eine solch vernichtende Systematik auf.

Ein Laie, und mag er noch so gebildet sein, ist immer noch ein Laie. Darum sind seine Antworten und Reaktionen zu diesem Thema grundsätzlich negativ - denn er als gebildeter Mensch mit einer guten Allgemeinbildung weiß ja um die Realität, und hat die Mathematik auf seiner Seite.

Jedoch erstaunt es mich immer wieder, mit welchem Gutglauben sich Menschen Spielgemeinschaften und Spielbeteiligungen anschließen, und bei entstehendem Teil- oder Totalverlust ihrer Investition diesem Anbieter die Pest an den Hals wünschen. Verständlich, denn das Geld ist weg, und die Enttäuschung groß.

Wer aufmerksam liest, der fragt sich vielleicht, auf welcher Seite ich denn nun wirklich stehe. Diese Frage ist einfach und leicht zu beantworten: auf der offenen Seite, auf der Seite der Resultate.

Ich selbst akzeptiere die Mathematik, und nutze sie als Instrument, wenn ich mich mit diesem faszinierenden Thema beschäftige - doch ich bin nicht so voreingenommen, diese als Erklärungsmodell für das Nichtfunktionieren zu akzeptieren oder anzuerkennen. Das ist auch nicht die Aufgabe der Mathematik, wenn auch ein Laie oder gar der Mathematiker als Experte da entschieden anderer Meinung sind.

Wir Menschen verlangen immer nach Beweisen, und sind darum nicht in der Lage, Dinge, die nicht mittels einer Naturwissenschaft bewiesen sind, anzunehmen. Beim Glauben haben wir das gegenteilige Problem: unser Weltbild zu diesem beruht auf unseren Vorstellungen und Hoffnungen, welchem in aller Regel familiäre oder gesellschaftliche Sichtweisen vorausgehen. Darum bezeichne ich das hier vereinfacht mal als "blinder Glaube ohne Relevanz".


Keine Sorge, das hier ist kein Aufruf zu Spekulationen oder Dergleichen, nur ist es mir wichtig, hier einen Vergleich zum Thema Roulette hervorzubringen, der es dem einen oder anderen vielleicht erleichtert, aus dem typischen Schwarz-Weiß-Denken auszubrechen:

Ich bin Atheist, und dies seit vielen Jahren aus Überzeugung. Jeder in Rastern denkende Mensch, geprägt durch sein Weltbild aus Vorurteilen, "weiß" jetzt schon, was er als gläubiger Mensch ja tagtäglich erfährt: auch ich bin eine dieser verlorenen Seelen.

Hm, nur seltsam, dass ich jedoch dem, was eine Religion ausmacht (das verbindende Element der Meditation als gemeinsamer roter Faden durch alle Religionen weltweit hinweg), nicht nur offen gegenüber stehe, sondern mich durch diese auf einen spirituellen Weg begeben habe, der allen Normal-Raster-Gläubigen weit voraus ist - jedoch losgelöst von durch Menschen auferlegte Schranken. Welche Erfahrungen ich auf diesem Weg mitnehme, ist zur Verdeutlichung des hier angesprochenen Sachverhaltes nicht von Bedeutung.


Dieses kleine Beispiel soll aufzeigen, dass es nicht nur zwei Seiten im Leben gibt, und das es Zusammenhänge gibt, die wir nicht verstehen können, weil wir dazu nicht in der Lage sind, weil wir dazu schlussendlich nicht bereit sind.

Es gibt keinen, über den ich hier etwas Schlechtes sagen möchte, oder zu dem ich mir anmaßen möchte, vor diesem oder jenem Angebot zu warnen, denn selbst wenn ich solch eine Kompetenz inne hätte, habe ich dazu kein Recht. Wenn ich hingegen ganz konkret gefragt werde, kann ich eine entsprechende Auskunft geben, was mir zu Bedenken gibt und warum.

Ich möchte mit meinem Beitrag, den gerne ein Jeder in der Luft zerreißen mag, etwas Licht ins Dunkle bringen, ohne jedoch den Anspruch darauf zu haben, eine allgemein gültige Wahrheit oder Aussage zu machen.

Es mag sein, dass ich mit meinen unkonventionellen Ansichten anecke, doch wenn ich es erreichen sollte, dem Zweifler ein Samenkorn des Loslassens von alten Überzeugungen in die Hände (zur eigenen Weiterverwendung) zu legen, und dem Blind-Gutgläubigen, sich in Zukunft kritischer Gedanken über das wirkliche Risiko zu machen, dann war dieser Beitrag der Richtige.


Andreas
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