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money-baer Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2002 Beiträge: 779 Wohnort: /Mfr.
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Verfasst am: 22.Feb 2003 10:27 Titel: Risiko - USA - Dollar - Anlagen |
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Freitag, 21. Februar 2003
Der goldene Weg
von Paul van Eeden
1992 litt die brasilianische Wirtschaft unter einem Schuldenberg und einer galoppierenden Inflation, was zu einem kompletten Kollaps der brasilianischen Währung – des Real – führte. Der Real wurde praktisch wertlos und wurde durch den "neuen Real" ersetzt.
In Krisen flieht das Kapital in die sichersten Häfen. Die brasilianische Krise führte dazu, dass sehr viel Kapital aus Brasilien in die USA floh. Die Statistik zeigt, dass von 1992 bis 1994 deutlich mehr Geld aus Brasilien in die USA floss als zuvor (+10 %) – was den Kursanstieg des Dollar in diesem Zeitraum unterstützte.
Im nächsten Jahr –1995 – gab es die "Tequila-Krise". Mexiko erlebte den größten ökonomischen Kollaps seit der Revolution. Der Peso verlor 50 % seines Wertes. Das führte dazu, dass weiteres Kapital in die USA floss, diesmal aus Mexiko, was den Dollar weiter stärkte. Zu diesem Zeitpunkt legte die US-Wirtschaft ein sehr ordentliches Wirtschaftswachstum von 5 % hin, verglichen mit 3 % in Europa. Da die Wirtschaft in den USA so kräftig wuchs und am Aktienmarkt hohe Renditen anfielen, war es keine Überraschung, dass weiterhin ausländisches Kapital in die USA floss.
Aber der amerikanische Aktienmarkt war bereits damals überbewertet. Dabei stand der Dow Jones damals erst bei 3.500 Punkten. 1996 kam es dann zur Asienkrise. Es kam zu einem erstaunlichen Kapitalfluss in die USA: Alleine in den beiden Jahren 1996 und 1997 flossen 356 Milliarden Dollar dorthin. Es ist kein Zufall, dass der Goldpreis im Februar 1996 bei 415 Dollar pro Unze seinen Höchststand erreichte.
Die Welt litt noch unter den Nachwirkungen der asiatischen Gruppe, als Russland sich 1998 weigerte, seine Schulden zu bezahlen. Im Januar 1999 startete der Euro, und er fiel umgehend gegenüber dem Dollar – in 2 Jahren verlor er 35 % seines Wertes. Die "New Economy" sorgte dafür, dass weiter sehr viel Kapital in die USA floss. Die Gewinne am US-Aktienmarkt sorgten dafür, dass immer neues Kapital angezogen wurde. Und natürlich hatten die USA das Image eines "sicheren Hafens".
Von 1992 bis 1999 flossen netto mehr als 1,2 Billionen Dollar in die amerikanische Volkswirtschaft. Zu Beginn wurde dieses Geld hauptsächlich in US-Anleihen investiert, was zu einem Boom in diesem Sektor führte, aber auch zu einem Kursanstieg der Anleihen und damit zu einem Absinken der Rendite führte.
Niedrigere Zinsen bedeuteten auch, dass die Kosten für Kapital fielen. Das erhöhte die Gewinne der Unternehmen. Höhere Gewinne führten wiederum zu höheren Aktienkursen, und höhere Gewinne erlaubten den Gesellschaften, ihre Investitionen und Forschungsausgaben zu erhöhen. Das wiederum stimulierte die Volkswirtschaft, da die Zahl der Jobs stieg.
Auch der einzelne Konsument profitierte von dieser Entwicklung. Die Arbeitslosigkeit ging zurück, und auch die Zinsen, die für Kredite und Hypotheken bezahlt werden mussten. Die günstigen Kredite verführten sowohl die Unternehmen als auch die Konsumenten zu neuen Schulden. Von 1992 bis 2002 erhöhten sich die Schulden der Konsumenten um 119 % und die Schulden der Unternehmen um 95 %.
Es ist wichtig, festzustellen, dass weder Bill Clinton noch Alan Greenspan die Väter dieser "guten Zeiten" waren. Sie waren eher Beobachter als Akteure. Die Märkte hörten 1996 nicht auf Alan Greenspan, als er vor "irrationalen Übertreibungen" warnte. Er wurde ignoriert, weil er den gewaltigen Zustrom von Kapital nicht aufhalten konnte. Und genau so wenig, wie er damals den Aufbau der Spekulationsblase verhinderte, wird er jetzt die Probleme, die nach dem Platzen der Spekulationsblase entstanden sind, selbständig bewältigen.
Wie bereits erwähnt, begann der Dollar 1992 seinen Aufstieg. Aber erst 1996 ging es richtig los. Und der stärkere Dollar hatte Konsequenzen. Die amerikanischen Exporte verteuerten sich, was die Exportindustrie traf. Die Importe wurden billiger, was die Nachfrage nach importierten Gütern steigen ließ. Dadurch geriet die Handelsbilanz völlig aus dem Lot.1992 lag das amerikanische Außenhandelsbilanzdefizit bei 36 Milliarden Dollar; 2002 bei 420 Milliarden Dollar.
Eine negative Handelsbilanz führt zu einer negativen Zahlungsbilanz. Der Zufluss von Kapital in den 1990ern und das explodierende Handelsbilanzdefizit sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Die ausländische Nachfrage nach Dollar wurde durch die amerikanische Nachfrage nach importierten Gütern aufgefangen. Das Problem mit dem riesigen Außenhandelsdefizit ist Folgendes: Niemals zuvor in der Wirtschaftsgeschichte folgte einem solchen Defizit KEINE Rezession, die dieses Ungleichgewicht korrigierte. Die Stärke einer solchen Rezession hängt von der Größe des Außenhandelsdefizits ab. Das Problem ist, dass das amerikanische Außenhandelsbilanzdefizit derzeit besonders groß ist – egal, welchen Maßstab man nimmt. Nominal gesehen ist dieses Defizit ohnehin das Größte, das die Welt je gesehen hat.
Die Größe des amerikanischen Außenhandelsdefizits signalisiert, dass den USA eine lange und harte Rezession bevorsteht.
Quelle: Investor`s daily
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..als Beitrag für alle Strategen gedacht und deren Meinung, bin gespannt!! |
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 23.Feb 2003 11:48 Titel: |
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Volkswirtschaft vom Feinsten. Guter Artikel.
Mein Schulfreund und Wirtschaftswissenschaftler Keynes, die gute Seele, pflegte zu behaupten, dass man eine Rezession, durch staatlich geförderte und größtenteils durch neue Schulden subventionierte Steigerung, der allgemeinen Binnenmarktnachfrage bekämpft
Könnten nicht aber auch erhebliche Teile des Außenhandelsdefizits, durch eine wesentliche Ankurbelung der amerikanischen Rüstungsindustrie egalisiert werden? Wenn ja, müsste sodann doch auch die amerikanische Staatsverschuldung steigen, denn Einer muss die Rechnung doch zahlen...
Das wiederum hätte zur Auswirkung (Wenn die Amerikaner zahlen würden), dass die Zinsen steigen und dadurch auch die Inflation. Steigt die Inflation verschwinden Investoren und werden ersetzt durch Spekulanten. Womit wir mittendrin wären - im Raum des magischen Vierecks.
Die Amerikaner werden aus o.a. Gründen Investitionen in den Rüstungshaushalt abwälzen und nicht zahlen (können). Dadurch bleiben Staatsverschuldung und Zins in einem überschaubaren Mass.
Aber, Wer soll denn die Rechnung nun zahlen? Wie wäre es denn z.B. mit den Besiegten eines möglichen Krieges? Vielleicht in Naturalien? Öl? Wenn ja, würde das der amerikanischen, von einer Rezession bedrohten Wirtschaft sicherlich helfen und zahlen könnten die Anderen... |
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money-baer Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2002 Beiträge: 779 Wohnort: /Mfr.
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Verfasst am: 23.Feb 2003 12:01 Titel: |
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nun Mr. Goodman,
das Außenhandelsdefizit ist ein Importproblem, Gelder in die Rüstungsindustrie würde ein inneramerikanisches (Kriegsgut) Verbrauchsgut ankurbeln, den InnenKonsum der Rüstungsbeschäftigten steigern, also meist wieder die Importwelle stützen.
Voraussetzung wäre, wie schon mal gehabt, man verpflichtet, z.B. die Nato bestimmte mit Staatsgeldern entwickelte und produzierte Waren und Waffen abzunehmen = exportieren, dann hätte es konsolidierende Wirkung. |
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 23.Feb 2003 12:07 Titel: |
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| Nicht die NATO - die BESIEGTEN! |
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money-baer Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2002 Beiträge: 779 Wohnort: /Mfr.
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Verfasst am: 23.Feb 2003 12:21 Titel: |
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| Aufrüstung in dem Umfeld, der Labilität, wäre Harakiri. Stell Dir vor was die ganzern arabischen Anrainerstaaten dazu sagen, vor 20 jahren schon mal gesponsert, dan mit 2 Kriegen abgerüstet und jetzt wieder aufgerüstet, nein, das geht nicht durch. |
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